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Laufwerksbuchstabe des System-Verzeichnisses anpassen (Win2K auf 2. Primärpartition, Rettungsversuch ohne Rettungsdiskette)

Frage Microsoft Windows Installation

Mitglied: Mae

Mae (Level 1) - Jetzt verbinden

21.06.2006, aktualisiert 13:08 Uhr, 4742 Aufrufe, 5 Kommentare

Wiederherstellungsversuch gescheitert - da Systemlaufwerksbuchstabe sich geändert hat...

Hallo @all.Das Problem ist gewiss interessant: Viele machen sich ja nicht genug gedanken, was man bei einem Backup alles beachten muß - ich selbst jedenfalls, hab es anscheinend auch noch nicht gemacht...Ein Win2K System lief auf einer 2. Primärpartition. (Auf der 1. war Win98SE). Die Platten (Partitionen) waren so aufgeteilt das der Laufwerksbuchstabe des Win2K Systems "N:\" war. Dies war nicht weiter störend, bis nun das System ausgefallen ist.Vom Win2K gab es ein Ghost-Backup. Dies wurde wieder eingespielt. Ein Rettungsdiskette vom Windowssystem wurde nicht erstellt, da ein Ghost-Backup für ausreichend gehalten wurde. (Vermutlich ein Fehler, da der Bootblock auf der ersten Partition also schon mal nicht gesichert wurde).Da sich die Laufwerkslandsschaft geändert hat, wird nun das Win2K-Systemverzeichnis auf Laufwerk "P:\" verschoben - und funktioniert nicht mehr (Vermutlich weil wichtige Systemelemente auf Laufwerk "N:\" gesucht werden).Bis jetzt ist es mir nicht gelungen das Wiedereingespielte-System-Verzeichnis auf den gewünschten Mount-Buchstaben zu schieben - Trotz Partitionen auszublenden und ewigem neu einspielen.Nun die Fragen vor dennen ich verzweifel:1. Gibt es die Möglichkeit auch dem Systemverzeichnis gezielt selber einem Laufwerksbuchstaben zuzuordnen, so wie ich es bei den anderen Platten (also Partitionen) ja machen kann?2. Wie Mounted Win2k: Wie funktioniert der Mechanismus bei Win2k: Verknüpfung einer Partition zu einem Laufwerksbuchstaben. Wo ist der Angriffspunkt von Ausserhalb des Systems, wenn das System selber dies nicht anbietet um zum Ziel zu kommen?3. Wenn Punkt 1. und 2. nicht Positiv beantwortet werden können, bleibt mir nur die Laufwerkslandschaft so wiederherzustellen, wie sie wohl wahr als das Backup gemacht wurde. Diese ist jedoch nicht dokumentiert. Derzeit gibt es 3 Festplatten. Jede hat mindestens eine Primär-Partition. Die Platten restlos voll - ein Umstrukturieren also sehr Zeitaufwendig. Trotzdem hatte ich auch hier schon versuche gewagt: Nachdem ich Laufwerk "P:\" als Systemlaufwerk hatte, habe ich die beiden Partitionen (1. Primär u. 1. Logische) der 3. Festplatte unsichtbar geschaltet. Das Backup eingespielt und gehoft nun endlich wie gewünscht "N:" als Systemlaufwerk zu bekommen. Bekam aber "J:\" als Systemlaufwerksbuchstaben. Die Logik der Zuteilung kann ich nicht nachvollziehen...Leider ist der System-Inhaber ebenfalls (wie ich auch) mittellos und kann keine Lösungs-Premie ausloben.Daher bleibt es ersteinmal nur bei einem Herzlichen Dankeschön, was wir aber auch gerne loswerden würden.Vielen DankMögen Eure System ewig stabil laufen,und eure Betriebssystem auch...
Mitglied: Mae
21.06.2006 um 09:41 Uhr
Manchmal hilft es halt einfach, wenn andere ein offenes Ohr für die Probleme haben, um diese dann aus der Welt zu räumen - Habt vielen Dank!
Nachdem ich mich gezwungen habe die Frage einmal möglichst deutlich zu formulieren bin ich auf die Lösung selbst gekommen:

Man findet das Stichwort "Mounted" durchaus auch in der Registry. Und da ja nun eh schon alles verloren stand, war der Weg für Experimente offen - und tadaa: Es gelang!
Diese Nachricht erreicht euch nun nicht mehr von einem Knopix sondern wieder vom guten alten Windows 2000 System.

Hier der Lösungsweg:

Zuerst wurde die Systempartition ein wenig vergrößert, da Ghost von sich aus so eingestellt ist, das es ein Image um 1 bis 2 MB vergrößert. Dies war das 1. Problem, warum sich das Image nicht zurückspielen ließ. Dies ist bei der Sicherung mit Ghost also evtl. zu beachten. Wir dagegen werden uns in Zukunft für ein neues Produkt entscheiden.

Mittels Paragon Festplatten-Manager habe ich die Partition entsprechend vergrößert. Nun ließ sich also wieder das Image einspielen. Aber, der Bootblock war immer noch defekt. Daher wurde ein Win2k auf die entsprechende Partition (die wo das Image d'rauf lag) einfach hinüber installiert - damit wurde der Bootblock entsprechend erstellt, das Image mußt dann allerdings erneut eingespielt werden.

Der nächste Systemstart war jedoch eine Qual. Das alte Betriebssystem konnte nicht wirklich zum Einsatz gebracht werden. Und daher habe ich mich an euer offenes Ohr gewendet.

