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gelöst Hardwareanforderung an einen Daten-Backup-Server

Mitglied: easy-rider

easy-rider (Level 1) - Jetzt verbinden

25.08.2011 um 14:12 Uhr, 4811 Aufrufe, 9 Kommentare

Brauche einen neuen BackupServer für tägliche Sicherrung, doch CPU,RAM?

Hallo liebe Kollegen,
ich brauche für unser Betriebsnetzwerk einen neuen Backupserver wo unsere Nutzdaten gespeichert werden. Der jetzige (IBM Server mit P4) ist mit der Plattenkappa und dem Durchsatz am Ende. Auch die Sicherung auf LTO3 geht nicht mehr, da wir umstrukturiert haben, und jetzt 2x Wöchentlich 2,5 TB und täglich 2TB zu sichernde Daten haben. Pro Jahr kommen vorrausichtlich so ca. 400-500GB dazu.
Auf den Server wollt ich ne ESXi machen und ein Win7 BS, mit dem ich per Sync-Tool die Daten von unserem Linux-Dateiserver hole und nativ ablegen kann ( wird jetzt auch auf dem alten schon so gemacht). Hat den Hintergrund das unsere Entwicklungsabteilung öfters mal Daten löscht, und dann am nächsten morgen feststellt dass sie die doch noch brauchen. Daher muss ich öfters mal schnell was rückspielen, bzw. wenn der Dateiserver ausfällt schnell auf die Verzeichnisse auf dem Backupserver umleiten können.
Als 2. Schwierigkeit muss ich noch unseren ESX4 Server sichern (VM´s wollte ich per Snapshots sichern).
Wenn ich jetzt weiterhin Bänder nehme, wechsel ich mir nen Wolf und die Zeit in 1 Schicht reicht auch nicht, deshalb wollte ich das ganze vom BackupServer auf ext. Festpl. machen....dazu später.
Welche Hardware braucht so ein Server? Reicht da ein Dual-Xenon mit 8GB-Ram? Der muss wirklich nur Daten vorhalten. Hab auch schon ein NAS versucht, das bricht aber in der Leistung bei unseren vielen kleinen CAD-Daten so sehr zusammen dass ich das nicht in 1 Nacht schaffe... Also brauch man schon ne gute CPU, oder ist RAM wichtiger? Als Festplattenspeicher wollt ich ein Shelf nehmen mit 12TB max., bei 4TB anfangen und ein Raid 5.
Achja, und wie immer als Vorgabe vom Chef, LOW-Budget.. (unter 2000€)
Könnt Ihr mir da Vorschläge machen, eventuell auch wo man sowas gebraucht her bekommt?
Gruß easy-rider

PS: Ich weiß is viel text... ;)
Mitglied: Dani
25.08.2011 um 14:29 Uhr
Hallo Kollege,
also auf eine LTO Sicherung würde ich nie verzichten. Denn was passiert, wenn der Backupserver stehen bleibt, das RAID defekt, etc... dann sind die Daten unter umständen weg.
Daher würde ich nachts auf den Backupserver sichern und tagsüber dann auf Bänder. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich Backup server und TapeLib räumlich oder sogar in ein anderes Gebäude stellen. Erhöht einfach die Sichheit. Eine LTO5 TapLib kann pro Band schon mal 3TB aufnehmen. Somit kannst du locker 7 Bänder für jedne Tag einlegen und das vom Sonntag als Wochensicherung auf die Seite legen.

Warum du das kannst auf eine ESXi realsiieren willst, geht mir noch nicht ganz runter. Ich würde einfach Windows Server 2008 installieren und das Synctool dort installieren. Spartst du dir die Wartung von VMWare...Hat den Vorteil du kannst die Snapshotftunktion von Windows Server 2008 nutzen und z.B. stündlich von bestimmen Partitionen Sicherungen anlegen. Wäre sicher eine gute Sache für deine CAD-Abteilung und der MA kann selber die Backups zurückspielen. Ist natürlich für dich eine Arbeitserleichterung.

Zum Backupserver selber würde ich schaun dass du 8GB verbaut hast und Platz für genügen Festplatten. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich RAID 5 konfigurieren und 1 Platte in Lagerregal legen.
Allerdings wirst du mit 2.000,00€ nicht weit kommen... das zeigt wiederum das der Chef die Datensicherung/sicherheit nicht zu würdigen weiß.


Grüße,
Dani
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Mitglied: Footy75
25.08.2011 um 15:56 Uhr
Hallo Kollege,

Ich schliesse mich Dani mal an auf eine Bandsicherung zu verzichten geht gar nicht.

