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Frage Sicherheit Backup

Backup Exec 9.1 Auftrag mit externen Festplatten

Mitglied: franc

franc (Level 2) - Jetzt verbinden

05.11.2006, aktualisiert 03.03.2008, 14560 Aufrufe, 12 Kommentare

Ich will mit Veritas Backup Exec 9.1 jede Nacht Daten eines Servers auf eine externe Festplatte sichern.
Diese soll montlich durch eine zweite ausgetauscht werden (aber einfach durch umstöpseln und ohne die 'Hardware sicher zu entfernen').

Hallo,
nun habe ich mehrere Aufträge erstellt, nämlich Montags bis Freitags, die sichern bestimmte Daten auf diese externe Festplatte (auf je einen anderen Backup-to-Disk Ordner).
Den Festplatten wird immer der Laufwerksbuchstabe E: zugeordnet (zwei Platten gleichzeitig einen anderen Buchstaben zuzuordnen geht ja nicht)
Als nun am Monatsende die Sekretärin die Platten gewechselt hatte wurde der nächtliche Auftrag nicht mehr ausgeführt.
Es hiess:
Abschlußstatus: Abgebrochen, Zeitüberschreitung
Abschlußfehler: 0x0 -
Endgültige Fehlerkategorie: Andere Fehler
Der Auftrag hat also nie angefangen (und nach 8 h laut Auftrag abgebrochen), als ob er das Medium nicht findet. Damit nach dem Festplattenwechsel die Platten wieder aktiv unter Geräte auftauchen, habe ich ein Task erstellt, der danach die BackupExec Dienste neustartet. Aber das hat auch nichts geändert. Dann habe ich einen neuen Auftrag erstellt und damit auch einen neuen Backup-to-Disk Ordner auf der externen Platte, das ging dann.
Weiss jemand was ich da (vielleicht prinzipiell) falsch mache?

Mein Ziel ist also, automatisch nächtliche Sicherungen zu erstellen und am Monatsende kommt die Sekretärin und stöpselt einfach nur die Platten um und nimmt die alte Platte mit nach Hause.

Vielen Dank,
Gruss franc
Mitglied: 15187
09.11.2006 um 22:08 Uhr
Vorschlag #1:
1. weise den Platten kein Laufwerk zu, sondern Verzeichnisse
1a. lege zwei B2D-Ordner an. Dazu kannst Du ruhig beide Platten gleichzeitig anklemmen
2. erstelle eine Sicherungsauswahlliste mit den zu sichernden Ordnern
3. erstelle zwei Sicherungsauftragsvorlagen mit den Einstellungen über Art der Sicherungs (z.B. Gesamt, Inkrementell, oder was immer gewünscht)
4. erstelle zwei Zeitpläne auf Basis der Vorlagen. Einen für gerade Monate, einen für ungerade.
Der "ungeraden" Sicherung weist Du Backup-Verzeichnis Nummer 1 zu, der geraden Nummer 2.
5. Die Feinheit wäre, und da bin ich noch nicht so weit: Wenn man per Skript (z.B. im Dos-Fenster oder per JS) einfach mal ein USB-Gerät abschalten könnte, wäre das klasse. Dieses Skript könnte man dann NACH dem Sicherungsauftrag ausführen. Ok, jetzt, wo ich das tippe, kommt mir der Gedanke, dass dies nur am letzten Tag des Monats passieren darf. Möglichkeit 1: per Taskmanager, sofern er den "letzten Tag im Monat" unterstützt. Möglichkeit 2: einen dritten Job, der per BackupExec am letzten des Monats ausgeführt wird, separat hinzuschalten. Möglichkeit 3: noch ein Skript zum Starten vor der Sicherung. Dann würde täglich das passieren:
- starten der Platte
- Sicherung
- Trennung der Platte

