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Kommentar vom Moderator Biber am 31.12.2010 um 13:13:39 Uhr
Irreführenden Original-Titel "Wertschätzung!?" abgeändert.

Restwertschätzung Alt-PC

Frage Off Topic

Mitglied: Rotznase

Rotznase (Level 1) - Jetzt verbinden

30.12.2010, aktualisiert 31.12.2010, 5438 Aufrufe, 32 Kommentare

Guten Tag,

Ich habe einen Medion MT7 und wollte mal schätzungweise von euch hören wie viel er so Wert ist.

Mainboard: MSI MS-7091 (Medion OEM)
Arbeitsspeicher: 1791 MB
GraKa: S3 Graphics Chrome S25 DDR2 (512 MB)
Soundkarte: Intel 82801FB ICH6 - High Definition Audio Controller [B-1]
HDD: Neue S-ATA Festplatte von Samsung mit 500 GB und 7200 rpm ohne Jumper
Prozessor: Intel Pentium 4, 3200 MHz

Dann hat er noch:
Einen intergrierten WLAN
Einen SCART-Anschluss
Einen intergrierten Bluetooth
Multi-Card-Reader

Zusätzlich hab ich noch eine Medio X10 Fernbedienung+ Support Disc+ Windows XP SP2 Home Editon CD

Mit freundlichen Grüßen
Rotznase

P.S Danke für die Antworten!
32 Antworten
Mitglied: Xaero1982
30.12.2010 um 01:20 Uhr
Moin,

auch wenns unverschämt klingt aber: 100-150€?!

VG
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Mitglied: dog
30.12.2010 um 01:30 Uhr
Keine echte Graka, keine echte Soundkarte, Medion und dann ein PIV: Nicht mehr als 150€
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Mitglied: informatiker1989
30.12.2010 um 02:41 Uhr
Der ist höchsten 80€ Wert.
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Mitglied: H41mSh1C0R
30.12.2010 um 07:42 Uhr
Auf keinen Fall mehr als 100EUR!!

Begründung:

für 40EUR zzgl. 10EUR Versand gibt es jede Menge refurbished small Desktop IBMs mit folgender Ausstattung:

- P4 HT 3200Mhz
- 1GB RAM (2GB max)
- SATA 80GB (2 SATA Slots)
- DVD-Brenner Laufwerk
- Gbit NIC
- 6 USB 2.0

Diese IBMs haben bereits einen PCIe Slot in voller Länge, ob dieser komplett beschalten ist bezweifel ich zwar aber ich hab nicht schlecht geschaut als ich überhaupt einen PCIe Slot gesehen habe.

Da ich diese IBMs im family Umfeld benutze, war mir nur wichtig, klein, HT, Gbit und nicht unter 1GB RAM. Alles andere ist für Office nebensächlich ^^.
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Mitglied: horst98
30.12.2010 um 08:06 Uhr
Aus meiner Sicht gar nix. Zum Verschenken in der Familie geeignet. Was einen Wert hat ist das eventuell vorhandene Betriebssystem. Prozessor, Board und Speicher kann man vergessen. Die Platte ist noch 30 EUR wert. Das Gehäuse vermutlich ähnlich. XP bingt vielleicht 20 EUR. So komme ich auch auf 80 EUR.

Am besten wäre es, diesen Rechner einer sozialen Einrichtung (Kinderheim o.ä.) zu spenden. Für 50 EUR einen Bildschirm dazu und dann freuen sich die Kinder, dass sie einen Rechner für die Hausaufgaben haben. Man bekommt dann auch eine Spendenquittung.
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Mitglied: maretz
30.12.2010 um 08:10 Uhr
Moin,

ehrlich gesagt: Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten: Spende das ding an ne Schule o.ä. Die freuen sich, du hast was für dein Gewissen getan und nicht wirklich Geld verloren.

Fangen wir an: Medion... Das schonmal DIE marke die jeder will...

Dann: Neue Festplatte usw. -> d.h. an dem PC wurde auch noch rumgeschraubt. Da ich nicht weiss wie gut du das kannst, ob da noch andere Dinge ausprobiert wurden usw. eher schlecht.

Mainboard: Auch da: "Medion"-OEM. Wenn ich also Win7 o.ä. drauf machen will hab ich die ganze Treiberproblematik

Grafikkarte: Naja, reden wir lieber nicht mehr über aktuelle Spiele - genauso wie bei der CPU

Wenn du also "Glück" hast dann wären das noch 50-80 Euro für jemanden der in der Nähe wohnt. Wenn du aber z.B. auch nur 50 KM ausserhalb Bremens wohnst (ich komme aus Bremen) dann wäre mir die Fahrerei dafür schon zu stressig. Als Kindercomputer wäre der oversized und es gibt da deutlich günstigere Dinger, als Spielekiste reicht die Leistung nicht, als Programmierkiste reicht der RAM usw. nicht - und selbst als normale Privat-Ich-Surf-Heut-Mal-Ne-Stunde wäre der m.E. nicht geeignet da oversized und keine wirklichen Stromspar-Komponenten drin.

Dazu kommt noch: Wie alt ist der? Die nächste Frage wäre: Wie laut wird der - da Medion ja jetzt auch nicht die High-Quality-Lüfter einbaut,...

Von daher wäre der einzige Punkt eben ne Schule. Für das was Schüler Programmieren bzw. mit Office machen reicht die Kiste absolut aus. Allerdings ist die Frage ob Schulen wirklich sich so einen Mix hinstellen wollen (hier nen Medion, da nen Dell,....). Aber je nach Schule und Budget könnte ich mir vorstellen das die sich freuen und die Schüler damit was anfangen können...
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Mitglied: education
30.12.2010 um 08:58 Uhr
Zitat von maretz:
Moin,

ehrlich gesagt: Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten: Spende das ding an ne Schule o.ä. Die freuen sich, du
hast was für dein Gewissen getan und nicht wirklich Geld verloren.


kann mich da nur anschliessen. spende das teil und gut ist es.
würde ich es kaufen würde ich nicht mehr als 50€ dafür zahlen. den ein p4 ist doch schon ein paar tage alt .
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Mitglied: Rotznase
30.12.2010 um 12:51 Uhr
Zitat von maretz:
> Grafikkarte: Naja, reden wir lieber nicht mehr über aktuelle Spiele - genauso wie bei der CPU

Wieso ist der CPU so schlecht?
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Mitglied: maretz
30.12.2010 um 13:08 Uhr
Weil du heute mehrere Cores hast - und der P4 grad mal das Hyperthreading unterstützt. Wenn ich also heute hingehe und ne aktuelle CPU mit 2-4 Kernen habe dann habe ich einfach deutlich mehr Leistung. Je nach Spiel/Anwendung wird das dann intressant.

