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Vergleich Windows- zu Veritas-Cluster und NAS

Mitglied: wollek

wollek (Level 1) - Jetzt verbinden

11.11.2006, aktualisiert 27.11.2006, 5088 Aufrufe, 11 Kommentare

Auswahl des richtigen Konzepts für High-Performance im Kontext von 3D-CAD

Hallo,
hat jemand Erfahrungen im Vergleich von Windows2003-Cluster, Veritas-Cluster und NAS?

Ich habe sehr verschiedene Meinungen dazu gehört aus firmeninternen Quellen. Bin an folgenden Kriterien primär interessiert:

1.) High-Performance (2-50 MB pro Datei bei 10-100 Stück pro Ladevorgang sind normal)

2.) Transparente Integration in Active/Directory (für objekt-individuelle ACLs)

3.) Hohe Verfügbarkeit (1 Stunde Ausfall ist zwar nicht schön, aber ok)

Bei uns läuft aktuell ein Dell/EMC SAN Storage System (neu gekauft). Die Clients laufen noch unter W2K, gehen aber demnächst auf WXP-32Bit. WXP-64Bit kann evtl. in ein bis zwei Jahren kommen.

Habe selber einen OpenVMS Hintergrund. Da ist Clustering kein Problem. Nur leider läuft unser 3D-CAD-System darunter nicht ... UNIX als Client ist auch keine Option. LINUX/UNIX als Server System wäre denkbar, wird aber nicht gerne gesehen an verantwortlicher Stelle.

Bin selber kein Windows-Server Admin, sondern für die Entwicklung und Betreung technischer Anwendungen verantwortlich (CAD, DMS, Intranet etc.). Daher bitte nicht zuviel technische Details. Mngt.Level Info reicht.

Danke & Gruss
Wolfgang Kindler +49 5141 203-248
Mitglied: meinereiner
12.11.2006 um 13:21 Uhr
hat jemand Erfahrungen im Vergleich von
Windows2003-Cluster, Veritas-Cluster und
NAS?

Da hat eigentlich gar nichts mit High Performance zu tun.
Der Cluster sorgt für Ausfallsicherheit, egal ob Veritas oder 2003. Was du mit NAS in dem Zusammenhang willst, ist mir völlig schleierhaft, vor allem, da du ja ein SAN hast.

Die Performance muss erstmal aus deinem SAN heraus kommen und dann auch übers Netzwerk an die Clients weiter gegeben werden können.

Wenn Ausfallzeiten von 1 Stunde OK sind, stellt sich mir die Frage, ob überhaupt ein Cluster notwenig ist. Mit denen solltest du eher im Minutenbereich liegen. Wobei dein SAN da dann der Schwachpunkt ist, solange das nur einmal vorhanden ist.
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Mitglied: wollek
13.11.2006 um 00:20 Uhr
Hallo Meinereiner,
danke für die schnelle Antwort. Die NAS Performance-Info bekam ich von anderer Stelle. Bin selbst nicht Profi im Windows Server-Geschäft. Daher auch meine Anfrage an dieser Stelle

Bzgl. Cluster stellt sich zumindest in bestimmten Kontexten die Frage nach der Systemstabilität. Es hatte da kürzlich erheblichen Ärger gegeben mit konkretem Bezug auf das Veritas-Cluster. Unser Windows-Cluster am eigenen Standort läuft seit Jahren absolut störungsfrei. Ist aber auch nicht flotter als der derzeitige Single-Node Server für die technischen Anwendungen. Bzgl. der Ausfallzeit ist solange alles ok, soweit ein Ersatzsystem physikalisch zur Verfügung steht und der entspr. Experte vorort ist. Ist er aber nicht (immer) Von daher wir auch über ein "cold-standby" auf Basis VMware ESX nachgedacht, welches ggf. ad-hoc hochgefahren würde.

Nach meinem Verständnis liefert das SAN den reinen Disk-I/O. Unser SAN dürfte nach Lage der dinge selbst recht flott sein. Dazu braucht's aber i.d.R. noch einen "klassischen" Windows-Server, welcher die Daten im Windows-Kontext zugänglich macht. Selbiges ist evtl. nicht nicht performance-optimal. Habe von anderer Stelle erfahren, dass sich Windows-Daten wesentlich flotter über ein UNIX-basierendes Serversystem darstellen lassen. Gruss W.
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Mitglied: meinereiner
13.11.2006 um 00:52 Uhr
kürzlich erheblichen Ärger gegeben
mit konkretem Bezug auf das Veritas-Cluster.

