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Hochschulstudium

Frage Weiterbildung

Mitglied: Maris

Maris (Level 1) - Jetzt verbinden

13.01.2005, aktualisiert 20.05.2005, 17709 Aufrufe, 34 Kommentare

Hallo,

ich möchte ab Sept. 05 ein Studium als Dipl. Informatiker beginnen und will mich bereits jetzt ein wenig darauf vorbereiten. Kann mir jemand einen Tipp geben was hier evtl. für den Einstieg sinnvoll wäre (außer Mathe und Englisch)? Programmiersprachen, Betriebssysteme vielleicht, Kenntnisse für Netzwerke erwerben. Ich würde mich für Programmiersprachen interessieren, aber ich weiß nicht welche sinnvoll wäre.
Vielleicht hat auch jemand noch einen kurzen Tipp, welche Uni in Deutschland zu empfehlen wäre.

Für alle Antworten schon mal in Vorraus vielen Dank!

Gruß

Maris
34 Antworten
Mitglied: 6035
13.01.2005 um 18:35 Uhr
ich weiß jetzt nicht, was in den ersten Semestern drankommt, aber Programmiersprachen, die sicherlich gelehrt werden sind wohl unter anderem Pearl,c++,VBA,vielleicht Delphi, SQL,PHP könnte auch drankommen, wie gesagt, ich bin kein Studierter.

Betriebssysteme:WinXP,Win2000,Win2000 server, Win Server 2003,Linux,Novell

das ist das,was ich mir vorstellen könnte
Bitte warten ..
Mitglied: 7217
13.01.2005 um 19:40 Uhr
Hallo,

ich möchte ab Sept. 05 ein Studium als
Dipl. Informatiker beginnen und will mich
bereits jetzt ein wenig darauf vorbereiten.

Gute Idee.

Kann mir jemand einen Tipp geben was hier
evtl. für den Einstieg sinnvoll
wäre (außer Mathe und Englisch)?

Nunja, Mathe sollte sicherlich auf jeden Fall an oberster Stelle stehen.

Was ich dir noch empfehle, sind evtl. Grundkenntnisse in Logik, digitalen Schaltungen und Zeitmanagement... die ersten beiden, wegen fachlichen Dingen, das letztere, weil du als Student scheinbar zuerst unheimlich viel Zeit hast, die du allerdings innerhalb weniger Wochen mit soviel Programm zugeplant hast, dass du dir das wirklich aneignen musst, deine Zeit zu organisieren.

Programmiersprachen, Betriebssysteme
vielleicht, Kenntnisse für Netzwerke
erwerben.

Programmiersprachen sind sicherlich keine schlechte Idee, wobei ich hier vielleicht eher in Richtung "abstrakte Programmierung" gehen würde, sprich: Algorithmisches Denken aneignen.

Wenn du Probleme schnell erfassen lernst und diese abstrakt in einer Lösungsvorschrift vormulieren kannst, hast du sicherlich mehr gewonnen, als wenn du dir eine Programmiersprache beibringst und nur Code erzeugen kannst, ohne jetzt wirklich das eigentliche Problem zu erkennen und eine eigene Lösung zu finden.

Ich würde mich für
Programmiersprachen interessieren, aber ich
weiß nicht welche sinnvoll wäre.

"Sinnvoll" sind sicherlich bei absoluter Unkenntnis sogenannte Einsteigersprachen wie Pascal oder dergleichen, weil man hier relativ schnell die Syntax drauf hat und sich wirklich auf das algorithmische Denken stürzen kann... später dann würde ich c / c++ und Java empfehlen...

Du solltest dir aber anschauen, welche Programmiersprachen an der Uni, für die du dich evtl entscheiden wirs, gelehrt werden... hier Vorkenntnisse mitzubringen, sind sicherlich absolut von Vorteil

Vielleicht hat auch jemand noch einen kurzen
Tipp, welche Uni in Deutschland zu empfehlen
wäre.

Nun, hier kann ich dir persönlich keine Empfehlung geben, weil ich hier nicht neutral Urteilen kann (da selbst Mitarbeiter einer Universität)... meine persönliche Entscheidung würde sicherlich auf Saarbrücken oder Kaiserslautern, bzw. Karlsruhe oder Dresden fallen... aber hier kann dir das Spiegel-Uni-Ranking weiterhelfen.

Suche einfach mal bei Google nach "Uni Ranking Deutschland". Da findest du einige Treffer, unter anderem auf der ersten Seite den Spiegel.

Für alle Antworten schon mal in Vorraus
vielen Dank!

Bitte gerne, Gruß, Mupfel
Bitte warten ..
Mitglied: Maris
13.01.2005 um 23:00 Uhr
Hallo Mupfel,

erstmal vielen Dank für diese ausführliche Antwort, das wird mir sicherlich bei meinen Vorbereitungen sehr gut weiterhelfen.

Gruß

Maris
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Mitglied: 7217
13.01.2005 um 23:11 Uhr
Was dir sicherlich auch weiterhelfen dürfte, ist, dir mal den Studienplan und das Vorlesungsverzeichnis der entsprechenden Uni deiner Wahl dir zu besorgen (entweder online oder in gedruckter Form), damit du schonmal sehen kannst, was da in den ersten Semestern auf dich zukommen wird... also wichtig is wohl erstmal das erste Semester halbwegs in den Griff zu bekommen

Gruß, Mupfel
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Mitglied: 7422
14.01.2005 um 08:03 Uhr
Bei mir wurde in den ersten Semestern sehr wenig mit Computern/Programmierung gemacht... bissl JAVA und Unix/Linux Einführung. Der Großteil im Grundstudium beschäftigt sich mit Mathe (Mengenlehre, Algebra, Integration, Differential) und Physik, sowie Elektrotechnik/Elektronik. Aber wie gesagt MAthe ist sehr wichtig, hier fallen die meisten durch...
Bitte warten ..
Mitglied: Atti58
14.01.2005 um 08:16 Uhr
Zu den "Vorbereitungen" ist so ziemlich alles gesagt, das "Wo" aber hängt eigentlich mehr davon ab, "was" Dir später als Tätigkeitsfeld vorschwebt. Wenn Du eher neue Chips entwerfen und in der Entwicklung arbeiten willst, ist eine Uni sicher zu empfehlen, wenn Du Deine Berufung aber eher im Umsetzen der vielen technischen Möglichkeiten in die Praxis siehst, solltest Du Dich für eine TU (da ist Darmstadt wohl nicht schlecht) entscheiden,

Gruß

Atti
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Mitglied: Maris
14.01.2005 um 10:56 Uhr
Hi,

also ich spiele mit dem Gedanken entweder an die TU-München oder die LMU in München zu gehen. Was ich später machen will, dazu habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Gibt es Stellen an denen ich mich beraten lassen kann?
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Mitglied: Maris
14.01.2005 um 22:22 Uhr
Gibt es vielleicht an der Uni selbst eine Beratungsstelle an der ich mich informieren könnte?
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Mitglied: 7217
15.01.2005 um 16:20 Uhr
Normalerweise haben die Universitäten selbst sogenannte "Studienberatungen" in den Studierendensekretatiaten. An die kannst du dich erfahrungsgemäß wenden. Was vielleicht für dich auch nicht schlecht wäre, wäre ein Termin bei einer Berufsberatung (bei der wohlbekannten Bundesargentur für Arbeit...) wobei ich mir bei denen in den letzten Jahren nicht ganz sicher war, ob die tatsächlich was taugen *G*.

Wenn du ganz forsch bist, kannst du ja auch mal versuchen, Praktika in den Bereichen zu machen, die dich mal generell interessieren (sowas kann man z.B. immer prima in den Semesterferien einschieben und brauchbar ist sowas bei späteren Bewerbungen immer), so dass du schonmal abchecken kannst, was dich später interessieren könnte. Du musst ja nicht das Studium an der Uni zu Ende bringen, an der du es begonnen hast... häufig ist es so, dass man nach dem Vordiplom seinen Weg definiert (oder neu definiert) und dann erstmal den Standort wechselt, weil z.B. die Uni in XYZ für diese Richtung einen besseren Ausgangspunkt liefert als diejenige welche, an der man gerade studiert.

