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gelöst Nadeldrucker mit größerem Einzelblattvorrat?

Mitglied: Lochkartenstanzer

Lochkartenstanzer (Level 5) - Jetzt verbinden

13.06.2011 um 14:16 Uhr, 5354 Aufrufe, 12 Kommentare

Ich brauche für einen Kunden einen Nadeldrucker, der größere Mengen Einzelblätter (ab 500 aufwärts) verarbeiten kann.

Hallo Gemeinde,

ein Kunde hat spezielle Kunststoff-Ettiketten (ca A6-Größe), die nicht für Laser-, Thermo-, oder Tintendrucker geeignet sind. Aus arbeitstechnischen Gründen würde er gerne die Verarbeitung von Endlos auf Einzelblätter umstellen. Allerdings sind die "kleinen" Zuführungen für 50 oder 150 Blatt Papier, die ich gefunden habe etwas unterdimensioniert, weill dann dauernd jemand Blätter nachfüllen müßte.

Daher meine Frage an euch: Kennt jemand Nadeldrucker, die auch einen größeren Einzelblattvorrat verarbeiten können?

PS: Wenn jemand eine Tintendrucker mit großem Papiervorrat kennt, der wischfest auf Kunstoff drucken kann, wäre dem Kunden auch gedient.
Mitglied: 71939
13.06.2011 um 14:36 Uhr
Hallo,

ich kenne das Problem aus meinem Ausbildungsbetrieb (Industrie). Das Problem wurde wie folgt gelöst: Der Hersteller der Etiketten wurde nach einem passenden Drucker gefragt und hatte auch eine Antwort parat. Alles andere ist Raten auf gut Glück. Denn selbst schnelltrocknende Tinte kann für die Oberfläche nicht geeignet sein. Im Übrigen, wie haftet denn die Tinte des Nadeldruckers? Welche Technologie, noch Farbband a la "Präsident" oder Kunststoffband?

Wäre die Umstellung auf Laser nicht billiger, so im Endeffekt?

Klaus
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Mitglied: Lochkartenstanzer
13.06.2011 um 15:04 Uhr
Zitat von 71939:
Hallo,

ich kenne das Problem aus meinem Ausbildungsbetrieb (Industrie). Das Problem wurde wie folgt gelöst: Der Hersteller der
Etiketten wurde nach einem passenden Drucker gefragt und hatte auch eine Antwort parat. Alles andere ist Raten auf gut Glück.
Denn selbst schnelltrocknende Tinte kann für die Oberfläche nicht geeignet sein. Im Übrigen, wie haftet denn die
Tinte des Nadeldruckers? Welche Technologie, noch Farbband a la "Präsident" oder Kunststoffband?

Ich glaube Standard-farbband von Epson.


Wäre die Umstellung auf Laser nicht billiger, so im Endeffekt?


Das sind spezielle, nähbare Sackettiketten aus Kunstoff, genauer Papier-Kunsttoff-Verbund , die mit dem normalen Nadeldrucker bedruckbar sind. Tinten werden allerdings nicht "aufgesaugt" und verwischen daher und im Laserdrucker verschmelzen die Dinger zu Kunstwerken. Der Kunde hatte Glück, daß die Dinger in einem Stück wieder rauskamen und er nicht den Laserdrucker entsorgen mußte.


Dem Kunden wäre es auch am liebsten, wenn er die per Laser bedrucken könnte, weil er manchmal mehrere tausend am Stück druckt. Geht mit "Endlospapier" zwar wunderbar, aber bis die Mitarbeiter die Dinger auseinandergerupft haben dauert es halt seine Zeit.
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Mitglied: 71939
13.06.2011 um 15:24 Uhr

Ich glaube Standard-farbband von Epson.


Das sind spezielle, nähbare Sackettiketten aus Kunstoff, genauer Papier-Kunsttoff-Verbund , die mit dem normalen Nadeldrucker
bedruckbar sind.


Hallo,

also dann fällt mir wirklich nur ein den Hersteller der Etiketten zu fragen was er vorschlägt. Aus eigener Erfahrung weiß ich das Papier/Etikettenhersteller und Druckereien z.B. sehr eng zusammen arbeiten weil Papier und Tinte gut zueinander passen müssen.