Sicherlich kann an diesem ganzen Aufwand noch feingetunt werden

Gruß,
TC
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Mitglied: franc
12.11.2006 um 13:23 Uhr
Vielen Dank für den Tip!
Ich verstehe richtig, Du meinst, ich weise den Laufwerken durchaus Buchstaben zu (z.B. X und Y) und plane unterschiedliche Aufträge auf die beiden, abhängig vom Monat (gerade und ungerade). Fatal wäre aber dann, wenn die Laufwerke vertauscht würden, bzw. einmal nicht gewechselt (was aber eigentlich nicht passieren dürfte bzw. Fremdverschulden wäre), ansonsten ist es natürlich rafiniert.
Ich habe zwischenzeitlich nachgeforscht und festgestellt, dass die Aufträge (mindestens) auch nicht liefen, weil ich Backuptodisk Ordner erstellt hatte und dort noch nie eine Sicherung gespielt hatte (z.b. eine Dummysicherung). Dann startet der Auftrag oder der Probedurchlauf seltsamerweise auch nicht. Dann gibts den Fehler:
(u.a.) Es sind nicht genügend Online- oder Nearline-Medien vorhanden, um den Auftrag zu starten.
Nachdem ich jeden BackupToDisk-Ordner erstmal mit einer Dummysicherung versorgt hatte gings.
Was ich aber noch nicht weiss, ist, ob nach dem monatlichen Plattenwechsel auf die anderen BackupToDisk-Ordner gesichert wird, oder das doch noch mal einen Fehler erzeugt. Ich werde es sehen (weil ich nicht mehr vor Ort bin und nur noch via Netz auf den Server zugreifen kann), und hier melden...
gruss franc
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Mitglied: 15187
12.11.2006 um 14:43 Uhr
Hallo Franc,

NEIN, KEINE LAUFWERKE!! Du weist den Festplatten Ordner zu wie folgt:

1. unter C:\ ein Verzeichnis B2Dg und B2Du anlegen

2. Computerverwaltung -> Datenträgerverwaltung.
Wenn beide Platten angeschlossen sind, haben sie ja automatisch einen Buchstaben.
Ich sag jetzt einfach mal x und y.
Klick mit der rechten Maustaste das Laufwerk x an, dann auf Laufwerksbuchstabe und -Pfade ändern. Klicke entfernen und ok.
Bestätige das Entfernen des Laufwerks. (Keine Sorge, dabei wird an den Daten nichts geändert).
Nun nochmal rechte Maustaste auf die Platte, dann hinzufügen, und dann Pfad c:\B2Du wählen. Mit ok bestätigen. Das ist das Verzeichnis für die ungeraden Monate.
Den Vorgang für Platte 2 wiederholen, dabei aber den Pfad c:\B2Dg wählen. Verzeichnis für die geraden Monate.

In den Datensicherungen legst Du nun die entsprechenden Ordner an.

Wichtig: Wenn die Platten nämlich nicht eingesteckt oder falsch erkannt oder falsch zugeordnet sind, wird die Sicherung trotzdem laufen!! Die Sicherungsdateien liegen dann auch physikalisch auf C:. Daran musst Du eben denken. Das kann, wenn die Sicherungsplatten dauerhaft fehlen, zur schnellen Befüllung von C: führen.

Wenn Du die Möglichkeit hast, statt C: eine andere Platte zu wählen, die auch immer schön läuft, dann leg die Ordner dort an. Angenommen, Du hast auf D: möglichen Reserveplatz, dann benutze D:
Das ist der geniale Vorteil der Datensicherung: Sie läuft garantiert, auch wenn die USB-Platten -warum auch immer- mal nicht korrekt eingebunden werden.

Nochwas dazu: Wenn Du generell schon komplettes D: in der Datensicherung haben solltest, musst Du dringendst die Ordner D:\b2du und -g in der Sicherungsliste deaktivieren, damit Backup-Exec sich nicht selbst sichert (einfach ausgedrückt). Technisch ausgedrückt: BE würde ja sonst bei einer Sicherung die Sicherungsdateien in eine neue Datensicherung mit hineinziehen, was ein exponentielles Wachstum Deiner Datenmengen zur Folge hätte.

Für alle, die denken -aufgrund der Kompliziertheit- ich hätte meine Beruhigungstabletten heute nicht genommen - falsch.
Die Lösung ist - wenn man sie so verwendet - tatsächlich genial. Aber nicht immer ist genial einfach...

Ich bitte aber für den technisch knapp umschriebenen Handlungsablauf um Verzeihung.
Wenn es Fragen dazu gibt, beantworte ich die natürlich gerne.

Viel Spaß beim Probieren. Kriegst das hin...
Falls doch nicht, kannst Du mich auch anrufen per ICQ 1991 525 91

Gruß,
TC
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Mitglied: 15187
12.11.2006 um 14:48 Uhr
den Fehler mit "keine online oder nearline-medien gefunden" habe ich auch oft.
Ich werd mal - sofern Du mir erklärst, was Du mit Dummy-Sicherung meinst (manuell starten??) - das ausprobieren. Denn wenn es manuell starten sein sollte, was Du meinst, dann hilft mir das nicht, da ich das schon zig mal gemacht hab und auch dabei die Meldung bekomme.