Generell sollte man wissen: einen Diplom-Informatiker kann man so vielseitig einsetzen, dass hier eine Spezialisierung in gewisse Richtungen immer von Nöten ist.

Gruß, Mupfel
Bitte warten ..
Mitglied: eschen
16.01.2005 um 09:01 Uhr
Hi,

habe mal schnell alle Beiträge gelesen und bin etwas enttäuscht, daß hier sehr wenig zur Ausrichtung für den späteren beruflichen Einsatz gesagt wird. Generell fällt mir auf (auch aus meiner Erfahrung aus der Praxis: Dipl.-Inform. (FH) 1994 FH Fulda, Angewandte Informatik Schwerp. Telekommunikation, 10 Jahre Unternehmensberater und Software-Architekt incl. Software-Entwicklung, jetzt selbständig), daß es wenig Sinn macht, über die Uni zu reden, bevor man sich nicht klar darüber ist, was man machen will.

Klar, Programmiersprachen/Objektorientierung, Datenbanken, (Web-)Architektur, Modellierung, etc. braucht man immer. Aber man sollte keine Zeit verschwenden mit Mathematik, Elektrotechnik, wenn man später SW-Architektur macht. In diesem Zusammenhang würde ich mir die Zeit beim Arbeitsamt (das ich ja wohl der wahre Begriff für diesen Verein ) gleich schenken. Die haben noch nie Ahnung von technischen Berufen gehabt. Eine Recherche mit Google bringt da mehr.

Mein Vorschlag für ein sinnvolles Vorgehen:

1. Was will ich in 5-10 Jahren tun/womit mein Geld verdienen? Hier ist wichtig zu wissen, was motiviert mich heute in der Informatik am meisten. Wenn es richtig zur Sache geht und man sich unter hohem Zeitdruck in neue Themen einarbeiten muß (das Studium ist lediglich der Führerschein, der einem erlaubt das Fahren zu lernen!), sich in einer Arbeitsumgebung neu orientieren muß, die man überhaupt nicht kennt, dann ist es wichtig, daß man etwas tut, was einen selbst unter schwierigen Bedingungen dann noch soweit interessiert, daß der Spaß nicht verloren geht. Macht nicht den Fehler und tut die Sache um des Geldes wegen! Wer gut ist (also seine Motivation niemals gänzlich verliert und bereit ist, sich ständig auf dem neusten Stand zu halten, was in der Informatik eine harte Sache bleiben wird), der wird immer gut verdienen. Es werden sich genug Mentoren und Manager finden, die das erkennen und auch anerkennen werden.

2. Den Schwerpunkt so früh wie möglich klar definieren. Hierbei ist z.B. gemeint:

  • Software-Entwicklung
  • Architektur
  • Hardware-Entwicklung
  • Netzwerk-Technik/Administrator
  • Unternehmensberatung im Management-Bereich
  • Projektmanagement
...

Jede dieser Ausrichtungen hält eine Vielzahl von Spezialisierungen bereit, benötigt aber auch eine andere Vorbereitung. Wer erst nach dem Studium darüber nachdenkt, was er werden will, ist zu spät. Da der Konkurrenzdruck in den nächsten Jahren noch steigen wird (die guten Zeiten für uns neigen sich dem Ende zu), und ein Student neben den Praktika ja kaum Erfahrungen aufzuweisen hat, möchten die Personalchefs wenigstens sehen, daß da eine Linie im "Lebenslauf" zu sehen ist, bei der es sich lohnt einen Ausbildungsweg des Unternehmens drauf zu setzen.

Zudem sind die Studienbedingungen schlecht genug, daß sich viele Gelegenheiten bieten, Zeit verschwenden zu müssen. Die Spezialisierung gibt einem immer den richtigen Focus, hält das ganze auf Linie und ermöglicht, das Studium kurz zu halten. Das Studentenleben ist cool, ohne Frage. Genießt die Zeit, aber dehnt sie nicht unnötig aus. Das kostet späteren Lebensstandard und kann problematisch werden, da die Personalchefs immer noch ein Auge auf soetwas haben. Wer die Möglichkeit und die Muße hat, sollte sich in Studentengremien engagieren (bei uns hieß das Fachschaft, Fachbereichsrat, Fachbereichszeitung). Das schult die "Emotionale Intelligenz" und macht Eindruck bei den Personalchefs. Vor allem schult es den Umgang mit anderen und legt eine Grundlage für die später notwendige Projektarbeit. Dann fällt man auch nicht gleich ins kalte Wasser, sondern findet sich im Team scheller zurecht.

3. Auswahl des Studiengangs
Das Vorlesungsverzeichnis und die Studienordnung sollte zum gewählten Schwerpunkt passen und möglichst wenig Kompromisse aufweisen (Stichwort Zeitverschwendung). Deshalb ist die Wahl nicht unwichtig. Sicher kann man wechseln. Aber das bedeutet immer Zeitaufwände für Neuorientierung, Ausgaben für Umzug, etc.

Neben den Inhalten ist die Qualität der Professoren ganz entscheidend. Unbedingt Probevorlesungen oder, wenn möglich, ein Gast-Semester mitnehmen (z.B. wenn der Weg zum Bund nicht notwendig ist ). Wer die Sache nicht richtig rüber bringen kann, stiehlt Euch Zeit. Uni-Rankings helfen nur bei der Auswahl der allgemeinen Studienbedingungen (wie gut ist die Bibliothek, Internet-Anbindung, Verwaltung, etc.), die nicht unwichtig sind, wenn einem das nötige Kleingeld fehlt oder man Bafög braucht. Wichtiger ist aber immer die Qualität des Fachbereichs selbst (Professoren, Assistenten, Ausstattung, Inhalte).

Versucht Erfahrungen der Studierenden mitzunehmen (Interviews, Studentenvertretungen kontaktieren). Ist das Angebot des Fachbereichs lückenlos, daß man keine Wartezeiten für Praktika etc. hat.

Wichtig auch: wie lange sind die Professoren aus der Praxis raus, bzw. werden permanente Kontakte zur Industrie gepflegt. Die Halbwertszeit bei Informatik ist sehr kurz (2-3 Jahre). Professoren, die den Anschluß an aktuelle Entwicklungen nicht halten, können Euch nicht richtig auf die Praxis vorbereiten. Hierbei sollte man sich nicht von den vorhandenen Forschungsergebnissen an der Nase herumführen lassen. Es werden viele Arbeiten (z.B. als Buch) verfaßt, die mit der Praxis nichts mehr zu tun haben. Wie angedeutet: das Lernen beginnt erst nach dem Studium. Damit der Eintritt nicht so hart wird, sollte das Studium soviel an Praxis "andeuten" wie geht.

Generell sollte darauf geachtet werden, daß die Theorie nicht überhand nimmt. Es ist sehr interessant zu lernen, wie man z.B. einen Compiler baut. In der Praxis werden diese allerdings nur benutzt oder generiert (lex, yacc, etc.). Nur wenige Jungs arbeiten wirklich in diesem Bereich, daß es ganze oder sogar mehrere Semester rechtfertig in der Ausbildung.

Generell ist es eine Überlegung wert, ob es nicht auch eine Fachhochschule sein kann. Die haben sich den Praxisbezug auf die Fahne geschrieben und haben auch nicht so lange Regelstudienzeiten. Die Wichtigkeit einer Uni scheint mir heute nicht mehr so gegeben, wie noch vor 10 Jahren.

