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BIND DNS Server aufsetzten

Mitglied: masterG
Geschrieben von masterG (Level 2 - Administrator in Ausbildung)
Erstellt am 04.04.2007, um 19:40:30 Uhr, Permanent-ID: 55543
Dieser Beitrag wurde bisher 21177 mal aufgerufen und gilt als gelöst.
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DNS server installieren, konfigureren, starten, ERFOLG
Hallo!
Ich werde euch erklären wie man einen DNS server unter Suse und Red Hat aufsetzt

Vorbereitung

1)Auf http://www.isc.org/products/BIND und DNS server runterladen.

Installation

In den Ordner gehen wo der DNS server gespeichert ist und folgende befehle in der konsole eingeben:
01.
tar xvfz bind-x.x.x.tar.gz  
02.
cd bind-x.x.x/ 
03.
./configure 
04.
make 
05.
make install

Konfiguration

/etc/named.conf ist der Ausgangspunkt der Konfigurationen.
Die directory-Option ist gibt an wo sich, alle weiteren Konfigurationsdateien befinden. Unter Suse ist das /var/lib/named und unter Red Hat /var/named.

Die /etc/named.conf könnte dann so aussehen:
01.
#/etc/named.conf 
02.
 
03.
options { 
04.
directory "/var/lib/named"; # Suse 
05.
#directory "/var/named"; # Red Hat 
06.
#DNS Server Deines Internetproviders 
07.
forwarders { 195.34.133.10; }; 
08.
notify no; 
09.
}; 
10.
zone "localhost" in 
11.
12.
type master; 
13.
file "localhost.zone"; 
14.
}; 
15.
zone "0.0.127.in-addr.arpa" in 
16.
17.
type master; 
18.
file "127.0.0.zone"; 
19.
}; 
20.
zone "." in 
21.
22.
type hint; 
23.
file "root.hint"; 
24.
}; 
25.
#unser zone ist flake kann man aber auch aendern 
26.
zone "flake" 
27.
28.
type master; 
29.
notify no; 
30.
file "flake.zone"; 
31.
}; 
32.
zone "0.168.192.in-addr.arpa" in 
33.
34.
type master; 
35.
notify no; 
36.
file "192.168.0.zone"; 
37.
};
-----------------------------------------
/var[/lib]/named/localhost.zone: Diese Datei wird mit den gängigen bind-Distributionen bereits mitgeliefert. Sieht wie das folgende Muster aus:
01.
$TTL 1W 
02.
@               IN SOA  @   root ( 
03.
                                42              ; serial (d. adams) 
04.
                                2D              ; refresh 
05.
                                4H              ; retry 
06.
                                6W              ; expiry 
07.
                                1W )            ; minimum 
08.
 
09.
                IN NS           @ 
10.
                IN A            127.0.0.1
--------------------------------------
/var[/lib]/named/127.0.0.1.zone: Auch diese Datei wird üblicherweise mitgeliefert. Bei Red Hat hat sie den Namen named.local
Die Datei MUSS wie das folgende Muster aussehen. DER EINZIGE RECHNERNAME IST localhost!!!!!!
01.
$TTL 1W 
02.
@               IN SOA          localhost.   root.localhost. ( 
03.
                                42              ; serial (d. adams) 
04.
                                2D              ; refresh 
05.
                                4H              ; retry 
06.
                                6W              ; expiry 
07.
                                1W )            ; minimum 
08.
 
09.
                IN NS           localhost. 
10.
1               IN PTR          localhost.
--------------------------------
/var[/lib]/named/root.hint: Diese Datei enhält IP-Nummern von mehreren zentralen DNS-SERVERN. root.hint wird auch üblicherweise mitgeliefert. Bei Red Hat hat sie den Namen named.ca
Kleiner Ausschintt aus dieser Datei:
01.
 