Nur zum Vergleich: Ich habe hier aktuell nen Amd Athlon 64 Dual-Coare 3600+. Dazu 8 GB RAM -> und wenn ich nur meine kleinen Test-Programme in Java übersetzen lasse (derzeit probiere ich mit dem GWT rum) dann dauert das schonmal 40-60 Sekunden. Das öffnen des GWT-Designers dauert auch schonmal 30-60 Sekunden... Und die Auslastung ist auf beiden Cores durchaus mal bei 100%. Jetzt vergleiche das mal mit deiner Maschine - und dann weisst du warum mich das nicht mehr so vom Hocker hauen würde...

Und ich denke nen Spiel braucht noch ein wenig mehr Action....
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Mitglied: Rotznase
30.12.2010 um 14:48 Uhr
Ich glaube meiner hat nur einen Prozessorkern!
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Mitglied: maretz
30.12.2010 um 15:12 Uhr
ich bin mir sicher das der das nur hat... HT bedeutet ja nunmal Hyperthreading - und das geht auch mit einem Kern...

Und genau da ist ja das Problem warum ich den Prozessor für Spiele heute für "eher nicht erwähnenswert" halte...
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Mitglied: sk
30.12.2010 um 15:19 Uhr
Zitat von maretz:
Spende das ding an ne Schule o.ä. Die freuen sich, du
hast was für dein Gewissen getan und nicht wirklich Geld verloren.

Die Schulträger freuen sich ganz und gar nicht darüber, wenn Ihr Ausstattungs- und Betreuungskonzept ständig unterlaufen wird (egal wie neu oder "brauchbar" die gespendete Hardware noch ist, denn den Löwenanteil der TCO machen nicht die Anschaffungskosten aus). Entsorgt Euren PC-Schrott bitte direkt über die kommunalen Annahmestellen! Das ist (für Privatpersonen) kostenlos und verursacht beim Schulträger nicht noch zusätzliche Kosten (Abtransport, Personalkosten etc.). Leider haben es noch immer nicht alle Schulleiter begriffen, dass Sie nur als bequeme Entsorgungsstellen mißbraucht werden. Manche haben es zwar begriffen, trauen sich aber trotzdem nicht, "wohlgemeinte" Spenden abzulehnen.

Gruß
sk
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Mitglied: H41mSh1C0R
30.12.2010 um 15:30 Uhr
Wobei es hier noch einen unterschied gibt zwischen P4 mit und ohne HT.

Die IBMs mit HT hier laufen besser und hängen nicht gleich wenn 1 Prozess hängt.
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Mitglied: maretz
30.12.2010 um 15:47 Uhr
Hmm - ich finde deine Aussage intressant... Grad in dem Kontext das hier zumindest ab und an die Schulen eben grade darum bitten -> weil mal wieder nen PC durch Schüler geschrottet wurde, weil die vorhandenen PCs veraltet sind usw....

Und ganz ehrlich: Was der "Schulträger" sagt ist mir da zimlich egal. Wenn ich sowas übrig habe und die Schule fragt weil dort (mal wieder) sich 2-3 Schüler einen PC teilen dürfen dann zeigt das doch das der Schulträger mal wieder alles verpennt hat und es nicht schafft die Schulen auszustatten. Und was die Kosten betrifft: Ja, die PC-Kosten sind nur nen Teil der gesamtkosten. DAS ist glaub ich den Leuten hier auch bewusst... Aber ist es also besser zu sagen: Ok, ich hau den PC in die Tonne und die Schule darf von dem nicht vorhandenen Budget dann nen PC PLUS die zusätzlichen Kosten (Installation,...) tragen? Oder ist es besser das man einfach zuguckt und sich denkt: Naja, 2-3 Schüler vorm PC? Was solls, is heute für die spätere berufliche Laufbahn eigentlich ja auch unwichtig ob man mit so ner Kiste umgehen kann oder nicht...

Und nur mal nebenbei: Selbst wirklich alte PCs kann die ein oder andere Schule noch brauchen -> da man den eben auch mal im Unterricht auseinander nehmen kann und die Leute mal sehen was da so drin ist.... GRADE wenn die Schulen danach fragen würde ich sagen das der Schulträger sich ggf. mal ein paar Gedanken machen sollte WARUM die denn bei privatpersonen fragen müssen...
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Mitglied: dog
30.12.2010 um 16:28 Uhr
Schulträger [...] Ausstattungs- und Betreuungskonzept

Diese drei Worte passen nicht zusammen in einen Satz, denn solche Konzepte gibt es von Schulträgern nicht!
Zum einen haben die daran gar kein Interesse, zum anderen ist es für sie logistisch nicht zu bewältigen, da so ein Schulträger eben auch mal > 50 Schulen tragen muss.

Irgendwelche "Konzepte" werden intern für jede Schule erarbeitet, dass ist sogar eine gezielte Maßnahme um verschiedene Schulprofile zu schaffen, die miteinander konkurrieren können - denn die Zeiten wo Schulen sich nicht um ihre Schülerzahl kümmern müssen sind lange vorbei. Hier springt jedes Jahr eine Schule über die Klippe.

