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Bundesweite ausfallsichere IT-Infrastruktur - wie?

Frage Sicherheit Sicherheitsgrundlagen

Mitglied: itebob

itebob (Level 1) - Jetzt verbinden

13.08.2014, aktualisiert 12:20 Uhr, 2830 Aufrufe, 30 Kommentare, 4 Danke

Hallo,

gestern gab es wieder bundesweite Störungen im Internet wegen Routing-Problemen bei der Telekom. Wenn man das Internet nach "Telekom Störung Routing" durchsucht, dann stellt man fest, dass solche bundesweit spürbare Ausfälle regelmäßig auftreten. Da das Internet eigentlich ursprunglich für eine ausfallsichere Kommunikation im Ernstfall konzipiert wurde, wundert mich, dass die Telekom das Problem scheinbar nicht in den Griff bekommt. Liegt es an der Technik, ist die bundesweite Infrastruktur den aktuellen Herausforderungen nicht gewachsen? Oder hapert es an der Qualifikation des Personals - auf welcher Ebene auch immer?

Oder sind es eine Art Testballons, Angewöhnung der Bürger, damit im Ernstfall die Kommunikationsinfrastruktur für die zivile Nutzung schlicht und einfach eingeschränkt oder auch komplett lahmgelegt wird. So eine Art ziemlich billige aber wirksame Zensur?

Eure Meinung interessiert mich .
30 Antworten
Mitglied: aqui
13.08.2014, aktualisiert um 12:11 Uhr
dass die Telekom das Problem scheinbar nicht in den Griff bekommt.
Meist ist das niemals nur das singuläre Problem eines einzigen Providers wie jeder weiss der nur annähernd die interne Struktur des Internets kennt. Die Verflechtungen mit BGP und IS-IS sind vielfältig und solche Pressemeldungen sind immer mehr als oberflächlich und reisserisch (oft mit populistischem Telekom Bashing) damit der gemeine deutsche Michel es auch leicht versteht. Darauf was zu geben wäre blauäugig.
Besonderheit ist aber das die Telekom nicht zentral am DE-CIX peert sondern individuell mit einzelnen Uplink Providern.
Man müsste aber ganz genau den Grund und die Art der Störung kennen um das technisch beurteilen zu können.
Mit oberflächlichen Pressemeldungen geht das aber logischerweise nicht.
Bitte warten ..
Mitglied: itebob
13.08.2014 um 12:32 Uhr
Pressemeldungen sind immer mehr als oberflächlich und reisserisch (oft mit populistischem Telekom Bashing) damit der gemeine deutsche Michel es auch leicht versteht. Darauf was zu geben wäre blauäugig.
[...]
Man müsste aber ganz genau den Grund und die Art der Störung kennen um das technisch beurteilen zu können.

Ich hoffe, dass auf administrator.de auch Experten vorbeischauen, die selbst damit beruflich zu tun gehabt haben oder zwischen den Zeilen der Pressemeldungen mehr lesen können als es die Laien wie ich tun.

Besonderheit ist aber das die Telekom nicht zentral am DE-CIX peert sondern individuell mit einzelnen Uplink Providern.
Kannst du mit ein Paar Sätzen schildern, welche Auswirkungen dies auf die Ausfallsicherheit hat?
Bitte warten ..
Mitglied: Lochkartenstanzer
13.08.2014, aktualisiert um 12:46 Uhr
Zitat von itebob:

Da das Internet eigentlich ursprunglich für eine ausfallsichere Kommunikation im Ernstfall
konzipiert wurde, wundert mich, dass die Telekom das Problem scheinbar nicht in den Griff bekommt.

moin,

Du hast offensichtlich ein falsches Verständnis von Ausfallsicherheit:

Teile könen ausfallen, aber der Rest kann weiterarbeiten. das merkt man daran, daß ein Großteil der benutzer solche "Ausfälle" seltenst bemerkt.

lks

Nachtrag: Das Konzept funktioniert auch nur, wenn es keine SPOFs gibt. Inzwischen ist es aber so, daß es einige Knotenpunkte gibt, die kritisch für die Infrastruktur sind. wenn da mal ein paar Flugzeuge reinfallen oder Uboote dagegenfahren, ist die globale Kommunikation tot. Die einzelnen Segmente arbeiten aber ohne weiteres weiter.
Bitte warten ..
Mitglied: aqui
13.08.2014, aktualisiert um 12:45 Uhr
Der ct' Monitor der mehr oder minder seriöse Ausfälle anzeigt, hat aber keinerlei erhöhte Aktivitäten die erwähnenswert wären gemeldet:
http://www.heise.de/netze/netzwerk-tools/imonitor-internet-stoerungen/
Fragt sich dann aus welcher Quelle die o.a. angebliche Meldung kommt ??!
Bitte warten ..
Mitglied: Jochem
13.08.2014 um 14:11 Uhr
Moin,

Der ct' Monitor [..] hat aber keinerlei erhöhte Aktivitäten die erwähnenswert wären gemeldet:
Doch, schau jetzt mal rein.


