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Verschieben von Verzeichnisbäumen mit MOVE.exe unter Angabe von mehreren Dateimasken

Anleitung Entwicklung Batch & Shell

Mitglied: Friemler

Friemler (Level 2) - Jetzt verbinden

16.07.2010, aktualisiert 19.07.2010, 12399 Aufrufe, 6 Kommentare, 1 Danke

Der MOVE-Befehl kann nur Dateien aus einem Verzeichnis, ohne die Dateien in den Unterverzeichnissen, verschieben. Außerdem wäre es evtl. noch nützlich, mehrere Dateimasken angeben zu können, um zu bestimmen, welche Dateien verschoben werden.

Hier ein kleiner Batch, der all das erfüllt.

01.
@echo off 
02.
 
03.
setlocal 
04.
 
05.
set "prgname=%~0" 
06.
set "src=%~1" 
07.
set "dest=%~2" 
08.
 
09.
 
10.
:: evtl. Backslash als letztes Zeichen von src und dest entfernen 
11.
 
12.
if "%src:~-1%"=="\" ( 
13.
  set "src=%src:~0,-1%" 
14.
15.
 
16.
if "%dest:~-1%"=="\" ( 
17.
  set "dest=%dest:~0,-1%" 
18.
19.
 
20.
:: Die ersten zwei Parameter aus der Parameterliste entfernen 
21.
:: Dank an Biber/Bastla/LotPings, von einem habe ich den Trick 
22.
 
23.
set "allparam=%*" 
24.
call set "allparam=%%allparam:%1 =%%" 
25.
call set "allparam=%%allparam:%2 =%%" 
26.
 
27.
shift  
28.
shift 
29.
 
30.
 
31.
:: Der Call-Befehl wird nur ausgeführt, wenn im 
32.
:: Quellverzeichnis Unterverzeichnisse enthalten sind 
33.
 
34.
for /f "delims=" %%p in ('dir "%src%\" /b /-p /a:d 2^>NUL') do ( 
35.
  call "%prgname%" "%src%\%%p" "%dest%\%%p" %allparam% 
36.
37.
 
38.
 
39.
:: Wenn dest ein Wurzelverzeichnis ist, Backslash wieder anhängen 
40.
 
41.
if "%dest:~-1%"==":" ( 
42.
  set "dest=%dest%\" 
43.
44.
 
45.
:: Im Quellverzeichnis nach Dateien suchen auf die die Maske passt. 
46.
:: Wenn gefunden, Verzeichnis im Ziel anlegen und Dateien verschieben 
47.
 
48.
:loop 
49.
  set "filesfound=0" 
50.
   
51.
  :: Alternative (ohne for-Schleife und filesfound): 
52.
  :: if exist "%src%\%~1" (  
53.
  ::   md "%dest%" > NUL 2>&1 
54.
  ::   move "%src%\%~1" "%dest%" 
55.
  :: ) 
56.
  :: erzeugt jedoch eine Fehlermeldung in Verzeichnissen, 
57.
  :: die nur Unterverzeichnisse und keine Dateien enthalten. 
58.
  :: Der Code funktioniert trotzdem und ist schneller, aber 
59.
  :: die Fehlermeldung ist nicht schön. 
60.
   
61.
  for /f "delims=" %%f in ('dir "%src%\%~1" /b /-p /a:-d 2^>NUL') do ( 
62.
    set "filesfound=1" 
63.
    goto break_for 
64.
65.
 
66.
:break_for 
67.
 
68.
  if "%filesfound%"=="1" ( 
69.
    md "%dest%" > NUL 2>&1 
70.
    move "%src%\%~1" "%dest%" 
71.
72.
 
73.
  shift 
74.
if not "%~1"== "" goto loop 
75.
 
76.
 
77.
 
78.
:: Wenn Quellverzeichnis kein Wurzelverzeichnis ist und 
79.
:: keine Dateien oder Verzeichnisse enthält, löschen 
80.
 
81.
if not "%src:~-1%"==":" ( 
82.
  rd "%src%" 2>NUL 
83.
84.
 
85.
 
86.
endlocal
Den Code als rmove.bat speichern, andere Namen sind auch möglich. Der Aufruf sieht dann so aus:

rmove <Quellverzeichnis> <Zielverzeichnis> <Dateimaske1> [<Dateimaske2> ... <DateimaskeX>]

Das Zielverzeichnis muss bereits existieren. Sollte einer der Parameter Leerzeichen enthalten, muss er in Anführungszeichen eingeschlossen werden.

