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Redundantes Active Directory ohne SAN möglich?

Frage Microsoft Windows Server

Mitglied: bierzapfer

bierzapfer (Level 1) - Jetzt verbinden

02.12.2009 um 15:12 Uhr, 4906 Aufrufe, 5 Kommentare

Ziel: Maximale Verfügbarkeit und Redundanz mit wenig finanziellen Aufwand realisieren (ohne SAN). Wir arbeiten derzeit mit 1x Windows 2008 Standard Server und 2x Windows 2003 Standard Server. Jedes BS ist auf einem Server installiert der für sich autark läuft. 1x PDC mit AD (Fileserver), 1x Tobit server, 1x Microsoft Terminal Server.

Hallo,

ich arbeite als neuer Administrator für ein mittelständisches Logistikunternehmen mit 30-35 Workstations. Wie alle Speditionen hängen wir am Puls der Wirtschaft... mit anderen Worten: Aufgrund der Wirtschaftlichen Lage habe ich sehr wenig Budget zur Verfügung und muss damit viel erreichen.

Ziel: Möglichst hohe Verfügbarkeit und Redundanz mit wenig finanziellen Aufwand realisieren (ohne SAN). Wir arbeiten derzeit mit 1x Windows 2008 Standard Server und 2x Windows 2003 Standard Server. Jedes BS ist auf einem Server installiert der für sich autark läuft. 1x PDC mit AD (Fileserver), 1x Tobit server, 1x Microsoft Terminal Server. Die Fireworks Datenbank der Branchensoftware läuft auf einem Debian Server. Da ich leider keine 35-40 Tausend Euro für eine Virtualisierung mit Failovercluster über SAN etc. zur Verfügung habe, muss ich sehen das ich diese Aufgabe mit so wenig Budget wie möglich löse.

Gedanke: Die Server über Windows Server 2008 Std 64 Bit mit Hyper V virtualisieren und nicht den kompletten Server clustern, sondern nur die Rollen der einzelnen virtuellen Server (wenn möglich).

z. B.

Server 1: - Virtueller Server 1: Windows 2003 Standard als PDC mit AD
- Virtueller Server 2: Windows 2003 Standard als Tobit Server
- Virtueller Server 3: Windows 2008 Standard als Terminalserver

Server 2: - Virtueller Server 1: gespiegeltes oder geclustertes PDC mit AD von Server 1
- Virtueller Server 2: Tobit Clusterserver
- Virtueller Server 3: Cluster vom Terminalserver?!?


Serverhardware: Intel S3210SHLX (Snow Hill), Intel Core 2 Quad 8600 2,4 GHz, 8 GB DDR2-RAM PC677 ECC Fully Buffered, Intel Raidcontroller 8 Port 512MB, 2x WD Raptor 150 GB Raid 1 (BS), 4x WD Raptor 150 GB Raid 10 (Daten), 1x WD Raptor 150 GB als Hot Spare, Intel 2 Port NIC mit Teaming 2 Gbit/s. Die Serverauslastung der CPU ist bislang sehr gering zwischen 0-10 %. Beim Terminalserver liegen wir so zwischen 30-40 %. Zurzeit haben die Server auch nur 4 Platten im Raid 5 im Einsatz und 4 GB RAM wg. 32-Bit BS.

Die Branchensoftware lasse ich erstmal außen vor. Somal ich recht wenig Kenntnisse im Umgang mit Linux habe.

Würde mich mal interessieren ob das ganze so funktionieren kann oder ob es Erfahrungswerte bei ähnlichen Problemstellungen gibt. Ich bin für jeden Vorschlag offen.

Vielen Dank!
Mitglied: Mad-Eye
02.12.2009 um 16:38 Uhr
Erstmal Servus,

wegen den DCs: normal löst man das nicht über ein PDC cluster sondern setzt einen BDC auf, also einen zweiten domänencontroller.

und wegen der Virtualisierung: Schau dir mal Openfiler (Kostenlos) an ist ein iscsi filer, der zB auf einem der alten Server installiert wird, den du als billigen SAN-Ersatz nehmen kannst. mit XenServer(da sollte auch die umsonst-Version reichen) kannst du dir so eine Hochverfügbare Virtualisierungsumgebung erstellen.

Gruß Mad-Eye
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Mitglied: wiesi200
02.12.2009 um 17:23 Uhr
Hallo
Kurz um, bist du sicher ob du das selbst kannst?