02.
;       This file holds the information on root name servers needed to 
03.
;       initialize cache of Internet domain name servers 
04.
;       (e.g. reference this file in the "cache  .  <file>" 
05.
;       configuration file of BIND domain name servers). 
06.
07.
;       This file is made available by InterNIC  
08.
;       under anonymous FTP as 
09.
;           file                /domain/named.root 
10.
;           on server           FTP.INTERNIC.NET 
11.
;       -OR-                    RS.INTERNIC.NET 
12.
13.
;       last update:    Jan 29, 2004 
14.
;       related version of root zone:   2004012900 
15.
16.
17.
; formerly NS.INTERNIC.NET 
18.
19.
.                        3600000  IN  NS    A.ROOT-SERVERS.NET. 
20.
A.ROOT-SERVERS.NET.      3600000      A     198.41.0.4 
21.
22.
; formerly NS1.ISI.EDU 
23.
24.
.                        3600000      NS    B.ROOT-SERVERS.NET. 
25.
B.ROOT-SERVERS.NET.      3600000      A     192.228.79.201 
26.
27.
; formerly C.PSI.NET 
28.
29.
.                        3600000      NS    C.ROOT-SERVERS.NET. 
30.
C.ROOT-SERVERS.NET.      3600000      A     192.33.4.12 
31.
32.
; formerly TERP.UMD.EDU 
33.
34.
.                        3600000      NS    D.ROOT-SERVERS.NET. 
35.
D.ROOT-SERVERS.NET.      3600000      A     128.8.10.90 
36.
37.
; formerly NS.NASA.GOV 
38.
39.
.                        3600000      NS    E.ROOT-SERVERS.NET. 
40.
E.ROOT-SERVERS.NET.      3600000      A     192.203.230.10 
41.
.....
Koniguration zur Verwaltung lokaler Rechnernamen:
Jetzt kommt erst der große Spaß face-smile
Wir geben jetzt den rechnern ihren eigenen domain im Adressraum 192.168.0.*.
Der DNS-Server läuft auf dns.flake
---------------------------------
/var/[lib/]named/flake.zone sieht so aus:
01.
; /var/[lib/]named/flake.zone 
02.
$TTL 86400 
03.
@	IN	SOA	flake. root.flake. ( 
04.
			       1	; Serial 
05.
			       8H	; Refresh 8 hours 
06.
			       2H	; Retry   2 hours 
07.
			       1W	; Expire  1 week 
08.
			       1D	; Minimum 1 day 
09.
10.
 
11.
		IN NS		dns.flake. 
12.
 
13.
localhost   IN	    A	     127.0.0.1 
14.
router		IN    A	        192.168.0.1 
15.
dns             IN    A          192.168.0.3
-----------------------------------
Den namen den Sie vergeben muss NICHT dem Computernamen entsprechen die IP aber schon.
/var/[lib/]named/192.168.0.zone: Die ersten Zeilen sehen genau so aus wie bei flake.zone. Die nachfolgende Liste ist aber gerade umgekehrt, d.h., es wird die Zuordnung zwischen den Endungen der IP-Adressen und den Namen hergestellt.
01.
; /var/[lib/]named/192.168.0.zone 
02.
$TTL 86400 
03.
@       IN      SOA     flake. root.flake. ( 
04.
                        1       ; Serial 
05.
                        8H      ; Refresh 8 hours 
06.
                        2H      ; Retry   2 hours 
07.
                        1W      ; Expire  1 week 
08.
                        1D )    ; Minium  1 day 
09.
 
10.
                IN  NS         dns.flake. 
11.
 
12.
1               IN  PTR         router.flake. 
13.
3               IN  PTR         dns.flake.
------------------------------------------------

Starten

Den DNS-Server starten sie mit /etc/init.d/named start
Wenn sie etwas in den Konfigurations Dateien geändert haben dann gebeben sie /etc/init.d/named restart ein.
Damit der DNS-Server beim Booten startet wird unter Red Hat die chkconfig-Kommandos eingeben und unter Suse insserv-Kommando:
01.
root# chkconfig --add named 
02.
root# chkconfig --level 35 named on 
03.
root# insserv named
Quelle: Linux von Michael Kofler


Das wars. Viel Spaß!!
masterG
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Diskussionsverlauf (6 Kommentare)
thread
Günni
Kommentar Günni schreibt am 08.04.2007, 21:55:24 Uhr
@masterG

Zwei Dinge:

1.......................

/var/[lib/]named/flake.zone sieht so aus:

...
...
...

localhost IN A 127.0.0.1




Warum hier nochmal ein Eintrag für localhost??
Du hast doch weiter oben schon zwei Dateien erwähnt,
durch die localhost konfiguriert wird.

2..........................