Was die Fassungsmenge einer Kassette betrifft, theoretisch kannst du ja eine bauen lassen die 10000 Blatt fasst, aber der Federdruck würde bei den letzten 1000 vermutlich schon den Drucker blockieren.

Bei Größe Din A6 wären es pro A4-Seite also 4 Etiketten. Macht bei 1000 Etiketten einen Stapel von 250 Blatt. Was sagt denn der Hersteller des Nadeldruckers dazu? Schon mal bei Ebay nachgesehen ob es dort 250 oder 500 Blatt Kassetten gibt? Das sollte doch für einen halben Arbeitstag ausreichen?

Klaus
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Mitglied: LauneBaer
13.06.2011 um 15:55 Uhr
Hallo,

ich arbeite bei einem Etiketten Hersteller und bin/war im Vertrieb daher kann ich dir ggf. ein wenig weiterhelfen.
Du sprichst von nähbaren Kunststoffetiketten, hast du davon eine Spezifikation, das klingt sehr nach Acetatseide, kann das sein? Wie ist denn die Anwendung, sprich wo kommen die Etiketten denn drauf? Logistik/Produktion?

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es für so gut wie jedes Material ein passendes Thermotransfer Farbband gibt. Wenn du ein paar mehr Details dazu hast, kann ich dir ggf. ein paar Infos geben.

Grüße
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Mitglied: sam24
13.06.2011 um 16:37 Uhr
Hallo Lochkartenstanzer,

warum bleibt der Kunde nicht bei Endlos? Gerade in Industrieumgebungen ist die Art von Papierführung unschlagbar. Wenn es kein Problem mit der Druckqualität gibt, würde ich eher beim Drucken im Endlosbereiche bleiben und dafür das Papier automatisch nachbearbeiten. Z.B damit Epson DFX-8500 + Papierabschneider.

Grüße Sam
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Mitglied: Lochkartenstanzer
13.06.2011 um 17:55 Uhr
Zitat von 71939:

Bei Größe Din A6 wären es pro A4-Seite also 4 Etiketten. Macht bei 1000 Etiketten einen Stapel von 250 Blatt.
Nee, es sollen eben einzelne Ettiketten gedrucket werden, damit die Mitarbeiter nicht nur damit beschäftigt sind, diese auseinanderzunehmen.

Was
sagt denn der Hersteller des Nadeldruckers dazu?

Noch nichts. Ich habe erstmal auf dem Produktseiten von diversen Nadeldrucker-Herstellern geschaut, ob es da was gibt.

Schon mal bei Ebay nachgesehen ob es dort 250 oder 500 Blatt Kassetten gibt?

Bisher habe ich maximal 150er gefunden.

Das sollte doch für einen halben Arbeitstag ausreichen?

500 Stück-> ca 2h, maximal.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
13.06.2011 um 17:58 Uhr
Zitat von LauneBaer:
Hallo,

ich arbeite bei einem Etiketten Hersteller und bin/war im Vertrieb daher kann ich dir ggf. ein wenig weiterhelfen.
Du sprichst von nähbaren Kunststoffetiketten, hast du davon eine Spezifikation, das klingt sehr nach Acetatseide, kann das
sein? Wie ist denn die Anwendung, sprich wo kommen die Etiketten denn drauf? Logistik/Produktion?

Diese werden augf 100-kg-Papiersäcke genäht, in denen diverse Saatmischungen sind. Auf das Ettiket wird die Zusammensetzung der Saatmischung gedruckt. das ganze wird mschinell gemacht, aber bisher müssen die Mitarbeiter die ettiketten manuell vom Lochstreifen befreien und dann vereinzeln War mir bis vor kurzem nicht bekannt, daß das den Kunden stört (und ich arbeite schon 16 Jahre mit ihm zusammen). Sonst hätte ich da schon früher nach Alternativen gesucht.
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Mitglied: 71939
13.06.2011 um 18:11 Uhr
Noch nichts. Ich habe erstmal auf dem Produktseiten von diversen Nadeldrucker-Herstellern geschaut, ob es da was gibt.