Ab Windows 2000 gibt's keinen PDC mehr sondern nur noch Domaincontroller die sich sehr leicht zum replizieren bringen lassen. Das einzige sind die FSMO Rolle die einer inne haben muss.
Zum anderen einen TS würd ich auf grund der Leistung mit der Hardware nicht virtualisieren. Raptorplatten für einen Server halte ich nicht wirklich für vernünftig.

Zum anderen ich hab die Woche ein EMC SAN bekommen für grad mal 8000€, das Zeug gibt's auch noch billiger, dann noch ca. 3000€ für die ESX Server und du hättest eine VMWare Farm mit Failover.

Mit dem XenServer (kostenlos Version) solltes du eigentlich keine Hochverfügbare Lösung basteln können


Clustern kann man übrigens mit der Standardversion von Windows nicht soweit mir bekannt.
Bitte warten ..
Mitglied: bierzapfer
02.12.2009 um 18:41 Uhr
@Mad-Eye

danke für den Tip. Mit einem sekundären DC auf dem zweiten Server habe ich auch schon geliebäugelt.

Wie sind denn die Erfahrungen mit der Openfiltersoftware? Wie wird die Schnittstelle hergestellt (LAN, FibreChannel, etc.). Die Sache mit der kostenlosen Version von XenServer sehe ich auch kritisch.


@wiesi200

Ich denke schon das ich das selber hinbekomme. Habe auch schon ganz andere Sachen gewuppt... nur nicht mit diesem kleinen Budget Und was ich bislang gelesen habe scheint auch EasyGoing umsetzbar zu sein. Tobit hat soviel ich weiß auch einen eigenen Replicationsdienst. Die TSServer müssen ja eigentlich auch nicht redundant laufen... nur Softwareupdates müsste man dann auf beiden Servern installieren. Dann bekommen die User halt zwei Desktopicons TSServer und TSServer2. Wäre nur ärgerlich wegen den Lizenzen. Wobei der Ersatz-TSServer auch nicht unbedingt 35 Lizenzen bräuchte. Geht hauptsächlich um die Abfertigung das LKWs raus können. Es sind glaube ich auch Lizenzen über.

Ja die Sache mit den virtualisierten TSServern gefällt mir auch nicht wirklich, sollte aber dennoch funktionieren. Sollten wir damit gar nicht zurande kommen, können wir noch CPU der Xeon 3000er Serie nachrüsten. Was spricht gegen Raptor Platten? Hohe Zuverlässigkeit + Schnelle Zugriffszeit. Haben wir auch sehr viel beim Vorarbeitgeber eingesetzt und gute Erfahrungen gemacht. SAS wäre natürlich besser... ist nur leider noch nicht vorhanden und wird bei der wirtschaftlichen Lage auch nicht beschafft werden

wie wird denn dieses SAN angebunden (z. B. Fibre Channel etc.)? Sind alle benötigten Komponenten schon im Preis inbegriffen (z. B. SANBox, Fibre Channel Karten für die Server, etc.)? 11.000 Euro werde ich im moment trotzdem schwer durchgesetzt bekommen... somal die vorhandene Infrastruktur eigentlich läuft... aber man kann sicher mit wenig finanziellen Aufwand viel mehr erreichen


Danke für das bisherige Feedback
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Mitglied: wiesi200
02.12.2009 um 19:20 Uhr
Raptorplatten sind relativ schnell drehend was eben im Gegensatz zur Zuverlässigkeit steht. Das sind absolute Desktop Platten. Eine Baracuda ES währ hier viel besser.

Das war ne kpl. AX4-5 mit 12x 146GB SAS Platten, redundante Controller mit Bateriebackup und 2x2 FC Anschlüssen und schon die Option für weiter Chasis. Sprich du brauchst nur noch die FC HBA's.

Aber es geht auch billiger als EMC
Bitte warten ..
Mitglied: Mad-Eye
03.12.2009 um 15:35 Uhr
Wie sind denn die Erfahrungen mit der Openfiltersoftware? Wie wird die Schnittstelle hergestellt (LAN, FibreChannel, etc.).


Wir setzen es in unserer Test-Umgebung seit 2 Jahren ein mit 1GB ISCSI LAN mit ganz normalen Netzwerkkarten. Läuft stabil, die Performance ist sehr gut (~110-120MB/s). Und Citrix kann LiveMigrate habs Grad in unserer Citrix-Testumgebung nochmal zur Sicherheit versucht

Gruß
Mad-Eye
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