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GELÖST

Welche Storage-Lösung bei 4-5 TB netto Volumen, 2 Hosts und bis zu 20 VMs?

Frage Hardware SAN, NAS, DAS

Mitglied: oliver12

oliver12 (Level 1) - Jetzt verbinden

16.02.2015 um 16:52 Uhr, 2437 Aufrufe, 10 Kommentare, 1 Danke

Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer Storage-Lösung mit ca. netto 4-5 TB Volumen angebunden an zwei Hosts für bis zu 20 VMs (VMware). Insgesamt gibt es 50 User.

Subjektiv ist für mich Netapp (E2724) und EMC (VNXe3200) relativ weit vorn. Angebote habe ich u. a. erhalten mit den Konfigurationen

Dell (2x Hosts PowerEdge R730 + PowerVault MD3420),
Fujitsu (2x RX2530 + DX100) sowie
IBM / Lenovo (2x x3650 + Storwize V3700)

Die genannten Systeme bzw. Hersteller sind mir allerdings etwas unbekannt.


Ansonsten sind die Konfiguration je Host mit 2x6/8 Kerner, 128 GB RAM, und beim Storage 2x 200-400 SSD als Cache sowie 10-12x 600 GB SAS)
Wobei hier die Frage ist, machen SSDs wirklich so viel aus?

Das Investitionsvolumen beträgt ca. 50-55.000,- € (inkl. VMware, Microsoft).


Gibt es hier DEN Hersteller oder tun die sich mittlerweile alle nichts und VMware macht eigentlich den Rest? Leider höre ich von Anbieter A und B und anders herum nur Nachteile bzw. die Vergleichbarkeit der Angebote ist relativ begrenzt.

Vielleicht gibt es jemanden der in der selben Situation war oder sich befindet und kann etwas zu meiner Problemstellung sagen.
Mitglied: Dani
16.02.2015, aktualisiert um 18:06 Uhr
Moin,
obei hier die Frage ist, machen SSDs wirklich so viel aus?
Die SSDs kitzeln nochmal ein paar IOPS heraus und fangen vorallem Boot Storms ab. Wenn du zeitlich Windows Updates installierst, merkt man es auch.

eider höre ich von Anbieter A und B und anders herum nur Nachteile
Die wären?

Gibt es hier DEN Hersteller oder tun die sich mittlerweile alle nichts und VMware macht eigentlich den Rest?
Was mich an EMC Marketing so aufregt ist, dass aus den vorherigen drei Produkten Clariion, Celerra und die dazugehörigen Gateways die VNX entstand. Dazu kamen neue Hardware und Software für dieses Storageserie. Aber unter der Haube wurde kaum bis gar nicht aufgeräumt. Funktionen müssen nach wie vor aus den dreien zusammengesucht werden. Spricht man den Vertriebler auf dies an, bekommt man das übliche Blabla.

Bei Netapp bekommst du neben den vielen Produktoptionen fast alles aus einer Hand (Schweizer Taschenmesser ). Gerade die geschlossene Partnerschaft mit Veeam verspricht viel im Bereich Backup für KMUs. Wo bisher auch Netapp mit ihrer Snapmanager - Reihe ein Produkt angeboten hat. Die Einrichtung der Agenten und Konfiguartion haben uns schon viele Nerven kostet, aber wenn es einmal läuft - keine Probleme.


Gruß,
Dani
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Mitglied: broecker
16.02.2015 um 18:18 Uhr
Moin,
ja, SSD macht einen großen Unterschied, aber ist ein SAN in der Konstellation überhaupt nötig?:
bei nur zwei Knoten wird die Bandbreite über die Fabric (FibreChannel oder 10GB-Ethernet?) unglücklich abgerufen, wenn Knoten und Datenwachstum moderat bleiben, würde ich etwas anderes vorschlagen (und betreibe es auch bei Kunden):
VMware-VSAN auf drei Knoten (statt derzeit zwei Knoten +SAN), weniger Investition in die Fabric ("nur" 10GB-Ethernet+Switch statt FC als vmKernel-Schnittstelle für VSAN), statt SSD+SAS-HDD nur noch SSDs - aber DAS-angebunden an die vorhandenen Knoten (also nicht optimal schnell),
das Budget dürfte dafür auch locker reichen und die Ausfallsicherheit wird erhöht, da dann von drei Knoten einer ausfallen darf und die zwanzig VMs auf zweien (langsamer aber gut) laufen.
Fragen wären, wie die bisherigen Knoten aussehen und ob SAN-Feature wie Dedub, Snapshots, Replikation gewünscht sind.
HG
Mark
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Mitglied: Rudbert
16.02.2015 um 19:14 Uhr
Hallo,


wir haben bei ähnlicher Größe (>20 VM-Server, 3 ESXi-Hosts, 1 physikalischer Veeam-Server, 125 User, ~7TB) vor kurzem unser

HP MSA 2312i (angebunden über 1 GBits/s iSCSI)

durch ein

HP MSA 2040 (angebunden über 6/12 GBit/s SAS)

abgelöst und waren/sind mit beiden Geräten sehr zufrieden. Die MSA 2040 bestückt mit 24 600GB SAS-Festplatten kostete vor ca. einem Jahr um die 20k. Dazu noch die 4 SAS-Hostadapter). Ein Fibre-Channel Gerät inkl. SAN-Komponenten wie Switch usw. erschien uns zu umfangreich, da ein größeres Wachstum in naher Zukunft ausgeschlossen werden konnte. Die MSA 2040 hat 2 Controller mit je 4 Host-Ports, kann also ausfallsicher an jeden Host angebunden werden.


