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Unterlizenzierung und Illegale Seriennummer festgestellt - wie vorgehen?

Frage Entwicklung Lizenzierung

Mitglied: DReffects

DReffects (Level 1) - Jetzt verbinden

09.06.2010 um 20:36 Uhr, 7233 Aufrufe, 22 Kommentare

Wie soll vorgegangen werden, wenn bei einer Kundenübernahme Unterlizenzierung und Illegale Seriennummer festgestellt werden?

Hallo,

hätte mal folgende theoretische Frage:

EDV-Dienstleister A übernimmt von einem Anderen EDV-Unternehmen den Kunden K. Bei der Durchsicht der EDV Anlage stellt sich heraus, dass auf allen Terminalservern keine legale Office-Version im Einsatz ist und hierfür ein in einschlägigen Tauschbörsen bekannter Key verwendet wurde.
Das Administrationskenntwort war dem Kunden K nicht bekannt - es ist also eindeutig, dass die Software durch das EDV Unternehmen installiert wurde. Die Geschäftsführung ist völlig entgeistert, ist sie nun schließlich mit einem fünfstelligen Betrag für Softwareanschaffungen konfrontiert.

Nun steht im Raum, dies an Microsoft und auch an die Staatsanwaltschaft zu melden. Hierbei kommen zwei Fragen auf: Wie ist der eigentliche Tatbestand und wie verhält es sich hierbei mit der Nutzungsdauer für die Software. Kunde K hat schließlich über 8 Monate eine nicht lizenzierte Software verwendet.

Kann es hier zu Problemen kommen? Es ist außer Frage, dass der Kunde nicht von der Verwendung wusste, da er die EDV-Betreuung allumfänglich an das andere Unternehmen abgegeben hatte.
Danke & Gruß
Mitglied: goscho
09.06.2010 um 20:50 Uhr
Hallo DReffects,
prinzipiell ist der Kunde immer in der Verantwortung und auch haftbar.

Allerdings geht es hier um Rechtsberatung und das solltest du mit einem Anwalt klären.
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Mitglied: bstefan82
09.06.2010 um 20:57 Uhr
Wenn ich mich recht entsinne ists eigentlich egal was dur fürn key von wo nimmst. Was zählt ist, wieviel Lizenzen im Schrank liegen =)
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Mitglied: DReffects
09.06.2010 um 20:59 Uhr
Im Schrank liegen in meinem fiktiven Fall keine einzige Lizenz...

EDV Unternehmen wurde von Kunde beauftragt "sich um die EDV zu kümmern", Kunde hatte keinerlei Zugriff zum Server, nun wird bei Übergabe festgestellt: Berechnete Lizenzen fehlen und wären eh viel zu wenig gewesen, zusätzlich dazu eben torrent CD Key für Office 07 Pro.

Frage geht auch in Richtung Strafanzeige, Selbstbelastung des Kundens dadurch usw.

Große Frage dabei ist wohl auch: inwiefern kann der Geschäftsführer des Kundens haften wenn er nach treu und glauben die betreeung aus der hand gab.

Und: welche Rolle spielt die viel zitierte BSA?
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Mitglied: Biber
09.06.2010 um 21:12 Uhr
Moin DReffects,

wie wahrscheinlich auch jeder kómmende weitere Poster als ersten Satz schreiben wird:
Dieser Kommentar ersetzt keine und ist keine Rechtsberatung. --> www.wo-wohnt-anwalts-liebling.de
Zitat von DReffects:
Große Frage dabei ist wohl auch: inwiefern kann der Geschäftsführer des Kundens haften
wenn er nach treu und glauben die betreeung aus der hand gab.
Nur zu diesem Aspekt
Da wird sicherlich gefragt werden, worauf er denn "Treu & Glauben" hätte gründen dürfen.
Ein derartiges (unterstelltes und unbewiesenes) Verhalten des bisherigen externen IT-Dienstleisters lässt kaum auf ein renommiertes ISO-zertifiziertes GOLD-Partner-Systemhaus schließen.
Wenn er irgendeinen kleinen Billig-Krauter mit gebraucht gekauftem GmbH-Mäntelchen angeheuert hat für 30% unter regionsüblichem Stundensatz,
dann wird er (Kunde K) sich kaum auf seine Blauäugigkeit berufen können.

