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GELÖST

Branchenfrust

Frage Off Topic

Mitglied: 14116

14116 (Level 1)

03.05.2010 um 20:11 Uhr, 8310 Aufrufe, 9 Kommentare

Hallo Leute,
ich muss mir heute einfach was von der Seele schreiben.

Was mich an der IT Branche mittlerweile wirklich Frustriert und die Perspektive verlieren lässt, ist die Tatsache dass die IT Branche immer schnelllebiger wird. Alle 4 Jahre kannst du dein OS Wissen wegwerfen und quasi wieder bei 0 Anfangen. Man muss schneller sein und mehr wissen als der "gütige" Kunde. Man muß den Kopf für die Sofwarehersteller hinhalten, wenn man das Programm installiert hat, ist ja kein Problem - Weiter, Weiter, Fertig.

Aktuelles Beispiel: Durch das jüngste Update geht plötzlich eine Branchensoftware nicht mehr. Wir sind verantwortlich dafür, wir haben es ja installiert.

Klar, wir könnten alle Update etc abstellen, praktisch die Maschine einfrieren, dann gibts keine Probleme. Denkste: der Dienstleister um's Eck kanns schon, wieso können wir es nicht?

Usw usf.... Ich bin seit 20 Jahren in der Branche. Was sich aber in den letzten 3-4 jahren abspielt, zehrt sehr an meinen Nerven. Die IT Branche ist mittlerweile zum Schleudersitz geworden.

Ich werde meinen Kindern verbieten in diese Branche einzusteigen. Die sollen was lernen, was Bestand hat. Schneider, Bäcker, Maurer usw... Das macht Sinn. Da gibts nicht alle Tage einen bugfix.


So,
jetzt flällt mir nix mehr ein. Ich glaube das war's im wesentlichen.
Mitglied: Arch-Stanton
03.05.2010 um 20:33 Uhr
ich kann alles nachvollziehen, habe aber genau wie DU, dieses Schicksal selbst gewählt. Oder wurdest Du geShanghait?

Gruß, Arch Stanton
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Mitglied: mrtux
03.05.2010 um 21:00 Uhr
Hi !

Zitat von 14116:
Aktuelles Beispiel: Durch das jüngste Update geht plötzlich eine Branchensoftware nicht mehr. Wir sind verantwortlich
dafür, wir haben es ja installiert.

Mhhh aber die Software beginnt nicht zufällig mit einem Buchstaben, der wie ein 90 Grad Winkel aussieht? :-P

Klar, wir könnten alle Update etc abstellen, praktisch die Maschine einfrieren, dann gibts keine Probleme. Denkste: der
Dienstleister um's Eck kanns schon, wieso können wir es nicht?

Vielleicht solltet ihr euren Chef mal davon überzeugen, dass wenigstens eine betriebsinterne Weiterbildung (wenn es schon für mehr nicht reicht) ausser den üblichen Nachteilen (wie z.B. Zeitausfall usw.) auch noch Vorteile haben könnte...

Usw usf.... Ich bin seit 20 Jahren in der Branche. Was sich aber in den letzten 3-4 jahren abspielt, zehrt sehr an meinen Nerven.

Ich auch...Aber gerade wenn Du schon so lange in der Branche bist, solltest Du dir (schon aus der Erfahrung heraus) ein dickes Fell zugelegt haben, ansonsten ist der Job (meiner Meinung nach) nicht machbar, denn das was Du hier beschreibst, ist doch ein ganz normaler Tagesablauf... :-P

Maurer usw... Das macht Sinn. Da gibts nicht alle Tage einen bugfix.

Der Bugfix beim Maurer nennt sich Abrissbirne, beim Bäcker nebenan gibt es Unfall Brötchen und Schneider kenne ich gar keine, nur Halsabschneider, besonders wenn ich auf die Rechnung(en) schaue die mir so ins Haus flattern....Will sagen, in jedem Job muss man von Jahr zu Jahr mehr arbeiten für (oftmals) die gleiche (oder weniger) Entlohnung und es wird in der Zukunft sicherlich nicht leichter...

mrtux
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Mitglied: maretz
03.05.2010 um 22:06 Uhr
Moin,

also ich mache den Job jetzt seid 6-7 Jahren, davor habe ich auch noch nen paar Jahre den ganzen Kram studiert. Und ich sehe das deutlich anders.

