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Windows: Microsoft kontrolliert Softwarelizenzen Tausender Kunden (Update)

Mitglied: Frank

Frank (Level 5) - Jetzt verbinden

04.02.2015, aktualisiert 06.02.2015, 3787 Aufrufe, 11 Kommentare, 3 Danke

Kann das jemand bestätigen? Hat jemand so eine Post von Microsoft bekommen? Angeblich wurden über 15.000 Nutzer in Deutschland angeschrieben. Damit möchten Wirtschaftsprüfer kontrollieren, ob die Anzahl der erworbenen Softwarelizenzen mit den genutzten Produkten übereinstimmt.

Update:
Microsoft-Sprecher Heiko Elmsheuser: "Diese Zahl ist schlichtweg falsch. Wir schreiben einen Bruchteil der kolportierten Kundenzahl an." Es handele sich um eine niedrige vierstellige Zahl unter mehreren Hunderttausend Kunden, die mit Microsoft in einem Vertragsverhältnis stehen. Auch würden diese Schreiben nicht gleichzeitig verschickt, sondern im Laufe eines Jahres.

Nicht 15000 sondern nur ein paar Tausend im vierstelligen Bereich erklärt Microsoft in Reaktion auf einen Medienbericht. Da hat sich das Wirtschaftsmagazins Bilanz doch ein wenig vertan. Das sollte uns immer wieder in Erinnerung halten, dass man der Presse nicht alles ungeprüft glauben sollte: http://www.golem.de/news/windows-microsoft-will-nur-lizenzen-einiger-ta ...



Gruß
Frank
Mitglied: Lochkartenstanzer
04.02.2015, aktualisiert um 19:42 Uhr
Zitat von Frank:

Damit möchten Wirtschaftsprüfer kontrollieren, ob die Anzahl der erworbenen Softwarelizenzen mit den genutzten Produkten übereinstimmt.

Ich frage mich, auf welcher Rechtsgrundlage die das machen wollen, sofern die Kunden nur Retail-, SB- und OEM-Versionen einsetzen.

lks
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Mitglied: Ravers
04.02.2015, aktualisiert um 20:42 Uhr
Hi,

vor ein/zwei Jahren haben wir solch ein Brief bekommen.
Von der Sache her hätten wir die Sachen ruhig ausfüllen können, jedoch ist der Aufwand nicht trivial da einige Fragen auf einen zukommen. So wurde unser Systemhaus dazu befragt, die natürlich für gutes Geld es auch gemacht hätten. (MS-Partner, der ein "Lizenzprofi" hat - bekannter weise ja bei MS auch nicht ganz einfach). Die hätten dies machen können und MS fragt nicht mehr nach. Bei Falschangaben kann es sehr teuer werden und bei selbstausgefüllte Fragebogen wird gerne nachgebohrt. (Aussage Systemhaus).
GF sah es natürlich nicht ein (Kosten um zu zeigen das wir bezahlt haben - jaaaanz großes Tennis). Soll MS kommen, dann können die sich mit unseren Anwälten erst einmal auseinandersetzen und dann schauen wir weiter. Vielleicht gibts dann ja `ne Auswertung die zeigt das alles i.O. ist (zumindest nach besten Wissen und Gewissen, aber in deren Lizenzjungel - vielleicht finden Sie ja doch was). Dürfen sich aber dann auch nicht wundern, das Unternehmen über ein Wechsel nachdenken. Die ganze Sache hat schon etwas zur Unzufriedenheit über MS bei der GF geschaffen.
MS hat sich noch ein paar mal telef. und schriftl. gemeldet, aber dann war irgendwann Ruhe. Wer weiß was noch kommt...

