Also ist der CCNA u.a. andere was du im Bootcamp machst nix wert?!
Überlege doch mal selber. Wenn du jemanden, 2 Wochen auf 4 Prüfungen drillst, kann er zwar die Fragen beantworten, verfügt aber nicht wirklich über das Wissen es zuverlässig anzuwenden. Das ist etwas für Firmen die ihre "xyz Gold ...." zertifizierung brauchen und "mal schnell" 3 MCSE brauchen.
Ich persönlich habe mich auf 3 der MCSE Prüfungen überhaupt nicht vorbereitet, die Netzwerk-Planung habe ich vorsichtshalber vorher das Buch gelesen, die Security-Design wieder ohne vorbereitung (es gibt kein brauchbares Buch) und die beiden AD-Designprüfungen habe ich mit vorher zur Sicherheit mal die Bücher durchgelesen um mir unbekannte Szenarien nochmal durchzugehen.
Linux habe ich komplett ohne Vorbereitung abgelegt. Jetzt bin ich an der LPIC-2, hier befasse ich mich gerade mit sendmail (setzt kein Admin bei einer Neuinstallation freiwillig mehr ein) und den Unterschieden der einzelnen Distributionen (ich habe primär Gentoo, das ein völlig anderes Konzept verfolgt). Sobald ich meine, ich habe die entsprechenden Dienste unter Kontrolle gehe ich zur Prüfung. Bis jetzt war ich bei keiner Teilprüfung unter 85%.
Ich will damit nur sagen, die Zertifizierung ist nur das "sahnehäubchen" das solides Wissen bescheinigt. Habe da mal so eine IHK Weiterbildung gemacht, technisch nix neues, bin fast eingeschlafen, aber das Thema Projektmanagement und Organisation hat mir wieder neue Bereiche gezeigt die ich gerade vertiefe. Das war aber kein Bootcamp sondern eine Berufsbegleitende Zertifizierung zum Systemadministrator. Die Prüfung war ein Projekt das man neben der Schulungen in der Firma erfolgreich bearbeiten und Dokumentieren muss. Wenn die Präsentation und Verteidigung am ende passen, hat man den Schein. Keine Frage-Antwortspielchen und auf die Prüfung gedrilltes Halbwissen.