Klar - wenn etwas nicht geht ist es "die scheiss EDV" - und selbstverständlich sind die Leute auch schnell genervt wenn die nicht arbeiten können -> das bekommt man dann als EDV-Verantwortlicher dann auch schnell mal ab. Und solange das alles in einem Rahmen bleibt kann ich damit auch ganz gut umgehen - ansonsten gibts eben auch mal "Wind von Vorn".

Aber was man nicht vergessen darf: Egal ob man in einem Betrieb fest Angestellt ist oder ob man als Dienstleister irgendwo arbeitet - meistens bekommt man nen ganz akzeptables Gehalt (siehe u. A. auch die Gehaltsstudie der ct u.ä.). Welcher der Admins hier arbeitet denn mal für 1400 Euro/Monat (brutto selbstverständlich)? Nun - das ist nen normaler Lohn für nen Bäcker... Nen Maurer hat sogar 2100 Euro - allerdings natürlich den "kleinen Nachteil" das im Winter hier viele eine Zwangspause einlegen müssen weil da natürlich erfahrungsgemäß weniger Maurer benötigt werden. Ein Sys-Admin hat dagegen ab 2500 Euro/Monat (im Landesdurchschnitt "Westdeutschland") - und dabei eher selten das Problem das der im Winter entlassen wird.

Dann kommt die Frage: Wie sind denn mal die Aufstiegschancen? Nun - welche Chancen hat man da als Maurer beispielsweise? Ok, man kann ggf. seinen Meister machen und auf dem Bau was werden. Natürlich (nicht das jemand glaubt das ich was gegen Handwerker habe!) ist das auch nicht schlecht. Als Sys-Admin kann ich allerdings mir selbst Dinge beibringen (um etwas zu lernen reicht zuhause nen PC, Internet und ein wenig Zeit), kann Schulungen machen usw. Und dann kann ich mich praktisch jederzeit auch anders Orientieren - wenn ich morgen keine Lust mehr auf Sys-Admin hab kann ich durchaus auch in die Programmierung gehen. Oder ich gehe in den Bereich des Designs so mir das mehr liegt (in meinem Fall eher ein "fatal error" ;) ).

So - und jetzt nehmen wir mal an das es mir in 3 Monaten in Deutschland nicht mehr gefällt. Im EDV-Bereich kann ich relativ einfach in jedem Land der Welt arbeiten. Denn hier kommt man mit Englisch eh recht weit. Was macht man als Maurer? Oder als Bäcker? Nen Bäcker der vorm Kunden steht und nicht weiss ob der nun nen Teppich "nicht kaufen" will oder ob der nen paar Brötchen will...

Und einen Punkt darf man auch nicht vergessen - zumindest wenn man nen festangestellter Admin ist. Wenn man seinen Job wirklich gut macht dann kann man den ganzen Tag machen was man will. Denn wenn die EDV ohne Probleme läuft dann intressiert es praktisch keinen was man den ganzen Tag macht. Die Leute können ihre Arbeit machen und sind froh. Selbst wenn man dann mal nen Tag keine Lust hat kann man sich entspannen. In welchem anderen Job kann man das? Nen Bäcker der nen schlechten Tag hat muss trotzdem freundlich zu jedem Kunden sein und muss die Brötchen vernünftig machen. Der kann nicht sagen das er erstmal nen 2ten Kaffee trinkt bevor er überhaupt man den Ofen ansieht.... Wenn der erste Kunde vorm leeren Regal steht gibt das dann schon Mecker mit dem Meister...