Zugegeben, wir können hier mit PC-Spenden auch nichts mehr anfangen, da wir
a) Sehr neue Systeme haben
b) Der Wartungsaufwand für Einzelsysteme zu groß wäre

Das sieht aber bei vielen Schulen doch sehr anders aus und ja, die freuen sich Tatsächlich über eine Spende.
Auch wenn sie es danach für 10€ bei eBay verkaufen - das ist meistens schon viel Geld für die IT-Verantwortlichen...
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Mitglied: Xaero1982
30.12.2010 um 18:55 Uhr
Zitat von dog:


Zugegeben, wir können hier mit PC-Spenden auch nichts mehr anfangen, da wir
a) Sehr neue Systeme haben
b) Der Wartungsaufwand für Einzelsysteme zu groß wäre

Das kann ich nur unterschreiben. Auch wenn wir zum Teil noch ältere Systeme haben, weil ein Austausch von ca. 8*18 PCs liegt einfach nicht im Jahresbudget.

Dennoch würden wir mit solchen Kisten nichts anfangen können und ich würde keine Schule kennen die das macht, außer es sind eh alles nur Einzelsysteme ...

VG
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Mitglied: H41mSh1C0R
30.12.2010 um 21:14 Uhr
nicht 2kernig, aber HT fähig ^^
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Mitglied: Rotznase
30.12.2010 um 22:42 Uhr
Und wie bekomme ich es raus wie viel Kerne ein Prozessor hat?

Und was ist ein Hyperthreading? Gehöre wohl doch zu den die keine Ahnung haben.
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Mitglied: H41mSh1C0R
31.12.2010 um 06:59 Uhr
Die einfachste Variante um rauszubekommen ob du nen Dualcore hast ist, schau in den Gerätemanager in der Kategorie Prozessor was da steht.

Da müsste dann irgend ne Kennung/NUmmer stehen. Wenn nicht mal im BIOS schauen.

Mit dieser Kennung 625 oder was auch immer kannste dann im Netz nachschauen.

Alternativ hauste dir SiSandra drauf und das Tool macht die Arbeit für dich. =)

Im Normalfall müsste das aber nen Single Core mit HT sein. =)
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Mitglied: Rotznase
31.12.2010 um 14:23 Uhr
Es steht nur Intel(R) Pentium(R) 4 CPU 3.20 GHz und das zweimal?
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Mitglied: Xaero1982
31.12.2010 um 14:42 Uhr
Zitat von Rotznase:
Es steht nur Intel(R) Pentium(R) 4 CPU 3.20 GHz und das zweimal?

Nein, es gibt mWn keinen p4 mit zwei Kernen.
Die unterstützen nur HT, was dem System vorgaukelt es seien zwei Kerne, was natürlich nicht der Fall ist...

Lad dir mal CPUid ... vielleicht erkennste da mehr. Da brauchste kein Sisoft Sandra... voll überladen...
http://www.cpuid.com/

VG & Guten Rutsch
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Mitglied: sk
31.12.2010 um 22:36 Uhr
Zitat von maretz:
Und ganz ehrlich: Was der "Schulträger" sagt ist mir da zimlich egal.

Das ist vergleichbar mit folgender Einstellung:
Ich schenke dem Filius gegen den erklärten Willen seiner Eltern einen Pkw und der alleinverdienende Vater darf diesen Pkw dann instandsetzen und unterhalten, obwohl objektiv betrachtet weder ein Bedarf für ein (weiteres) Auto existiert noch ein ausreichendes Familieneinkommen für diesen Luxus zur Verfügung steht. Da kann ich mir als Schenkender natürlich selbstgerecht an die Brust klopfen und mich toll fühlen! Super Idee!


Zitat von maretz:
Wenn ich sowas übrig habe und die Schule fragt weil dort (mal wieder) sich 2-3 Schüler
einen PC teilen dürfen dann zeigt das doch das der Schulträger mal wieder alles verpennt
hat und es nicht schafft die Schulen auszustatten.

Und Du glaubst allen Ernstes, der Umstand, dass ein Lehrer oder ein Schulleiter bei Dir nach Hardware schnorrt, sei ein untrügliches Indiz dafür, dass die Schule unzureichend mit IT ausgestattet wäre und der Schulträger keinerlei diesbezügliche Anstrengungen unternehmen würde?
Also unsere Schulen bekommen nun wirklich nahezu alle Wünsche erfüllt, sofern sie diese nur (rechtzeitig) artikulieren und auch nur halbwegs vage andeuten können, wofür dies gut sein soll. In unseren Schulen stapeln sich die Rechner förmlich. Alle Gebäude sind infrastrukturell voll erschlossen. Zusätzlich gibt es fast an allen Schulen flächendeckend WLAN und Notebooks. Hinzu kommt Präsentationtechnik wie Beamer und interaktive Whiteboards, digitale Informationstafeln in den Gängen usw. Alles mit Support von der IT-Abteilung der Stadt: Hotline, zentrales Monitoring, umfassende Beratung und ggf. Schulung, Beschaffung, Einrichtung und Wartung der Hard- und Software, zentrale Administration, Softwareverteilung usw. usw. - kurzgesagt: das ganze Programm als rundum Sorglospaket! Nur das Toilettenpapier reichen wir (noch) nicht. Und dennoch schnorren einige Schulen regelmäßig beim Schulverein oder der Elternschaft, obwohl Fremdbeschaffungen ausdrücklich nicht erwünscht sind!
Mir ist natürlich bewusst, dass viele Kommunen in Deutschland wirtschaftlich nicht so gut dastehen und einige Schulen möglicherweise wirklich keinerei diesbezügliche Ausstattung und Unterstützung vom (kommunalen) Schulträger erhalten. Dennoch kann man wie dargestellt aus dem Schnorren eben nicht zwingend auf letzteres schließen!
Man sollte deshalb eine Schenkung immer mit dem Schulträger abstimmen - schließlich ist letztlich er der Beschenkte und nicht die (kommunale) Schule, denn diese hat i.d.R. keine eigene Rechtspersönlichkeit.


Zitat von maretz:
GRADE wenn die Schulen danach fragen würde ich sagen das der Schulträger sich ggf.
mal ein paar Gedanken machen sollte WARUM die denn bei privatpersonen fragen müssen...