Wir haben hier bei uns im Unternehmen einen Windows Server 2008 mit 4GB RAM und zwei mal 2,6GHz

Darauf Veritas Backup da wir eine Storagesystem haben welches extrem ausfallsicher ist, was aber auch sehr teuer ist würde ich dir auch raten ein Raid 5 zu verwenden mit einer Hotswap Platte.

Grüße

Footy
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Mitglied: easy-rider
25.08.2011 um 22:39 Uhr
Also ich muss euch zustimmen. Ich hätte Band auch lieber.

Bis jetzt lief das so: Über Nacht haben wir von unserm Datenserver der Konstr. und Entwicklung (Win2003r2) per Synctool auf ein BackupServer 2003r2 gespeichert (anderer Brandabschnitt). Und am Tag hab ich dann 2 LTO3 Bänder mit BackupExec10 bespielt, waren ca. 1TB an Daten. Auch über Nacht wurden die Daten der NC-Programmierer per Synctool auf einen XP-Rechner geladen und am Tag auf ner ext. Festplatte gespielt.(hat mein Vorgänger verbockt )

Jetzt hab ich alle Daten zusammen auf 1 Server liegen, ist ein SUSE Server auf ner VM-ESX4. Macht Summa Summarum 2,3TB. Täglich aber nur 2TB zu sichern. Also würd ich Nachts wieder auf ein Backupserver "zwischen speicher", inkrementell per Synctool, und am Tag wieder auf Band. Hab noch ein 2003r2SP3 BS rum liegen. Wollte das schon mal nehmen...

Mit dem Geld ist schwer, ich weiß. Chef hat aber voriges Jahr ca. 25.000€ in neue Serverhardware und nen sicheren Storage investiert und hat erst mal genug von großen Summen....

@Footy Wie ist die Auslastung des Server bei dir? Haben die 2 Kerne noch reserven?

Würde ein Server mit Festplattenshelf nehmen wollen. Wie sichere ich die VM´s am besten weg?

Gruß Dan alias easy-rider
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Mitglied: Dani
25.08.2011 um 23:12 Uhr
Mit dem Geld ist schwer, ich weiß. Chef hat aber voriges Jahr ca. 25.000€ in neue Serverhardware und nen sicheren Storage investiert und hat erst mal genug von großen Summen...
Dazu fällt mir nichts ein!! Dein Job ist es, deinem Chef klar zumachen was passieren kann, wie groß der Schaden ist und somit hast du x Stunden/Tage Ausfallzeit von Mitarbeiten. Da sind wahrscheinlich 5000,00€ ein Witz dagegen.

Wie sichere ich die VM´s am besten weg?
Wo liegen die VMs denn? Auf der lokalen Festplatte oder per iSCSI auf einem Storage (Hersteller?!).

inkrementell per Synctool, und am Tag wieder auf Band
Und was sicherst du vollständig? Hast du dich schon mal gefragt wie viele imkrementelle Backups du benötigst um euere Umgebung im Worstcase wiederherzustellen und wie lange der Spaß dann dauert?!
Du solltest dir wirklich mal einen Masterplan überlegen!

  • Wie sichere Daten, wie sichere ich VMs, etc...
  • Welche Backupstrategie ist bei uns sinnvoll (wie oft sichere ich vollständig, wie oft inkrementell)?
  • Sichere ich nachts auf Festplatte und dann auf Band oder gleich auf Band?
  • Wie statte ich den Backupserver technisch aus?
  • Wie schnell muss ich Daten wiederherstellen können?
  • Wie lange darf nach einen Worstcase die Umgebung ausfallen? Wie hoch ist der Produktivausfall (Arbeitszeit Kollegen, Imageschaden, Verlust von (potentiellen) Kunden)?
  • Was wird zukünftig an Datenmengen noch hinzu kommen?
....
Das solltest du dir mal bewusst machen... 2 TB inkrementell dauert ein Weilchen. Du darfst nie vergessen, sollte die Datei am Vortag schon fehlerhaft gesichert worden sein, musst du unter Umständen ein paar Tage / 1 Woche zurück gehen. Das kann bei kritischen Daten peinlich werden.


Grüße,
Dani
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Mitglied: easy-rider
26.08.2011 um 09:02 Uhr
Moin,
das mit dem inkrementell hab ich wohl falsch ausgedrückt, sorry.

Also am Tag X wurden die Daten vom Dateiserver komplett auf dem alten Backupserver gespiegelt. Jetzt wird Nachts nur noch per Synctool verglichen was sich geändert hat bzw. gelöscht wurden ist, und das auf dem B-Server übertragen. Sprich morgens habe ich auf dem B-Server den Stand Dateiserver vom Abend des Vortages. Nachts wird nicht gearbeitet bei uns. Wenn ich dann meine Schicht beginne, sichere ich alle Daten vom B.-Server auf Band. Also Sicherung läuft ohne die Performance des Dateiservers zu beeinträchtigen, und wenn jetzt jemand seine CAD-Datei gelöscht hat, bekommt er den Stand von gestern Abend sehr schnell wieder. das ist so O.K.