Also von daher würde ich mich jederzeit wieder für den Job entscheiden. Man muss sich halt im klaren darüber sein das man nen 50/50-Job hat. Man hat zu 50 % mit der Technik zu tun - und zu 50% muss man Psychologe sein und sich auch mit den Menschen auseinandersetzen. Denn natürlich reagiere ich anders wenn ich weiss das jemand private Probleme hat und mich dann für ne kleinigekeit anmacht als wenn ich weiss das der bei jeder Kleinigkeit immer gleich wieder hoch geht. Und natürlich muss man sich klar darüber sein das man nen Job hat bei dem man Morgens zwar nen Plan hat was man tun will - aber ob das ganze klappt oder nicht von vielen anderen Faktoren abhängt.

Und was das mit den ganzen Änderungen angeht: Natürlich ändert sich vieles. Auch das halte ich eher für einen intressanten Teil den die Informatik mitbringt. DAS ist aber nicht erst in den letzten Jahren so - man bedenke wie das Internet die EDV verändert hat (seid ca. 1999 geht das gewaltig los). Und auch davor gab es einiges an großen Änderungen (Win3.1/3.11 auf Win 95, der Wechsel von Novell auf Windows im Fileserverbereich,...). Und natürlich wird es auch in Zukunft noch viele Änderungen geben - wobei ich davon überzeugt bin das der Takt noch deutlich anziehen wird. Denn heute ist es gar kein Thema mehr das ich mit Menschen zusammenarbeite die ich in meinem Leben nie persönlich sehen werde. Ob man da nun Programme gemeinsam entwickelt oder ob es nur die Brieffreundschaft mit jemanden in nem anderem Land ist um die Sprache besser zu lernen - das spielt heute praktisch keine Rolle mehr da die Kommunikation nichts mehr kostet. Und ich bin mir sicher das hier die Schlagzahl noch deutlich nach oben geht - durch techniken wie VoIP (plötzlich schreibe ich dem Kollegen in Fern-Ost nicht mehr ne Mail sondern telefoniere einfach direkt mit dem - da auch das kostenlos ist), durch neue Entwicklungen (ich bin immernoch sicher das dieses Cloud-Computing sich so nicht durchsetzt - ich glaube aber auch das es der Ansatz dafür ist das man andere Wege bei den Anwendungen findet) oder durch ganz andere Anforderungen. Ich weiss noch das es vor 10 Jahren - was ja eigentlich nicht SO lange her ist - praktisch kaum livestreams mit Musik gab. Heute hat aber jeder bessere HiFi-Verstärker schon nen Ethernet-Anschluss und nen Internet-Streaming-Client integriert. Natürlich muss man dafür auch in der EDV ein wenig "open minded" sein - ich darf eben nicht hingehen und sagen das es mein Job ist "Weiter, Weiter, Fertig stellen" zu drücken. Wenn ich den Kopf aber etwas offen behalte dann kann ich auch ohne Angst in die Zukunft gucken - denn während der Maurer hoffen muss das seine Firma nicht pleite geht (da die Auftraggeber nicht zahlen und Banken keine Kredite gewähren) kann ich mir ggf. auch noch den Job aussuchen. Und sorry falls ich jetzt nem Maurer auf die Füße treten sollte - aber für mich wäre es eben KEIN Job wenn ich immer nur ne Mauer von a nach b bauen müsste. Mal 2, mal 3 Meter hoch - das wars auch schon mit Abwechslung. Für mich ist es eben grade das intressante das man eigentlich immer den Kopf offen haben muss. Und ich glaube DA tun sich die Jobs dann mal nichts: Nen Maurer der zwar ne Wand von a nach b ziehen kann wie der Teufel - aber soweit da mal ne rundung kommt schon verloren ist wird auch in seinem Job nie was werden... Nen Bäcker der mir 100 Brötchen in 5 Minuten backen kann - aber wenn ich den frage ob er mir auch nen Weißbrot geben kann oder der eben keine eigene Kreativität beim Backen hat der wird in seinem Job auch die nächsten 30 Jahre nur hinterm Ofen stehen und Brötchen backen. Und ein Sys-Admin der eben wirklich nur "Weiter, Weiter, Fertigstellen" klicken kann - DER wird eben auch die nächsten 30 Jahre nur irgendwo kleine PCs installieren (so man es dann noch braucht).