Ich kann Dir einige Aspekte nennen, weshalb bei uns - trotz aller Anstrenungen - der Wildwuchs m.E. nicht komplett auszurotten ist:
Der (kommunale) Schulträger ist eine Behörde und aufgrund der gesetzlichen Vorschriften entsprechend "flexibel". Die Aufstellung des Haushaltsplans dauert bis zur Genehmigung/Inkrafttreten mind. 1 Jahr. Dies bedeutet, dass jede nennenswerte Investition aufgrund der Entscheidungszuständigkeit der Gemeindevertretung mind. 1 Jahr im Voraus beantragt und begründet werden muss! Und weil daran wiederum die Reinvestitionsplanung und ggf. die Personalplanung hängen, werden seitens des Schulträgers sehrwohl langjährige Ausstattungs- und Betreuungskonzepte erarbeitet. Allein der Planungshorizont für die "mifriFi" (mittelfristige Finanzplanung) beträgt 4 Jahre! Das Ausstattungskonzept entsteht natürlich nicht auf der grünen Wiese, sondern in Zusammenarbeit mit den Schulen - idealerweise auf Grundlage von deren diesbezüglichen pädagogischem Konzept.
Und da fangen die Probleme an: Die "Halbwertszeit" dieses gemeinsam entwickelten Ausstattungskonzeptes beträgt bestenfalls wenige Wochen, denn hinter den geäußerten Wünschen steckt in vielen Fällen lediglich ein "Habenwollen" ohne jeglichem pädagogischen Konzept! Dementsprechend wechseln die Wünsche quasi im Minutentakt. Wenn die Schule die spontane Eingebung hat, dass ein Klassensatz Notebooks abweichend von den bisherigen Planungen eine gute Idee wäre, dann ist der Wunsch so brennend, dass natürlich keine Zeit mehr für die Beantragung zum nächsten Haushaltsjahr oder gar eine Fortschreibung des Ausstattungskonzeptes bleibt. Die Beschaffung muss sofort erfolgen. Selbst wenn der Beschaffer beim Schulträger im laufenden Haushaltsjahr noch auf "dem kurzen Dienstweg" bereits genehmigte Mittel umschichten und so den Wunsch erfüllen könnte, wird dieser Weg häufig dennoch nicht beschritten, weil der Beschaffer beim Schulträger nunmal vergaberechtlichen Vorschriften unterliegt und sich so eine Beschaffung aufgrund dessen über Wochen und Monate hinziehen kann. Also werden der Schulverein, die Eltern oder Firmen "angegraben". Wobei im Falle von Schenkungen häufig noch nicht einmal die Schulleitung involviert ist, sondern dies einzelne Lehrer ohne jegliche Absprache auf eigene Faust organisieren - gelegentlich sicherlich auch in Unkenntnis dessen, dass es überhaupt ein Ausstattungskonzept gibt und welche Folgeprobleme durch ihr Handeln entstehen. Häufig wissen sie aber sehrwohl darum und ignorieren es bewusst - wohlwissend, dass sie (zumindest bei uns) Beschäftigte des Landes und eben nicht des Schulträgers sind und somit keinerlei Sanktionen fürchten müssen. Diese Leute jammern dann aber am lautesten, wenn der Schulträger bei auftretenden Problemen mit dem fremdbeschafften Geräten jegliche Unterstützung verweigert.


Gruß
sk
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Mitglied: sk
31.12.2010 um 22:39 Uhr
Zitat von dog:
> Schulträger [...] Ausstattungs- und Betreuungskonzept
Diese drei Worte passen nicht zusammen in einen Satz, denn solche Konzepte gibt es von Schulträgern nicht!

Verdammt, jetzt ist es raus! All die Leute, die sich wie ich beruflich damit (zumindest auch) beschäftigen, tun eigentlich gar nichts, außer monatlich Geld abzufassen!

Sicherlich differieren die Konzepte und die konkreten Maßnahmen je nach finanzieller Situation der jeweiligen Gemeinde teilweise stark (Anmerkung: ich habe kommunale Schulträger im Blick). Gemeinden, denen es richtig dreckig geht, werden da auch nur wenig "reißen" können. Dass ein Schulträger hierzu aber bislang überhaupt keine Erwägungen angestellt hat, halte ich aus meinem beruflichen Erfahrungsschatz heraus für nahezu ausgeschlossen.
Bei uns treffen sich z.B. mehrmals im Jahr alle kommunalen IT-Verantwortlichen der Gemeinden des Kreises zum Erfahrungsaustausch. Und da ist alles dabei: schuldenfreie, noch leistungsfähige und hoffnungslos verschuldete Gemeinden. ALLE haben ein IT-Konzept für Ihre Schulen und versuchen auch im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten aktiv Unterstützung zu bieten.

Gruß
sk
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Mitglied: dog
31.12.2010 um 23:30 Uhr
Also unsere Schulen bekommen nun wirklich nahezu alle Wünsche erfüllt, sofern sie diese nur (rechtzeitig) artikulieren und auch nur halbwegs vage andeuten können, wofür dies gut sein soll. In unseren Schulen stapeln sich die Rechner förmlich. Alle Gebäude sind infrastrukturell voll erschlossen. Zusätzlich gibt es fast an allen Schulen flächendeckend WLAN und Notebooks. Hinzu kommt Präsentationtechnik wie Beamer und interaktive Whiteboards, digitale Informationstafeln in den Gängen usw. Alles mit Support von der IT-Abteilung der Stadt: Hotline, zentrales Monitoring, umfassende Beratung und ggf. Schulung, Beschaffung, Einrichtung und Wartung der Hard- und Software, zentrale Administration, Softwareverteilung usw. usw. - kurzgesagt: das ganze Programm als rundum Sorglospaket!