Der Code ruft sich selbst rekursiv auf und erstellt dabei im Zielverzeichnis alle (Unter-)Verzeichnisse aus dem Quellverzeichnis, die Dateien enthalten, auf die die Dateimaske passt.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Die Verzeichnisstruktur im Quellverzeichnis bleibt bestehen, auch wenn man *.* als Dateimaske verwendet.

[Edit]
Bzgl. Wermutstropfen: Die Möglichkeit, nach dem Verschieben leere Verzeichnisse zu löschen, ist jetzt eingebaut, laut Posting von Biber (s.u.) jedoch auch gefährlich.

[Edit]
Code wurde nochmal geändert, bei einem Wurzelverzeichnis als Quell- oder Zielverzeichnis hätte es Fehlfunktionen gegeben.

[Edit]
Code wurde zur Geschwindigkeitssteigerung nochmal geändert. Wer den Batch benutzen will, sollte am besten auch die Kommentare entfernen, läuft dann auch schneller.

[Edit]
Code wurde nochmals geändert, damit z.B. & als Teil von Datei-/Verzeichnisnamen kein Problem mehr macht.


Gruß
Friemler
Mitglied: Biber
16.07.2010 um 18:48 Uhr
Moin Friemler,

zu deinem kleinen Wermutstropfen:

Wenn du tatsächlich jemals alle Dateien (also *.*) verschieben wolltest, dann reicht doch ein einfaches MOVE auf das Wurzelverzeichnis.
Ohne irgendein rekursives Geeiere.
>dir \work /s  /b 
D:\work\app 
D:\work\dev 
D:\work\Dougknox.vbs 
D:\work\SQlLoad 
D:\work\SQlLoad\S_SLT_MFD_ARTTEXTE.ctl 
D:\work\SQlLoad\S_SLT_MFD_ARTTEXTE.xls 
 
(=18:34:43  D:\temp=) 
>move d:\work d:\otherwork 
        1 Datei(en) verschoben. 
 
(=18:35:38  D:\temp=) 
>dir \otherwork /s  /b 
D:\otherwork\app 
D:\otherwork\dev 
D:\otherwork\Dougknox.vbs 
D:\otherwork\SQlLoad 
D:\otherwork\SQlLoad\ 
D:\otherwork\SQlLoad\S_SLT_MFD_ARTTEXTE.ctl 
D:\otherwork\SQlLoad\S_SLT_MFD_ARTTEXTE.xls 
 
(=18:35:43  D:\temp=) 
>move d:\otherwork d:\work 
        1 Datei(en) verschoben. 
(=18:35:49  D:\temp=) 
>dir \otherwork /b /s 
Datei nicht gefunden
Wie du an der letzten Zeile siehst, ist die Struktur "D:\otherwork" wieder vollkommen entsorgt.

In allen anderen Fällen, also wenn ich etwas mit Wildcards verschiebe, z.B. nur *.PDFs...
--> da möchte ich gar nicht, das automatisch irgendwelche Verzeichnisse gelöscht werden, nur weil die grad leer sind.
Vielleicht zeigen auf genau diesen Pfad drei andere Applikationen und bringen mir sonst beim nächsten Start einen Fehler, wenn das Verzeichnis fehlt?

Grüße
Biber
Bitte warten ..
Mitglied: Friemler
16.07.2010 um 20:34 Uhr
Hallo Biber,

der Befehl

>move d:\work d:\otherwork

bewirkt lediglich, daß work in otherwork umbenannt wird, deswegen auch die Meldung "1 Datei(en) verschoben."

Zu Deinem anderen Einwand: OK, muß ich Dir recht geben.

Davon abgesehen habe ich noch einen Fehler im Code entdeckt, werde das bald korrigieren, allerdings wird der Code dadurch aufwändiger.

[Edit]
Code wurde geändert


Gruß
Friemler
Bitte warten ..
Mitglied: bastla
17.07.2010 um 20:37 Uhr
Hallo Friemler!
:: Der Code funktioniert trotzdem und ist schneller, aber
:: die Fehlermeldung ist nicht schön.
... und da hilft kein "2>nul"?

Grüße
bastla
Bitte warten ..
Mitglied: Friemler
17.07.2010 um 23:00 Uhr
Hi bastla,

klar hilft das, aber dann sieht man garkeine Fehlermeldungen mehr.