So - das waren meine 5 ct... (2 ct. ging nicht - dafür is der Text zu lang gewesen ;) )
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Mitglied: St-Andreas
03.05.2010 um 23:06 Uhr
Martez, Du arbeitest in der EDV einer grösseren Firma? Gbl bei einem Dienstleister dessen Kundenstamm im SoHo-Bereich liegt und der auch wahrscheinlich weniger als 10 Leute hat?

Richtig?
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Mitglied: DerWoWusste
04.05.2010 um 00:38 Uhr
Hallo.
Erstmal:
Alle 4 Jahre kannst du dein OS Wissen wegwerfen und quasi wieder bei 0 Anfangen
Das sehe ich komplett gegenteilig. Einzelheiten ändern sich, Prinzipien eher gering. Woraus besteht Dein OS-Wissen?
Nun zu den Updates. Die Möglichkeit der "elektronischen Auslieferung" von Updates und Anpassungen jeglicher Art kann ein Segen sein, zwingt andererseits zum Umdenken: kaum noch etwas kann statisch bleiben, allein schon der Sicherheit wegen. Aber weshalb gleich soweit gehen und behaupten, die Branche sein ein Schleudersitz oder das Erlernte habe keinen Bestand?
Auch das Beispiel erscheint mir wackelig:
Wer entwirft die Verträge, die Euch dazu verpflichten, Updates einzuspielen, die keine vernünftige Abnahme erfahren haben (entweder durch den Kunden selbst oder durch einen eigenen Tester, der die dem Kunden gegenüber garantierten Funktionalitäten kennt und diese prüfen kann)? Die gehören auf den Schleudersitz. Auch der "Dienstleister um's Eck" wird da nicht anders vorstehen.
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Mitglied: maretz
04.05.2010 um 07:01 Uhr
Das ist für mich vollkommen unerheblich. Denn es ändert an der Sache rein gar nichts. Wo ist denn für dich der Unterschied? Bei einem Dienstleister hast du Kunden - die wollen Arbeiten und müssen für den EDV-Einsatz bezahlen. Hört sich das anders an als der Job eines Festangestellten? Bei mir habe ich auch "Kunden" (nämlich meine Kollegen aus dem Nicht-EDV-Bereich) die primär nur arbeiten wollen. Und die müssen auch für mich zahlen - da mein Gehalt auch bezahlt werden muss. Nur müssen die auch für mich zahlen wenn ich nichts zu tun habe... Weiterhin hat man natürlich einen etwas näheren Kontakt zu den Leuten - was positiv wie negativ ist. Wenn ich nen externen Tech in der Firma hab bleibt man generell erstmal immer freundlich - egal was man über die Person denkt. Selbst wenn sich die Person als komplett "komisch" (Unfähig, Unfreundlich o.ä.) rausstellt -> dann bittet man den immernoch freundlich den Betrieb zu verlassen. Nun - glaubst du das machen die Kollegen auch so wenn es der eigene EDV-Mensch ist? Natürlich - zu 95-99% ja. Aber dann kommt eben auch mal der Punkt wo die Leute generell schlechte Laune haben (Privat läuft halt was schief, Abteilungsleiter hat grad nen Einlauf gegeben) - und dann kann es auch mal passieren das die Leute unfreundlich werden...

