Okay ... dann will ich mal wieder meinen Senf dazugeben
Also, aufgehört habe ich mit Informatik an der Uni, weil ich es einfach nicht kann, 6-7h jemandem zuzuhören und dann hinterher alles nochmal nachzuarbeiten. ICh bin wahrscheinlich nicht der typische Student. (stehe vielleicht zu früh auf *g*)
Was mir dann das Genick gebrochen hat, war der 2. Mathe-SChein. Den hatte ich nicht bestanden, benötigte ihn aber für die MAthe Prüfung. Desweiteren war dann da noch Automaten und Formale Sprachen und Algorithmentheorie, also die theoretische Informatik. Der Prof war damals zu abgehoben für mich. Ich konnte mir z.B. unter dem Begriff "Regulärer Ausdruck" nie was vorstellen. Er konnte mir das irgendwie nie vermitteln. Heute arbeite ich nahezu täglich mit regEx.
Also ich habe dann nach dem 4. Sem. aufgehört, weil ich einfach zu sehr hinterher hing. Und wirklich glücklich war ich mit dem sutdium auch nicht.
Durch meine Ausbildung habe ich dann gelernt, wie man sich selbst Sachen beibringt, da man da größtenteils auf sich allein gestellt war. Wirklich Aufgabe hat man nicht bekommen. Also in einer gewissen weise habe ich 2,5 Jahre lang selbststudium gemacht, was mir jetzt vielleicht ganz gut tut.
Ich hatte ja geschrieben, das ich jetzt ein Online-Studium mache. Die mache ich in Teilzeit, d.h. es würde regulär 12 Semester dauern und am Ende habe ich einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik.
Ich gebe zu, das BWL nicht das tollste ist. Ich habe auch eine gesunde Abneigung dagegen, aber in irgendeinen sauren Apfel muss man beißen. Allerdings ist das auch nicht so wild. Wenn man eine Ausbildung gemacht hat, hat man dort ja schon einiges behandelt und der Stoff kommt einem nicht total fremd vor.
Wir hatten im 1. Semester Mathe. Aber wirklich wild war das nicht. Der Stoff beschränkte sich auf Lineare Algebra (Matrizen, Vektoren, Ungleichungen), boolsche Algebra. Wir haben aber sehr viel Zeit zum üben investiert. Dass ist das, was bei Mathe die Zeit verschlingt. Man muss kontinuierlich am Ball bleiben.
Was die Hilfe von Dozenten angeht, möchte ich fast kein Wort darüber verlieren. Ich sag es mal freundlich in begrenztem Maß. Fragen werden schon beantwortet, aber meistens relativ knapp. Die beste Hilfe und Unterstützung bekommt man von Kommolitonen. Immer eine möglichst große Gruppe suchen, mit der man dann den Stoff gemeinsam durchgeht.
Wir sind ca. 6 Personen, die regelmäßig miteinander telefonieren und uns über den Stoff austauschen. Das hilft sehr.
Eine große Hürde ist auch den inneren Schweinehund zu überwinden, wenn man ein Fernstudium macht. Da man sich den Großteil selbst beibringen muss. Oft läuft es darauf hinaus, das man alles bis kurz vor die Prüfung schiebt. Dann wirds knapp.
Die Kosten für die Weiterbildung sollte man auch nicht außer Acht lassen. Da ich online studiere, muss ich keine Studiengebühren bezahlen. Das macht das ganze schon "recht" erschwinglich. Ich weis nicht, ob das bei allen FernUnis oder FHs der Fall ist.
*sorry wegen den Sätzen. Die klingen schon recht komisch ... bin grad erst aufgestanden
P.S.:
Von dem Studiengang der "Wirtschaftsinformatik" bin ich nicht so überzeugt, da ich mich hier eventuell sehr viel mit SAP auseinandersetzen müsste und ich
im IT-Bereich eher technisch versiert bin (Cluster, Linux, Windows Server, Storage, HP-Switche, ...).
Ich würde fast meinen, dass die Studienrichtung nicht unbedingt ausschlaggebend dafür ist, was du machen wirst. Ich studieren WInf, weil es gegenüber Medien-Inf das geringere Übel war. Mehr wurde als Onlinestudiengang nicht angeboten. Allerdings sutidere ich auch nur dem Abschluss wegen. Mit nem BSc auf der Bewerbung kann man mehr anfangen