Vergiss diese Idee bitte ganz zügig wieder, denn das hat so gar nichts mit dem Alltag von Schulen in Deutschland zu tun!
Alltag sieht eher so aus (in den besseren Fällen):
  • Keine Notebooks für Schüler, finanziell unmöglich
  • Das Schüler-Rechner-Verhältnis beträgt an einer gut ausgestatteten Schule 1:10
  • Kein "Wir erfüllen jeden groben Wunsch" - dafür muss exakter Bedarf angemeldet werden und zwar doppelt so viel wie benötigt wird, damit man schließlich ein Drittel davon bekommt
  • Die IT des Schulträgers ist notorisch überfordert und hat oft selbst nicht hinreichende Fachkenntnisse (Termine muss man 4 Wochen im Vorraus machen und wartet dann einen halben Tag ("Zahnarzt") / "Warum brauchen sie denn mangebare Switche? Longshine tut es doch auch")
  • Die IT des Schulträgers weiß nicht einmal über die Rahmenverträge des Landes mit Microsoft bescheid, geschweige denn schafft es ein sauberes Standard Software Library zu earbeiten (abgesehen von "Ja benutzen sie OpenOffice" und "Digitale Schultasche")
  • Insgesamt ist der Schulträger froh um jede Schule, um die er sich nicht kümmern muss
  • Fortbildungen sind meistens ein schlechter Witz - bisher konnte mir noch kein Referent meine Fragen sauber beantworten (zugegeben meine Fragen haben auch eine andere Motivation )
  • Wenn man IT-Ausstattung will dann muss man dafür 8-9 Jahre Nutzungsdauer berechnen
  • Geld fließt nur an die Freunde der Politiker (Ja, das meine ich Ernst. Anders schafft es niemand von "Sie haben doch eigentlich schon genug bekommen und wir haben gar kein Geld mehr" auf "Ja das ist doch kein Problem, machen wir gerne" umzuschwenken)
  • Ohne einen Förderverein wären Ausstattungsprobleme gar nicht zu bewältigen (und das weiß auch der Schulträger sehr gut)
  • Es gibt kein Ausstattungskonzept vom Schulträger (s.u.)
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Mitglied: maretz
01.01.2011 um 12:42 Uhr
Moin,

stimmt - unseren Schulen geht es super. Deshalb ist Bremen (da komm ich eben her) ja auch sooo super aufgestellt und wir haben hier nur die besten Schüler....

Nur mal nebenbei: Ein bekannter von mir hat grade mal gefragt ob er nen alten Rechner aus der Firma mitnehmen darf - für den Kindergarten in dem seine Tochter geht. Natürlich kann ich jetzt sagen: Nö, warum? Beantrage das und in nem Jahr bekommt ihr vielleicht einen...

Oder ein anderer Punkt: Ein simpler Internet-Raum für ne Schule. Dort wird erfahrungsgemäß viel von den Schülern ausprobiert - was auch dazu führt das eben mal nen Rechner sich zerlegt.... Sollen die doch sehen wie die klarkommen, was intressiert mich wie die Leute klarkommen. Beispiel aus dem eigenen Bekanntenkreis von mir: Nen Schüler in der 10ten Klasse der beim Rechner zwar nen Spiel starten kann - aber nicht mal weiss wie die Kiste auch nur ansatzweise funktioniert da die in der Schule kaum mal an nen Rechner rankommen...

Und jetzt gucken wir uns doch mal die Schulen an: Klar - die können alles mögliche beantragen. Wenn es denen so gut geht - dann frage ich mich warum müssen heute Eltern teilweise schon den Reinigungsdienst helfen bzw. Reperaturen (Streichen usw.) sogar mitmachen wenn die wollen das sich das Kind wohlfühlt? Klar - brauchen die nich und das Kind sitzt halt in nem schönen Raum bei dem an der Wand schon mit dem Edding die Sprüche geschrieben stehen - man kann ja beantragen das der Maler das macht... Nen Jahr später kommt der dann und ggf. hält das dann auch 4 Wochen... Achso - und auch weil man soviel Geld an den Schulen hat sind auch die Lehrer heute oft schon überfordert weil die Klassen eben nur vollgestopft werden, ja?

Gut - ich habe keine Kinder. Aber ganz ehrlich: Wenn ich vor der Entscheidung stehen würde ob mich euer tolles Konzept jetzt intressiert und ich dann ggf. das Glück habe das die Schule des Kindes in nem Jahr auch mal nen paar neue Rechner bekommt - oder ob ich ggf. von der Firma mal eben nen paar ausgemusterte Rechner nehme die bei uns eben ersetzt wurden (aber noch ok sind und auch die nötige Leistung haben) -> rate mal was mich intressiert.. Und ich bin da der Meinung das euer Konzept mit ner Reaktionszeit die eben dem Staat entspricht zwar schön ist - aber DEUTLICH zu träge ist (versteh das nicht falsch - ich gebe nicht dir die Schuld, du kannst da genausowenig dran ändern wie ich). Und wenn ich heute ein Kind zur Schule schicke - dann möchte ich das es in 2,3 oder 5 Jahren auf dem Arbeitsmarkt ne Chance hat. Das bedeutet aber heute eben das die sich mit nem Rechner auskennen müssen - da die meisten Jobs das eben erfordern. Da möchte ich nicht warten das eben die Schule nen Antrag stellt (Das dauert ja schon), der von "euch" bearbeitet wird - und irgendwann nach 1-x Jahren da mal nen paar Rechner aufgestellt werden. Ich würde sogar noch nen Schritt weitergehen wenn es sich um die Ausbildung meiner Kindern handeln würde -> und zwar das man nicht nur die Rechner hinstellt sondern eben auch den Aufbau u. die Einrichtung übernimmt (denn auch damit sind die Lehrer oft schon überfordert - und kaum eine Schule im normalen Bildungsbereich beschäftigt mal eben jemand der das wirklich gelernt hat und sich damit auch auskennt). Denn leider kann man nur auf diese Art heute noch sicherstellen das die Kinder eine möglichst gute Ausbildung erhalten...