Wie würdest denn du in deinem vollkommen fiktiven Szenario den bisherigen "EDV-Dienstleister" beschreiben?

Grüße
Biber
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Mitglied: St-Andreas
09.06.2010 um 21:47 Uhr
Treu und Glauben hin und her, wenn der fiktive Kunde die Lizenzen bezahlt hat, so hat der vorherige Dienstleister diese Lizenzen auszuhändigen. Hat der Kunde die Aushändigung dieser Lizenzen bereits quittiert, so hat er Pech gehabt und muss sich Fragen lassen wieso er einfach etwas unterschreibt. Hat er das nicht muss der vorherige Dienstleister natürlich die Lizenzen aushändigen.
Dann das Thema Unterlizensierung. Hier steht der GF in der Pflicht, kann aber eventuell eine mangelhafte Beratung beim vorherigen Dienstleister geltend machen. Meint: Kunde K muss dann zahlen, kann aber vielleicht sich die Zahlung mit Hinweis auf falsche/mangelhafte Beratung beim vorherigen Dienstleister wiederholen.
Aber grundsätzlich sollte sich der nachfolgende Dienstleister aus dieser Thematik heraushalten, weil der nachfolgende Dienstleister selten Rechtsberatung liefern kann (so wie dieser Beitrag und das gesamte Forum auch).
Übrigens zeugt es auch nicht von besonderer Professionalität solche Fragen (auch wenn sie als theoretisch dargestellt werden) in einem ITlastigen Forum zu stellen. Solche Fragen sollte der GF des Kunden nur mit seinem Anwalt klären (und der nachfolgende Dienstleister sollte sich da einfach raushalten und nur die korrekte Lizensierung anbieten).

Aber wie gesagt, das gehört alles eigentlich nicht hier hin und dieser Beitrag ist weder Rechtsberatung noch sonstwas sondern stellt eine reine Meinungsäusserung dar.
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Mitglied: maretz
09.06.2010 um 22:11 Uhr
Moin,

meine rein persönliche Meinung: Der Kunde hat ja eine Rechnung/Quittung über die Lizenzen. D.h. er kann nachweisen das er diese bei einem EDV-Systemhaus gekauft hat - und vermutlich die Installation auch gleich mit (ich würde als Kunde jedenfalls komisch gucken wenn ich ne gebrannte CD bekomme oder der Key nur auf nem Schmierzettel steht...).

In dem Fall würde ich auch auf den Erwerb in guten Glauben tippen - d.h. ich muss davon ausgehen dürfen das mir das Sys-Haus die richtige SW installiert und das damit ok ist.

Jetzt kommen wir aber mal zum Punkt wo der Fuchs im Pfeffer liegt: Wenn dein Kunde das jetzt feststellt dann MUSS er auch handeln und dieses entsprechend zur Anzeige bringen und/oder die herrausgabe der realen Lizenzen verlangen. Denn jetzt ist er nicht mehr im guten Glauben - er wurde darauf hingewiesen das es illegal ist. Jede weitere Nutzung ist daher wissentlich illegal (-> aus einem illegalen Gegenstand kann kein legaler Gegenstand mehr werden -> d.h. wenn ich weiss das es illegal ist dann ist eine weitere legale nutzung ausgeschlossen). Lässt er das jetzt einfach so laufen kann er dafür noch Action bekommen.