Zitat des o.G. Beitrags von Golem::
Es habe sich um zeitlich befristete Lizenzen für Testversionen, um Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen oder OEM-Lizenzen gehandelt, die illegal vertrieben worden seien. *ENDE*

Immer diese schlimmen OEM-Lizenzen

greetz
ravers
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Mitglied: denkis
04.02.2015 um 22:18 Uhr
Ca. 3 Monate nachdem wir eine Infrastrukturmigration bei einem Kunden durchgeführt hatten kontaktierte mich der Hausadministrator mit einer E-Mail von Microsoft (April 2014). Der Kunde hatte Ende 2013 erstmalig mehrere Serverlizenzen und CALs in einem OPEN License Vertrag erworben. Daraus schöpft wohl Microsoft auch das Recht solche Audits durchzuführen. Vorher wurde bei ihm alles als OEM angeschafft und dokumentiert.
Ich vermute, dass der Redmonder aufgrund der Unternehmensgröße erwacht ist. Wenn bei mehr als 150 Mitarbeitern nur sechs Serverlizenzen und 80 CALs im Vertrag stehen, kann man ja mal nachfragen. Aber zurück zu den Fakten...
In der Mail wurde klar herausgestellt das die anliegende Exceltabelle bis zum Datum X auszufüllen und an Microsoft zurückzusenden sei.
Da ich es bis dato nicht kannte und selbst verunsichert war, was ich dem Kunden raten sollte, fragte ich zunächst telefonisch bei dem in der Mail hinterlegten Kontakt nach.
Sinngemäß bekam ich folgende Aussagen:
1. Durch das Akzeptieren der OPEN License Bedingungen ist der Kunde verpflichtet die Tabelle auszufüllen.
2. Sie dient der Vorbereitung eines Inhouse Lizenzaudits.
3. Wenn der Kunde seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, wäre MS berechtigt auf Kosten des Kunden einen autorisiertes Systemhaus mit der Lizenzinventur zu beauftragen.

Seitdem versuche ich OPEN zu umschiffen, was jedoch in TS - Umgebungen schwierig ist.

Beste Grüße
denkis
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Mitglied: Dani
04.02.2015, aktualisiert um 22:56 Uhr
Guten Abend Frank,
uns wurde ein KMS-Key gesperrt. Post haben wir als EA - Kunde natürlich nicht erhalten. Den Kollegen ist es aufgefallen als ein neuer KMS-Server aktiviert werden sollte und nix ging. Spätestens nach Ablauf der Aktivierung auf den Clients wäre die Bombe hochgegangen. Es konnte uns keiner auf Nachfrage sagen, wie unser Key aufgefallen ist.

@Ravers
Ich verstehe die Aufregung nicht. Gerade im Unternehmensbereich kann man erwarten, dass richtig lizenziert wird. Es gibt Systemhäuser/Distris die Ahnung haben und helfen können. Es wird leider viel Schmuh getrieben und Keys unter Firmen weitergegeben - selbst gesehen. Wir haben Software im Einsatz (Stückzahl 1-1000), da geht ohne Lizenzserver nichts. Temporäre Lizenz für einen Tag einem Benutzer zuweisen - Mission impossible. Ich warte drauf, bis Microsoft ähnliches für seine CALs einführt. Dann wird's lustig...

@denkis
Seitdem versuche ich OPEN zu umschiffen, was jedoch in TS - Umgebungen schwierig ist.
Nicht nur RDS. Die Probleme gehen schon los, wenn Heimarbeitsplätze zum Einsatz kommen.


Gruß,
Dani
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Mitglied: bigzorro
05.02.2015 um 15:33 Uhr
Ja wir haben auch ein paar Lizenzen über OPEN gekauft...

Letztes Jahr war dann hier die große Action, schwierig, da teilweise auch Auslagerung in Rechenzentrum.