> Schon mal bei Ebay nachgesehen ob es dort 250 oder 500 Blatt Kassetten gibt?

Bisher habe ich maximal 150er gefunden.


Hallo,

Wie heißt der Nadeldrucker denn? Ich meine wenn du bei Ebay keine anderen Kassetten gefunden hast gibt es vielleicht gar keine anderen. Nadeldrucker sind ja auch nicht gerade der letzte Schrei und für die Endlosverarbeitung prädesteniert.

Eines würde mich außerdem interessieren, ist es nur eine Manageridee oder gibt es echte Gründe für dieses Problem. Die Enlosvariante hat ja den Vorteil daß die Karten in einer richtigen Reihenfolge bearbeitet werden. Sam24 hat ja zum Vereinzeln einen Vorschlag gemacht.

Die Frage ist natürlich auch ob es denn genau diese Etiketten sein müssen. Vielleicht hat ja ein anderer Hersteller ein Ähnliches Produkt auf Lager das mit einem herkömmlichen Laserdrucker zu verarbeiten ist.

Klaus
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Mitglied: Lochkartenstanzer
14.06.2011 um 12:22 Uhr
Zitat von 71939:
> Noch nichts. Ich habe erstmal auf dem Produktseiten von diversen Nadeldrucker-Herstellern geschaut, ob es da was gibt.
>
> > Schon mal bei Ebay nachgesehen ob es dort 250 oder 500 Blatt Kassetten gibt?
>
> Bisher habe ich maximal 150er gefunden.
>

Hallo,

Wie heißt der Nadeldrucker denn? Ich meine wenn du bei Ebay keine anderen Kassetten gefunden hast gibt es vielleicht gar
keine anderen. Nadeldrucker sind ja auch nicht gerade der letzte Schrei und für die Endlosverarbeitung prädesteniert.

Das sind ältere Epson irgendwas (Genaues Modell weiß ich grad nicht auswendig), aber ja, ich habe natürlich entsprechend gegooglet. Viele meiner Kunden haben übrigens Nadeldrucker noch im Einsatz und die Dinger sind (fast) jedem Laser überlegen, wenn es wirklich um sehr große Druckmengen (z.B. Durchschlag, Temperatur-Empfindlichkeit, etc.) geht.


Eines würde mich außerdem interessieren, ist es nur eine Manageridee oder gibt es echte Gründe für dieses
Problem. Die Enlosvariante hat ja den Vorteil daß die Karten in einer richtigen Reihenfolge bearbeitet werden. Sam24 hat ja
zum Vereinzeln einen Vorschlag gemacht.

Der "Manager" ist der Geschäftsführer des SMBs und es wurmt ihn, daß viel zeit dafür draufgeht, daß die Dinger vereinzelt werden müssen, bevor sie im Stapel in Die "Nähmaschine" gelegt werden. Ihm wäre es am liebsten, wenn die einfach nur einen Stapel von z.B. 1000 Ettiketten aus dem Druckerfach nehmen und direkt in die Nähmaschine einlegen könnten.


Die Frage ist natürlich auch ob es denn genau diese Etiketten sein müssen. Vielleicht hat ja ein anderer Hersteller ein
Ähnliches Produkt auf Lager das mit einem herkömmlichen Laserdrucker zu verarbeiten ist.


Soweit ich weiß, gab es schon Gründe, warum genau diese Ettiketten genommen wurden. Da aber selbst nicht weiß, welche Spezifikation die Ettiketten haben müssen, kann ich da erstmal nichts dazu sagen.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
14.06.2011 um 12:28 Uhr
Erstmal danke an alle, die mir mit tipps geholfen haben.

Stand:

Ich habe dem Kunden den Tipp gegeben, daß er mal mit seinem Ettikettenlieferanten darüber sprechen soll, ob der auch lasergeeignete Ettiketten hat, oder aber ob der Ettikettenhersteller Laser-, Thermo-, Tinten- oder Nadeldrucker kennt, die mit seinen Einzelettiketten funktionieren.

Weiterhin habe ich ihm den Vorschlag gemacht, einen automatischen Trenner zu verwenden.