Ich würde allerdings mit genau diesem Punkt entweder mit nem Anwalt sprechen oder direkt mal bei der MS-Anti-Piracy-Hotline anrufen. Da es MS sicher mehr gelegen ist ein Systemhaus zu bekommen welches illegale Kopien verteilt UND hier eben die Rechnung ja vorliegt so das der Kunde glauben musste er hat was legales würde ich nicht davon ausgehen das es gegenüber MS zu großen Problemen kommt. Die werden dann eher ihre Register beim Systemhaus ziehen - und DIE Konsequenzen sind dann üblicherweise fatal...
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Mitglied: simsons
09.06.2010 um 22:53 Uhr
Der Kunde hat ja eine Rechnung/Quittung über die Lizenzen. D.h. er kann nachweisen
das er diese bei einem EDV-Systemhaus gekauft hat

Deshalb schreibe ich grundsätzlich auf alle Lieferscheine und Rechnungen den entsprechenden CD-Key,
und lasse mir den ordnungsgemäßen erhalt der Software quittieren.

Ich habe es leider schon zu oft erlebt das die gekaufte Software urplötzlich verschwunden war,
und nach Jahren behauptet wurde ich hätte Sie nie geliefert.

Nach Monaten stellte sich bei einem Kunden heraus, das ein Mitarbeiter die Software für "Testinstallationen"
mit nach Hause genommen hatte.

In einem anderen Fall war es der Geschäftsinhaber selbst, nur wusste er es nicht mehr.

mfg
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Mitglied: DReffects
09.06.2010 um 22:59 Uhr
Wie würdest denn du in deinem vollkommen fiktiven Szenario den bisherigen "EDV-Dienstleister" beschreiben?
EDV Unternehmen mit insgesamt acht Standorten in Deutschland und Österreich, Zertifizierter Microsoft Gold Partner, HP Preferred Gold Partner


Ich möchte eigentlich weniger Rechtsberatung als eure Meinung ob ihr schon mal mit Ähnlichem Konfrontiert wart, wie damals vorgegangen wurde usw. Dass dies sich letztendlich nur über den bereits beschrieben Weg lösen lässt liegt auf der Hand. Mir gehts auch um die Rolle der BSA die ich als Dienstleister bisher wenig kenne.
Ich will mit der Lizenzgeschichte nichts zu tun haben, der Kunde weiß Bescheid, dass einiges fehlt, nun liegt es an Ihm zu Handeln.

ich bin einfach nur völlig von den Socken....
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Mitglied: mrtux
10.06.2010 um 00:35 Uhr
Hi !

Sorry aber das was Du hier beschreibst, mach auf mich keinen besonders glaubwürdigen Eindruck. Kein zertifiziertes IT-Dienstleistungsunternehmen wird heute so dumm sein (zumindest wenn Chef der Firma noch alle Sinne beisammen hat) und so etwas tun. Denn genau auf den VERKAUF von illegalen Lizenzen haben es die Rechteinhaber besonders abgesehen. Derjenige der bei sowas erwischt wird, langt im Leben keinen PC mehr an.

Wenn der Vorgang erst einige Monate her ist, lässt es sich anhand von Unterlagen sicherlich erklären wo das Problem liegt, denn wir haben hier in Deutschland eine Aufbewahrungspflicht für geschäftliche Unterlagen.

In ähnlichen Fällen, die mir persönlich untergekommen sind, konnte dem vorherigen Dienstleister nie etwas nachgewiesen werden. Die, ich nenne sie mal, "Speziallizenzen", wurden nach meiner Erfahrung immer von der Kundenseite selbst eingespielt, obwohl mir da immer mit dem Standardsatz entgegnet wurde: "Wir haben nix gemacht!" Seitdem gebe ich auf solche Aussagen keinen Pfifferling mehr. Ausserdem würde ich mich als neuer Dienstleiter an deiner Stelle vorsichtig verhalten. Die Beweissicherung für so eine Lizenzverletzung durch den Vorgänger ist nicht so einfach und wenn sich die Sache später als haltlos erweisen sollte, die andere IT-Firma also zu unrecht unter Verdacht gestellt wurde, hast Du auch ein Problem.