Und an der reinen Sache mit dem Job ändert es auch nichts. Ob du nun bei nem Dienstleister arbeitest und dich um die Rechner kümmerst - oder ob ich das als "fester" mache. Nur das ich generell für alles was nen Kabel hat gerufen werde - egal ob es nun die Kaffeemaschine ist die "irgendwie komisch klingt", ob es auch mal das private Telefonkabel ist was man ändern möchte - oder eben alles was mit PCs zu tun hat. Auch das liegt natürlich daran das man näher mit den Leuten zusammenarbeitet - und ist einer der Teile die mir in meinem Job unheimlichen Spaß machen. Wenn ich gleich ins Büro fahre dann kann ich dir zwar sagen was ich heute geplant hab. Es kann aber eben auch passieren das nen Anruf kommt und ich mal eben nach Frankfurt fahre... Als Angestellter beim Dienstleister sieht aber auch das nicht viel anders aus - hast du heute nen Termin beim Kunden weil da nen paar Tastaturen gewechselt werden und ein anderer Kunde ruft an das sein Server steht dann bin ich mir sicher das du auch sofort deinen Tagesplan änderst...

Der m.E. einzige wirkliche Unterschied: Als Festangestellte haben mein Kollege und ich (neben der GL) bisher als einzige wirklich fast alle Kollegen auch mal persönlich getroffen (einzig die Leute im neuen Büro noch nicht - das steht erst seid ca. 2 Monaten). Und da man eben auch im Ausland da als "Kollege" hinkommt wird einem natürlich auch Abends mal die Stadt gezeigt - so das man auch mal nen bisserl von der Welt sieht. DAS wird man als Angestellter beim Dienstleister eher selten haben - da sich die Firma dann nen Dienstleister vor Ort holt...

Schönen Gruß

Mike
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Mitglied: St-Andreas
04.05.2010 um 08:54 Uhr
Tja, in allem was Du da schreibst geb ich Dir recht, wobei der letzte Absatz so nicht ganz stimmt, zumindest meiner Erfahrung nach (und ich arbeite bei einem Dienstleister).

Aber es gibt doch nicht unerhebliche Unterschiede.

In Deinem Umfeld z.B. stehst Du zwar auch in Konkurrenz zu anderen ITler, evtl. werden auch ab und an Outsourcingspielchen veranstaltet, aber im SoHo-Bereich läuft das komplett anders. Dort steht andauernd der Schwager des Kunden im Raum der ja auch 2 PCs zu Hause hat und der das Office auch viel billiger besorgt. Klar haben auch Deine internen Kunden Schwäger und Bekannte, aber Du wirst es ehr selten erleben das eine dieser Personen über das Wochenende an einem der Server für die Du verantwortlich bist rumgebastelt hat und jetzt die Firma (deren einziger Server das war) stillsteht und man Dir erklärt Du hättest da ja Mist gebaut weil der Schwager hat ja "nur" irgendwas eingestellt damit das Internet endlich schneller wird.

Deine internen Kunde sind in der Regel auch nicht gleichzusetzen mit Deinem Auftraggeber wie es im SoHo-Bereich ehr die Regel ist. Und Deine Auftraggeber erklären Dir wahrscheinlich auch nicht andauernd das das Facilitymanagment die Server für den halben Preis bekommen würde mit viel mehr GHz und das der versuch ein ordentliches Backupverfahren ja schon versuchter Betrug wäre weil ein Backup ja nie gebraucht wird.

In grösseren Unternehmen mit eigener IT gibt es in aller Regel einen wesentlich professionelleren Ansatz wie die IT genutzt wird, es gibt Entscheider die (mehr oder weniger) vom Fach sind. Und wenn diese Entscheider klug sind und keinen Plan von der Sache haben die sie gerade entscheiden sollen werden die wenigsten von denen sich mit dem Sohn beraten der ja schliesslich schon seit 3 Semstern BWL mit Nebenfach Informatik studiert.

Und wenn Entscheidungen getroffen werden müssen sehen in grösseren Unternehmen einige vielleicht Ihre Budgets aber ehr selten die Lederausstattung des 3. Porsches in die IT fliessen.