Hängt vielleicht hiermit zusammen:

http://www.golem.de/news/border-gateway-protokoll-zu-grosse-routingtabe ...

Cisco-Router soll es ja auch Providern in D geben.

Gruß J chem
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Mitglied: Lochkartenstanzer
13.08.2014 um 14:33 Uhr


Bei knapp 50000 AS fallen die paar (ca. 1500) AS, die kurzfristig Störungen haben gar nicht auf.

lks
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Mitglied: Dani
13.08.2014 um 17:33 Uhr
Moin,
dass die Telekom das Problem scheinbar nicht in den Griff bekommt. Liegt es an der Technik, ist die bundesweite Infrastruktur den aktuellen Herausforderungen nicht gewachsen?
So einfach wie es sich viele Vorstellen ist das Netzwerk der Deutschen Telekom nicht. Es fängt schon damit an, dass es verschiedene Plattformen (ATM, IP, MPLS, etc...) gibt. Als Basis dient das Backbone "IPnet". Als wäre das noch nicht kompliziert genug, hat jede Plattform eigene POP-Standorte. Diese unterscheiden sich natürlich je nach Produkt oder System.

Jede Plattform hat eigenes Netzwerk/Konfigurationsteams. Das führt bei der Größe und Komplexität (egal wie gut geplant ist) mehr oder weniger zu Schwierigkeiten. Dazu kommen Peeerings in verschiedenen Varianten und Größenordnungen in fast jeder Ecke von Deutschland, Datenverkehrregeln (Routing) und Priosierungen, das NOC das bei Alarmen entsprechend Datenvekehr weiträumig umleiten,etc... da kann schnell etwas hinaus gehen.

Oder hapert es an der Qualifikation des Personals - auf welcher Ebene auch immer?
Es gibt genug qualifiziertes Personal, die der Aufgabe gewachsen ist. Bloß Umsetzungen oder Optimierungen ziehen sich durch die Komplexität problemlos Monate oder Jahre.

Wer die Chance hat in das NMC der Deuteschen Telekom AG zu schauen, sollte das tun. Danach sieht man viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel.


Gruß,
Dani
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Mitglied: itebob
13.08.2014 um 20:03 Uhr
Habe jetzt eine Zwischeninfo von meinem Webhoster bekommen. Ein Auszug aus dieser EMail::

"Sehr geehrter Herr xxxx,


gestern (12.08.2014) kam es von 9:45 Uhr bis 23:28 zu Störungen bei unseren beiden Internet-Anbindungen, ab dem Nachmittag zu einem kompletten Ausfall. Damit waren alle Dienste nicht erreichbar.
Eine offizielle Erklärung unseres Dienstleisters steht bis jetzt noch aus, informell wurde uns folgendes mitgeteilt:

In einigen großen Netzen weltweit kam es gestern zu Störungen
[...]
Mehr Information zu den globalen Auswirkungen des Problems:
https://www.bgpmon.net/what-caused-todays-internet-hiccup/
[...]
"
@Lochkartenstanzer
Du hast offensichtlich ein falsches Verständnis von Ausfallsicherheit:
Also was ich mir zum Thema Ausfallsicherheit eingeprägt habe - die Infrastruktur ist so redundant ausgelegt, dass ein Internet-Paket aus Berlin für München sicher ankommt - egal ob über einen Server in Brasilien oder China. Scheinbar sind meine Annahmen bezüglich Internet-Paket ~ Ausfallsicherheit/Erreichbarkeit falsch.
Bitte warten ..
Mitglied: Lochkartenstanzer
13.08.2014 um 20:36 Uhr
Zitat von itebob:

@Lochkartenstanzer
> Du hast offensichtlich ein falsches Verständnis von Ausfallsicherheit:
Also was ich mir zum Thema Ausfallsicherheit eingeprägt habe - die Infrastruktur ist so redundant ausgelegt, dass ein
Internet-Paket aus Berlin für München sicher ankommt - egal ob über einen Server in Brasilien oder China.
Scheinbar sind meine Annahmen bezüglich Internet-Paket ~ Ausfallsicherheit/Erreichbarkeit falsch.