Wie gesagt - natürlich hängt das auch von der jeweiligen Stadt ab. Bremen hat nunmal das Problem das die Kassen zimlich leer sind. Ich glaube da wird es eher 2-3 Jahre dauern bis man eben mal nen Pfund Rechner für ne allgemeinbildende Schule bekommt. Gleichzeitig kenne ich selbst auch noch Schulen bei denen die Lehrer eben bei Krankheit schon kaum noch Vertretungen haben - da man eben auch da gekürzt hat. Also optimale Vorraussetzungen für eine gelungene Bildung... Dazu eben noch nen paar Schüler die auf dumme Ideen kommen - und du hast ganz schnell bei 20 neuen Rechnern nur noch 5-10 die funktionieren. Hier kann man sich jetzt auf den Staat verlassen das die das dann wieder beheben - oder man müsste eben als Elternteil da selbst Hand anlegen... Und mir wäre MEIN Kind näher als nen Konzept des Staates - und ich behaupte sogar das ich nen Rechnernetzwerk mindestens ebensogut einrichte wie jeder den ihr habt - denn mein Job war/ist es seid 6 Jahren genau das zu tun. Nur das in der "freien Wirtschaft" nen Ausfall von nem Rechner innerhalb von ggf. ner Stunde behoben werden muss weil das bei "uns" Geld kostet... Mein Chef würde mich vor die Tür setzen wenn ich da dann lange Anträge stellen lasse oder so - die Leute müssen bei uns arbeiten....
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Mitglied: Xaero1982
01.01.2011 um 14:09 Uhr
Moin,

Maretz, ich glaube du verstehst die Problematik nicht ganz.
Es geht nicht darum, dass wenn eine Schule oder ein Kindergarten etc. einen Rechner benötigt, dass du oder welche Firma auch immer diesen sponsorn darf, sondern darum, dass wenn man in Schulen nun pro Computerraum 20 verschiedene Computer hat, dass der Verwaltungsaufwand für die Administratoren ins Unermessliche steigt.
Wir zumindest handhaben es dann so, dass in diesem Raum eben ein Rechner weniger ist, weil die Kisten meist so alt sind, dass es dafür keine Ersatzteile mehr gibt.

Leider werden von den Fachbereichen immer Forderungen an die IT-Leitung gestellt die nicht umsetzbar sind. Sie investieren dann lieber in das 100. Buch oder den 200. Lötkolben und beschweren sich dann bei uns, dass die Rechner so lahm sind.
Wir schaffen es durchschnittlich pro Jahr einen Raum mit neuen PCs auszustatten. Finanzierungshilfen vom Land Berlin oder von unserer Gemeinde sind ausgeschlossen, weil die viel zu verschuldet sind. Das muss die Schule irgendwie alles aus ihrem eigenen Etat beschaffen. Wir haben uns dann kurzer Hand entschlossen 18 neue PCs zu kaufen mit einem Stückpreis von 250€, die wir dann selbst zusammengeschraubt haben, weil es einfach billiger ist.

Switche etc. sind inzwischen 5-6 Jahre alt und eine Neuanschaffung in unserer Größenordnung würde locker 20-30.000€ kosten, was auch die Schule nicht tragen kann.

Nun kommt der Schulsenat auf die glorreiche Idee ein zentrales Verwaltungsnetz in Berlin aufzubauen. Sinn der Sache ist es, dass es in jeder Schule Schülerdateien geben wird auf die dann von außen von diversen Stellen Zugriff sein wird. Sei es vom Senat oder von der Polizei. Dafür scheint dann doch wieder genug Geld da zu sein, aber um den Schülern ein angenehmes Arbeiten zu ermöglich, dafür fehlt das Geld.
Alleine bei der einen Schule die ich betreue wird sich diese Einrichtung des Netzes auf schätzungsweise 50.000€ belaufen oder mehr, weil hier die vorhandene Infrastruktur nicht genutzt werden kann. Es müssen auf mehreren hundert Metern Kabel verlegt werden, neue Switche gekauft werden und ein entsprechender Server. Pro Lehrerzimmer kommen 2-3 neue Computer die nur für die Verwaltungsaufgaben, wie Stundenpläne, Noten, Zeugnisse etc. genutzt werden können und dürfen. Das sind bei uns ca. 20Rechner.

Was haben aber die Schulen davon? Ehrlich gesagt: Nichts!

Eine andere Schule die ich betreue (eine Grundschule) hat einen Etat für Neuanschaffungen und Administration von 1000€ im JAHR (in Worten Eintausend Euro im Jahr). Was genau soll sich diese Schule davon kaufen? Wer soll das betreuen. Ich habe dies auch nur aus reiner Höflichkeit übernommen und muss es auch wieder abgeben, weil es einfach nicht passt. Irgendwie muss jeder sehen wir er zu Geld kommt - leider.

Zum Thema deine Kinder sollen entsprechend vorbereitet werden. Ich kann dir nur so viel sagen. An meiner Schule sind über 100 Lehrer beschäftigt von denen die wenigsten wissen wie man Computer schreibt. Wie sollen solche Lehrer denn dann deinen Kindern erklären wie so ein PC aufgebaut ist?!
Es gibt zwar zum Teil ITG Unterricht, aber da wird ein wenig Textverarbeitung geübt, ein wenig Surfen im Internet und dann sind die Lehrer auch mit ihrem Latein am Ende. Was die Schulen bräuchten sind qualifizierte Fachkräfte, die den Schülern ihr Wissen vermitteln, aber sein wir mal ehrlich: Wer macht das denn noch ohne Bezahlung?
Würdest du dich hinstellen und über mehrere Stunden Unterricht vorbereiten (nein, aus dem Stehgreif geht eben nicht, wenn du Struktur drin haben willst) und das vielleicht über ein halbes Jahr?
Angefangen von der Geschichte, die Entwicklung, das Innenleben, Betriebssysteme, verschiedenste Programme, Neuinstallationen etc?
Dafür sind Schulen nicht ausgestattet.

Das klappt hier in Deutschland nicht und die von sk beschriebenen vorhandenen Geräte wie Digitale schwarze Bretter etc. sind eher ein Ausnahmefall und können vom Großteil der Schulen gar nicht finanziert werden.

Wenn Deutschland hier nicht irgendwann als absolutes Schlusslicht enden will muss dort endlich etwas passieren.