Also: Was ist eine Dummy-Sicherung?

@all: Hat jemand ein Skript zum Starten und Beenden von USB-Hardware gefunden?

Gruß,
TC
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Mitglied: franc
03.03.2007 um 20:56 Uhr
Hallo TC,
vielen Dank für diese geniale Idee!
Leider hab ich das jetzt erst gelesen, ich hatte es dann so gemacht, dass ich fuer die beiden Platten leere Dummy-Sicherungen angelegt hab, also mit nur einer winzigen Datei, die dann überschrieben wird vom richtige Backup. Damit gehts dann auch mit verschiedenen USB-Platten. Muss aber dann automatisch vergeben werden, also von Win, das nächste freie Laufwerk.
Wenn ich noch mal dran muss mach ichs vielleicht aber so wie du vorgeschlagen, danke!
Gruss franc
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Mitglied: 15187
03.03.2007 um 23:26 Uhr
Leider hab ich das jetzt erst gelesen

Hast Du Benachrichtigung bei Antworten etwa aus? ts ts ts...
Gruß
tc
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Mitglied: franc
01.05.2007 um 13:08 Uhr
Hallo,
jetzt hab ich mal eine Weiterleitung (auf meine 'richtige' emailadresse) für die Forum-Benachrichtigungen eingerichtet .-)

also mit dem Dummy meinte ich tatsächlich nur die einfache manuelle Sicherung einer einzigen Datei auf das USB-Laufwerk.
Danach konnte Backup Exec allein auf das umgesteckte USB-Laufwerk zugreifen und diese Sicherung mit der richtigen aus dem Auftrag überschreiben.

gruss franc
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Mitglied: 15187
02.05.2007 um 09:15 Uhr
merkwürdig... sehr merkwürdig...
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Mitglied: franc
02.05.2007 um 09:26 Uhr
merkwürdig? warum merkwürdig?
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Mitglied: 15187
02.05.2007 um 09:44 Uhr
naja, normal ist das doch nicht, oder?
BE sollte doch schon in der Lage sein, auf einen frischen Datenträger eine Datensicherung ablegen zu können, oder nicht?
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Mitglied: franc
02.05.2007 um 09:52 Uhr
ach so meinst du, ja, das stimmt, das kann sogar ein basic-programm mit drei zeilen
hm. jedenfalls, gings vorher nicht mit dieser blöden fehlermeldung 'blabla nicht bereit', aber sobald mal eine sicherungsdatei bestand, konnte BE drüberschreiben.
seither gehts. ich hab deine lösung bisher noch nicht eingesetzt, weils ja geht und ich dort nicht mehr bin.
ich sichere da weit über gebühr: ich mache jeden werktag eine sicherung von den datenbanken und am monatsende dann eine komplettsicherung.
auf zwei grosse platten im manuellen wechsel.
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Mitglied: franc
03.03.2008 um 11:47 Uhr
@all: Hat jemand ein Skript zum Starten und
Beenden von USB-Hardware gefunden?

Hallo,
mit dem MS-Tool DevCon geht das doch:

Ich habe z.B. einen USB-Stick mit der Geräteinstanzkennung (zu erfahren im Gerätemanager, dort das entsprechende USB-Massenspeichergerät finden und dort unter Details):

USB\VID_05E3&PID_0702\6&D41EE6C&0&2

nun lade ich mir zuerst von MS den DevCon runter ( http://download.microsoft.com/download/1/1/f/11f7dd10-272d-4cd2-896f-9c ... )
und gebe auf der Kommandozeile (entsprechend dann in einer Batch-Datei) ein:

devcon disable USB\VID_08EC^&PID_0008*

wobei ein '&'-Zeichen mit einem '^'-Zeichen maskiert werden muss und das '*' als beliebiger Platzhalter gilt.
Um den Stick wieder zu starten mache ich dann:

devcon enable USB\VID_08EC^&PID_0008*

und der wird jeweils aus und wieder eingehängt. Ich verwende devcon, um meinen Netzwerkadapter aus und wieder einzuschalten, damit Änderungen in der Einstellung wirksam werden (brauch ich wg. WOL, das nur geht, wenn 'Computer kann Gerät ausschalten, um Energie zu sparen' und 'Gerät kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren' aktiviert sind, aber wenn diese aktiviert sind, geht der Ruhezustand nicht, bzw. der Rechner fährt sofort wieder hoch).

Gruss franc
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