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gelöst Cluster mit VMWare und SAN oder selber bauen?

Mitglied: chubie

chubie (Level 1) - Jetzt verbinden

11.10.2006, aktualisiert 12.10.2006, 18374 Aufrufe, 4 Kommentare

Hallo,

zur Zeit stehe ich vor folgendem Problem:
Um die Datensicherheit und Verfuegbarkeit zu erhoehen moechte ich einen Server durch einen Cluster austauschen.
Mein finanzielles Limit ist ziemlich niedrig dabei.

Daher habe ich mich hier etwas umgesehen und bin auf die VMWare ESX Loesung mit SAN gestossen.

Soweit ich das bisher - leider kenne ich mich mit SAN noch nicht aus - erfasst habe ist das wiederrum relativ teuer.

Deshalb zur ersten Frage:
Geht ESX auch mit NAS oder einem Netzlaufwerk?

Nachdem es mittlerweile bereits relativ gute NAS Systeme gibt, die definitiv eine ausreichende Geschwindigkeit erreichen wuerden waere das nicht schlecht.


Eine kleine Idee hatte ich aber auch noch
Nachdem ich wie bereits erwaehnt von NAS nicht wenig halte folgendes:
Koennte ich nicht VMware ganz normal starten, jedoch die Daten auf einem NAS ablegen lassen.
Der Ersatzserver checkt mit einem Heartbeat ob der primaere Server (also VMWare) noch "lebt" und sobald die Reaktion ausbleibt
startet er sein VMWare um fortzusetzen.
Somit wuerde auch die Konfiguration identisch sein, kurzzeitige und minimale Datenverluste wuerden dabei nicht ausgeschlossen.
Die negativen Punkte sind zwar nicht besonders elegant und gut, wuerden jedoch in den finanziellen Rahmen passen.
Haelt das jemand fuer machbar oder instabil und zu verrueckt?

Das System soll in einem Kino eingesetzt werden.
Wichtig dabei ist, dass zu den Stosszeiten die Kassen nicht dauerhaft ausfallen sollen.
Wenn die Kassen 1 Minute warten muessen ist das kein grosses Problem.
Auch der Datenverlust von Daten die eventuell noch im Cache waren (was man normal jedoch nahezu gegen null meiden kann) waere nicht so schlimm.
Wichtig waere, dass der Server mit der MSSQL Datenbank schnellstmoeglich wieder verfuegbar waere, da sonst kein einziges Ticket mehr verkauft werden kann

Wuerde mich ueber ein paar Kommentare freuen.

Mit freundlichen Gruessen,
Daniel
Mitglied: AndreasHoster
12.10.2006 um 09:16 Uhr
NAS wird nicht funktionieren und was Performance angeht wollen wir in diesem Fall erst gar nicht drüber reden.

Das Problem ist:
ESX will seine VM Dateien auf einem speziellen Dateisystem (vmfs) ablegen. Das geht bei SAN, weil die Platte wie eine lokale Platte eingebunden wird und dann mit vmfs formatiert werden kann, aber nicht bei NAS, weil dort nur das Dateisystem des NAS Servers eingebunden wird und Du das eben nicht mit vmfs formatieren kannst.
Desweiteren ist die Performance von NAS in diesem Fall schlecht, weil beim Zugriff auf die virtuellen Platten sehr viele blockorientierte Zugriffe stattfinden, während NAS halt auf Dateiebene arbeitet und blockorientierte Zugriffe nicht sehr performant abarbeitet, auch wenn die Transferraten bei NAS nzwischen schon recht gut sind.

Mit SAN funktioniert das sehr gut, wir haben mehrere ESX Server im Einsatz. Von VMware gibt es auch ein Zusatzprogramm (Kosten weiß ich jetzt nicht), welches die Überwachung und das Verschieben auf die anderen funktionierenden ESX Server automatisch macht.
Bitte warten ..
Mitglied: chubie
12.10.2006 um 15:48 Uhr
Welches SAN System habt ihr?

Gibt es da ein _relativ_ kostenguenstiges, welches zu empfehlen ist?
Bitte warten ..
Mitglied: AndreasHoster
12.10.2006 um 16:52 Uhr
Wir haben eine EMC Clariion CX700.
Und billig ist was anderes, wir haben das SAN und die FiberChannel Switche (braucht man bei uns, da wir so 50 Server dran haben) gemietet und sind bei einem höheren vierstelligen Betrag im Monat.
Und jeder FiberChannel Host Bus Adapter im Server sind nochmals so 1000 Euro.
Aber nicht in Ohnmacht fallen.
Es geht auch billiger, wenn man weniger Speicher und weniger Leistung braucht (Unsere CX700 hat 8 GB Cache und etwas über 6 TB Kapazität, da will ich mich über den Preis nicht beklagen).
Ich kenne mich im Markt so genau nicht aus, ich bekomme allerdings immer Werbung von EuroStor (http://www.eurostor.com/german/SANmini.D.php) so als Beispiel für eine Einstiegslösung. Habe mit dieser Firma aber noch nie Kontakt gehabt, über Qualität kann ich also nichts sagen.
Bitte warten ..
Mitglied: chubie
12.10.2006 um 17:19 Uhr
Hi,

ich bin auf relativ gute NAS-Systeme gestossen.

Einerseits von IOMEGA und andererseits von Synology.

Vom Preis/Leistungsverhaeltnis find ich beide gut, wobei der einzige wirkliche Vorteil
des IOMEGA NAS glaub ich bei den 2 GE Anschluessen liegt.

Ich will definitiv kein NAS mit "nur" einem GE Anschluss.
Die zwei Server die ich eingeplant hatte sollten sich zusammen einen Anschluss teilen sozusagen, nachdem immer nur einer auf dem NAS Arbeitet.

Der zweite GE Anschluss stellt die Daten auch im Netzwerk bereit.

Ich schaetze bei Stosszeiten die Anfragen auf ca 1-2 pro Sekunde ein.
Dabei ist jedoch schon relativ viel los.
Dauer dabei liegt bei ca 30-60min.

Also auch nicht wirklich lange.
Glaubst du, dass die DB da bereits Geschwindigkeitseinbußen hat?
Bitte warten ..
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