4. Rechtzeitig den Kontakt zur Praxis suchen. Nutzt jede Gelegenheit (Semesterferien, Praktika, eigene Freizeitprojekte), das zu tun, was die praktischen Erfahrungen in der gewählten Ausrichtung vorantreibt. Wirkliche Praxis lernt man nur in der Industrie. Und dort wollt Ihr ja später auch arbeiten. Ganz entscheidend ist herauszufinden, wie die Arbeitsprozesse definiert sind, wie das ganze tickt und wie Ihr Euch dort mit Euren persönlichen Vorlieben einbringen könnt (Stichwort: Motivation und Spaß). Diese Erkenntnisse sind wichtig, da im späteren Arbeitsleben noch viele Kompromisse einzugehen sind / Kröten zu schlucken sind, die einem das Leben nicht einfacher machen werden. Wer weiß, in welchem Umfeld das für einen persönlich erträglich bleibt, der wird seine Fröhlichkeit nicht so schnell verlieren können.

5. Teamfähigkeit, Emotionale Intelligenz, etc. werden immer wichtiger. Leider wird soetwas nicht an der Uni gelehrt und die Anzahl an Lebensjahren mit Erfahrung ist auch noch begrenzt. Die eigenen Erfahrungen aus Punkt 4. sind leider zu kurz, um alles notwendige zu erfassen / zu lernen. Allerdings können gewisse Erfahrungen aus der Praxis einem die Problempunkte aufzeigen, die ein ergänzendes Literaturstudium erleichtern. Dieser Punkt ist aus meiner Erfahrung der wichtigste. Gruppendynamische Prozesse, die nicht wirklich reflektiert werden, haben schon Multimillionen-Dollar-Projekte zum Scheitern gebracht. Gerade wer Ambitionen zum Projektmanangement, Unternehmensberatung, mittleres Management hat (also der modernen Form des Leute-Führens), muß sich ausgiebig mit Psychologie, Guppendynamik etc. befassen. Wer Praxiswissen nachlesen will, der sollte sich alle Werke von Tom DeMarco reinziehen. Interessant bei Emotionaler Intelligenz, Motivation sind z.B. die Werke von Daniel Goleman und Reinhard K. Sprenger (der umstritten ist, aber dessen Sichtweise auf meine Praxiserfahrungen am besten paßt).

Dieser Punkt sollte das ganze Studium lang verfolgt werden. Wichtig hierbei ist herauszufinden, invieweit die eigenen praktischen Erfahrungen durch die Theorien in den Büchern zu einem Modell zusammengefügt werden können, daß einem erklären kann, was da unterbewußt in den Projekten abgeht. Nur wer verstehen kann, was tatsächlich passiert, wenn was schief läuft, kann beim nächsten Mal daraus lernen, und es besser machen.

Auch wenn diese Ausführungen jetzt etwas esoterisch klingen mögen, empfehle ich, diesen Text von Zeit zu Zeit noch mal zu lesen - das Verständnis wird mit Beobachtungen und den Erfahrungen wachsen.

6. Grundlagen sind wichtig. Wer sein Handwerk nicht beherrscht, kann seine Kreativität nur schwer einbringen. Was ist aus heutiger Sicht wichtig:

  • Mindestens eine Programmiersprache. Wer das Programmieren nicht mal ausprobiert hat, kann nicht nachvollziehen, warum die Software-Entwicklung immer noch ein schwieriges Geschäft ist und weitreichende Konsequenzen auf den Einsatz von Computersystemen hat (Warum fällt ein System aus, was kann man dagegen machen?). Ich empfehle in jedem Fall Java. Sie hat das modernste Design, folgt der reinen Lehre der Objektorientierung (OO) und ist sehr wichtig für die Web-Entwicklung, die bereits jetzt viele Teile der Software-Entwicklung beeinflußt. Es gibt im Netz jede Menge kostenloser Tools zum Lernen (Netbeans, Eclipse, Jakarta Projekt der Apache Group).

  • Mindestens eine SQL-Datenbank. Ohne Datenbanken geht nichts mehr. Da sich die OO-Datenbanken nicht flächendeckend durchsetzen konnten, ist SQL immer noch Pflicht. Wer kann, sollte sich Oracle anschauen (besonders die XML-Geschichten, die in Zukunft immer wichtiger werden). Mit mySQL steht im Netz ein kostenloses System zur Verfügung, an dem man sinnvoll üben kann.

  • Mindestens ein Modellierungstool. Hier ist Unified Modeling Language (UML) das Maß aller Dinge. Im Netz finden sich kostenlose Tools, die alles bieten, was der Einsteiger braucht (z.B. Poseidon von Gentleware). Es sollte auch mal ein Roundtrip ausprobiert werden (Model -> Code -> Model -> Code...).

  • Alles, was mit Web-Servern, allgemein Web-Technologie zu tun hat. Wer nicht bei Java (Servlets, JSP bzw. EJB) bleiben möchte, sollte mindestens mal mit PHP auf der Server-Seite etwas gebaut haben. Web-Entwicklung wird immer zentraler. Deshalb macht es in jedem Fall Sinn, eine eigene Web-Präsenz zu entwickeln und zu pflegen. HTML-Design ist heute Pflichtprogramm und sollte in der Freizeit ausprobiert werden, wenn das Studium es nicht vorsieht. Wer mutig ist, kann ja mal ein Forum aufbauen, um das Web richtig kennen zu lernen (Stichwort Emotionale Intelligenz und Umgang mit schwierigen Genossen unserer Zeit ).

  • Markup-Sprachen. Neben HTML ist XML das wichtigste, was in Zukunft die Industrie beeinflussen wird. Im Augenblick ist der Überblick noch einigermaßen zu halten und damit die Einarbeitung relativ einfach. Ganz wichtig sind die Prinzipen der Trennung von Präsentation und Daten, weshalb XML als neue Schlüsseltechnologie für den Datenaustausch gilt. Stichworte: XML, XSLT, XML-Schema. Zwar noch nicht überall verbreitet, sollte auch früh ein Blick auf die Tauglichkeit für Web-Präsentationen auf verschiedenen Endgeräten gelegt werden (da macht es eigentlich erst Sinn). Wie kann ein Server neben dem PC auch PDA, Handy, etc. mit einer Präsentation versorgen, die eine gemeinsame Datenbasis (in einer SQL-Datenbank) hat.

  • Architektur, Entwufsmuster, Prozessmodelle. Wer größere Systeme entwickelt (Entwicklungslaufzeit > 3 Monate, Teamentwicklung), der braucht einen Bauplan. Wer Häuser baut, denkt über soetwas gar nicht nach, da diese Prozesse seit ewigen Zeiten bekannt und festgelegt sind. Wenn man sich anschaut, wie manches Entwicklungsprojekt abläuft, der versteht, warum soetwas emens wichtig ist. Auch hier werden Web-Architekturen immer wichtiger (für die Historiker ist Client/Server aus den 90ern sicher auch noch interessant). Entwurfsmuster sind Rezepte, die Wiederverwendung fördern und auch Einsteiger soweit mit Erfahrungswissen versorgen, daß sie ein brauchbares Ergebnis produzieren können. (Software-Entwicklungs-)Prozessmodelle sind vor allem Unified Process (von den Rational-Jungs, die auch die UML entwickelt haben) und Model Driven Archtektur(MDA) der OMG-Jungs interessant. MDA, soweit technisch wirklich umsetzbar, könnte den Software-Entwicklungsprozeß automatisieren (die bereits in den 70ern angestrebte Software-Fabrik), so daß man sich mehr auf die Modellierung der Geschäftsprozesse konzentrieren kann. Man wird sehen.

7. Kleiner Tip: Schaut Euch ein wenig die Historie der Informatik an. Wer nachvollziehen kann, wie es zu Entwicklungen kam, der kann diese besser einschätzen und auch die "alten Haudegen" besser verstehen, die man zwangsläufig in der Praxis findet. Viele Einstellungen von Leuten beruhen genau auf diesen Erfahrungen und lassen einen nachvollziehen, warum "die Alten" unsere "modernere Sichtweise" nicht immer nachvollziehen können.

