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Festplatten über PXE-Boot löschen

Mitglied: tigerus1

tigerus1 (Level 1) - Jetzt verbinden

18.02.2013 um 23:19 Uhr, 3460 Aufrufe, 9 Kommentare

Hallo zusammen,
wir haben eine etwas komplexe Aufgabenstellung. Hoffe hier kann jemand weiterhelfen.

In unserer IT-Abteilung werden im Laufe des Jahrens aufgrund eines Windows7 Rollouts ca. 800 Rechner zur Verschrottung freigegeben. Die Rechner sollten entsprechend nach Standard 5220.22-M des US-Verteidigungsministerium gelöscht werden.

Bisher hatten wir die Rechner entweder von CD gebootet und entsprechendes Tool zur Löschung angeworfen, bei Rechner ohne Laufwerk booten wir über USB-Stick.

Bei der Menge von 800 PCs ist uns dies nun zu aufwendig, da die Rechner schnellstmöglichst gelöscht werden müssten.

Folgende Konfig haben unsere Zielrechner, welche gelöscht werden:
XP als BS (Löschung sollte vor XP Bootvorgang stattfinden)
PXE aktiviert

Konfig Server:
Windows Server 2003
Windows Server 2008R2

Löschtools:
Toolstar
DBan

Hast jemand eine Idee, wie man die Tools dazubringen kann, entsprechend automatisch über PXE Boot die HDDs zu löschen.

Die zu löschenden Rechner und der Server stehen in einem eigenen "Löschnetzwerk", es kann also nichts schiefgehen, das Rechner im Produktivumfeld gelöscht werden.

Ich hatte es vor Jahren mal realisiert, das Toolstar auf einer XP-Maschine installiert war und dann die zu löschenden Rechner auf Toolstar zugegriffen haben. Nur leider wissen, weder ich, noch der damals mit involvierte Kollege, noch wie das ganze konfiguriert war. Jemand einen Ansatzpunkt?

Wäre cool,falls jemand helfen könnte.

Schade grad habe ich einen Link zu EBAN gefunden, die Enterprise Version von DBan, aber die gibt es nirgends mehr zu beziehen. Hat Sie jemand hier noch?

Bitte um Mithilfe. Danke
Mitglied: Lochkartenstanzer
19.02.2013 um 00:02 Uhr
Einfach die kernel/boot-parameter für dban anpassen, so daß er ohne Rückrfrage einfach nuked. Beispielanleitung siehe z.B. hier. (Ein wenig nach "dban uttended" und schon stößt man mit der Nase drauf.)

lks
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Mitglied: tigerus1
19.02.2013 um 06:55 Uhr
Hallo Lochkartenstanzer,
ein guter Ansatz, aber mein Chef spielt da nicht mit. Er möchte ein Systen, welches früher oder später, von jedem nochmal neu aufgesetzt werden kann und ehrlich gesagt, bin ich nicht in der Lage ein Linux so zu erklären, das es selbst ein Azubi versteht, wie das vonstatten geht.
Daher war ja unser Ansatz, das wir, wie früher eben auf XP und Löschtool setzen.

Linux und die ganze Implentierung ist nicht wirklich meine Welt, da müsste ich mich tagelange wieder einlesen.
Hat jemand noch Vorschläge?
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Mitglied: Lochkartenstanzer
19.02.2013 um 07:34 Uhr
Moin,

der Server für PXE kann ja ohne witeres unetr XP laufen. Du mußte nur dem dban die richtigen Parameter mitgeben.

Und für die Computerbildexperten kann man einfach eine Computerbildanleitung machen, sprich Screenshots bei jedem Schritt, so das nur die ganz doofen damit nicht zurechtkommen.

lks
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Mitglied: it-frosch
19.02.2013, aktualisiert um 09:23 Uhr
Hallo tigerus1,

mal ein ganz anderer Ansatz.
Ich gehe mal davon aus, das von zu verschrottenden Rechnern nicht mehr alle laufen
--> Arbeit, um diese bootfähig zu machen

Deshalb würde ich folgenden Weg vorschlagen:
1. 10 der schnellsten alten Rechner als Löschrechner auswählen.
2. in jedem Rechner die max. Anzahl an zu löschenden Festplatten einbauen (mind. 4)
3. DBAN von USB Stick anwerfen
4. nach 20 Durchläufen habt ihr alles gelöscht, sollte also bis Mitte März Geschichte sein.
ist das zu langsam nehmt halt 20 Rechner, dann spart ihr die Hälfte

Das wäre für mich die effektivste, wenn auch nicht technisch anspruchsvollste Lösung.