Um es mal mit einem unpassenden Autovergleich zu sagen:

Es gibt genug Autobahnen und Schnellstraßen zwischen Berlin und München, so daß man immer Ausweichrouten hätte. Bloß nützt das alles nichts, wenn man gerade in dem Teilabschnitt steckt, in dem der Stau/die Sperrung ist und die Sperrungsmeldung sich noch nicht durchgesprochen hat.

Deswegen kann man aber trotzdem weiterhin von Berlin nach Hamburg fahren (wenn da nicht gerade auch eine Sperrung auf der Strecke ist).

lks
Bitte warten ..
Mitglied: Dobby
13.08.2014 um 22:36 Uhr
Hallo,

gestern gab es wieder bundesweite Störungen im Internet wegen Routing-Problemen bei der Telekom.
Ob das nun ein alleiniges Problem der Telekom, eines Ihrer Partner oder gar eines Ihrer Kunden ist
oder sogar eines anderen ISPs der mit im Spiel war ist von unserer Seite aus eh nicht sicher festzu-
stellen bzw. man kann nur mutmaßen oder den öffentlichen Bekanntmachungen glauben schenken
oder aber eben auch nicht, das bleibt jedem selber überlassen.

Wenn man das Internet nach "Telekom Störung Routing" durchsucht, dann stellt man fest,
dass solche bundesweit spürbare Ausfälle regelmäßig auftreten.
Ach so macht man das also heute! Na schau mal einer guck.
Im Internet bekommt man schnell und viel Informationen, nur wer eben diese überprüft
bzw. überhaupt veröffentlicht ist doch hier die Frage, oder?

Da das Internet eigentlich ursprunglich für eine ausfallsichere Kommunikation im
Ernstfall konzipiert wurde,
Erstens nicht nur dazu und zweitens nicht für uns im privaten Bereich!
Und zweitens ist das Internet so schnell gewachsen dass man heute je nach dem
was denn und wo denn überhaupt für ein Problem anliegt.

wundert mich, dass die Telekom das Problem scheinbar nicht in den Griff bekommt.
Ist es denn ein Problem der Telekom?
Du hast einen Hoster und der ist Kunde bei einem anderen größerem Hoster und die sind
Kunde der Telekom und was glaubst Du das man Dir (Euch) erzählt? Glaubst Du die sagen
sich alle die volle Wahrheit und müssen das dann eventuell sogar 3 Stunden lang erklären.
Ich denke wohl eher nicht und auch das man sicherlich gut damit beraten ist sich kurz und
bündig auf etwas zu einigen. Davon mal abgesehen das die meisten Kunden gar nicht verstehen
werden bzw. können was denn da meist wirklich gelaufen ist.

Liegt es an der Technik, ist die bundesweite Infrastruktur den aktuellen Herausforderungen
nicht gewachsen?
Wohl eher nicht! Es sieht wohl eher anders herum aus, da die großen Tier1 und Tier2 Carrier
vor nicht allzu langer Zeit haben verlauten lassen das noch genug Bandbreite vorhanden ist.
Nur die muss dann eben auch gebucht bzw. gemietet werden.

Oder hapert es an der Qualifikation des Personals - auf welcher Ebene auch immer?
Das kann schon das eine oder das andere Mal vorkommen, nur eben bei der dt. Telekom
nicht, denn die haben schon recht gut Leute bei sich, allerdings werden eben auch einmal
so genannte Subunternehmer beauftragt die dann eventuell nicht so gut bestückt sind im
Personalbereich nur das ist eben hier sicherlich nicht der Fall.

Oder sind es eine Art Testballons, Angewöhnung der Bürger, damit im Ernstfall die
Kommunikationsinfrastruktur für die zivile Nutzung schlicht und einfach eingeschränkt
oder auch komplett lahmgelegt wird.
Das finde ich schon so lächerlich das ich hier nicht weiter darauf eingehen möchte!

So eine Art ziemlich billige aber wirksame Zensur?
Wer oder was soll denn zensiert werden? Das Internet selber?
Also der Bundesinnenminister möchte garantiert lieber das alle zu Hause surfen und
"Video on Demand" gucken bevor sie auf der Straße demonstrieren. Mal von dem Standort
Deutschland und der gesamten Wirtschaft ganz abgesehen, also das ist auch irgend wie an
den Haaren herbei gezogen.

in Brasilien oder China. Scheinbar sind meine Annahmen bezüglich Internet-Paket ~
Ausfallsicherheit/Erreichbarkeit falsch.
Das denke ich auch und vor allem was die Verursachung solcher Probleme an den
unterschiedlichsten Stellen angeht auf jeden Fall.
- Falsche oder überlastete Hardware
- Falsch konfigurierte Hardware
- Unterdimensionierte Hardware
- Defekte Hardware
- Defekte Kabel bzw. Infrastruktur

What caused today’s Internet hiccup

  • (Was verursachte den heutigen Schluckauf im Internet)
oder
  • (Was verursachte den heutigen Internetschluckauf)

Das ist aus meiner Sicht auch eine richtig gute Anlaufstelle um sich überregional und international
gut zu informieren, wenn denn, leider wie so oft, der Fehler im BGP Bereich zu lokalisieren ist.
Also das ist wohl auch schon dem Titel zu entnehmen das es sich hier nicht um ein recht ernstes
oder gar gravierendes Problem gehandelt hat.