8. Nach dem Studium einen Mentor suchen. Es gibt immer Möglichkeiten, von anderen zu lernen. Soweit das Umfeld nicht völlig demotiviert ist (die vorherigen Hinweise sollte das Finden eines solchen Umfelds ja verhindert haben), findet sich immer jemand, der seine Erfahrungen und sein Wissen gerne an Jüngere weitergibt. Auch wenn nicht immer alle Sichtweisen nachvollziehbar sein mögen, hört immer erst zu, laßt es ein paar Tage auf Euch wirken, denkt darüber nach und übernehmt, was dann noch sinnvoll erscheint für Eure eigene Arbeit.

Wer neu einsteigt, hat ein ganz großes Problem: er kennt nicht alle Problemstellungen und Aspekte. Dieses fehlende Wissen führt zwangsläufig zu einer Wissensbasis, die falsche Erkenntnisse erzeugt. Das kann man nur ausgleichen durch eigene Erfahrungen, was Zeit kostet, und durch Partizipieren an den Erfahrungen anderer. Sucht nach diesem Wissen - es bringt Euch schneller zu einem besseren Verständnis des Umfelds, in dem Ihr Euch tagtäglich behaupten müßt (was an sich schon für erfahrene Leute schwer genug ist).

Wer zu dem Thema weitere Fragen hat oder Anregungen braucht, kann sich gerne per Email an mich wenden: http://www.webetiser.de/contact

Gruß Rainer
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Mitglied: 7217
16.01.2005 um 11:00 Uhr
Ich habe sehr gespannt deinen Beitrag gelesen und stimme dem, was du hier in erstklassiger, ausführlicher Form darlegst, im Grunde zu. Diesen Beitrag würde ich persönlich gerne jedem Studienanfänger (oder noch besser, jedem Abiturienten, der vor hat, zu studieren) in die Hand drücken, weil er sich nahezu auf jeden Studiengang transferieren lässt.

Was mir jedoch nicht ganz so gefällt, ist diese Passage mit den Mentoren... hier heisst es:
"Soweit das Umfeld nicht völlig demotiviert ist (die vorherigen Hinweise sollte das Finden eines solchen Umfelds ja verhindert haben)[...]". Meinst du mit "vorherigen Hinweise" unsere Beiträge in diesem Thread oder deine Hinweise?

Solltest du unsere Antworten hier im Ziel erfasst haben, so bitte ich dich, die Entstehung des Threads mal bitte genauer unter die Lupe zu nehmen. Hierbei nimm bitte auch die jeweiligen Uhrzeiten der Antworten ins Auge und lege ein dir gewohntes Arbeitszeitraster zugrunde... Du wirst sehen, dass eine Vielzahl der Beiträge entweder während regulärer Arbeitszeiten (in einer freien Minute, in der evtl. andere eine Tasse Kaffee ziehen oder eine Zigarette rauchen) oder aber relativ kurz nach Feierabend verfasst wurden... Wir haben uns bemüht, die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten und hilfreiche Hinweise zu verteilen.

Wir wollten auf keinen Fall das Finden eines Mentors verhindern! Soviel sei mal hier klargestellt.

Ich persönlich finde die Ausführlichkeit und Qualität deines Beitrags beneidenswert und finde es auch gut, dass du dich dazu aufgerafft hast, einen solch ausführlichen Text zu verfassen! Aber eine solch breitbandige Aussage wie oben ohne konkreten Bezug auf eine Aussage unsererseits zu nehmen, finde ich persönlich angreifend gegen jeden, der an diesem Thread mitwirkte.

Wenn ich jetzt abschließend trotzdem die Sache nochmal bewerten dürfte, nimm für dich als Resume mit:

Du hast einen für Studienanfänger wirklich erleuchtenden Beitrag verfasst, den man als wirklich lesenswert einstufen kann Ich stehe hinter einer Großzahl deiner Aussagen, auch wenn man diese natürlich immer noch erweitern könnte...

z.B. wurde der Punkt Auslandspraktika, -semester ganz unterschlagen. Wenn man hier nochmal kurz drauf eingeht, ist natürlich immer zu empfehlen, im Laufe des Studiums (oder entsprechend vorher) solch einen Aufenthalt im Ausland über 1-2 Semester (1 Jahr ist immer empfehlenswerter als ein halbes) einzuplanen.

Die Ursprungsfrage war jedoch ganz klar eine andere:
" ich möchte ab Sept. 05 ein Studium als Dipl. Informatiker beginnen und will mich bereits jetzt ein wenig darauf vorbereiten. Kann mir jemand einen Tipp geben was hier evtl. für den Einstieg sinnvoll wäre (außer Mathe und Englisch)?"

Betrachtet man diese Aussage und unsere Beiträge, finde ich, waren wir nicht wirklich fern des Themas und haben solch einen Angriff, wie du ihn beiläufig unternommen hast, nicht nötig.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Maris
16.01.2005 um 21:21 Uhr
Haiaiai!?!

Das ist wirklich sehr detailiert! Ich bin jetzt mehr verwirrt als informiert. Wie soll ich mich auf ein Gebiet spezialisieren, wenn ich keine Ahnung von der Materie habe? Wie finde ich ich heraus was ich später mal machen will? Für was soll ich mich entscheiden? Fragen über Fragen? Mir sind natürlich auch monetäre Aspekte wichtig. Wo habe ich die besten Verdienstmöglichkeiten, was wird in der Zukunft gefragt sein, wo liegen meine Interessen?

Für mich ist jetztmal entscheidend, wie bereite ich mich richtig vor um einen optimalen Start zu haben. Gibt es vielleicht Bücher die mir weiterhelfen und ich mir jetzt schon zulegen könnte?
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Mitglied: stefquad
17.01.2005 um 09:10 Uhr
Suuuuper Posting Rainer !

Wollte selber einmal Informatik Studium machen (berufsbegleitend + 80 % ob)
Bin dann leider durchgerasselt beim 1. Vordiplom wegen Mathe.
Habs dann sein lassen weil ich alles hätte wiederholen müssen inkl Englisch und so.

Möchte ebenfalls sagen dass die Programmier Sprache zu Beginn sekundär ist,wichtig ist eine gestelle Aufgabe als Code formulieren zu können.--> Abstrahieren. Dabei ist nicht unbedingt die perfekte Syntax gefragt, eher die Mechanismen wie Schleife,IF then,while etc richtig anzuwenden. Wenn Du natürlich weisst welche Sprache zur Anwendung kommt an der Uni dann kannst Du auch mal ein Buch besorgen mit dem Du dich bei ersten kleinen Anwendungen vertraut machen kannst. Das erleichter Dir dann vielleicht einwenig den Einstieg.

Aber wie schon gehört. Mathe ist der Schlüssel zum weiterkommen !!

Alles Gute und viel Erfolg auf deinem Weg !
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Mitglied: eschen
17.01.2005 um 13:49 Uhr
Ich glaube, da hast Du was falsch interpretiert. Diese Aussage bezog sich auf die Punkte, die ich vorher in meinem Beitrag aufgeführt hatte. Meine "Kritik" an dem Thread hatte ich als Einleitung gebracht. Ich sehe auch nicht, inwieweit Eure Beiträge das Finden eines Mentors hätten verhindern sollen. Wenn Du den zeitlichen Ablauf betrachtest, bezog sich die Mentor-Sache auf den Zeitraum nach dem Studium. Darüber wurde so detailliert vorher gar nicht geschrieben.