Veritas habe ich mir nie genauer angesehen. Ich bin nur damit in Kontakt gekommen, wenn es darum geht 2 SANs miteinander zu spiegeln. Wobei mich auch da die Lösung nicht überzeugen konnte.

Ganz allgemein wird es der Stabilität eines Systems sicher nicht gut tun, wenn man Fremdsoftware installiert, anstatt auf OS Mittel zurück zu greifen. Was jetzt aber nicht heissen soll, dass das System dann instabil werden muss.


Unser Windows-Cluster am eigenen Standort
läuft seit Jahren absolut
störungsfrei.
Bei uns laufen 4 Cluster seit Jahren ohne Probleme und ich habe sie richtig gerne.

Ist aber auch nicht
flotter als der derzeitige Single-Node Server

Das hängt ein bischen davon ab, wie du ihn einsetzt/einsetzen kannst. Nehmen wir mal an, du willst zwei Shares zur Verfügung stellen, dann kannst du zwei Gruppen einrichten und über jeden Node eine zur Verfügung stellen. Hast du nur eine Share geht das natürlich nicht.


"cold-standby" auf Basis VMware ESX
nachgedacht, welches ggf. ad-hoc hochgefahren
würde.

Da würde ich den 2003 Cluster klar vorziehen. Wenn ein Server ausfällt, springt der andere ein und gut ist. Eingreifen muss da keiner mehr. Die Administration ist auch sehr einfach. Mann kann in 5 Minuten einem Lehrling beibringen den Cluster schalten zu lassen.


Nach meinem Verständnis liefert das SAN
den reinen Disk-I/O. Unser SAN dürfte
nach Lage der dinge selbst recht flott sein.
Dazu braucht's aber i.d.R. noch einen
"klassischen" Windows-Server,
welcher die Daten im Windows-Kontext

Genau, das unterscheidet das SAN vom NAS.


zugänglich macht. Selbiges ist evtl.
nicht nicht performance-optimal. Habe von
anderer Stelle erfahren, dass sich
Windows-Daten wesentlich flotter über
ein UNIX-basierendes Serversystem darstellen

Ich muss zugeben, ich bin MS Fan/Experte und über Unix denke ich gar nicht erst nach. Gerade bei wichtigen Systemen würde ich auch darauf achten, dass der Admin gut mit dem OS zurecht kommt. Es macht IMO keinen Sinn einem MS Mann ein Unix System unterzuschieben und umgekehrt natürlich auch nicht.
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Mitglied: wollek
16.11.2006 um 07:48 Uhr
Das hängt ein bischen davon ab, wie du
ihn einsetzt/einsetzen kannst. Nehmen wir mal
an, du willst zwei Shares zur Verfügung
stellen, dann kannst du zwei Gruppen
einrichten und über jeden Node eine zur
Verfügung stellen. Hast du nur eine
Share geht das natürlich nicht.

Dummerweise liegen alle für die Performance relevanten Daten auf einem Share, wodurch ein Knoten mehr oder weniger Däumchen dreht.


Da würde ich den 2003 Cluster klar
vorziehen. Wenn ein Server ausfällt,
springt der andere ein und gut ist.
Eingreifen muss da keiner mehr. Die
Administration ist auch sehr einfach. Mann
kann in 5 Minuten einem Lehrling beibringen
den Cluster schalten zu lassen.

Korrekt. Mir tut es einfach nur leid, dass eine Kisten (muss gleiche Konfig haben und ist mithin gleich teuer, soweit ich das verstehe) nur rumsteht und darauf wartet, dass sich die andere "verabschiedet".
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Mitglied: meinereiner
16.11.2006 um 08:09 Uhr
Dummerweise liegen alle für die
Performance relevanten Daten auf einem Share,
wodurch ein Knoten mehr oder weniger
Däumchen dreht.

stimmt, das ist nicht schön, aber ggf kannst du ja noch andere Sachen in den Cluster legen.

Korrekt. Mir tut es einfach nur leid, dass
eine Kisten (muss gleiche Konfig haben und
ist mithin gleich teuer, soweit ich das
verstehe) nur rumsteht und darauf wartet,


Nein, die können schon unterschiedliche Hardware haben. Der Nachteil dabei ist, dass nach einem Switch die Perfomance weg ist.
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Mitglied: wollek
19.11.2006 um 16:48 Uhr

Nein, die können schon unterschiedliche
Hardware haben. Der Nachteil dabei ist, dass
nach einem Switch die Perfomance weg ist.

2ter Anlauf. Bei der Vorschau war eben der Text weg.
Das ist ja interessant! Könnte es sein, dass beim W2K-Cluster diese Beschränkung bestand?

