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LAN-Tester - Meinungen

Frage Netzwerke

Mitglied: Xaero1982

Xaero1982 (Level 3) - Jetzt verbinden

20.12.2014 um 12:24 Uhr, 1887 Aufrufe, 12 Kommentare

Moin Zusammen,

ich such gerade ein einigermaßen vernünftiges Messgerät für LAN Verkabelungen.

Im Moment schwanke ich zwischen zwei Kits:


http://direkt.jacob-computer.de/_artnr_1357344.html?ref=132
http://www.voelkner.de/products/674488/Fluke-Networks-MS2-KIT-Microscan ...

Tendieren tu ich zum Kurth, weil ich dort auch Messprotokolle erstellen kann und ein nice-to-have die LWL Messung ist.

Hat schon jemand Erfahrungen mit dem einen oder anderem Gerät gesammelt und kann was dazu sagen?

Grüße
Mitglied: MrNetman
20.12.2014 um 13:01 Uhr
Der Kurth hat für Glasfaser nur eine Art Taschenlampe, mit der man in die Faser reinleuchtet und am anderen Ende nachsieht wo das Lciht raus kommt. Das ist keine LWL-Messung. http://www.kurthelectronic.de/aktuelles/news/artikel/ke-7208-profi-netz ...
Bei Fluke gibt es eine riesige Produktpalette. Das ist das Einsteiergergerät für die Kupferverkabelung und etwas flexibler und genaurer mit dem Kabel als traditionelle Tester.

Gruß
Netman
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Mitglied: Xaero1982
20.12.2014 um 14:11 Uhr
Gut, also lohnt sich der Aufpreis zum KE7207 ohne "LWL-Leuchte" nicht wirklich?!

Ich weiß, aber ich wollte auch keine 2000€ ausgeben für eins.

Mir ist wichtig, dass das Ding die Verdrahtung misst, die Länge und die Länge zu Störungen etc.

Also wäre der Vorteil beim Kurth im Moment sag ich mal auf die Erstellung von Messprotokollen am PC geschrumpft. Kostet aber auch dann 120€ weniger als der Fluke. Sonst irgendwas was für den Fluke spricht?

Gruß
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Mitglied: exchange
20.12.2014 um 15:00 Uhr
Hallo,
bei dem Budgetrahmen schau doch mal ob du ein gebrauchtes Fluke DSP bekommst. Das sind die Vor-Vorgänger vom aktuellen Fluke. Das Kurth kenne ich nicht, da ich alle portable Messtechnik (Netzwerk sowie E-Technik) von Fluke bzw. Fluke Networks habe. Ist zwar was teurer aber es hält. Allerdings produzieren die mittlerweile auch für kleines Geld und das merkt man.

Die obigen Tester machen nur eine sog. Wiremap Messung. D.h. die schauen ob die elektrische Verbindung zwischen den 8 Leitungen korrekt sind. Dreher werden angezeigt sowie Unterbrechungen. Die DSP Serie kann noch weitere Merkmale testen. Der Hauptunterschied zwischen den neuen und den alten ist der Speicher, die Testgeschwindigkeit und die nutzbare Testfrequenz.

Gruß
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Mitglied: MrNetman
21.12.2014 um 13:32 Uhr
Protokolle stehen erst ab der Zertifiziererklasse zur Verfügung.Darunter wird nur ein ohmscher Verkablungstest und ein Hinweis auf Unterbrechungen oder Kürzschlüsse geliefert.

Das Protokoll hier zeigt nur, dass der Link getestet wurde und wie er heißt.

Der Fehlerort ist schon deutlich aufwändiger zu bestimmen.
Aber die meisten Fehler passieren eben beim Auflegen und da hilft das schon.

Gruß Netman
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Mitglied: Xaero1982
21.12.2014 um 23:27 Uhr
Im Moment suche ich noch rum was es noch so gibt.

Bin noch auf den hier gestoßen:
http://www.idealindustries.de/product/106/547/67809/navitek_ii_pro.html

Ich glaube ich nehme Abstand von Messgeräten ohne gescheitem Display. Mit Farbdisplay ist man zumindest nicht vom Umgebungslicht abhängig.
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Mitglied: MrNetman
22.12.2014 um 10:49 Uhr
ein Blick darauf kann dich auch weiter bringen:
http://www.psiberdata.de/produkte/nach-anwendungen/kupferkabel-messtech ...

Ideal und Psiber standen immer in Bewerb mit Fluke.

frohe Weihnachten
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Mitglied: Xaero1982
22.12.2014 um 11:23 Uhr
Über die bin ich gestern auch gestolpert .. genauer gesagt den 600er.

Was meinst du damit?

Im Grunde machen die Geräte in der Preisklasse doch alle das gleiche oder?

Bei dem Cablemaster 600 wird auf einen Tonverfolger hingewiesen. Also sinnvoll wäre sowas schon, weil eben nicht immer klar ist wo welches Kabel am Patchfeld ankommt etc. Wurde leider nie beschriftet oder dokumentiert. Geschweige denn wo die Kabel lang laufen....
Aber 330€ für den Tester find ich happig zusätzlich zum 600er. Die Kabelfinder bekommt man doch für nen Appel und nen Ei.

Keine leichte Entscheidung
Braucht man die VLAN Fähigkeit des Ideal Pro?
Das Auslesen aller angeschlossenen Geräte soll wohl auch gehen...sinnvoll?
Lohnen sich dafür rund 300€ Aufpreis?

Wichtig ist mir nur, dass das Ding ordentlich misst und ne Weile hält und wie gesagt ein Farbdisplay wäre nicht verkehrt.