VG
PS: Dog, kann ich hier mit seiner Auflistung wieder mal nur absolut zustimmen!
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Mitglied: dog
01.01.2011 um 15:08 Uhr
Eine Sache muss ich natürlich auch sagen:

Wenn sich eine Firma entschließt mal Computer auszumisten und dann eben auch mal 20 identische abzugeben hat nehme ich sowas auch gerne.
Wir haben vor ein paar Jahren mal 40 Rechner von einem Unternehmen geschenkt bekommen (was Angesichts der Branche des Unternehmens wohl unter "Image-Kampange" lief) - die werde ich auch erst dieses Jahr ersetzen können - dann sind die Geräte insgesamt 10 Jahre im Betrieb gewesen.
Entsprechend ist die Motivation Spenden anzunehmen auch oft "mal sehen was da noch kommt" und "Wer den Groschen nicht ehrt...".
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Mitglied: sk
02.01.2011 um 16:15 Uhr
maretz schreibt am 01.01.2011 um 12:42:10 Uhr
---
ich behaupte sogar das ich nen Rechnernetzwerk mindestens ebensogut
einrichte wie jeder den ihr habt - denn mein Job war/ist es seid 6 Jahren
genau das zu tun. Nur das in der "freien Wirtschaft" nen Ausfall von nem
Rechner innerhalb von ggf. ner Stunde behoben werden muss weil das bei
"uns" Geld kostet... Mein Chef würde mich vor die Tür setzen wenn ich
da dann lange Anträge stellen lasse oder so - die Leute müssen bei uns arbeiten....

Wow. Da bin ich aber schwer beeindruckt.
Nein wir müssen selbstverständlich keine (Hoch-)Verfügbarkeit der kritischen Infrastrukturen sicherstellen - weder bei unserer Feuer- und Rettungswache noch im Rathaus. Wenn Mitarbeiter nicht arbeiten können, geben wir entsprechende Anträge raus, welche in 3facher Ausfertigung eingereicht werden müssen und gelegentlich bereits binnen Jahresfrist abgearbeitet werden. Und vorm Urinal pinkeln wir uns regelmäßig auf die Schuhe, weil wir sogar dafür zu dämlich sind.

Mal abgesehen davon, dass die Existenz von Blindgängern, Faulenzern und Blendern nicht nur auf den öD beschränkt ist, gibt es hier auch eine seltsame Erfindung, die ich mit Arbeitsteilung und Spezialisierung umreißen würde. Der 1st-Level-Supporter, der beim Enduser auftaucht, um eine Störung am PC oder Netzwerk zu beheben, ist in der Tat selten ein studierter Atomphysiker, sondern z.B. bei uns halt "nur" ein angelernter Elektriker oder ein Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration. Diese Mitarbeiter bauen keine Netze auf, migrieren nicht jeden Tag ein AD, haben keine Ahnung von ESX-Clustern und erarbeiten auch keine neuen Lösungsansätze für grundlegende technische oder organisatorische Fragestellungen. Und ja (@dog) diese MA wissen auch nicht, über welchen Rahmenvertrag der Schulträger seine Lizenzen bezieht - geschweige denn, was ein Rahmenvertrag überhaupt ist. Weil es nicht ihr Job ist! Dies bedeutet aber noch lange nicht zwingend, dass es in der Organisation niemanden gibt, der sich diesen Themen widmen würde. Genauso wie man nicht daraus schließen kann, dass der MA der Postbank deren Finanzprodukte nicht erklären kann, weil der Briefträger dazu nicht in der Lage ist.


dog schreibt am 31.12.2010 um 23:30:34 Uhr
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Vergiss diese Idee bitte ganz zügig wieder, denn das hat so gar nichts mit dem Alltag von Schulen in Deutschland zu tun!

maretz schreibt am 01.01.2011 um 12:42:10 Uhr
---
stimmt - unseren Schulen geht es super. Deshalb ist Bremen (da komm ich eben her)
ja auch sooo super aufgestellt und wir haben hier nur die besten Schüler....
...
Klar - die können alles mögliche beantragen. Wenn es denen so gut geht - dann frage
ich mich warum müssen heute Eltern teilweise schon den Reinigungsdienst helfen bzw.
Reperaturen (Streichen usw.) sogar mitmachen wenn die wollen das sich das Kind wohlfühlt?

Xaero1982 schreibt am 01.01.2011 um 14:09:14 Uhr
---
die von sk beschriebenen vorhandenen Geräte wie Digitale schwarze Bretter etc.
sind eher ein Ausnahmefall und können vom Großteil der Schulen gar nicht finanziert werden.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mißverstanden wurde - möglicherweise, weil mein anderes Posting nicht gelesen wurde.
Ich habe _nicht_ behauptet, dass in allen Schulen Deutschlands die Zustände herrschen, die ich dargestellt habe. Vielmehr ist dies die Beschreibung des momentanen Ausstattungsniveaus der von mir ausgestatteten und betreuten kommunalen Schulen. In unserer Stadt ist das Thema in der Kommunalpolitik so hoch aufgehängt, dass enorme finanzielle und personelle Mittel dafür aufgewandt werden. Dank einer konsequenten Entschuldungspolitik in den letzten Jahrzehnten kann sich das unsere Stadt im wahrsten Sinne des Wortes "leisten". Bei uns verfallen auch die Schulgebäude nicht (mehr)! Dass diese "Zustände" im Vergleich zu vielen anderen Schulen nahezu paradiesisch sind, ist mir selbstverständlich bekannt. Ich habe diese Beschreibung nur getätigt, um zu illustrieren, dass man aus dem Gejammer mancher Schulen nicht zwingend auf eine schlechte IT-Ausstattung oder gar ein "Imstichlassen" seitens des (kommunalen) Schulträgers schlußfolgern kann, denn auch "unsere" Lehrer bekommen es fertig, gegenüber Externen fürchterlich auf die Tränendrüsen zu drücken. Einen Grund dafür habe ich genannt - weitere Motive und Umstände könnte ich hier in blumigen Beispielen anführen. Ich spare mir das, weil es im Grunde nichts zum Thema beiträgt.