Den namen den Sie vergeben muss NICHT dem Computernamen
entsprechen die IP aber schon.
...
...
; /var/[lib/]named/192.168.0.zone
...
...
...
IN NS dns.flake.

1 IN PTR router.flake.
3 IN PTR dns.flake.

Das wird so nicht funktionieren, da die Angabe rechts von NS/PTR kein
(F)ully (Q)ualified (D)omain (N)ame ist, kurz FQDN.

FQDN bedeutet: Rechnername.Domain.TopLevelDomain.

Ich habe in meinen DNS-Anfängen unter Linux meinen DNS-Server
nach einer ähnlichen Anleitung aufgesetzt. Ergebnis: negativ.

Heißt: Rechts von NS/PTR muß ein vollständiger Rechnername stehen, siehe FQDN

Grüße
Günni
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masterG
Kommentar masterG schreibt am 09.04.2007, 08:57:32 Uhr
localhost hab ich dort eingetragen, weil d dann von jedem Rechner (wenn du dort einen webserver laufen hast) localhost.flake eingeben kannst!!!
Beim zweiten Problem kann ich dir nicht helfen:
Diese Datei hab ich aus einem Handbuch. "Linux" von Michael Kofler.
Wenn es nicht funktioniert dann probiers aus. es wird funktionieren!!! face-wink
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Günni
Kommentar Günni schreibt am 10.04.2007, 20:57:53 Uhr
@masterG

Hi, ...

localhost hab ich dort eingetragen, weil d
dann von jedem Rechner (wenn du dort einen
webserver laufen hast) localhost.flake
eingeben kannst!!!

3 Ausrufezeichen? Na, na, na... wer wird denn da gleich so entrüstet sein? face-smile
Anmerkungen werden doch wohl erlaubt sein.

Anmerkung 1:
Ich habe einen Webserver am "laufen", gebe ich in der Adresszeile des Browsers
localhost.domain.tld ein, so erscheint, oh Wunder, die Startseite des Webservers,
auch ohne einen entsprechenden Eintrag: localhost etc. in der Zonendatei.

Anmerkung 2:
Localhost bezeichnet normalerweise den Loopback-Namen des Rechners, also
die Adresse des Rechners, an dem der User gerade sitzt.
Warum sollte ein User also den Loopback-Namen aufrufen, wenn er doch den Server erreichen will?

Wenn ich einen Webserver am "laufen" habe, der im Intranet erreichbar sein soll,
und ich will einen entsprechenden Namen vergeben, so ist das www, der Name,
der traditionell für Webserver vergeben wird. Und nicht localhost!!!

Und dem entsprechend konfiguriere ich den DNS.

Beim zweiten Problem kann ich dir nicht
helfen:
Diese Datei hab ich aus einem Handbuch.
"Linux" von Michael Kofler.
Wenn es nicht funktioniert dann probiers
aus. es wird funktionieren!!! face-wink

Dazu kann ich nur sagen(schreiben):
Wenn du schon Artikel aus Büchern als Dein Tutorial postest, dann...
- gib eine Quelle an(anstandshalber)
- probiers mal selber, und poste ein paar Screenshots, damit ich(wir) überzeugt bin(sind),
- dass es funktioniert.

Und schreib nicht: Wenn es nicht funktioniert dann probiers aus. es wird funktionieren!!! face-wink

Ich habe Zweifel, du bist derjenige, der behauptet, dass es funktioniert.

Also, beweise es. Ich warte.

Grüße
Günni
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Maik87
Kommentar Maik87 schreibt am 18.04.2007, 20:57:09 Uhr
Hi,
habe damals genau dieses System eingerichtet. Wurde leider nie angewendet, da die SCO-Rechner nicht aufgelöst wurden und das die wichtigsten im Unternehmen waren. Hast da einen Rat für mich?
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masterG
Kommentar masterG schreibt am 19.04.2007, 14:37:23 Uhr
leider nicht....
Tut mir echt leid. face-sad
masterG
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Ultraschnecke
Kommentar Ultraschnecke schreibt am 06.05.2007, 22:13:42 Uhr
Ich bevorzuge den DJBDNS (http://de.wikipedia.org/wiki/Djbdns)... Der ist schnell installiert und gilt als einigermaßen sicher...

Gruß
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