Grüße und ebenso frohe Weihnachten
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Mitglied: MrNetman
22.12.2014 um 13:27 Uhr
Alles unterschiedliche Anforderungen.
Das Kabelsuchen mit Tonproben ist nicht sehr effektiv und bei geschirmten Kabeln kritisch.
Da gibt es Sets mit kleinen RJ45 Modulen, die eine Nummer haben. 5 bis 8 Stück in die Wanddosen setzen und am Patchpanel die Nummern ablesen ... geht als 1-Mann Aktion durch.

Preise sind relativ. Wenn man es oft benötigt wird es billiger. Wenn ein Gerät nur rumliegt ist es auf jeden Fall zu teuer gewesen.
Für echte Zertifizierungsmessungen - als Einmalaktion kann man sich auch Geräte leihen.

Wenn man schon fix und fertige Netze hat, ist ein reines Kabelmessgerät oft nicht so sinnvoll. Am Endgeräteanschluß kann man so erkennen, wo das Kabel endet. z.B. am Switchport 13 des Switch08 im VLAN4. Diese Inofs kommen vom CDP oder LLDP Protokoll eines gemangten Switches.
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Mitglied: Xaero1982
22.12.2014 um 13:43 Uhr
Naja, aber das mit den Modulen bringt mir nicht viel, wenn ich das Kabel suche und den Verlauf ... In manchen Situationen leider manchmal nicht ganz einfach.

Das stimmt wohl. Auf Dauer lohnt es sich aber denke ich schon, zumal die sicher auch noch in 10 Jahren ihre Verwendung haben.

Hin und wieder würde ich gerne die Kabellängen messen, weil ich befürchte, dass die zum Teil nicht eingehalten worden sind.
Solche Infos liefert mir meine HP Gurke leider nicht

Grüße und danke für deine Geduld
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Mitglied: MrNetman
23.12.2014 um 10:31 Uhr
Wenn du die Anzeige einer Überlänge gefunden hast, hast du freihändig immer noch keinen Fehler erkannt.

Die Länge wird ja nicht gemessen, sondern aus äußeren Parametern errechnet. Wenn die unbekannt sind, hilft das nur wenig weiter, da der Fehler bei gut 15% liegen kann.

Obwohl, bei den default Parametern ist das echte Kabel eher länger, da in Deutschland andere Typen verarbeitet werden als in US-Ländern und friends. (Cat5 NVP 69%, Cat6-7-8- NVP 82%)
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Mitglied: exchange
24.12.2014 um 19:45 Uhr
Zitat von MrNetman:
Die Länge wird ja nicht gemessen, sondern aus äußeren Parametern errechnet. Wenn die unbekannt sind, hilft das nur
wenig weiter, da der Fehler bei gut 15% liegen kann.

Die Länge wird tatsächlich nicht direkt gemessen aber halt indirekt. Deine "äußeren Parameter" sind allerdings immer bekannt. Daher gibt es auch Messgeräte speziell für diesen Anwendungsfall.
Für eine Leitungslänge oder eine Leitungsunterbrechung zu berechnen benötigt man einen Hochfrequenz Impulsgenerator und ein Speicheroszilloskop. Außerdem muss man das Medium kennen (Al, Cu etc.). Das gleiche Prinzip kennt jeder Autofahrer und nennt sich Geschwindigkeitsmessung (Radar). Dabei wird auch anhand der Laufzeit die Geschwindigkeit ermittelt.

Jetzt kann sich jeder mal an den 5 Fingern abzählen wie gut die Messgeräte in einem 1000€ Komplettgerät sind, wenn ein anständiges Oszi schon ein Mittelklasse Auto benötigt. Außerdem ist ein Netzwerkkabel technisch länger. Den einen Meter den wir in der Hand halten ist technisch gesehen 1,x m lang, da das Kabel gedreht ist und damit kürzer wird. Die Drehung sollte man aber mit einer linearen Funktion rausrechnen können aber dann liegt es am Hersteller immer die gleiche Drehung auf dem Referenzmeter zu machen.

Dann hat man nie ideale Faktoren und Toleranzen gibt es auch noch.

Bei dem "Ton-Probe" ist die Frequenz wichtig. Fluke hat dort 2 oder 3 unterschiedliche auf den Geräten. Mit dem einfachen Signal, wie bei dem Zeug von der DTAG, kommst Du im Netzwerkkabel nicht weit aber irgendwann gibt auch dieser Schirm einfach auf

Gruß
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Mitglied: MrNetman
26.12.2014 um 12:19 Uhr
Zitat von exchange:

Für eine Leitungslänge oder eine Leitungsunterbrechung zu berechnen benötigt man einen Hochfrequenz
Impulsgenerator und ein Speicheroszilloskop.
Ein Rechteckgenerator mit niedriger Frequenz tut es auch. Das Oszilloskop benötigt die hohe Auflösung. Viel einfacher und genauer misst man das mit einem Zeitmesser.
Außerdem muss man das Medium kennen (Al, Cu etc.).
Ja das Medium ist wichtig aber im Verhältnis zur Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist der Geschwindigkeitsunterschied in Kupfer, Silber oder Aluminium gering.
Außerdem ist ein Netzwerkkabel technisch länger. Den einen Meter den wir in der Hand halten ist technisch gesehen 1,x m lang, da das Kabel gedreht ist und damit kürzer wird. Die Drehung sollte man aber mit einer linearen Funktion rausrechnen können aber dann liegt es am Hersteller immer die gleiche Drehung auf dem Referenzmeter zu machen.
Der lineare Faktor heißr in der Literatur NVP oder Verkürzungsfaktor. Er wird vom Hersteller bestimmt, da er auf der Baustelle nur schwer nachmessbar ist. Cat5 hat um die 69%, Cat7 um die 78-82%

Gruß Netman
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