Das Auslandspraktika ist sicher eine interessante Sache. Ich habe zeitweilig auch im Ausland gearbeitet, konnte mich allerdings auch ohne so ein Praktikum zurecht finden . Allerdings was das nur in Österreich und Schweiz. Soweit man dabei seine Sprachkenntnisse verbessern kann, die man später vielleicht braucht, ist es sicher eine gute zeitliche Investition. Allerdings kann auch ein normaler Urlaub da schon was bringen. Um die Mentalität kennenzulernen muß man natürlich vor Ort sein, keine Frage. Aber ich würde mir vorher überlegen, ob die damit verbundenen Aufwände für die Zukunft was bringen, vor allem wenn es das Studium in die Länge zieht.

Gruß Rainer
Bitte warten ..
Mitglied: eschen
17.01.2005 um 14:07 Uhr
Ich möchte Dich ja nicht ärgern, aber Du machst den zweiten vor dem ersten Schritt. Welche Bücher willst Du den kaufen, wenn Du gar nicht weißt, was Dich interessiert. Zum Thema allgemeines Wissen für Informatiker haben wir hier ja schon einige Ideen im Thread. Aber es nützt trotzdem nichts. Zuerst mußt Du herausfinden, was gibt es, was interessiert Dich davon.

Nimm ein paar Schlagworte aus diesem Thread, suche mit Google nach Internet-Seiten dazu und fang an zu recherchieren! Informatik ist eines der am meisten im Internet vertretenen Themen, da sollte es nicht schwierig sein, in einer Woche einen groben Überblick zu bekommen.

Themen, die interessant erscheinen, kannst Du gleich mal in der zweiten Woche in der Tiefe recherchieren. Dann solltest Du langsam ein Gefühl bekommen, was interessant ist und was nicht.

Danach würde ich die Uni-Seiten besuchen und mir die Angebote in Bezug auf Deine neu gewonnenen Erkenntnisse abklopfen.

Dann die Probevorlesungen, etc.

Ich kann verstehen, daß die Verdienstmöglichkeiten jetzt ein Thema sind. Aber Du kannst Dich mit dem Thema erst dann wirklich befassen, wenn Du dem Arbeitsmarkt auch etwas anbieten kannst. Je besser Dein Angebot, desto besser die Bezahlung. Wer fleißig lernt (und hier ist die Motivation in Bezug auf Interesse zum Thema wieder wichtig), der kann auch auf gute Bezahlung hoffen (die Soziale Kompetenz, etc. mal vorausgesetzt).

Verdienstmöglichkeiten hängen natürlich von Deiner Wahl des Studiengangs ab. Aber die Wahl sollten nicht andere treffen. Laß Dich nicht darin beirren, daß es irgendwo Rankings gibt (BWL bringt soviel, Medizin soviel, Informatik soviel). Es gibt ausreichend Beispiele, daß selbst in den nach diesen Kriterien schlechtesten Bereichen, ausgezeichnet motivierte Leute eine Menge Geld verdienen.

Zudem dafst Du nicht vergessen, daß es besser ist, antizyklisch zu studieren. Wenn heute gesagt wird, daß in einem Bereich viele Arbeitskräfte in naher Zukunft fehlen/ausscheiden, bringt Dir das nichts, wenn Du mindestens 5-7 Jahre studierst und erst dann zur Verfügung stehst. Diese Geschichten habe ich in der Informatik selbst erlebt. Als ich anfing, suchte man wie blöd. Als ich fertig war, hat man wie blöd entlassen. Meine Motivation hat es mir trotzdem ermöglicht, etwas zu finden. Danach kamen Mentor, etc. und die Sache lief.

Gruß Rainer
Bitte warten ..
Mitglied: eschen
17.01.2005 um 14:12 Uhr
Das Mathe immer noch so wichtig ist für Informatiker finde ich eine Katastrophe (wobei das an der Uni wohl richtig grausam sein muß). Historisch ist das nachvollziehbar, da die Informatik zu ihren Anfängen genau diesen Fachbereichen hinzugerechnet wurde. Allerdings ist die Informatik doch mittlerweile nur in wenigen Bereichen wirklich so tief in der Materie, daß man jeden Studenten damit quälen muß.

Wie schön wäre es doch, würde stattdessen Projektmanagement in gleicher Intensität gelehrt werden.

Gruß Rainer
Bitte warten ..
Mitglied: Atti58
17.01.2005 um 14:28 Uhr
Wie bist Du denn auf "die Idee gekommen", Informatik zu studieren, was reizt Dich denn an diesem Thema? Wenn es "nur die fälschliche Annahme ist, dass man in dieser Branche leicht einen Job findet oder "gute Kohle" verdient, bist Du garantiert falsch und wirst das Studium wohl nicht schaffen ...
Wir können Dir nicht raten: "Tue dies und jenes!", wir können Dir nur zeigen, was zu beachten ist und unter welchen Aspekten Du Deine Wahl treffen musst - die musst Du allerdings ganz alleine treffen ...

Wenn Du Dir den Beitrag von Rainer "eschen" noch ein, zwei mal durchliest und ihn wirklich verarbeitet, verstanden (bitte nicht falsch verstehen) hast, wirst Du wissen, wo Du ansetzen musst - nicht jeder hatte im Vorfeld eine so gute Lektüre ...

Gruß

Atti
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Mitglied: Maris
18.01.2005 um 13:20 Uhr
Hallo liebe Leute,

nochmal recht herzlich Dank für eure Teilnahme an diesem Thema. Informatik hat mich schon immer sehr interessiert. Ich bastle gern an Rechner rum und lese gerne Fachzeitschriften, helfe Freunden und bekannten bei Problemen mit Ihrem Rechner und erstelle gerne Websites. Ich vereinfache mir Sachen über den Rechner gerne und wende diese auch an, jedoch geht mein Kenntnisstand nicht über die Programmierung bspw. von Access Datenbank heraus. Ich will im Informatik einfach mehr in die Tiefe gehen. Mich interessiert im Moment jedenfalls das Programmieren oder das Erstellen komplexer Netzwerke. Natürlich sind auch Aspekte in Richtung Entwicklung sehr interessant. Gerne würde ich auch eine Beraterfunktion einnehmen. Aber das ist alles der "ISTZUSTAND". In einem Studium kann sich das natürlich wieder ändern.
UND VORALLEM: Mir ist ganz wichtig, dass ich in der Zukunft einen Arbeitsplatz haben will. Dies ist auch ein Grund warum ich studieren möchte. Ich möchte meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und nach einem Studium nicht ohne Job dazustehen. Das wäre meine Horrorvorstellung.
Ich war 1 Jahr arbeitslos und will dies nach Möglichkeit nicht auch in 5-6 Jahren sein, wenn ich viel Zeit und Energie in éin Studium gesteckt habe. Ich dachte im Bereich Informatik wären die Chancen relativ gut einen Job zu bekommen. So wie ich das hier aus den Postings herausgelesen habe ist das ja nicht ganz der Fall. Korrigiert mich wenn ich falsch liege!

Dann das Thema Verdienst! Ich weiß nicht genau was man in der Branche verdienen kann. Jedoch denke ich das man nicht gerade zu den Niedriegverdienern gehören wird. Ich schmeiße jetzt mal bewußt eine Durchschnittsumme in den Raum, unabhängig von Branche und Untergebenen. Mann 32 Jahre im mittelgroßen Unternehmen, angestellt als Dipl. Informatiker mit 2 Jahre Berufserfahrung. Verdienst in Schnitt 45000,-¬ p.a. Liege ich da falsch?!?! Schreibt mir euere Meinung. Ich finde das Gehalt spielt eine sehr wichtig Rolle, denn wie soll ich abschätzen, ob sich mein Einsatz für das Studienfach lohnt. Immerhin ist das Studentenleben auch nicht eine Zeit in der mit dem Geld um sich schmeissen kann.

Nice Greetz!