Mit freundlichen Grüßen
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Mitglied: oliver12
16.02.2015 um 22:29 Uhr
Nachteile hörte ich z. B. bei Netapp, dass ab 60% Belegung das System signifikant langsamer werden würde. Auch die Performance mit der Deduplizierung soll nicht so der Hit sein. Ich habe mir vor ca. 1,5 Jahren bei Netapp ein Testsystem angeguckt, habe aber natürlich keine Praxiserfahrung.

Für mich ist die Netapp aktuell Preis/-Leistungs-Sieger was unified storage anbelangt. Nur geht das auch günstiger bei den besagten Fujitsu, Dell und IBM/Lenovo. Und da stellt sich für mich die Frage, ob die eben genannten drei Vertreter auch dasselbe leisten.

Snapshots, Replikation und eben der automatische Fail-Over ist interessant. Eine Sicherung der Datenbanken mehrmals am Tag ist das Hauptziel.

Nach aktueller Überlegung kann einer von den beidens Hosts zwecks Wartung oder Defekt ausfallen. Die VMs sollen dann überwiegend in Dienste aufgeteilt werden (z. B. WSUS, Kaspersky, usw.). So kommt die relativ hohe Anzahl an VMs zustande. Aktuell virtualisieren wir noch nicht.
Jedenfalls müsste eine SAS 6 oder 12 Gbit-Anbindung an das Storage und eine redundante 1 GBit-Verbindung an den normalen Switchen auch ausreichend sein. Viel passiert ja auch nicht seitens der Clients zu den Servern und zurück. Somit sind die SSDs eigentlich nur für die Datenbanken schön und sonst nur nice to have bzw. (noch) zu teuer.

Das HP Storage sieht technologisch auf den neuesten Stand aus, aber viel schlauer werde ich auch nicht, warum es gerade das werden soll. Zu mal ich bei HP den "Bulgarien"-Support nicht wirklich bevorzuge. Aber da lässt sich ja mit etwas Budget einen deutschsprachigen und persönlichen Ansprechpartner dazu buchen. Von daher...
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Mitglied: Dani
16.02.2015, aktualisiert um 23:08 Uhr
Nachteile hörte ich z. B. bei Netapp, dass ab 60% Belegung das System signifikant langsamer werden würde.
Kann ich nicht bestätigen. Aktuell sind unsere Systeme zwischen 50-80% belegt und das Monitoring zeigt nach wie vor gute Werte an.

Auch die Performance mit der Deduplizierung soll nicht so der Hit sein.
Bezogen auf was? iSCSI, SMB oder NFS? Datenbanken oder mehrere VMs? Wir haben eine zeitlang Dedup auf Datenbanken durchgeführt. Da gabs Einbusen. Aber auf einen 4TB NFS mit 55 VMs Server 2003, 2008, 2012, Linux dauert eine komplette Dedup ca. 3 Stunden. Was ich nicht viel finde...

Bei Snapshots musst du aufpassen. Netapp kann pro Volume 255 Stück anlegen. Das war früher ein Alleinstellungsmerkmal.
Replikation wohin und worauf? Storage to Storage? Bei EMC sind nicht alle Storage auf/abwärts kompatibel. Anders sieht es bei Netapp aus, da geht es immer, da das Betriebssystem überall gleich ist.

Eine Sicherung der Datenbanken mehrmals am Tag ist das Hauptziel.
Bietet sich Snapmanger for Microsoft SQL an. Dieser legt das Backup in Form eines Snapshots an. D.h. der erste Snapshot entspricht der Größe der Datenbank und alle Nachfolgende haben dann je nach Veränderung nur noch einige MB oder GB. Somit wird nicht jedes Mal die Kapazität der Datenbank benötigt.

Jedenfalls müsste eine SAS 6 oder 12 Gbit-Anbindung an das Storage und eine redundante 1 GBit-Verbindung an den normalen Switchen auch ausreichend sein.
Für die Anbindung via NFS/iSCSI gibt es spezielle Switches mit hoher Buffersize und wir vom LAN komplett getrennt. Dazu gibt im Forum bereits mehrere Beiträge.


Gruß,
Dani
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Mitglied: departure69
LÖSUNG 17.02.2015, aktualisiert 19.02.2015
Hallo.