Ich würde den Kunden über die Lizenzsituation genau (schriftlich!) aufklären (wie es auch die Rechteinhaber in ihren Merkblättern empfehlen) und das weitere Vorgehen dem Kunden überlassen. Dieser wird dann selbst wissen/entscheiden was zu tun ist....Und übrigens das jeweilige Verhalten spricht meist Bände...

mrtux
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Mitglied: DReffects
10.06.2010 um 00:44 Uhr
Zitat von mrtux:
-(zumindest wenn Chef der Firma noch alle Sinne beisammen hat)

Das ist die große Frage^^
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Mitglied: maretz
10.06.2010 um 05:38 Uhr
Hier möchte ich auch ganz erheblich wiedersprechen.

Ich weiss alleine aus meinem persönlichem Bekanntenkreis das sowas durchaus vorkommt. Ich sage explizit nicht das es "üblich" ist - aber man kann definitiv NICHT sagen das sowas gar nicht vorkommt!

Grade wenn die Kunden die Zahlung auch möglichst weit rausschieben sieht der ein oder andere Chef hier durchaus die Möglichkeit des Einsparens -> er kassiert die Kohle halt dann etwas später und dafür zahlt er nix an MS. Der Kunde ist glücklich (er bekommt die Lizenz ja auch relativ günstig), das EDV-Haus ist wieder etwas reicher - und der Hersteller (MS oder sonstwer) wird schon nix merken... Dazu kommt eben der Punkt das die Kunden heute auch anders sind - geiz ist geil schlägt leider auch da immer mehr durch. D.h. es wird dem Vertriebsmenschen ganz klar gesagt das die Lizenz höchstens X Euro kosten darf sonst ist man halt weg. Jetzt kann der Vertriebsmensch also nen Weg finden das zu lösen - oder er ist ggf. nen Kunden (mit Hardware u. Support) los der dann ganz zum anderen wechselt.

Nur damit das richtig verstanden wird: Ich bin weder im Vertrieb noch in der Technik eines Systemhauses. Und zum Glück darf ich bei uns in der Firma auch unser Systemhaus wählen selbst wenn da die Lizenz eben mal nen paar Euro mehr kostet als beim Krauter nebenan. Aber wenn wir die Fragestellung hier mal etwas erweitern und fragen wievielen Firmen das grad so geht dann bin ich mir zimlich sicher das der Großteil eben heute eher auf den Preis als auf das "Woher" guckt. Und grade im Kleingewerbe/Handwerk gehe ich persönlich davon aus das die Anzahl an "dezentralen Sicherungskopien" immernoch relativ hoch ist - denn der Handwerker muss auch erst die Kohle vom Kunden haben bevor er das Geld ans Systemhaus bezahlen kann...
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Mitglied: goscho
10.06.2010 um 09:38 Uhr
Morgen Maretz,
deine Einschätzung mag ja auf einige kleine IT-Firmen (Freelancer) mit Kleinkunden (oftmals Handwerkern oder Freiberuflern) zutreffen.

Hier geht es aber um "mehrere Terminalserver und Lizenzen im 5-stelligem Bereich". Das wird kaum ein kleiner Handwerker sein und ein lizenziertes IT-Unternehmen mit mehreren Standorten kann sich eine derartige Praxis beim Verkauf von Lizenzen nicht leisten.
Dort hat mrtux komplett Recht:
Kein zertifiziertes IT-Dienstleistungsunternehmen wird heute so dumm sein (zumindest wenn Chef der Firma noch alle Sinne beisammen hat) und so etwas tun. Denn genau auf den VERKAUF von illegalen Lizenzen haben es die Rechteinhaber besonders abgesehen. Derjenige der bei sowas erwischt wird, langt im Leben keinen PC mehr an.