War sehr nerven- und zeitaufwendig...
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Mitglied: Ravers
05.02.2015 um 20:10 Uhr
Zitat von Dani:

@Ravers
Ich verstehe die Aufregung nicht. Gerade im Unternehmensbereich kann man erwarten, dass richtig lizenziert wird. Es gibt
Systemhäuser/Distris die Ahnung haben und helfen können. Es wird leider viel Schmuh getrieben und Keys unter Firmen
weitergegeben - selbst gesehen. Wir haben Software im Einsatz (Stückzahl 1-1000), da geht ohne Lizenzserver nichts.
Temporäre Lizenz für einen Tag einem Benutzer zuweisen - Mission impossible. Ich warte drauf, bis Microsoft
ähnliches für seine CALs einführt. Dann wird's lustig...


Solche ein Systemhaus macht dies jedoch nicht für umsonst. Würde MS jetzt sagen, wir übernehmen die Kosten (oder zumindest wenn alles i.O. ist), wäre das Thema vermutlich schnell vom Tisch. Wir zumindest haben (zumindest wissentlich) nix zu verheimlichen. Das es Firmen gibt, denen es wirtschaftl. vielleicht nicht so gut geht auch mal Lizenzbetrug begehen will ich nicht bezweifeln, dennoch wurde ich noch nie beauftragt oder von Firmen/Kleinunternehmen gefragt ob ich denen nicht schwarz XY besorgen könnte oder ähnliches. Es muss funktionieren, gerne auch Freeware, aber wissentlich "geklaut", nicht.

Besser wäre meines erachtens gewesen, wenn Sie schriftl. einen Termin ausmachen - aller: wir sind berechtigt ihre Lizenzen zu prüfen und würden gerne einen Terminvorschlag Ihrerseits haben und kommen dann vorbei und machen das SELBSTVERSTÄNDLICH unentgeltlich. Weiterhin würden wir Ihnen, wenn gewünscht, auch unsere neuen Produkte vorstellen... (Das die GF auch mal die neusten Systeme / Möglichkeiten sieht - würd glaub ich gut ankommen).
Weiß nicht wie du es sehen würdest, wenn du dir z.B. einen Virenscanner kaufen würdest und ein paar Wochen später kommt ein Schreiben, du mögest doch wohl ein Gutachter beauftragen der BlahBlah bescheinigt, hast ja vielleicht sogar durch die umfangreichen AGB`s zugesagt.
Wenn wir z.B. eine Maschine verkaufen, verlangen wir auch nicht später von dem Käufer einen Gutachter zu beauftragen (und zu bezahlen), der bescheinigt das alles richtig aufgestellt ist, er die Maschine nicht nachbaut oder das die Sicherheitssysteme nicht übergangen werden oder was auch immer. Hinkender Vergleich: Software ist aber auch sicherlich etwas anderes...

> Seitdem versuche ich OPEN zu umschiffen, was jedoch in TS - Umgebungen schwierig ist.
Nicht nur RDS. Die Probleme gehen schon los, wenn Heimarbeitsplätze zum Einsatz kommen.

Inwiefern meinst du das, @Dani? Noch haben wir keine .. kommt aber in den nächsten Jahren . Normaler DesktopPC(OEM), Virenscanner, VPN, normale Cals für Exchange/Server/SQL/SAP or what ever. Oder gibts da noch ' n Haken?


@bigzorro
Große Action weil firmenintern die Prüfung gemacht wurde oder weil jemand von MS vor der Tür stand?
Den Aufwand finde ich nämlich auch nicht ganz maginal.

greetz
ravers

P.S.:Bei uns kamen Sie auch nachdem wir Open gekauft haben.
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Mitglied: bigzorro
06.02.2015 um 10:17 Uhr
"Große Action" weil alles zusammen zu suchen und auseinander zu klamüsern was vom RZ sind auch "unsere" Lizenzen usw. doch sehr ätzend war
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Mitglied: Frank
06.02.2015 um 11:37 Uhr
Update:

Microsoft-Sprecher Heiko Elmsheuser: "Diese Zahl ist schlichtweg falsch. Wir schreiben einen Bruchteil der kolportierten Kundenzahl an." Es handele sich um eine niedrige vierstellige Zahl unter mehreren Hunderttausend Kunden, die mit Microsoft in einem Vertragsverhältnis stehen. Auch würden diese Schreiben nicht gleichzeitig verschickt, sondern im Laufe eines Jahres.