Naja ich sehe das immer etwas gemischt denn wer zwingt die Leute denn Cisco
zu benutzen? Niemand! Und wenn per "default" nicht der gesamte Speicher aktiviert
worden ist weil es nie von Nöten was ist meiner Meinung nach auch nicht Cisco schuld.

Das ist wie vor einigen Jahren als es hieß das man mit den "Single Core" Routern von Cisco
die Routing Tabellen nicht schnell genug laden könne, und nun sie alles wieder "tutti" denn mit
den "Multi Core" Routern ginge nun alles schneller von statten, aber was hat Cisco damit zu tun?

Die haben zwar darauf reagiert und sicher ist es nicht allen Leuten zuzumuten sich ein CRS-x
Monster hinzustellen, nur die richtig dimensionierte Hardware sollte es schon sein, die die Last
auch packt und das ist nicht das Problem von Cisco. Selbst neuere MikroTik Router der CCR
Serie kommen mit bis zu 16 GB Speicher daher und laden eine volle Routingtabelle mitunter in
15 Minuten.

Mittels BGP bzw. Fehlern die dort in dem Umfeld zu finden sind, lassen sich Teile eines Landes,
ganze Länder und sogar die angrenzenden Nachbarländer völlig lahm legen und vom Internet ab-
schneiden bzw. trennen oder so stark stören das sie nicht mehr erreichbar sind.

Gruß
Dobby
Bitte warten ..
Mitglied: itebob
13.08.2014 um 23:10 Uhr
Es gibt genug Autobahnen und Schnellstraßen zwischen Berlin und München, so daß man immer Ausweichrouten hätte. Bloß nützt das alles nichts, wenn man gerade in dem Teilabschnitt steckt, in dem der Stau/die Sperrung ist und die Sperrungsmeldung sich noch nicht durchgesprochen hat.

Ein Vergleich mit einem Auto taugt m.E. kaum. Mein Kenntnisstand und Vorstellung über die Internet-Kommunikation ist, dass nicht zugestellte, verlorene Pakete neu versendet werden. Also ein in Kassel im Stau verschwundenes Internet-Paket kann nach meinen Vorstellungen nochmal aus Hamburg gesendet werden - über Vien oder Köln. Mit einem Auto, das irgendwo in der nähe von Leipzig im Stau steckt, klappt es nicht das Auto nochmal über Köln oder Vien nach München zu schicken.

Aber zurück zu dieser ganz konkreten Störung bzw. Nichterreichbarkeit meiner Website am 12.08.2014. Ich habe einen Internet-Zugang über Telekom als Zugangsprovider. Ich konnte so ziemlich alle Websites am 12.08.2014 abrufen - nur meine eigene nicht. Die Erklärung meines Providers ist, dass diese Störung am 12.08.2014 (nur?) Kunden, die über Telekom als Zugang-Provider im Internet unterwegs waren, betraf.

Frage an Experten: Ist es eine plausible Erklärung? Leider habe ich versäumt, zu testen bzw. testen zu lassen, ob meine Website im gleichen Zeitraum am 12.08.2014 über andere Zugangsprovider erreichbar gewesen ist. Ich führe auch keine Log-Protokolle, deswegen kann ich leider nicht sehen, ob Webseiten am 12-08.2014 abgerufen waren.

Anmerkung:
BGP (Border Gateway Protocol) - http://de.wikipedia.org/wiki/Border_Gateway_Protocol
Bitte warten ..
Mitglied: Dobby
14.08.2014 um 00:22 Uhr
Hallo nochmal,

Ein Vergleich mit einem Auto taugt m.E. kaum.
Stell Dir einfach mal vor man ist in Hamburg und alle Straßen die nach Hamburg
führen und von Hamburg weg führen werden gesperrt, also es geht nichts rein und
nichts raus, da kann man dann eben noch so oft ein Auto (Paket) anfordern und es
wird sein Ziel nicht erreichen.