Nochmal zu den kleinen Firmen.
Natürlich möchten alle Geld sparen. Wenn ihnen aber die Konsequenzen bei einer möglichen Lizenzprüfung erklärt werden, dann sind auch diese Firmen bereit, dafür Geld auszugeben.
Diese Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren zu Hauf machen dürfen.
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Mitglied: DReffects
10.06.2010 um 09:45 Uhr
Moin,

hm also ich weiß es von anderen fällen hier von einem lokalen Systemhaus mit ~10 Mitarbeitern. Die Verkaufen in schöner Regelmäßigkeit Lizenzen mehrfach - bis eben ein Kunde dann mal bei Übergabe explizit den Datenträger und Lizenzdokument sehen will. Weiß hier von über fünf Firmen wo zwar Rechnungen für die Lizenzen vorliegen, diese aber nie übergeben wurden. Nachweisen lässt sich da gar nichts mehr, Lieferscheine werden so gut wie immer blind unterschrieben so lange man nur ein groß genuges Paket an Zetteln und Schachteln aushändigt. Besonders beliebt ist das bei Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Da ist es nachher besonders leicht zu sagen "das haben die ja wohl verschlampt" - und der Staat hat immer Geld.

Da scheitert es weniger am Willen der Kunden eine Lizenz zu erwerben - die Konsequenzen sind ja nicht so angenehm - als an diversen schwarzen Schafen der Branche
Bitte warten ..
Mitglied: St-Andreas
10.06.2010 um 10:00 Uhr
Hallo,

um auch mal meinen Kommentar zum Thema Lizenzverstösse los zu werden.

Es zeugt meiner Meinung nach von einer ziemlichen Naivität zu glauben das zertifizierte Unternehmen, gerade wenn sie grösser sind, keine Lizenzverstösse begingen bzw. nicht falsche Lizenzen verkaufen. Ausserdem sollte man mit nie pauschale Urteile fällen.

Mir persönlich sind dazu mehrere Fälle bekannt. So hat man mir mal ein Angebot eines grossen Systemhauses vorgelegt in dem es um Officelizenzen für die Terminalserverfarm ging. Dort wurde pro Gerät eine LIzenz angeboten, exakt wie auch in dem alternativen Angebot mit einer reinen Clientstruktur.
In einem anderen Fall hat sich ein "Team" von einem Vertriebler und zweiTechnikern bei einem der grössten Systemhäuser in der Region eine goldene Nase damit verdient viele Lizenzen zu verkaufen, diese aber nur zum Teil auszuliefern und die Differenz über diverse Kanäle privat abzusetzen. Soweit mir bekannt wurden die drei übrigens mit Abfindung gekündigt und nicht weiter strafrechtlich verfolgt.

Gruß,
Andreas
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Mitglied: mrtux
10.06.2010 um 12:42 Uhr
Hi !

Zitat von maretz:
Grade wenn die Kunden die Zahlung auch möglichst weit rausschieben sieht der ein oder andere Chef hier durchaus die
Möglichkeit des Einsparens -> er kassiert die Kohle halt dann etwas später und dafür zahlt er nix an MS. Der

Ich habe nicht gesagt, dass es das oben genannte Szenario nicht gibt, wo genügend kriminelle Energie vorhanden ist....Was ich aber damit sagen wollte ist, dass ein Unternehmer (als externer Dienstleister) strutze dumm ist, wenn er sich auf so ein Abenteuer einlässt, nur um an einen Auftrag zu kommen. Sowas funktioniert doch eh nur wenn man gross genug ist, um die Lizenzen direkt beim Hersteller zu beziehen. In dem Moment wo noch ein Grosshändler oder ich nenne ihn mal Zwischenhändler involviert ist, wird das nicht mehr klappen, denn der Zwischenhändler muss auch leben...

Hersteller (MS oder sonstwer) wird schon nix merken... Dazu kommt eben der Punkt das die Kunden heute auch anders sind - geiz ist
geil schlägt leider auch da immer mehr durch. D.h. es wird dem Vertriebsmenschen ganz klar gesagt das die Lizenz

Du meinst wohl Dumm wird dümmer, denn heute gibt es genügend Alternativen zumindest zum Officepaket aus Redmond und wer Geld sparen will aber den Arsch (oder Grips) nicht hochbekommt um den Umgang mit einem Alternativprodukt zu lernen, der braucht in Wirklichkeit auch keine IT, er hat es nur noch nicht bemerkt...

höchstens X Euro kosten darf sonst ist man halt weg. Jetzt kann der Vertriebsmensch also nen Weg finden das zu lösen -
oder er ist ggf. nen Kunden (mit Hardware u. Support) los der dann ganz zum anderen wechselt.