Der Ursprung dieser Off-Topic-Diskusssion war ja, dass ich mich gegen den Vorschlag zur Schenkung eines einzelnen(!) gebrauchten PCs an eine Schule gewandt hatte. Warum?
Weil ich der Meinung bin, dass IT an Schulen eben nicht auf Dauer davon abhängig bleiben darf, dass ab und an eine oder auch mehrere alte Kisten gespendet werden und Lehrer gezwungen sind, sich mehr schlecht als recht mit deren Administration zu beschäftigen. Stattdessen muss die Technik seitens des Schulträgers bedarfsgerecht(!) und verlässlich zur Verfügung gestellt, eingerichtet, administriert, gewartet, ggf. instandgesetzt/entstört und regelmäßig erneuert werden. Hierbei geht es nicht nur um die Einrichtung von PC-Räumen für den Informatikunterricht (das wäre der Stand von vor 15 Jahren!), sondern (zumindest auch) um die Bereitstellung als ganz normales Arbeits- und Lehrmittel für die Vermittlung der (m.E. wichtigeren) "klassischen" schulischen Inhalte! Die Lehrer sollen die Technik lediglich einsetzen, um zu LEHREN! Um die Inhalte - soweit möglich - zeitgemäßer und damit für die Schüler spannender und effektiver zu vermitteln. Das erfordert vom Lehrpersonal entsprechende Kompetenzen und die Entwicklung darauf abgestimmter pädagogischer Konzepte, aus welchen zusammen mit dem Schulträger Ausstattungs- und Betreuungs(!)konzepte abgeleitet und umgesetzt werden können. Dabei können Schenkungen durchaus eine gewichtige Rolle spielen und werden es angesichts der Finanzausstattung der Schulträger und des erforderlichen Finanzierungsbedarfs sehr wahrscheinlich vielerorts müssen. Ohne einen geordneten und zielgerichteten Umgang damit, sind Schenkungen aber nunmal eher hinderlich als förderlich zur Erreichung des vorgenannten Zieles. Dieser Wildwuchs kann von niemandem auf Dauer mit vertretbarem Kostenaufwand betrieben werden. Ehrenamtliche Unterstützung bei der Wartung und Administration der Systeme durch die Eltern ist löblich, aber aller Erfahrung nach nicht dauerhaft auf hohem Niveau zu halten, denn das ist immer abhängig von der Kompetenz und dem Engagement einzelner Elternteile und die sind spätestens dann nicht mehr greifbar, wenn das Kind die Schule verlässt. Deshalb muss insbesondere der Support professionell organisiert werden!
Ihr habt ganz treffend die Missstände an vielen Schulen beschrieben und beklagt. Aber ändert Ihr diese Zustände grundlegend und längerfristig durch vereinzelte PC-Spenden? Nein, das zementiert diese nur! Das ist alles gut gemeint, aber letztlich doch kurzsichtig und hinderlich.
Deshalb: PC-Spenden bitte nur in Absprache mit dem Schulträger und auch nur dann, wenn es hierfür auch ein realistisches und praktiziertes Betriebskonzept gibt. Ansonsten endet die Spende ohnehin relativ schnell als Elektronikschrott in den Kellern der Schule und hilft niemandem.


Gruß
sk
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Mitglied: Xaero1982
02.01.2011 um 16:26 Uhr
Zitat von sk:
z.B. bei uns halt "nur" ein angelernter Elektriker oder ein Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration.

Nur mal drei Worte dazu ...

Ist mir ein wenig zu pauschal, denn ich bin Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration und betreue u.A. eine Schule mit über 200 Clients + ca. 50 Notebooks. Einen ESX Server mit 4 2008er Servern, 11 WLan AP, diverse Drucker usw. und das habe ich selbst eingerichtet. Also pauschal zu behaupten, dass diese Leute ja nichts auf dem Kasten haben außer 1St - Level Support finde ich ein wenig übertrieben und unpassend

Ansonsten kannst du froh sein, dass deine Stadt das so hinbekommen hat, aber das ist hier leider nicht denkbar, denn hier muss um jeden PC gebettelt werden und wenn der dann mal nach einem Jahr kommt ist das schon fast ein Wunder.

VG
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Mitglied: maretz
02.01.2011 um 16:38 Uhr
Moin,

das - sofern du eben nicht nur Schulen betreust - ihr auch Systeme habt die Kritisch sind bestreite ich auch nicht. Genauso ist es sicherlich so das ein Ausfall eines Servers an der Schule - grad wenn er für die Verwaltung ist - schnell behoben wird. ABER: Ich rede vom einzelnen PC. Und hier kommt es dann eben drauf an - ist das Budget grad knapp dann wird der dieses Jahr halt nicht mehr ersetzt... Und da sehe ich eben die Probleme.

Und was die Administration angeht: Hier gebe ich dir sogar recht. Deshalb wäre es für mich eher so das ich eben sage: Ok, ich mache das auch "nebenbei" lieber mit - bevor da nen Lehrer wieder rumspielt. Egal ob in der freien Wirtschaft der Sachbearbeiter - oder der Lehrer an der Schule: Diese Admins machen oft mehr schaden als nutzen....

Auch das mit dem Support ist sicher richtig: Natürlich würde auch ich nach verlassen des Kindes die Betreuung nicht weiter übernehmen können. Aber auch hier kann man sicher eine Übergabe organisieren - ist ja in meinem Job auch nicht anders. Allein wenn ich im Urlaub gehe muss ich meinem Kollegen ja sagen was los ist - oder ich hab nen dauertelefonat gewonnen...
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Mitglied: sk
02.01.2011 um 17:08 Uhr
@Xaero1982: Ich wollte damit nicht gesagt haben, dass FISIs generell nur zum 1stLevel-Support taugen oder immer nur auf dieser Stufe stehen bleiben, wenn sie auf dieser begonnen haben. Es gibt immer "sohne und solche". Meine Aussage war sicherlich mißverständlich und pauschalierend. Sorry!

Gruß
sk
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