Bei den Storage-Systemen gibt es große Namen und kleine, die in dem Bereich nicht ganz so bekannt sind.

Bei EMC und NetApp kokettierst Du mit Ferrari und Lambhorgini, bekommst nahezu perfekte Leistung, mußt aber auch den guten Namen teuerst mitbezahlen.

In der Größenordnung, wie Du es benötigst, würde ich eher zu einer Fujitsu Eternus raten. Mit EMC oder NetApp schießt Du mit riesigen Kanonen auf Spatzen.

Fujitsu ist in den SAN-Storage-Markt erst vor 5-6 Jahren eingestiegen, nach einigen Soft- und Hardwareupdates sehe ich bei deren Lösung aber mittlerweile überhaupt keine Nachteile mehr zu den "Großen". Die Eternus ist genauso leistungsfähig, beherrscht alles, was heutzutage "State Of The Art" ist und ist deutlich günstiger zu kriegen als bspw. ein EMC-System.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit 2 Fujitsu "Eternussen", und mit genügend Spindeln machen die auch bei SAS-Magnetplatten herausragend gutes Tempo. Sind aber auf Wunsch natürlich auch mit SSDs erhältlich (meines Erachtens in Deiner Größenordnung überhaupt nicht notwendig). Spielen auch hervorragend zusammen mit einer vCenter-Umgebung oder Microsoft-VMM.

Somit meine Empfehlung: Fujitsu Eternus. (http://www.fujitsu.com/de/products/computing/storage/disk/eternus-dx/)


Grüße

von

departure69
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Mitglied: oliver12
17.02.2015, aktualisiert um 13:45 Uhr
Danke für die Antworten.


Mir macht die Fujitsu DX100 auch einen guten Eindruck. Leistungstechnische wird sie wohl ausreichen, auch wenn nur SAS-2 mit 6 Gbit/s vorhanden sind. Kannst Du mir zu der Festplattenkonstellation sagen, wie sich die Leistung verhält bei vielen VMs auf einen größeren RAID-Verbund? Sprich, ist es eine Teilung in zwei RAID-Gruppen sinnvoll oder läuft das flüssig genug?

Da per SAS direkt angebunden wird, ist eine Verlagerung auf einen extra Switch denke ich nicht notwendig. Da ist viel mehr die Redundanz zu den Clients/Switchen als die Geschwindigkeit von Relevanz.

Kann jemand zu Dell etwas sagen? Die sind nämlich preislich etwas attraktiver.
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Mitglied: departure69
17.02.2015 um 15:44 Uhr
Ja, 2 RAID-Gruppen sind sinnvoll. Bei Verschiebeaktionen größeren Ausmaßes (VMotion, LiveMotion)) oder (nahezu) gleichzeitigem Neustart vieler Maschinen dankt das schon die Performance.

Viele Grüße

von

departure69
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Mitglied: eazy-isi
LÖSUNG 17.02.2015, aktualisiert 19.02.2015
Servus,

wir haben von Dell diverse Equalogics als auch eine MD1200 im Einsatz und sind bisher mehr als zufrieden.
Wir standen damals vor derselben Entscheidung und haben uns anstelle von Netapp/HP/EMC/Datacore(Hitachi) dann für Dell
entschieden.
Ausschlaggebend war das Gesamtkonzept des Anbieter und der Preis.
Die anderen Anbieter konnte hier preislich nur mit teils dubiosen Rabatten bzw. Refurbished Hardware mithalten.
Datacore in Verbindung mit Hitachi Storage war auch in der engeren Auswahl, war aber Aufgrund des zusätzlich benötigten FC-Switche
dann schlichtweg nicht mehr bezahlbar.
Bei der EQL sind praktisch alle Features schon integriert und müssen nicht noch nachlizenziert werden, oder Verursachen laufende Lizenkosten.
Bei deinen Anforderungen könnte ich mir folgendes vorstellen.

2x Dell Poweredge Rxx
2x Dell MDxx anbindung per iSCSI/SAS
und darüber Vsphere Essentials Plus in Verbindung mit Veeam
wenn eins bißchen mehr kosten darf würde ich die 2 MD´s gegen 2 EQL´s tauschen.

1x Storage wie in deinem Konzept würde ich persönlich aufgrund der SPoF Thematik nicht machen.

Gruß
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Mitglied: oliver12
17.02.2015 um 16:55 Uhr
@departure69
Sowas in der Art habe ich mir auch schon gedacht. So kann man abgesehen vom RAID-Levell den SPoF hier auch noch mal etwas eingrenzen.

@eazy_isi
Bei dem Budget reicht es "nur" für 1x Dell PowerVault MD3420 samt SSDs und SAS-Platten. Der SPoF wird wieder durch den 4-Stunden-Mission-Critical-Service in den Hintergrund verschoben. Denn eine weitere Storage-Kiste kostet gleich wieder 15k mehr.
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