Nicht 15000 sondern nur ein paar Tausend im vierstelligen Bereich. Da hat sich das Wirtschaftsmagazins Bilanz doch ein wenig vertan. Das sollte uns immer wieder in Erinnerung halten, dass man der Presse nicht alles ungeprüft glauben sollte.

Gruß
Frank
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Mitglied: Lizenzdoc
09.02.2015 um 11:10 Uhr
Hi,

naja, MS macht das doch schlau, wenn man als Kunde mehr Features benötigt,
muss man halt Lizenzen aus dem Volumenvertrag OPEN, etc. kaufen.
Dadurch akzeptiert man die Vertragskonditionen aus dem Vertrag, die sollte man auch lesen oder vom Hausjuristen lesen lassen.
Dadrin steht dann so was ähnliches wie "MS darf eine Überprüfung machen" und auch
"Zur Lizenzierung hat der Kunde schriftliche Dokumentation zu erstellen und bereitzuhalten"
MS räumt sich im Vertrag das Recht ein, nicht selbst zu prüfen, sondern dies ev. auch durch einen Wirtschaftsprüfer zu machen,
in Deutschland ist dies meistens die KPMG.
Sehr versteckt steht dann im weiteren, dass die Kosten der Überprüfung erst MS übernimmt,
sollte sich eine Unterlizenzierung von größer 5% herausstellen, dann trägt der Kunde diese Kosten (also auch die KPMG-Kosten).
Aber Achtung!!! Diese 5% gelten pro Produkt !
Beispiel: ein Kunde hat 1000 PC mit vielen Servern und Office und etc.
Hat aber aktiv nur 1x SQL-Server mit 10 CAL-Zugriffe, wovon er die SQL-SVR-Lizenz und aber nur 7 SQL-CALs gekauft hatte(anfänglich),
dannach kamen noch 3 Nachzügler mit SQL-Zugriff ...die leider vergessen nachzubestellen = 5% überschritten ...toll,
MS hat das Recht laut Vertrag jetzt die Gesamtkosten der Prüfung dem Kunden anzulasten.

Da gibt es noch weitere Fallstricke ...
Seit geraumer zeit geht auch nicht mehr OEM-OS od. BOX-Produkt-OS mit der SA aus einem Volumenvertrag zu kombinieren,
um einen Update auf Enterprise und Aktuelle version zu erkaufen, jetzt muss man aus dem VV das komplette Update kaufen und dann entscheiden, ob mit SA oder ohne .... weiss auch kaum einer, wenn er nicht regelmäßig die PURs (100 Seiten) liest.

VG, Franz
der sich gerad mit ISO 27001+2 das Hirn voll macht ...
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Mitglied: 119687
10.02.2015, aktualisiert 18.02.2015
.................................................................
Bitte warten ..
Mitglied: Lizenzdoc
11.02.2015 um 06:36 Uhr
Moin,
Mit OEM-Lizenzen meine ich nicht das Thema, Bundle / unbundle und so.

Früher konnte man einen neuen PC oder Server mit dem OS kaufen, OEM, FPP oder SB und konnte
die SA-Wartung hinzukaufen, dann hatte man alle Rechte aus dem Volumenvertrag.

Das erlaubt MS jetzt nicht mehr !

Somit, wenn man die Volumenrechte haben will, muss man jetzt die Lizenz quasi doppelt kaufen.
Beim PC-OS kauft man aus dem Volumenvertrag das WIN-OS-Upgrade (ev. dann mit SA auch) benötigt aber weiterhin die Basis-Lizenz.

Beim Server-OS braucht man ja keine Basis-Lizenz, muss als bei der Hardware verhandeln, ob es auch ohne geht.

Wird also auch nicht einfacher....

VG, Franz
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