Maris
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Mitglied: Atti58
18.01.2005 um 13:39 Uhr
Es tut mir leid, wenn ich Deine Vorstellungen vom Beruf des "Diplom Informatikers" auf etwas solidere Füssen stellen muss - die Zeiten, dass wir 5000 indische Informatiker "importieren" müssen, sind leider vorbei und die Inder sind wohl meist wieder in ihrer Heimat oder suchen einen neuen Job. Wenn auf eine angebotene Stelle mehr als zweihundert Bewerbungen eingehen, kann man nicht gerade davon sprechen, dass Informatiker gesucht werden. Das Arbeitsamt hat durch sein Prinzip, jeden "willigen" Arbeitslosen zum "Fachinformatiker", "MSCE" oder "Netzwerktechniker" umzuschulen, einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen. Leider hat dieser Zustand, der etwa vor drei Jahren begann, auch das Gehaltsgefüge schwer erschüttert. Wenn man heute leicht einen Dipl. Inf. gegen einen anderen, der nur 2/3 oder die Hälfte kostet, austauschen kann, drückt das schon ziemlich auf's Gemüt ...

Ich sage Dir ganz ehrlich, dass es heute "ziemlich gewagt" ist, sich für dieses Studium zu entscheiden, bessere Chancen würde ich wohl eher im ingenieurtechnischen Bereich sehen - das ist ein momentaner Snapshot, in fünf Jahren kann natürlich alles wieder ganz anders sein,

Gruß

Atti
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Mitglied: 7217
18.01.2005 um 14:00 Uhr
Das Arbeitsamt
hat durch sein Prinzip, jeden
"willigen" Arbeitslosen zum
"Fachinformatiker",
"MSCE" oder
"Netzwerktechniker" umzuschulen,
einen nicht unerheblichen Teil dazu
beigetragen.

Nunja. Bei den "Fachkräften" gibt es aber durchaus auch Unterschiede, auf die man je nach Person achten sollte. Es gibt Fachinformatiker, die kannst du in der Pfeife rauchen, andere Fachinformatiker stellen jedoch auch Diplominformatiker mit ihrer Auffassungsgabe und ihrem Ideenreichtum bezogen auf eine Problemlösung in den Schatten.

MCSE hat auch nix mit einem Fachinformatiker zu tun - da möchte ich auch differenzieren.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Atti58
18.01.2005 um 14:38 Uhr
@7217

... versteh' mich bitte nicht falsch, ich habe nichts gegen Fachinformatiker, denen vom AA die Ausbildung finanziert wurde - mein "kleiner" Bruder gehört selber in diesen Kreis und ich kann einschätzen, wie sehr er sich mit der Materie auseinandergesetzt hat. Ich weiß aber auch nur zu gut aus seiner ganz persönlichen, zweieinhalbjährigen Erfahrung, dass alleine in seinem Kurs mehr als die Hälfte der Teilnehmer kein(e) oder nur wenig Interesse / Befähigung / Lust - nenn' es, wie Du willst - für diesen Beruf aufgebracht haben ...

Gruß

Atti
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Mitglied: 7217
18.01.2005 um 14:56 Uhr
Ich kann dich und deine Einstellung ja auch verstehen und ich habs auch nicht so aufgefasst, dass du der Meinung wärst, dass FI's generell "nix taugen". Ich selbst habe 3 Jahre die Erfahrung machen müssen, dass es in einer IHK-Ausbildung zu diesem Beruf solche und solche gibt... meine pesönlichen Erfahrungen sind vergleichbar mit deinen: ich habe welche kenenlernen dürfen, die sehr wohl wussten, worum es ging und die (wie ich es schon sagte) durchaus dein Fight mit einem Diplominformatiker aufnehmen können, andersherum habe ich aber leider auch "Flaschen" kennenlernen dürfen, denen ich nichtmal eine Maus anvertrauen würde.

Mein persönlicher Eindruck ist leider aber auch der, dass man vielerorts Leute mit einem Uni-Diplom sitzen hat, die eigentlich dort nix verloren hätten, weil sie nämlich genau von nichts eine Ahnung haben, weil sie einfach nicht fähig sind, das, was sie jahrelang in der Theorie an der Uni gelernt haben, praktisch umzusetzen.

Wie das immer so ist: die richtig brauchbaren findet man leider immer an Positionen, wo man sie nicht vermutet und dort, wo man sie sich wünscht, dürfen sie wegen fehlender Formalqualifikation nicht hin.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Maris
18.01.2005 um 22:56 Uhr
Kann man den Fachinformatiker mit dem Dipl. Informatiker überhaupt vergleichen? Als FI habe ich 2 Fachrichtungen! ALs sudierter Informatiker habe ich ein riesen Gebiet in welchem ich mich spezialisieren kann.

Systemverwaltung und Operating: - Hardware- und Software-Konfiguration - Marktübersicht, Beschaffung - Installation, Programmierung und individuelle Anpassung von Betriebssystemen und systemnaher Software, z. B. Geräte-Treiber, Netzwerksteuerung, Datenbanken - Installation und Anpassung von Standardsoftware (Customizing, Tayloring) - Überwachung installierter Systeme - Geräte-Bedienung - Datenschutz und Datensicherheit Betriebliche und informationstechnische Organisation: - Beurteilung betrieblicher Probleme - Modellierung betrieblicher Vorgänge Projektmanagement: - Aufwandsschätzung - Personal-, Zeit- und Kostenplanung - Koordination Systementwicklung (Software Engineering): - Analyse betrieblicher Daten und Funktionen - Design von Software und Datenbanken - Programmierung - Qualitätssicherung - Integration Dokumentation: - Organisation der Dokumentation - Systemdokumentation - Anwenderdokumentation Schulung und Beratung: - Beratung bei der Beschaffung - Organisationsberatung - Grundlagenschulung - Schulung von Methoden - Anwenderschulung - Helpdesk, Hotline Vertrieb: - Analyse der Kundenprobleme - Pre Sale-Beratung - Angebotserstellung - Installation, Integration und Wartung - Post Sale-Betreuung

Es gibt keine offiziellen Studienrichtungen im Diplomstudiengang, aber Vertiefungen sind in jedem Teilgebiet der Informatik möglich. Nebenfächer: Mathematik, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften, Theoretische Medizin, Architektur, Biologie, Logik und Wissenschaftstheorie, Musik, Physik, Psychologie, Verkehrs- und Stadtplanung, sowie weitere nach individueller Vereinbarungen.


So ist auch die Abstraktheit und die Ausstiegsmöglichkeiten bei einem Fi-Ausbildung mit einem Studium nicht vergleichbar! Ich habe Industriekaufmann gelernt und mache jetzt ein berufsbegleitendes BWL-Studium. Da sind Welten dazwischen. Wissenschaftliches Denken und die Arbeit an der Basis mit breiten Wissen ist doch bei FI doch garnicht vorhanden.
In BWL ist es doch ähnlich, das Studiert doch auch fast jeder! Fachinformatiker kann doch fast jeder lernen. Ein Studium auf einem derart hohen Niveau ist doch allein schon durch den Schwierigkeitsgrad, vorallem in Mathe, im Grunde doch beschränkt.

Hab kurz beim AA gekuckt und dort für meinen Raum etliche Stellenausschreibungen gesehen.
Sehe ich das richtig oder habe ich ein falsches Bild! Meine Entscheidung jetzt Informatik zu studieren ist jetzt erheblich ins Wanken geraten. Macht es übherhaupt noch Sinn ein Studium zu beginnen?
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Mitglied: 7217
18.01.2005 um 23:29 Uhr
Zu diesem Beitrag muss ich als primär betroffene Person doch mal meine Tube Senf ausdrücken:


Kann man den Fachinformatiker mit dem Dipl.
Informatiker überhaupt vergleichen?

Kommt darauf an, wie man den Vergleich machen möchte: von der fachlichen Qualifikation her kann man beide sehr gut vergleichen und hier wird der Fachinformatiker oder generell die Facharbeiterkraft immer gegenüber dem Ingenieur den Kürzeren ziehen.

