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gelöst Sinnvolle Datensicherungsroutine

Mitglied: MarcusBruehl

MarcusBruehl (Level 1) - Jetzt verbinden

13.02.2008, aktualisiert 14.02.2008, 4272 Aufrufe, 5 Kommentare

Hallo ich hätte da mal einige Fragen zu einer sinnvollen Datensicherungslösung.

So hier erstmal das Problem. Ein Kunde von mir möchte ein vernünftiges Datensicherungskonzept erstellt haben.

Meine Idee hierzu war dies einmal täglich Zeitgesteuert zu machen. Als Software benutze ich hierzu snapshot.

So nun meine Frage wie macht man das sinnvoll.
Montags immer eine komplett Sicherung, und Dienstags bis Sonntags eine Inkrementelle oder Differenzielle?

Bitte um rasche antwort, aber bitte nicht in zu extremen Fachchinesisch, danke euch.
Mitglied: jato11
13.02.2008 um 01:04 Uhr
Hallo Marcus,
ich bin mir sicher, dass es für Deine Frage 1000 Antworten gibt.

Einschränken könntest Du das, wenn Du uns beschreibst was gesichert werden soll.
Z.B. PCs oder Server oder beides, welche Datenmenge, welche Sicherungslaufwerke sind vorhanden, Betriebssystem(e) usw.

Viele Grüße
Torsten
Bitte warten ..
Mitglied: datasearch
13.02.2008 um 01:06 Uhr
Snapshots sind leider relativ wertlos wenn dir die komplette Hardware auffällt und dirch (meistens andere) ersetzt wird. Ich verwende nach wie vor NTBackup um einfache Sicherungen zu erstellen. Ein Image lohnt sich nur als gute Basis zur wiederherstellung eines Datenträgerausfalls, nicht jedoch, falls einzelne Dateien gelöscht werden. Zum Konzept. Zu Sicherungszwecken würde ich wöchentlich eine Vollsicherung und Mo-Fr eine Inkrementelle Sicherung fahren. Je nach Wiederherstellungszeit könnte man aber auch eine Differenzsicherung zur letzten Vollsicherung ausführen.


Grundlegendes:

- Eine Vollsicherung sichert alle Dateien inkl. Datums/Zeitangaben und Rechten. Dabei wird das Archivbit (ein Atribut von Dateien/Ordnern) nach der Sicherung auf 0 gesetzt (gelöscht).

- Eine Inkrementelle Sicherung sichert alle Dateien mit gesetztem Archivbit. Also, alles was sich seit der letzten sicherung geändert hat. Das Archivbit wird wieder gelöscht.

- Eine Differenz-Sicherung sichert ebenfalls alle Dateien mit gesetztem Archivbit. Dieses wird allerdings NICHT zurückgesetzt.

Das Konzept VOLL/Inkrementell optimiert die Zeit, die zur Sicherung erforderlich ist da nur die Dateien die sich seit der letzten Voll oder Inkrementellen Sicherung geändert haben gesichert werden. Die Wiederherstellung erfordert aber die letzte VOLL und ALLE inkrementellen Sicherungen. Sie stellt aber ebenfalls Sicher, das die Zwischenversionen wiederhergestellt werden können (zb. ab Donnerstag eine Datei vom Montag wiederherstellen)

Das Konzept VOLL/differenz optimiert die Zeit für die Wiederherstellung, da nur der letzte Voll und der letzte Differenzdatenträger erforderlich ist. Im Normalfall werden die Differenzsicherungen der vergangenen Tage überschrieben was eine wiederherstellung von Dateien die an Tagen zwischen den Differenzsicherungen angelegt und gleich wieder gelöscht (zb. montag angelegt, dienstag gelöscht) wurden unmöglich macht. Alternativ könnte man alle Diff-stände aufheben.

Ich verwende für alles, AUSSER es ist eine schnelle wiederherstellung nötig VOLL/Inkrementelle Sicherungen.

Zu Archivzwecken gibt es noch eine Kopiersicherung. Sie funktioniert wie eine Vollsicherung, nur das die Archivbits nicht geändert werden. Das eignet sich um mitten in der Woche eine Sicherung komplette Sicherung zu starten OHNE die bestehende Strategie zu beeinflussen.

Ich hoffe diese Informationen reichen für ein Konzept.

Prüfe auch das Medium das du zur Sicherung benötigst. Bänder sind die Klassische Lösung, funktionieren gut, sind aber für große Datenaufkommen sehr teuer im vergleich zu USB oder Letzlaufwerken), USB-Platten müssen robust sein (am besten 2 oder mehr in einem festgelegtem rytmus tauschen), netzlaufwerke (NAS-Geräte) haben auch nur Festplatten, benötigen zusätzlich Strom und Netzwerk was die ausfallwarscheinlichkeit weiter in die höhe treibt (Blitz, Überhitzung usw.)

Image-techniken eignen sich als reine Systemsicherung. Da du ein Systembackup in der Regel nach einem Server-Totalausfall sowieso vergessen kannst, kannst du die Systemplatte auch per Image wöchentlich Sichern. Wie gesagt, für Dateien brauchst du zwingend die Möglichkeit einzelne Dateien von (je nach Anforderung) bestimmten ständen wiederherstellen zu können. Bitte keine Images von Datenplatten, wer will schon 200GB wiederherstellen wenn ein 30k excel-datei futsch ist.
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Mitglied: jato11
13.02.2008 um 10:02 Uhr
Hallo datasearch,

schöne Beschreibung, hilft bestimmt vielen.

Muss man sich nur entscheiden, wie lange die Vollsicherung gelagert wird.
Ich würde die Daten mindestens 4 Wochen liegen lassen.

Noch ein Hinweis: Aus einem Image können auch einzelne Dateien herausgezogen werden,
zumindest bei Ghost. Bei Acronis wird es auch so sein.

Viele Grüße
Torsten
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Mitglied: MarcusBruehl
13.02.2008 um 23:14 Uhr
Danke für eure Antworten werde dem Rat von datasearch folgen, hat mir sehr weitergeholfen.

Als Anhang noch: Ich habe nicht von snapshots geredet, es gibt eine Software die so heißt einfach mal schauen http://www.drivesnapshot.de/de/index.htm . Hat zwar kein Benutzer geführtes Menü ist aber im vergleich zu anderen extrem günstig und lässt sich sämtlichen Windows Serversystemen betreiben.
Bitte warten ..
Mitglied: datasearch
14.02.2008 um 01:36 Uhr
Es freut mich die weitergeholfen zu haben. Kurz noch, diese Snapshot-Technik wird auch von NTBackup verwendet, um offene Dateien zu sichern. Es nennt sich nur "Schattenkopien" oder "Volume Shadow Copy" oder kurz, VSS. Dieser Dienst leitet alle EA Vorgänge einer Datei während sie gesichert wird um, um die Datei "sauber" wegsichern zu können. Aber warum mühe und Zeit in externe SW stecken wenn es mit Hausmitteln genauso geht .
Bitte warten ..
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