Das ist aber kein Grund über illegale Lizenzen nachzudenken, wir alle haben doch den Konzern aus Redmond so gross gemacht, dass er die Preise so ansetzen kann wie er möchte und ich für meinen Teil werde einen Teufel tun und meine Existenz gefährden, nur weil einer "Geiz ist geil!" ausleben will, denn was als nächstes kommt ist "Warum verlangt ihr eigentlich x Euro pro Stunde, warum gehen nicht x-25%?" und dann hat sich das Thema "Auftrag bekommen oder nicht" völlig erledigt. Wenn ich mir, mit meiner Qualifikation, meinen Lebensunterhalt nicht mehr erarbeiten kann, dann ist das von der Gesellschaft anscheinend so gewünscht und dann darf man sich auch nicht darüber aufregen, dass es immer mehr Leute gibt, die auf Leistungen des Staates angewiesen sind, für die wir alle dann wieder gerade stehen müssen....

Nur damit das richtig verstanden wird: Ich bin weder im Vertrieb noch in der Technik eines Systemhauses. Und zum Glück darf

Sei dankbar und froh!! :-P

Kleingewerbe/Handwerk gehe ich persönlich davon aus das die Anzahl an "dezentralen Sicherungskopien" immernoch
relativ hoch ist - denn der Handwerker muss auch erst die Kohle vom Kunden haben bevor er das Geld ans Systemhaus bezahlen kann...

So ist es...aber wie gesagt, der Handwerker könnte auch auf ein anderes Produkt umsteigen, wenn er glaub sich z.B. das Produkt aus Redmond nicht (mehr) leisten zu können, deswegen muss ich (als Dienstleister) noch lange keine kriminelle Laufbahn einschlagen...

mrtux
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Mitglied: goscho
10.06.2010 um 12:55 Uhr
Hier darf ich mrtux erneut uneingeschränkt Recht geben (dejavú)
Bitte warten ..
Mitglied: St-Andreas
10.06.2010 um 13:03 Uhr
Hier darf und muss ich MrTux leider widersprechen, zumindest zum
"Du meinst wohl Dumm wird dümmer, denn heute gibt es genügend Alternativen zumindest zum Officepaket aus Redmond und wer Geld sparen will aber den Arsch (oder Grips) nicht hochbekommt um den Umgang mit einem Alternativprodukt zu lernen, der braucht in Wirklichkeit auch keine IT, er hat es nur noch nicht bemerkt..."

Leider gibt es Branchensoftware die mehr oder weniger zwingend ein Microsoft Office vorraussetzt. Die "freie Wahl" von Produkten ist gemeinhin genauso eine irrige Annahme wie der "freie Wille".
Natürlich ist das kein Grund die benötigten Officelizenzen dann zu klauen.
Bitte warten ..
Mitglied: goscho
10.06.2010 um 13:17 Uhr
Zitat von St-Andreas:
Leider gibt es Branchensoftware die mehr oder weniger zwingend ein Microsoft Office vorraussetzt. Die "freie Wahl" von
Produkten ist gemeinhin genauso eine irrige Annahme wie der "freie Wille".
Einspruch
Ja, es gibt viele solche Programme, aber
Warum muss eine Firma dann diese Branchenlösung nutzen, die MS Office voraussetzt? Auch hierzu gibt idR Alternativen.
Bitte nenn die Lösung(en), damit wir dir eventuell Alternativen aufzeigen können
Natürlich ist das kein Grund die benötigten Officelizenzen dann zu klauen.
Korrekt.
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Mitglied: St-Andreas
10.06.2010 um 13:19 Uhr
Also ich hab ehrlich gesagt keine Lust dieses Thema mal wieder durchzudiskutieren, aber als Beispiel kann ich Dir z.B. Datev nennen, achso und Danke, aber Du brauchst mir keine Alternativen aufzuzeigen. Ich kenne diese Alternativen.
Bitte warten ..
Mitglied: mrtux
10.06.2010 um 13:21 Uhr
Hi !