Mein Kenntnisstand und Vorstellung über die Internet-Kommunikation ist, dass nicht
zugestellte, verlorene Pakete neu versendet werden.
Soweit die Theorie, klar was nicht ankommt wird neu angefordert und neu versendet,
gar keine Frage. Nur wir reden ja hier auch von einer Webseite die nicht erreichbar
gewesen ist und nicht von einer

Also ein in Kassel im Stau verschwundenes Internet-Paket kann nach meinen Vorstellungen
nochmal aus Hamburg gesendet werden - über Vien oder Köln.
Davon reden wir doch aber gar nicht! Wir reden so wie ich das verstanden habe über eine
Webseite die nicht aufrufbar ist und zwar über einen gewissen ISP nämlich die Telekom!
Und wenn man nun über O2, 1&1 oder sogar M.Net, WilhelmTEL oder NETCologne
die Webseite aufruft und sie ist erreichbar, dann freue Dich doch einfach.

Mit einem Auto, das irgendwo in der nähe von Leipzig im Stau steckt, klappt es
nicht das Auto nochmal über Köln oder Vien nach München zu schicken.
Es reicht doch schon ein Problem im DNS Server Bereich und man hat verloren!
Das sind die Server die aus ww.itebob.de eine 172.160.11.6 machen und die Webseite
kann angezeigt werden, fertig. Ist der Server oder sind die Server jedoch gestört bzw.
ausgefallen kann man eben nicht mehr auf die Seite zugreifen.

Aber zurück zu dieser ganz konkreten Störung bzw. Nichterreichbarkeit meiner Website am
12.08.2014. Ich habe einen Internet-Zugang über Telekom als Zugangsprovider.
Nochmal, das können gefühlte 1500 unterschiedliche Probleme gewesen sein,
das Deine Webseite nicht erreichbar war und das ist bestimmt noch nicht das Ende
der Fahnenstange an möglichen Fehlern die in einem so großen Netzwerk auftreten
können.
- Die können selber ein Problem gehabt haben
- Eine anderer ISP kann ein Problem gehabt haben
- Ein Anderer TIERx Carrier kann ein Problem gehabt haben
- Ein oder mehrere DNS Server können ein Problem gehabt haben
- Ein Kunde kann etwas falsch konfiguriert haben und damit die Telekom
oder einen seiner Partner gestört haben

Ich konnte so ziemlich alle Websites am 12.08.2014 abrufen - nur meine eigene nicht.
Und nun ist die Welt schlecht und alle gegen Dich zumindest wird es nun klarer worauf
Du hinaus willst. Das kann Dir dann aber nur die Telekom beantworten und nicht wir hier
im Forum, wir können auch nur mutmaßen.

Die Erklärung meines Providers ist, dass diese Störung am 12.08.2014 (nur?)
Kunden, die über Telekom als Zugang-Provider im Internet unterwegs waren, betraf.
Definiere mal Kunden? Mit Webseite oder nur surfen, privat oder geschäftlich mit
Standleitung oder ohne auch mit eigener Domain oder wie bedingt!? Oder nur in dem
Bundesland xyz oder gar für ganz Deutschland oder nur für einen gewissen IP Adressraum
oder hatte es mit dem BGP des anderen ISP oder Carrier zu tun und hat nur gewissen ASs
betroffen, oder oder oder

Frage an Experten: Ist es eine plausible Erklärung?
Das ist sie sicherlich denn was nützt es Dir wenn man nun erklärt was es wirklich war
und Du es nicht verstehst oder damit dann eben leben musst.

Wenn bei Tier1 Carrier xyz jemand etwas falsch konfiguriert hat oder aber die
Hardware verreckt ist bzw. fehlerbehaftet war und somit die Telekom selber
Geschädigter gewesen ist, kannst Du nichts machen und wenn es nicht so war
kannst Du auch nichts machen!

Leider habe ich versäumt, zu testen bzw. testen zu lassen, ob meine Website im gleichen
Zeitraum am 12.08.2014 über andere Zugangsprovider erreichbar gewesen ist.
Das würde auch nur aussagen das die keine Probleme hatten und die Telekom sehr wohl eines
hatte und machen kann man wieder nichts!

Ich führe auch keine Log-Protokolle, deswegen kann ich leider nicht sehen,
ob Webseiten am 12-08.2014 abgerufen waren.
Macht ja auch nichts, denn was nützt es Dir denn wenn 10 Leute aus Afrika
oder aus Japan Deine Seite aufrufen konnten und Du nicht?


Anmerkung:
BGP (Border Gateway Protocol) - http://de.wikipedia.org/wiki/Border_Gateway_Protocol
Mir brauchst Du den Link nicht schicken.
Das war ein Beispiel von anderen Teilnehmer die in Ihren Kommentaren Links "gepostet"
hatten die darauf hinweisen oder es mit in die nähere Betrachtung ziehen das es ein
Hardware seitiges BGP Problem war.