Gruß
Friemler
Bitte warten ..
Mitglied: 60730
19.07.2010 um 10:07 Uhr
Moin,
Zitat von bastla:
Hallo Friemler!
> :: Der Code funktioniert trotzdem und ist schneller, aber
> :: die Fehlermeldung ist nicht schön.
... und da hilft kein "2>nul"?

Grüße
bastla
Zitat von Friemler:
Hi bastla,

klar hilft das, aber dann sieht man garkeine Fehlermeldungen mehr.

Naja -wer schreibt, dass es device null sein soll?

01.
if exist c:\error.txt del c:\error.txt 
02.
keinbefehl>nul 2>>c:\error.txt 
03.
if exist c:\error.txt goto error 
04.
:code 
05.
goto end 
06.
:error 
07.
type error.txt 
08.
:end
....oder so ähnlich


Gruß
Bitte warten ..
Mitglied: Friemler
19.07.2010 um 19:27 Uhr
Hallo TimoBeil,

die Fehler in einer Datei zu protokollieren ist ja nicht schlecht gedacht. Aber schau dir mal folgendes Protokoll verschiedener MOVE-Befehle an, die alle einen Fehler verursachen. Unnötige Informationen (z.B. den Kommandoprompt) habe ich entfernt.

Zunächst mal die Verzeichnisstruktur:

dir c:\
Verzeichnis von c:\

19.07.2010 18:21 <DIR> test1
19.07.2010 18:16 <DIR> test2


dir c:\test1 /s /b
c:\test1\test11
c:\test1\test12


dir c:\test2 /s /b
c:\test2\test21
c:\test2\test22


Jetzt die Befehle, die Stellen, die einen Fehler verursachen, habe ich fett hervorgehoben:

a)
move c:\test1\test11\*.* c:\test2\test21 <--- hier ist es *.*, sieht man schlecht
Die Syntax für den Dateinamen, Verzeichnisnamen oder die Datenträgerbezeichnung
ist falsch.


b)
move c:\test1\test11\*.txt c:\test2\test21
Dateiname existiert bereits, oder die Datei
konnte nicht gefunden werden.


c)
move c:\test1\test11\xyz.* c:\test2\test21
Dateiname existiert bereits, oder die Datei
konnte nicht gefunden werden.


d)
move c:\test1\test1\*.* c:\test2\test21
Das System kann die angegebene Datei nicht finden.


e)
move c:\test\test11\*.* c:\test2\test21
Das System kann den angegebenen Pfad nicht finden.


f)
move c:\test1\test11\*.* c:\test2\test2
Der Prozess kann nicht auf die Datei zugreifen, da sie von einem anderen Prozess
verwendet wird.
0 Datei(en) verschoben.


g)
move c:\test1\test11\*.* c:\test\test21
Der Prozess kann nicht auf die Datei zugreifen, da sie von einem anderen Prozess
verwendet wird.
0 Datei(en) verschoben.


h)
move z:\test1\test11\*.* c:\test2\test21
Das System kann das angegebene Laufwerk nicht finden.


i)
move c:\test1\test11\*.* z:\test2\test21
Das System kann das angegebene Laufwerk nicht finden.


Von 9 Fehlermeldungen sind 4 (nämlich a, d, f und g) komplett irreführend und 2 (nämlich b und c) doppeldeutig und zumindest teilweise verwirrend (Dateiname existiert bereits, oder...). Am besten ist es also, wenn der MOVE-Befehl ganz ohne Fehlermeldung ausgeführt wird, dann weiß man wenigstens, daß alles funktioniert hat.

Wenn man meinen Batch ausführt, Laufwerke und Pfade richtig angegeben sind, Parameter, die Leerzeichen enthalten, in Anführungszeichen eingeschlossen sind und zwischen zwei Parametern nicht mehr als ein Leerzeichen vorkommt (man hat also alles richtig gemacht), können je nach Dateimaske die Fehlermeldungen a -c auftreten. Genau die gehören aber zu obigen Kandidaten.

Ich werde statt dessen noch ein goto in die zweite FOR-Schleife einbauen, damit die nur einmal ausgeführt wird. Das dürfte, gerade bei langen Verzeichnissen, auch einen Geschwindigkeitszuwachs bringen.

[Edit]
Wer den Batch benutzen will, sollte am besten auch die Kommentare entfernen, läuft dann auch schneller.

Gruß
Friemler
Bitte warten ..
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