Kriterium vom Chef, einen wiederverwendbaren Prozess zu schaffen, erfüllt es ebenfalls.

grüße vom it-frosch
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Mitglied: Lochkartenstanzer
19.02.2013 um 10:50 Uhr
Zitat von it-frosch:
Hallo tigerus1,

mal ein ganz anderer Ansatz.
Ich gehe mal davon aus, das von zu verschrottenden Rechnern nicht mehr alle laufen
--> Arbeit, um diese bootfähig zu machen

Deshalb würde ich folgenden Weg vorschlagen:
1. 10 der schnellsten alten Rechner als Löschrechner auswählen.
2. in jedem Rechner die max. Anzahl an zu löschenden Festplatten einbauen (mind. 4)

Du unterschätzt die Zeit Platten aus einem rechner auszubauen udn an einem anderen dranzustöpseln und dann auf funtkionsfähigkeit zu prüfen.

Da ist es schneller einen dieser Rechner mit einem Stick oder einer CD zu booten udn dban per PXE zu verteilen.:

  • Alten rechner dranstöpseln
  • booten
  • warten
  • fertich

Eine genügend großen switch, Stromanschlüße udn ein guten KVM hat, ist das recht schnell gegessen.

3. DBAN von USB Stick anwerfen
4. nach 20 Durchläufen habt ihr alles gelöscht, sollte also bis Mitte März Geschichte sein.
ist das zu langsam nehmt halt 20 Rechner, dann spart ihr die Hälfte

Das wäre für mich die effektivste, wenn auch nicht technisch anspruchsvollste Lösung.

Ist einfach eine Frage des Aufwandes, wie schnell die Platten umgebaut werden können. Sobald geschraubt werden muß, kostet es zuviel Zeit.

Kriterium vom Chef, einen wiederverwendbaren Prozess zu schaffen, erfüllt es ebenfalls.


Würde ein botoimage (Stick, DVD, hdd-image) auch erfüllen, der eine PXE-server mit angepaßtem dban enthält.


lks
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Mitglied: it-frosch
19.02.2013, aktualisiert um 13:38 Uhr
@Lochkartenstanzer,

Du unterschätzt die Zeit Platten aus einem rechner auszubauen udn an einem anderen dranzustöpseln und dann auf
funtkionsfähigkeit zu prüfen.
Nein, mache ich nicht, da ich seit 10 Jahren mit dem Thema beschäftigt bin.
Es ist halt davon abhängig in welchem Zustand die 800 Rechner sind. Laufen die alle noch top, sind also nur moralisch verschlissen, dann stimme ich dir zu, dass die PXE Variante effektiver ist.
Sind die aussortierten Rechner dagegen in einem Zustand wie bei uns, da laufen vielleicht noch 30% hoch, dann wäre meine Variante effektiver.

grüße vom it-frosch
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Mitglied: Lochkartenstanzer
19.02.2013 um 13:55 Uhr
Zitat von it-frosch:
Sind die aussortierten Rechner dagegen in einem Zustand wie bei uns, da laufen vielleicht noch 30% hoch, dann wäre meine
Variante effektiver.

Ich bin davon ausgegangen, daß die meisten Kisten, wie bei meinen Kunden ausgemustert werden, weil sie zu langsam sind, seltener weil sie kaputtgegangen sind, denn lange Wartezeiten vor dem Bildschirm sind betriebswirtschaftlich nicht sehr sinnvoll. Und der Geschwindigkeitsgewinn amortisiert meistens sich nach sehr kurzer Zeit.

Aber wenn Du wirklich viele "kaputte" Rechner hast, ist die Methode ausbauen und und in der "Löschstation" löschen schneller. Ich würde da aber investiern und USB3-Dockinstations investieren, damit man den Umbauaufwand klein hält.

lks
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Mitglied: it-frosch
19.02.2013 um 14:59 Uhr
@Lochkartenstanzer,

und USB3-Dockinstations investieren
Da überlege ich auch schon länger.

grüße vom it-frosch
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Mitglied: arsmagica
19.02.2013 um 20:05 Uhr
Hi zusammen,

dann nimm doch gleich diese Variante:
SATA 4 Ports

Gruss
arsmagica
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