Gruß
Dobby
Bitte warten ..
Mitglied: itebob
14.08.2014, aktualisiert um 10:15 Uhr
@Dobby und at all

Danke für die ausführliche Erklärung bzw. für die Feedbacks.

Stell Dir einfach mal vor man ist in Hamburg und alle Straßen die nach Hamburg
führen und von Hamburg weg führen werden gesperrt, also es geht nichts rein und nichts raus.

Ich vermute sehr stark, dass dieses Beispiel:
a) meinen Denkfehler jetzt ausräumt
b) _die_ Info ist, die mein Webspace-Provider genauso wie andere Webspace-Provider _nicht_ auf die große Glocke hängen, als es darum geht, mich als Webspace-Mieter über die Ursachen, warum meine Website nicht erreichbar war bzw. ist, aufzuklären.

Also es gab mehr oder weniger heftige internetweite Störungen am 12.08.2014. Die meisten Internet-Nutzer haben von diesen Störungen nichts mitbekommen. In meinem konkreten Fall haben diese Störungen dazu geführt, dass _alle_ Leitungen, die meinen Webserver mit dem Internet verbinden - bei meinem Webspace-Provider sind es zwei - blockiert waren. Und zwar _nur_ _für_ die Pakete, die über die Netze eines bestimmten Online-Zugang-Providers gesendet werden - in meinem Beispiel ist es _Telekom_. Wenn wir beim Beispiel Auto bleiben, dann wären bspw. die Straßen von und nach Hamburg für alle Fahrzeuge mit einem lila-rosen "T"-Logo gesperrt. Alle andere Fahrzeuge kommen durch und können die Pakete von und nach Hamburg liefern. ##ff9933|Habe ich's soweit richtig kapiert?##

##ff9933|Um Mißverständnisse## zu vermeiden - ich habe nicht vor, irgendwie gegen meinen Webspace-Provider vorzugehen oder einen besseren Webspace-Provider zu suchen. Ich bin seit über 10 Jahren bei diesem Provider und und bin mit ihm zufrieden. Ich habe einfach am Beispiel Störungen am 12.08.2014 festgestellt, dass meine Vorstellungen über die grundlegende Funktionsweise des Internets (Stichwörter Paket-Zustellung, Ausfallsicherheit) entweder lückenhaft oder schlicht und einfach falsch sind. Und ich habe das Gefühl,dass die Feedbacks im Thread "Bundesweite ausfallsichere IT-Infrastruktur - wie?" mir geholfen haben, diese Lücken etwas zu verringern.

##ff9933|Anmerkungen##
#1
Macht ja auch nichts, denn was nützt es Dir denn wenn 10 Leute aus Afrika
oder aus Japan Deine Seite aufrufen konnten und Du nicht?
Habe jetzt festgestellt, dass ich doch Logfiles habe - anonymisiert, mit IP-Adressen der Besucher aus dem 10.0.0.x-Bereich.
Frage - hätte ich nicht-anonymisierte Logfiles, dann könnte ich anhand der IP-Adressen der Besucher lediglich feststellen, ob in der Zeitspanne, in der der Zugang zu meiner Website gestört war, Besucher aus dem Telekom-Netz meine Website besucht haben?

Also für die Zeitspanne in der der Zugang zu meiner Website gestört war (von 9:45 Uhr bis 23:28 am 12.08.2014), meine ich nach flüchtigem Durchsehen, dass die Website nur von Suchrobotern besucht wurde. Wer Interesse an Logfile für 12.08.2014 hat, bitte anfragen, kann ich zuschicken.
#2
Verstehe ich es richtig, dass die Netze der jeweiligen ISP's wie Telekom oder O2 mittels Listen aus Internet-Adressen in der Internet-Infrastruktur repräsentiert werden? Andersherum - diese auf Routern verwaltete Listen sind das Telekom-, O2-Netz bzw. ein wesentlicher Teil davon - abgesehen von der Hardware, die diese Listen verwaltet? Und es reicht die Hardware in die Knie zu zwingen oder die Listen inhaltlich zu korrumpieren und die Netze sind ge- bzw. zerstört?
Bitte warten ..
Mitglied: Jochem
14.08.2014 um 08:02 Uhr
Moin,

ich denke, Dein Verständnis von der Ausfallsicherheit ist grundsätzlich korrekt. Nur der hier aufgetretene Fall der Nichterreichbarkeit Deiner Homepage liegt das Problem in einem anderen Bereich. Der Vergleich mit dem Auto ist schon nicht schlecht, nur würde ich schon vor dem Transport ansetzen.