Auf jeden Fall ist klar, daß der Kunde mit "nur" 150 Blatt-einzelblatteinzügen nicht hinkommt. Er muß zwar nicht jeden tag drucken, Aber wenn mal wieder 10.000 Säcke durchgelassen werden, darf halt ein Mitarbeiter nicht nur mit Papiernachfüllen beschäftigt werden.

Was mich aber verwundert, ist , daß er die letzten 15 Jahre, in denen ich mit ihm zusammenarbeite, es noch nie dieses Thema angesprochen wurde, auch als ich den NEC-P7, den er hatte durch einen Epson ersetzt habe.

Ich harre jetzt da der Dinge und werden, falls eine andere Lösung als "wie bisher weitermachen" gefunden wird, dies hier einstellen.
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Mitglied: 71939
14.06.2011 um 12:32 Uhr

Das sind ältere Epson irgendwas (Genaues Modell weiß ich grad nicht auswendig), aber ja, ich habe natürlich
entsprechend gegooglet. Viele meiner Kunden haben übrigens Nadeldrucker noch im Einsatz und die Dinger sind (fast) jedem
Laser überlegen, wenn es wirklich um sehr große Druckmengen (z.B. Durchschlag, Temperatur-Empfindlichkeit, etc.) geht.

Da hst du Recht wenn es um extreme Umweltbedingungen geht. Nadler sind wegen der "fehlenden" Technik natürlich weniger anfällig.



Der "Manager" ist der Geschäftsführer des SMBs und es wurmt ihn, daß viel zeit dafür draufgeht,
daß die Dinger vereinzelt werden müssen, bevor sie im Stapel in Die "Nähmaschine" gelegt werden. Ihm
wäre es am liebsten, wenn die einfach nur einen Stapel von z.B. 1000 Ettiketten aus dem Druckerfach nehmen und direkt in die
Nähmaschine einlegen könnten.

Gut, das ist zu verstehen. Das heißt dann auch die Etiketten haben kein Trägermaterial von dem abgelöst werden soll, sondern die Dinger sind einfach endlos nur mit Perforation oben, unten und an den Seiten. Was spricht dann gegen eine Schneidemaschine. Die muß doch über den Hersteller der Etiketten zu bekommen sein! Ihr seid doch sicher nicht der einzige Betrieb der die Dinger einsetzt. Notfalls soll halt euer Werkzeugmacher/Techniker so ein Gerät entwerfen. Links und Rechts ein Schneidmesser und im richtigen Takt gesteuert eine Schneide für die Quertrennung.

Meine leidvolle Erfahrung sagt nämlich das die Endlosführung eine Menge Probleme löst. Z.B. dürfen die Etiketten eine bestimme Stärke und Biegefestigkeit nicht überschreiten um dem Druckwerk zugeführt werden zu können. Ohne Führung verrutschen sie leicht, die Besetiigung dieser Staus kosten auch Zeit und Geld.


Soweit ich weiß, gab es schon Gründe, warum genau diese Ettiketten genommen wurden. Da aber selbst nicht weiß,
welche Spezifikation die Ettiketten haben müssen, kann ich da erstmal nichts dazu sagen.

Das sollte mal nachgefragt werden. Und bei so einem kniffligen Sonderfall nicht auf pauschale Zahlung einlassen und das Pflichtenheft so abfassen das du nicht für den Rest deines Lebens für verrutschte Etiketten verantwortlich bist )

Klaus
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Mitglied: Lochkartenstanzer
27.07.2011 um 11:53 Uhr
Endergebnis:

Nachdem der Kunde mehrere Varianten analysiert hat, hat sich die bisherige Vorgehensweise als produktivste erwiesen. Die Mitarbeiter sind anscheinend inzwischen so geübt mit dem auseinanderpfücken der Endlosblätter, daß da keine Maschine mitkommt.

Laser geht anscheinend nicht, zumindest kann der Hersteller keine lasertauglichen Ettiketten liefern und Tinten### disqualifizieren sich recht schnell, weil es anscheinend keine passenden Tinten gibt.

Ich gehe also davon aus, daß die das auch die nächsten 20 Jahre so machen wie bisher.
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