Ich kenne sowohl den SoHo-Bereich als auch den Unternehmensbereich. Ich arbeite für Kunden deren IT aus 1,2 oder 5 Plätzen besteht aber auch für Konzerne deren IT-Abteilungen grösser sind als alle meine kleinen Kunden zusammen.
Und ich verwette ein halbes Monatsgehalt darauf das nur die wenigsten aus den großen IT-Abteilungen länger als ein Jahr im SoHo-Bereich arbeiten könnten ohne zumindest leichte Depressionen zu entwickeln. Die andere Hälfte verwette ich darauf das die wenigsten Dienstleister die überwiegend im SoHo-Bereich unterwegs sind in einer grossen IT-Abteilung Karriere machen könnten.

Du hast Recht wenn Du die Tätigkeiten vergleichst, aber die Rahmenbedingungen sind zumeist doch ganz anders.....

Viele Grüße,

Andreas
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Mitglied: St-Andreas
04.05.2010 um 09:13 Uhr
Zitat von DerWoWusste:
Hallo.
Erstmal:
> Alle 4 Jahre kannst du dein OS Wissen wegwerfen und quasi wieder bei 0 Anfangen
Das sehe ich komplett gegenteilig. Einzelheiten ändern sich, Prinzipien eher gering. Woraus besteht Dein OS-Wissen?

Sehe ich genauso

Nun zu den Updates. Die Möglichkeit der "elektronischen Auslieferung" von Updates und Anpassungen jeglicher Art
kann ein Segen sein, zwingt andererseits zum Umdenken: kaum noch etwas kann statisch bleiben, allein schon der Sicherheit wegen.
Aber weshalb gleich soweit gehen und behaupten, die Branche sein ein Schleudersitz oder das Erlernte habe keinen Bestand?

Schwierig nachzuvollziehen, aber im Endeffekt läuft es wohl darauf hinaus das das erlernte ehr selten "von der Pike an aufwärts" gelernt wurde. Oftmals besteht das "Wissen" im Nachbauen von Strukturen auf Basis von Tutorials oder ähnlichem, vielleicht wurde auch ein "Windows SBS 2003" Buch für 39,95 durchgearbeitet (oft genug beim Kunden vor Ort). Dieses Wissen ist dann aber natürlich, wenn sich die Icons mal in einer Version verschieben, wertlos geworden.

Auch das Beispiel erscheint mir wackelig:
Wer entwirft die Verträge, die Euch dazu verpflichten, Updates einzuspielen, die keine vernünftige Abnahme erfahren
haben (entweder durch den Kunden selbst oder durch einen eigenen Tester, der die dem Kunden gegenüber garantierten
Funktionalitäten kennt und diese prüfen kann)? Die gehören auf den Schleudersitz. Auch der "Dienstleister
um's Eck" wird da nicht anders vorstehen.

Sorry, aber der Satz erzeugt ein gewissen Lächeln. Verträge gibt es bei der Mehrzahl der IT-Dienstleister einfach nicht. Klar ist das fahrlässig und gefährlich, aber Du wirst auch keinen Vertrag abschliessen wenn Du zum Bäcker ums Eck rennst und ein Brot holst.
Und dann Updates testen.....Versuch mal nem Kunden mit 3 PCs zu erklären das die Virensignaturen erstmal von Deinen Testern freigegeben werden müssen bevor sie freigegeben werden. Und garantierte Funktionen? Was meinst Du wie viele handwerksbetriebe mit 2 PCs sich mit Ihrem IT-Dienstleister über die vom Dienstleister garantierten Funktionen in der Auftragsbearbeitung unterhalten? Da hat alles genau so zu funktionieren wie der Kunde es sich denkt und wenn nicht ist immer alles ### und so kann man nicht arbeiten. Und sowie so hat man ja das Update für die Auftragsbearbeitung für 79,50€ gekauft und da kann es ja nicht sein das man noch 120€ für die Installation bezahlt! Wo kämen wir denn da hin? Und auf der Verpackung steht ja auch das man für die Software einen Pentium mit 128MB RAM braucht, also genau so ein Ding wie man vor 13 Jahren für viel Geld gekauft hat. Warum zum Teufel dauert das dann so lange wenn man das gerenderte Bild mit der Küchenplanung von Ikea so lange.....