Um beim Beispiel zu bleiben, bei der Straßenkarte. Die Autobahnen zwischen HH und K sind zwar vorhanden, nur auf der Karte des Providers Telekom sind die (und auch die Ausweichstrecken) zeitlich begrenzt nicht verzeichnet, auf der des Providers O2 (oder wer auch immer) dagegen schon. Demnach hat Provider 1 keine Chance, Datenpakete auf die Reise zu schicken, während Provider 2 (und auch einige andere) das können.

Wenn also bei ISP1 die Routen für das BGP nicht (mehr) vorhanden sind, anhand derer er Datenpakete nach ISP2 schicken bzw. von dort bekommen kann, dann tritt der von Dir beschriebene Fall ein. Je nachdem, welche Routen "gelöscht" worden sind, ist ISP2 von ISP1 nicht erreichbar, von ISP3 oder ISP4 dagegen schon.


Gruß J chem
Bitte warten ..
Mitglied: Lochkartenstanzer
14.08.2014, aktualisiert um 08:14 Uhr
Zitat von itebob:

in meinem Beispiel ist
es _Telekom_. Wenn wir beim Beispiel Auto bleiben, dann wären bspw. die Straßen von und nach Hamburg für alle
Fahrzeuge mit einem lila-rosen "T"-Logo gesperrt. Alle andere Fahrzeuge kommen durch und können die Pakete von und
nach Hamburg liefern. ##ff9933|Habe ich's soweit richtig kapiert?##

Nicht ganz:

Stell dir vor alle Straße in Deutschland wären privat betrieben und jeder Anieter hätte sein eigenen teilnetz.je nachdem welchen Start- udn endpunkt Deien Reise hat, kannst Du entweder auf den Straßen Deines Anbieters (=Providers) bleiben oder mußt die Anbieter "wechseln". Damit Du an Stellen wegcselst, die für Deinen (oder die anderen) Anbieter am gübnstigsten sind, werden imerm wieder die Wegweiser angepaßt (=Routingtabellen)). Und nun hat irgendeine Depp oder ein technischer Fehler bei einem irgendeinem Anbieter (das muß nicht unbedingt der direkt betroffene sein!) falsche Werte eingegeben, die dann dazu führen, das alle Autos, die von Anbieter A zu Anbieter b wehcseln müssen, den weg nciht finden, weil sie falsch geleitet werden. Und wenn sie zu lange fahren (=Benzin alle) werden sie von der Straße runtergeworfen und verschrottet. da kannst Du noch so viele Autos hinterherschicken.

Genug verwirrugn gestiftet jetzt?

lks
Bitte warten ..
Mitglied: itebob
14.08.2014, aktualisiert um 10:04 Uhr
Danke, dass du mir hilfst, die Funktionsweise der Internets besser zu verstehen. Wie oben erwähnt, mein Verständnis der IT-Infrastruktur klammerte sich bis heute an gewöhntes Konstrukt aus (be)greifbaren Dingen wie Hardware (Server, Router, Clients, ...) die miteinander per Draht oder kabellos verbunden sind. Ich wusste zwar bereits länger, dass über eine physische drahtgebundene oder Funkleitung zeitgleich mehrere Verbindungen (Telefonate, Datenübertragung) hergestellt werden können. Bei mir hat es aber erst heute Klick gemacht, dass diese Verbindungen können unabhängig voneinander gestört werden, wenn bspw. die entsprechende Metadaten , die für das Aufrechterhalten der entsprechenden Protokolle bei den jeweiligen Übertragungsvorgängen verantwortlich sind, korrumpiert werden.

Und wo ich für mich diese Zusammenhänge - glaube ich zumindest - langsam begreife, bereiten mir die hartnäckige Bestrebungen der Telekom, die Haushalte aller 20 Millionen Kunden mit All-IP-Anschlüssen zu beglücken (Telekom freut sich über zunehmende Verbreitung von All-IP-Anschlüssen, 14.05.2014), ein Unbehagen.

Was für Einsparpotential von der Virtualiserung der so gut wie gesamten Kommunikations-Informationstechnik (KIT) sich die Telekom-Aktionäre und Manager versprechen, das leuchtet mir ein. Dies wäre die Haben-Spalte. Ein Zuwachs in der Haben-Spalte geht aber nach meinem Verständnis auf Kosten der Soll-Spalte. Und auf der Soll-Seite ist für mich eine robuste Ausfallsicherheit der KIT unverzichtbar.