Gehaltstechnisch kann man auch beide sehr gut vergleichen: hier liegt die Fachkraft weit unter dem, was ein Ingenieur verdient...

Als
FI habe ich 2 Fachrichtungen!

2 Fachrichtungen, stimmt. Innerhalb dieser Fachrichtungen jedoch eine manigfaltige Breite an Tätigkeitsfeldern. Ich wage jetzt einfach mal den direkten Vergleich mit deinen Tätigkeiten eines studierten Informatikers.... nebenbei bemerkt: ich habe 2002 die Ausbildung zum Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung sozusagen "cum laude" abgeschlossen und sehe ich mich durchaus konkurenzfähig mit dem ein oder anderen Diplomanden Also fangen wir mal an:

ALs sudierter
Informatiker habe ich ein riesen Gebiet in
welchem ich mich spezialisieren kann.

Systemverwaltung und Operating: - Hardware-
und Software-Konfiguration -

Ich bin Systemverwalter in einer Fakultät einer deutschen Universität, habe entsprechend mit obigem täglich zu tun.

Marktübersicht, Beschaffung -

Wer das Forum heute gelesen hat, wird über einen Beitrag gestolpert sein, wo ich über die Neubeschaffung eines Datenbankservers philosophiere.

Installation,

Naja, nicht gerade täglich, aber in regelmäßigen Abständen doch schon, abhänig von diversen Releaseraten verschiedener Produkte.

Programmierung und
individuelle Anpassung von Betriebssystemen
und systemnaher Software, z. B.
Geräte-Treiber,

Ok, hier muss ich mich ein wenig bedeckt halten: bisher kam ich noch nicht in die Verlegenheit, sowas programmieren zu müssen - hat bisher alles so funktioniert, wie ich das wollte.

Netzwerksteuerung,

Was genau verstehst du hierunter?

Datenbanken

Ich administriere nebenher einen Datenbankserver, der sämtliche prüfungsrelevanten Daten meiner Abteilung der Fakultät verwaltet. Nebenbei gibt es noch einen Abteilungswebserver, auf dem ebenfalls verschiedene Datenbanken (in diesem Fall in einem MySQL DBMS) laufen.

- Installation und Anpassung von
Standardsoftware (Customizing, Tayloring) -

Standardsoftware kommt bei mir "as is" in den Einsatz... es besteht kein Bedarf an Customizing.

Überwachung installierter Systeme -

Gibt insgesamt ca 50 Workstations und ne handvoll Server...

Geräte-Bedienung

Naja... weites Feld: genaue Definition, was du hiermit meinst?

- Datenschutz und
Datensicherheit

Im Rahmen der Datenbankadministration fällt dies ganz dick ins Gewicht.

Betriebliche und
informationstechnische Organisation:

Hier hab ich innerhalb der Abteilung und der Fakultät "Beraterstatus", was bedeutet, dass durchaus meine Meinung eingeholt wird in IT-Fragen.

-
Beurteilung betrieblicher Probleme -

In gewissen Grenzen.

Modellierung betrieblicher Vorgänge

In meinem Umfeld sicherlich nicht notwendig.

Projektmanagement: - Aufwandsschätzung

zu gewissen Anteilen

- Personal-, Zeit- und Kostenplanung -

muss ich leider passen, weil ich kein Personal hab zum einplanen ausser mich selbst *g* ok, mein Kollege... aber wir planen uns selbst ein

Koordination Systementwicklung (Software
Engineering):

Kommt auch vor

- Analyse betrieblicher Daten
und Funktionen

Im Rahmen individueller Softwareentwicklung (Webfrontends etc.)

- Design von Software und
Datenbanken

Durchaus drin im Programm

- Programmierung -

"Dazu wurde ich von meinem Schöpfer in die Welt gesetzt" *G* naja, nicht ganz.

Qualitätssicherung

Ist ein "produktionsbegleitender Prozess", und findet durchaus innerhalb gewisser Grenzen statt.

- Integration

Eigene Lösungen in ein vorhandenes Umfeld zu integrieren, sollte jedem am Herzen liegen

Dokumentation: - Organisation der
Dokumentation

Wichtig.

- Systemdokumentation

Wird gemacht.

-
Anwenderdokumentation Schulung und Beratung:

Fällt http://www.wiwi.uni-saarland.de/staff/kihu/pdf/sicherer_Betrieb_eines_N ... deiner Meinung nach dort rein?

- Beratung bei der Beschaffung -

In Bezug auf Lehrstühle und Institutionen meiner Abteilung, ja.

Organisationsberatung

Das jetzt weniger.

- Grundlagenschulung -

Ich habe nebenbei einen Lehrauftrag für die praktischen Schulungssitzungen einer Lehrveranstaltung eines Studienganges, zählt das auch? Themen sind unter anderem Datenbanken (Access, GUI + SQL)...

Schulung von Methoden

Ich sehe mich weniger berufen, Studenten Methoden beizubringen Die haben schließlich Abitur und sollten das selbst hinbekommen.

- Anwenderschulung -

Durchaus

Helpdesk, Hotline Vertrieb: - Analyse der
Kundenprobleme

Kundenprobleme im Rahmen meiner Abteilung und dem Support meiner Benutzer, ja.

- Pre Sale-Beratung -

Ich nix Händler, ich nix verkaufen PC

Angebotserstellung

Kein Händler.

- Installation,

Bisher hab ich noch jedes System unter meinen Händen selbst installiert

Integration und Wartung

Meine eigenen Systeme, sicherlich

- Post
Sale-Betreuung


Ich nix Händler.

Es gibt keine offiziellen Studienrichtungen
im Diplomstudiengang, aber Vertiefungen sind
in jedem Teilgebiet der Informatik
möglich. Nebenfächer: Mathematik,
Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften,
Theoretische Medizin, Architektur, Biologie,
Logik und Wissenschaftstheorie, Musik,
Physik, Psychologie, Verkehrs- und
Stadtplanung, sowie weitere nach
individueller Vereinbarungen.

Na gut, da kann ich natürlich nicht mithalten... ich bin und bleibe ne Facharbeiterkröte, die ja fachlich nix drauf hat, weil sie nicht studiert hat *lach*

So ist auch die Abstraktheit und die
Ausstiegsmöglichkeiten bei einem
Fi-Ausbildung mit einem Studium nicht
vergleichbar! Ich habe Industriekaufmann
gelernt und mache jetzt ein
berufsbegleitendes BWL-Studium. Da sind
Welten dazwischen. Wissenschaftliches Denken
und die Arbeit an der Basis mit breiten
Wissen ist doch bei FI doch garnicht
vorhanden.

Hier kommt es auf die Person an. Ich für meine Begriffe muss durchaus eine gewisse wissenschaftlich, vielleicht sogar ingenieursmäßige Herangehensweise an Probleme zugeben. Mag daran liegen, dass ich ja doch kein unbeschriebenes Blatt bin und durchaus weiss, was ein Informatikstudium ist... deswegen empfehle ich jedem Studienanfänger: nehmt das Studium nicht zu sehr auf die leichte Schulter - die Rache kommt spät, aber sie kommt, und dann massiv.

In BWL ist es doch ähnlich, das
Studiert doch auch fast jeder!

Erzähl mir nix von BWL-Studenten. Ich hab tagtäglich mit dieser Sorte Mensch zu tun

Fachinformatiker kann doch fast jeder
lernen.

Autofahren auch - aber nicht jeder ist ein guter Autofahrer.

Ein Studium auf einem derart hohen
Niveau ist doch allein schon durch den
Schwierigkeitsgrad, vorallem in Mathe, im
Grunde doch beschränkt.

Klar. Wenn man die Leute, die ein abgeschlossenes Studium haben, entsprechend an Positionen setzt, wo sie ihrer Ausbildung gerecht mit Aufgaben betraut werden...