Bin nun kurz davor, das bereits eingeplante Geld für einen I/O-mäßg. voll ausgebauten Primär-Server anzufordern, unabh. von der Fail-Over Technologie. Ob man dann evtl. den jetzigen "alten" Server als Backup danebenstellt oder über VMware arbeiten, kann man dann ja noch sehen. Macht das evtl. Sinn?
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Mitglied: meinereiner
19.11.2006 um 19:11 Uhr
Das ist ja interessant! Könnte es sein,
dass beim W2K-Cluster diese Beschränkung
bestand?

Nicht das ich wüsste.


dann evtl. den jetzigen "alten"
Server als Backup danebenstellt oder
über VMware arbeiten, kann man dann ja
noch sehen. Macht das evtl. Sinn?

Im Endeffekt gehts ja nur darum ein Share zur Verfügung zur stellen!?
VMWare macht da für mich wenig Sinn. Das frisst nur Performance.
Den alten Server zum Backup zu nehmen sollte gehen. Wenn sich die LUNs vom SAN einfach ummapppen lassen, kann man es per Hand machen. Vielleicht lässt sich das sogar scripten.
Oder aber den Windows Cluster, dann kommen evtl die Kosten für das OS (Enterprise Edition) dazu, der Failover geht aber automatisch.
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Mitglied: wollek
23.11.2006 um 09:45 Uhr
Im Endeffekt gehts ja nur darum ein Share
zur Verfügung zur stellen!?
Korrekt. Geht leider nicht anders

VMWare macht da für mich wenig Sinn.
Das frisst nur Performance.
Deshalb ja auch nur als Backup. Hätte den Vorteil, dass es ausser Software nix kostet (Windows2003 und eine virtuelle ESX Maschine). Unabh. davon haben Tests mit VMware Workstation ergeben, dass der Performanceverlusst gegenüber den funktionalen Vorteilen i.d.R. vernachlässigbar ist. Deshalb werden wir in der nächsten Zeit diverse dedizierte Applikationsserver rausschmeissen und durch VMware ersetzen. Damit hat man weniger Hw-Wartungskosten und mehr Ausfallsicherheit (da VMware auf 2-3 Servern läuft)

Den alten Server zum Backup zu nehmen sollte
gehen. Wenn sich die LUNs vom SAN einfach
ummapppen lassen, kann man es per Hand
machen. Vielleicht lässt sich das sogar
scripten.
Klingt plausibel

Oder aber den Windows Cluster, dann kommen
evtl die Kosten für das OS (Enterprise
Edition) dazu, der Failover geht aber
automatisch.
Wäre kostenmäßig kein Problem. Die Schlüsselaussage ist, dass sich das Windows-Cluster auch als Hardware-Mix aufbauen läßt. Ich würde dann lieber häufiger den primären Server tauschen als alle 3-4 Jahre das ganze Cluster. Man müßte ggf. nur noch den alten Server in der Wartung verlängern.
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Mitglied: meinereiner
23.11.2006 um 19:20 Uhr
würde dann lieber häufiger den
primären Server tauschen als alle 3-4
Jahre das ganze Cluster. Man müßte
ggf. nur noch den alten Server in der Wartung
verlängern.

Kannst du doch.
Du kaufst jetzt einen neuen Server und machst mit dem und den alten einen Cluster.
Wenn du dann was schnelleres willst, schmeist du den alten Server aus dem Cluster raus und hängst dafür die neu gekaufte Maschine rein.

Mann muss nicht immer gleich den ganzen Cluster tauschen, mann kann auch einzelne Nodes tauschen.
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Mitglied: wollek
27.11.2006 um 23:10 Uhr
Kannst du doch.
Du kaufst jetzt einen neuen Server und
machst mit dem und den alten einen Cluster.
Wenn du dann was schnelleres willst,
schmeist du den alten Server aus dem Cluster
raus und hängst dafür die neu
gekaufte Maschine rein.

Mann muss nicht immer gleich den ganzen
Cluster tauschen, mann kann auch einzelne
Nodes tauschen.

Alles klar jetzt. Danke für die Infos. Ich denke, wir können den Thread zumachen. Oder gibt es noch etwas, was ich in diesem Zusammenhang wissen sollte?
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Mitglied: meinereiner
27.11.2006 um 23:19 Uhr
zumachen. Oder gibt es noch etwas, was ich in
diesem Zusammenhang wissen sollte?

Zumindest nichts was mir einfällt.
Aber im Endeffekt solltest du dir eine gute Firma suchen, die dich zu deiner Umgebung beraten kann. Da kommen dann sicher noch Fragen bei dir auf.
Bitte warten ..
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