Das Probelem lag eindeutig an der komplexen Laufwerksumgebung, die sich ja auch noch nach dem Backup geändert hatte: 3 Festplatten mit über 12 Partitionen - und kein Stillstand - das muß noch überarbeitet werden...

Daher meckerte das Windwos-System beim Hochfahren. Es hatte eine Stunde gedauert, bis das System soweit oben war, das man es wieder runterfahren konnte, weil man nun erkennen konnte, das sich das System-Laufwerk geändert hatte: Es hieß nicht wie vorher "N:\" (Gut das dies überhaupt auffiel!)

Beim nächsten Start, als nun ein Lösungansatz bereitstand dauerte das Hochfahren des "wiederhergestellten" System nur noch eine Viertelstunde.

Nun als Admin "hackte" ich mich in die Registry: "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices"
Hier wurde nun der Eintrag: "\DosDevices\N:" auf "\DOSDevices\V:" unbenannt um den Laufwerks Buchstaben "N:\" freizu bekommen. Auf selbe weise konnte nun das Systemlaufwerk endlich wieder auf "N:\" gebracht werden.
Selbstverständlich wurden die Änderungen erst nach Neustart übernommen. Sie konnten jedoch in einem Schritt erstellt werden.

Nach dem Neustart konnte nun gefeiert werden.
Übrigens haben wir von einer Heft-CD den Paragon Festplatten Manager 6 neu eingesetzt. Und dieser hat uns sehr überzeugt. Da werden wir wohl irgendwie die 70,- € zusammenbekommen um uns den neuen FM 7.0 zu kaufen - hoffen wir *freu*...
Und dann werden wir mit unseren Backups nie mehr so schludern wie bisher.

Es lohnt sich mal zu testen wie schnell man im Worstcase sein System wieder herstellen kann. Bei uns hat es nun diesesmal 4 Tage gebraucht - So sollte es ja nun nicht laufen.

Mit Erfahrungen ist das immer so eine Sache...
Man macht sie immer erst dann, wenn man sie gerade gebraucht hätte!
(Zitat von unbekannt)

Ich hoffe unsere Erfahrungen haben euch etwas gebracht.
Liebe Grüße
Mae
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Mitglied: 16568
21.06.2006 um 10:26 Uhr
Nun ja, ich lese den Beitrag ja erst jetzt, aber ich würde das wesentlich schneller hinkriegen... (z.B. mit fixmbr )

Für diese Fälle nutze ich mittlerweile nur noch Acronis-Produkte, (Disk Director Suite und True Image), da die nicht so einen Terz machen, auch bei der Rücksicherung nicht...


Lonesome Walker
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Mitglied: Mae
21.06.2006 um 10:58 Uhr
Fixmbr - das sagt mir jetzt nichts... - klingt ja fast wie ein "DOS-Kommando"...
Wie geht man damit um - klingt so, als hätte ich damit zumindest eine Windows-Installation und eine Image-Rückspielung sparen können. Oder hätte ich damit sogar dem Windows klarmachen können, auf welchem Laufwerksbuchstabe es zu liegen hat?

Auch sind mir die Acronis-Produkte nicht bekannt. Darüber würde ich gern erfahren. Hast Du schon mal mit dem Festplatten-Manager von Paragon gearbeitet - Ist toll: Alles was man braucht in einem Paket. Das ist schon ganz praktisch. Auch wenn die Windows-Eingebettete Umgebung mir nich so gut gefällt...
Erzähl mir doch bitte etwas über Acronis.
Da wir uns hier geschworen haben unser Backup demnächst besser abzusichern interessiert uns so einiges.
Natürlich lagen mal wieder die größte Mängel nicht an der eingesetzten Software (obwohl Symantec-Produkte eingesetzt wurden ... ) - sondern eben an fehlender Dodumentation.
Ab jetzt werden Festplatten u. Partitionswechsel in einem Logbuch vermerkt, und auch sonstige Systemplegerische Aktivitäten! Das kostet zwar im normal Betrieb mehr Zeit, spart aber im Worstcase gleich Tage!

Was für Erfahrungen hast Du gemacht?
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Mitglied: 16568
21.06.2006 um 13:00 Uhr
Mit fixmbr hättet Ihr Euch in der Tat eine Neuinstallation ersparen können. Und mit fixboot evtl. auch die anderen Probleme...
(sind in der Tat DOS-Kommandos, jedoch auf der Wiederherstellungskonsole auszuführen; einfach hier mal im Forum suchen...)

Ich will keine Werbung für Acronis machen, weil es neben denen auch andere sehr gute Produkte gibt. Meine Erfahrungen jedoch waren durchwegs nur positiv.
(will aber nix heißen, gibt hier auch andere Admins, die nur mit Symantec gut gefahren sind!)

Am besten informiert Ihr Euch selbst hier:

http://www.acronis.de


Das Logbuch ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn somit kann später auch ein anderer nachvollziehen, was schief gelaufen sein könnte


Gruß

Lonesome Walker
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Mitglied: Mae
21.06.2006 um 13:08 Uhr
...also da wir bereits mit ChkDsk nicht alle Probleme Lösen konnten haben wir uns entschieden das alte Image wieder einzuspielen. Jedoch haben wir auch von der Defekten Partition ein Image gezogen und sind gerade dabei Daten die noch lesbar sind zu retten.
Vermutlich hätte also ein Fixmbr und Fixboot uns kaum ganz helfen können!
Es ist jedoch nett diese noch einmal in Erinnerung gerufen zu bekommen.
Vielen Dank
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