Hab kurz beim AA gekuckt und dort für
meinen Raum etliche Stellenausschreibungen
gesehen.

Für Diplom-Informatiker oder Fachinformatiker?

Sehe ich das richtig oder habe ich ein
falsches Bild! Meine Entscheidung jetzt
Informatik zu studieren ist jetzt erheblich
ins Wanken geraten. Macht es übherhaupt
noch Sinn ein Studium zu beginnen?

Das ist eine sehr gute Frage. ICH persönlich vermag diese für dich leider nicht zu beantworten. Sorry. Ich kenne dich zu wenig, als dass ich mit Sicherheit sagen könnte, dass du geeignet wärst (mental und so weiter) für ein Studium.

Hier musst du die Entscheidung treffen, so schwer das für dich sein mag.

Ich wollte mit diesem Beitrag jetzt nicht für die Fachkräfte unter uns (zu denen ich mich auch zähle) in die Verteidigung gehen, sondern ich wollte nur den Blick darauf sensibilisieren, dass man mit Pauschalurteilen recht vorsichtig sein sollte, vor allem, wenns gegen einen ganzen Berufsstand geht.

Ich bin sicherlich kein Prachtbeispiel, aber ich denke schon, dass ich für eine gewisse Qualität in meinen angebotenen Leistungen innerhalb meiner Organisation stehen kann. Ich glaube, das würden einige, die mich persönlich kennen, durchaus auch bestätigen können.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: eschen
19.01.2005 um 05:50 Uhr
Immer auf das "Jetzt + Studiumdauer" schauen. Versuche abzuschätzen, ob in der Zeit nach dem Studium die Sache noch so aussehen könnte wie jetzt.

Ich glaube, keiner hier will Dir das Studium vermiesen. Informatiker mit Leib und Seele (ob nun mit Fach- oder ohne davor), würden in jedem Fall zu einer vernünftigen Ausbildung raten. Studium ist da der umfassenste Ansatz.

Bist Du ein Informatiker mit Leib und Seele?

Dennoch muß es kein Studium sein. Generell zählt später, wie schnell Du die Aufgaben angehen kannst (vor allem wie schnell Du Dich in fremde Themen einarbeiten kannst). Dazu sind natürlich gewisse Grundlagen notwendig, die aber nicht nur durch ein Studium erarbeitet werden können.

Mag sein, daß gewisse Branchen auf den Titel besonderen Wert legen. Aber die Anzahl Idioten mit Titel hält sich locker die Waage mit denen, die keinen haben, es aber drauf haben. Ich habe es schon lange aufgegeben, den Titeln etwas beizumessen. Gerade die vielen Doktores in der Informatik (aus Physik, Chemie, ...) zeigen, daß hier die Wahrheiten ganz woanders liegen.

Gruß Rainer
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Mitglied: 7217
19.01.2005 um 08:44 Uhr
Mag sein, daß gewisse Branchen auf den
Titel besonderen Wert legen.

Gibt auch Firmen, die mehr Wert auf irgendwelche Zertifikate wie MCSE und MSDBA oder dergleichen legen und denen durch diese Einstellung wirklich fachlich qualifizierte Leute verwert bleiben, weil diese eine andere innere Einstellung zu solchen Papierbeweisen ihres Könnens haben...

Solange man mich nciht dazu zwingt, werde ich freiwillig keinen MCSE oder MCSA machen... *g* da habe ich rein berufsethisch was dagegen.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Maris
19.01.2005 um 10:53 Uhr
Was Haltet Ihr von einer FH oder dem Informatikstudium an der BA?
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Mitglied: 7217
19.01.2005 um 11:03 Uhr
Studiengänge an einer BA haben den Nachteil, dass sie nicht unbedingt bundesweit anerkannt werden. FH-Studiengänge sind hier also entsprechend eher bevorteilt in dieser Situation, auch wenn ein BA-Mensch durchaus mehr Praxiserfahrung durch die ständige Mitarbeit in einem Betrieb mit sich bringt als ein FH-Mensch, der seine Praxis in aller Regel (wenn er nicht nebenbei ne Firma hat) durch Praktika und Nebenjobs hat.

An sich sind in der Wirtschaft durchaus FH-Leute wohl die gefragteren, weil sie eben weniger Lohnkosten produzieren... ein Universitätsstudium dient eben der Ausbildung von Wissenschaftlern.

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Maris
20.01.2005 um 13:36 Uhr
Ich habe mir jetzt einen Termin zur eingehenden Beratung bei der TU - München gemacht! Ich werde mir anhand dessen vieleicht einen kleinen Leitfaden machen in welche Richtung mein Studium geht bzw. was mich interessiert und ich später auch mal machen werde.Können die Studienberater mir eigentlich Auskunft geben, ob sich ein Informatikstudium lohnt, wenn ich schon mal eine grobe Marschrichtung vorgebe und persönlich auch geeignet bin für ein Infostudium?

Liebe Grüße

Maris
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Mitglied: 7217
20.01.2005 um 16:44 Uhr
Ob der Studienberater was taugt und dir was sagen kann hängt leider schwer von der betreffenden Person ab. Ich kenne an der TUM leider keine Mitarbeiter, weshalb ich hierzu nix sagen kann.

Die Idee mit dem Termin finde ich jedoch sehr lobenswert und auch die Sache mit "den groben Vorstellungen" ist schonmal sehr gut, weil dann der Studiberater durchaus evtl. was sagen kann...

Gruß, Mupfel
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Mitglied: Maris
20.01.2005 um 18:29 Uhr
Danke Mupfel (und natürlich alle anderen). Ihr wart mir eine große Hilfe mal schauen was sich in Zukunft ergibt...
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Mitglied: eschen
21.01.2005 um 01:56 Uhr
Das mit den Lohnkosten bezweifele ich mal in aller Deutlichkeit . Die hängen vielmehr davon ab, was dem Unternehmen der Mitarbeiter wert ist. FHler haben tatsächlich etwas mehr Praxis aufzuweisen, und wenn der Studiengang praxisorientiert ausgelegt ist (Angewandte Informatik), dann kommen die auch schneller in die Pötte. Das zahlt sich, neben geschickten Verhandlungen (bei entsprechender Persönlichkeitsentwicklung), dann auch schneller aus.

Die Anfangsunterschiede spielen nach 2-3 Jahren keine Rolle mehr.

Gruß Rainer
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Mitglied: TomTomBon
22.04.2005 um 23:58 Uhr
Hmm.
Ich habe Chemie an ner FH studiert, auch wegen Mathe durchgefallen.
Einer von uns hatte sich nach 1 Semester dann auch für ein Mathematik-Studium entschieden.
Sagte das der Anspruch auf jedenfall am Anfang ähnlich wäre.....

Ich mag Mathe.
Es war in vielen Bereichen auch mehr als Hilfreich.
Aber es war, finde ich, für Chemiker etwas zu hoch.
Und für Informatiker, wo Mathe nunmal die Grundlage ist, muß das mehr als heftig sein.

Ich habe aber dazu nur einen Vergleich:
Wieviele Wissenschaftler die mit den Formeln von Einstein arbeiten VERSTEHEN sie auch wirklich?
Man muß die Grundlagen kennen, ja.
Man muß die Auswirkungen wissen, ja.
Aber alles hat Grenzen.

Moin
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Mitglied: 13192
20.05.2005 um 15:34 Uhr
Hi Maris

Ich studiere im 2. Semester Technische Informatik an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.
Für das Grundstudium brauchte ich die Programmiersprache C. Erst im Hauptstudium C++.
Algorithmen machen wir jetzt gerade zum ende des 2. Semesters.
Bei uns ist es so ( und ich denke anders wo wird es ähnlich sein ) das der richtige Informatikteil
erst im Hauptstudium beginnt.
Sonstige Fächer im Grundstudium : Digitaltechnik,Physik,E-Technik,Mathe.

Hoffe ich konnte dir helfen.
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