So sieht das oft genug aus. Und wenn man sich dem verweigert fehlt halt der Umsatz und der Typ vom Handyshop ums Eck macht das Geschäft
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Mitglied: maretz
04.05.2010 um 09:40 Uhr
Moin,

ok, das mit dem SoHo-Bereich ist noch ein Sonderfall. Natürlich wird hier keine auf die Idee kommen das zu machen was der Schwager oder sonstwer erzählt hat. Ok - wie in den meisten Betrieben wurde sowas auch hier natürlich schon ausgetestet -> mit dem Resultat das es Nackenschläge gibt (selbst wenn es nur am Client war und nich gleich der Server...).

Was allerdings nicht stimmt: Das im Betrieb dir der "Kunde" - hier eben der Kollege - nicht ständig erklärt das die PCs doch zu lahm sind und das er zuhause was viel tolleres stehen hat. Grade da wird dann erklärt das man den PC bei Media-Markt um die Ecke ja günstiger bekommt als bei dem Systemhaus wo man die immer kauft. Ist auch soweit richtig - nur zum einen guckt der Verläufer zimlich fassungslos wenn man bei Mediamarkt mit nem Kleintransporter vorfährt um da mal eben 50 PCs zu holen. Und zum anderen ist das mit Service/Garantie dann noch ne andere Frage... Glaub mir - dieselben Diskussionen führst du als Angestellter Admin auch. Nimm dir nen Monitor unterm Arm und geh durchs Büro -> plötzlich fragt jeder wer den denn bekommt. Bist du wirklich Mutig? Dann stelle auch noch jemanden einen größeren Bildschirm hin! Plötzlich wirst du erfahren das der 17"-TFT ja eigentlich eh schon immer zu klein war und das andere den jetzt auch nen größeren brauchen. Und wenn du jetzt noch nicht genug hast - dann gehe mal hin und nehme den Farbtintenstrahldrucker bei einem Platz weg und stelle an den Block nen SW-Laser für den ganzen Block auf. Selbst wenn vorher nur 2 Seiten/Monat in Farbe gedruckt wurden - also JETZT braucht die Person den Drucker aber wirklich ständig... Also glaub mir - diese Diskussionen führst du auch als Festangestellter ;)

Beim Backup sieht das auch nicht viel anders aus. Ok - es ist kein versuchter Betrug wenn es vom festangestellten kommt. ABER: Der muss dafür sorgen dass das Backup läuft. Natürlich ohne den Betrieb zu stören. Sagst du jetzt jemanden das Abends um 8 das Backup startet dann garantiere ich dir das die Person beim nächsten mal Anruft wenn die um 8 anruft -> das is alles soo langsam... Und man muss es halt mal richtig einstellen - dann wäre das alles anders -> beim Schwager in der Firma klappt das ja auch (ok, das die ganz andere Vorraussetzungen haben ist natürlich egal...).

Ich glaube durchaus das es beides seine Reize hat. Klar - wenn man sich jede Diskussion geben muss dann macht das ganze irgendwann keinen Spass mehr. Aus dem Grund hätte ich selbst z.B. wenig ambitionen mich selbstständig zu machen -> da ich dann mit dem Kunden eben darüber diskutieren muss warum sein Schwager ggf. billiger ist aber eben trotzdem keine reale Alternative (ok, im Home-Bereich ist das noch was anderes... Wenn ich zu jemanden gehe und dem meinen normalen Stundenlohn auf den Tisch legen würde dann haut der mich so aus der Tür raus...). Und natürlich sind diese Diskussionen auch nicht grade das woran ich meine Freude habe -> aber ich glaube dennoch das es eben nur ein kleiner Teil der Arbeit ist... Allerdings ist das dann auch die Sache des Chefs -> und ganz ehrlich, solang ich es mir leisten könnte würde ich notfalls auch auf nen Kunden verzichten der ständig meint das sein Schwager das alles kann... Aber ich sag mal generell ist es nicht komplett anders im Angestellten-Bereich als im SoHo-Bereich... Es sind nur andere Diskussionen ;)
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