Als bisherige Sicherrungstrategie hatte ich 4 Tagesbänder (Mo-Do), 5 Wochenbänder (Fr1-Fr5), und jeweils 1 Monatsband. Der Stand war bei einem bisherigen Datenverlust ausreichend. Und als der Dateiserver (weil er auch schon alt war) ausgefallen ist, konnte ich auf dem Backupserver verlinken, und wir waren innerhalb kürzester Zeit wieder arbeitsfähig. Produktivausfall der Entwicklung lag bei max. 7h. Wir sind ein kleines mittelständiges Unternehmen aus der Metallbranche, da ist das noch O.K.. Imageschaden oder Kundenverlust dadurch brauchen wir nicht zu befürchten.

Als virtuelle Server haben wir ein Fijutsu-Siemensserver, 12 IntelXenon x5650, 32GB Ram und eine EternusDX60 mit Erweiterungsshelf. Die VM´s liegen auf dem Eternus iSCSI.

Gruß Dan
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Mitglied: easy-rider
26.08.2011 um 13:29 Uhr
Hab jetzt mein Chef soweit das wir max. 5000€ ausgeben können. Naja.... Ich hab mir von einer Firma paralell zum Forum hier ein Angebot machen lassen, das sieht so aus: 1 Supermicro Server mit 1x Intel Xenon 5620 (4Cores/8Threats), 12GB Ram, 16 TB 24/7 Festplatten auf Raid 5 -> 14TB Nutzkappa.

Das Konzept das die mir vorschlagen:
0.Partition Boot
VMWare ESXi und Windows7 250 GB

1.Partition Windows7 / Goodsync
5x tägliche Sicherung bis zu je 2 TB
(Synchronisation der Änderungen), 5x vollständiger Datenbestand in Explorer-Ansicht)
10 TB

2. Partition iSCSI-Laufwerk
Wöchentliche Sicherung der Virtuellen Maschinen („x Windows Server, SUSE, Cent OS 5.5 und eventuelle andere)
4 TB

Als Datenträger zum "mitnehmen" wird auf eine USB-festplatte, 2TB,welche über einen USB-Lan-Server angeschlossen ist, ein verschlüsseltes Zip-file gelegt.

Das Konzept klingt nicht schlecht, was meint Ihr?

gruß Dan
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Mitglied: Dani
26.08.2011 um 13:56 Uhr
Hi Dan,
was mir nicht in Kopf geht, warum du ESXi mit Windows 7 unbedingt haben möchtest. Kannst du mir den SInn erklären?

Als Datenträger zum "mitnehmen" wird auf eine USB-festplatte, 2TB,welche über einen USB-Lan-Server angeschlossen ist, ein verschlüsseltes Zip-file gelegt.
Hast du schon mal ausgerechnet wie lange das dauert bis die File komprimiert und kopiert ist?!

Und wo und wie sicherst du die Daten außerhalb des Gebäudes. Wie gesagt, wenn das Gebäude niederbrennt sind die Daten wech. z.B. Bankschließfach oder ähnliches.


Grüße,
Dani
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Mitglied: easy-rider
26.08.2011 um 14:15 Uhr
Hi Dani,

na auf ner EXSi kann ich zum einen ein iSCSI-Laufwerk mit den Platten im B-Server einrichten auf den der ESX seine Snapshots ablegt, und zum anderen dachte ich, dass ich dort dann die Grundwichtigsten Snapshots hochziehen kann wenn mal der richtige ESX ausfällt.

Die USB-Platten werden dann außerhalb der Firma gelagert. Machen die Bänder jetzt auch schon.

Mfg Dan
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Mitglied: Dani
26.08.2011 um 14:33 Uhr
na auf ner EXSi kann ich zum einen ein iSCSI-Laufwerk mit den Platten im B-Server einrichten auf den der ESX seine Snapshots ablegt, und zum anderen dachte
Ich weiß zwar nicht welche ESX Version du einsetzt aber mit der 4er Version lässt sich der Speicherort via "workingDir=" in der .vmx-Datei definieren.

und zum anderen dachte ich, dass ich dort dann die Grundwichtigsten Snapshots hochziehen kann wenn mal der richtige ESX ausfällt.
Dazu reicht der Snapshot leider nicht aus. Du benötgist alle VMWare-Dateien die zum Zeitpunkt des Snapshots im Verzeichnis der virtullen Maschine waren. Und zwar genau diesen Datenbestand!


Grüße,
Dani
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