Zitat von St-Andreas:
Leider gibt es Branchensoftware die mehr oder weniger zwingend ein Microsoft Office vorraussetzt. Die "freie Wahl" von

Natürlich ist mir diese Problematik bekannt. Es ist ein leidiges Thema und eine Bemerkung über die Qualität von so mancher Branchensoftware erspare ich mir besser, denn darüber könnten wir bestimmt einen neuen Thread bis in alle Ewigkeit "füllen" und es würde nix bei rauskommen...

Aber wenn sich ein Betrieb eine Branchensoftware leistet, dann sollten auch noch ein "paar Kröten" fürs Officepaket vorhanden sein und wenn die Branchensoftware so extrem auf die Funktionen von einem bestimmten Office angewiesen ist, wusste man ja schon vorher, auf was man sich da (lizenzmässig) einlässt...

Produkten ist gemeinhin genauso eine irrige Annahme wie der "freie Wille".

Da stimme ich Dir allerdings zu aber hauptsächlich bei Themen, die mit der IT eher nichts zu tun haben. Bei einem Kauf jedoch hat der Kunde die Macht, auch wenn er sich dieser nicht immer bewusst ist, leider...

mrtux
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Mitglied: St-Andreas
10.06.2010 um 13:28 Uhr
Diesem Posting wiederum stimme ich vollumfänglich zu

Allerdings mit einer kleinen Einschränkung. Das "wusste man ja schon vorher" ist nicht immer richtig. Manchmal ergeben sich solche Dinge, vor allem wenn Strukturen bereits jahrzehnte alt sind. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema und in der Regel sind dort die Lizenzkosten für das Office auch nur ein winziger Posten in den Gesamtkosten.
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Mitglied: Hosenpupser
14.06.2010 um 22:54 Uhr
Hallo,
also wenn die Geschichte real existieren würde, dann würde ich ersteinmal den Deckel auf dem Dampftopf lassen und ein consultierentes Gespräch dem dem Kunden K führen!
Da der Kunde K auch der Eigentümer und somit auch Betreiber der EDV-Anlage ist, egal ob hier der Service der EDV-Anlage ausgelagert wurde, so ist Dieser verpflichtet an gewisse Regel zu halten!

Dieser ist verpflichtet, sich in gewissen Intervallen über den aktuellen technischen Stand, der Lizenzen und über den Sicherheitsstandard etc. zu informieren!

Wird gegen diese verstoßen, so haftet der Betreiber, und kann dies nur schwer zivirechtlich wieder einklagen.

In meiner 40zig jährigen EDV Laufbahn ist mir so manche Ausrede ins Gesicht geschleudert worden.

Ich kann davon ausgehen, das die GL hiervon wußte und es gewährte. Denn eine 5-stellige Summe an Lizenz auszugeben, ist auch sicherlich für das betreffende Unternehmen kein Pappenstiel!

Hier ist also ein sorgfältiges und akkurades Vorgehen angesagt!

Als Service - Leister oder Consultant besitzt man das Glück, zwischen den Stühlen zu sitzen, besser gesagt hier zu stehen! Hier läßt sich eine seriöses mit dem Lizenzgeber, z.Bsp. Microsoft, Verhandelt.

Denn MS hat bestimt kein interesse diesen Kunden K ans Bein zu pieseln!

Den hier geht es ja um einen 5-stelligen Betrag!

Ich würde auch den Lizenzgeber nicht über diese Situation informieren, weil ich somit eine gewisse Rabattierung gefährten würde. Ab einen gewissen Betrag läßt sich immer gut Ka…!

Nachträglich die PKeys zu ändern, ist auch nicht verboten!
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