Die Experten hier im Thread haben m.E. glaubhaft dargelegt, dass die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Internets bereits bei der jetzigen technologischen Basis eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Die Komplexität eines komplett aus All-IP-Anschlüssen gebauten Internets potenziert sich im Vergleich zu der aktuellen Situation nach meinem Verständnis zu unkalkulierbaren Risiken. Stuttgart 21, Berliner Flughafen, Elb-Filarmonie, TollCollect, ...- die Liste darf vervollständigt werden.

Bin Kunde bei Telekom-ISP. Und habe bis jetzt die aufdringliche Angebote seitens der Telekom endlich mal auf einen zeitgemäßen All-IP-Anschluss umzusteigen, abgelehnt. Werde auch weiter keinen All-IP-Anschluss bestellen. Mit dem jetzigen Anschluss kann ich auch dann telefonieren, wenn der gesamte Globus bspw. wegen einem BGP-Durcheinander offline ist. Mit All-IP-Anschluss habe ich zwar weniger Redundanz, aber auch zu wenig Ausfallsicherheit
Bitte warten ..
Mitglied: Jochem
14.08.2014 um 09:54 Uhr
Moin,

ohne jetzt wieder das "Hinken" anzufangen: all das erinnert mich vom Grunde her doch stark an die Kompakt-Anlagen der 70er Jahre: Radio, Cassette, Plattenspieler; alles zusammen in einem Gehäuse. War eine der Einzelkomponeneten defekt, konntest Du die komplette Anlage zur Reparatur wegbringen und standest ohne da.
Ist heute, bezogen auf die Technik, nicht anders: hast Du Telefon, Internet und Fernsehen über einen Kabel-Provider, dann funktioniert keins von den dreien, wenn der ein Problem bei der Einspeisung ins Netz hat.
Oder schau Dir die IP-Telefonie an: Da steht eine servergestütze TK-Anlage und wenn die Server wegen Wartungsarbeiten runtergefahren werden müssen, kann auch keiner mehr übers Festnetz telefonieren.

Wie überall hat auch hier jede Medaille zwei Seiten. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß" funktioniert nur in den seltesten Fällen. Da gilt es dann das kleinere von zwei Übeln auszuwählen.

Gruß J chem
Bitte warten ..
Mitglied: itebob
14.08.2014, aktualisiert um 11:24 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:
Genug verwirrung gestiftet jetzt?

Ich fühle mich jetzt als ein Experte in Sachen "Zuverlässige Zustellung von Paketen auf privatisierten Autobahnen"
Bitte warten ..
Mitglied: Lochkartenstanzer
14.08.2014 um 11:13 Uhr
Zitat von itebob:

Bin Kunde bei Telekom-ISP. Und habe bis jetzt die aufdringliche Angebote seitens der Telekom endlich mal auf einen
zeitgemäßen All-IP-Anschluss umzusteigen, abgelehnt. Werde auch weiter keinen All-IP-Anschluss bestellen. Mit dem
jetzigen Anschluss kann ich auch dann telefonieren, wenn der gesamte Globus bspw. wegen einem BGP-Durcheinander offline ist. Mit
All-IP-Anschluss habe ich zwar weniger Redundanz, aber auch zu wenig Ausfallsicherheit

olltest Du auch weiterhin machen.

Ich werde auch dauernd bedrängt, daß das doch so viel doller und besser wäre udn ich außerdem 5 euro im Monat sparen würde. Gestern und heute habeich wieder den Beleg, daß das keien gute Idee wäre.

Aktuell bricht meine DSl-Synchronisation imerm wieder weg, seitdem gestern Abend ein gewitter mit starken Regenfällen war. ich vermute mal, daß bei den Verteilern oder Kabelkanälen der Telekom irgendwo Wasser reinläuft und einen Leitungsschluß oder Erdschluss verursacht. Habe ich denen schon vor über einem Jahr gemeldet, daß diese verbindungsabbrüche imerm bei "Schlechtwetter" auftreten. Ende der langen Geschichte:

(ISDN) Telefonie geht immer noch, während DSL immer mal wieder "Hickser" hat.UK0 ist offensichtlich weniger fehleranfällig wie ADSL.

lks
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Mitglied: Looser27
14.08.2014 um 12:42 Uhr
Wir sind ebenfalls leidgeprüft durch die Telekom.
Erst bekommen sie in einem Gewerbegebiet (!) keinen Anschluß zustande und dann fällt der in 7 Monaten 3 mal komlett aus. Das letzte Mal ist wohl eine Großstörung gewesen mit über 4500 Anschlüssen (lt. Aussage Telekom).

Das bestätigt die Annahme, dass entweder die Verteiler oder die Kabel im Erdreich sehr anfällig sind (es war allerdings 3 Tage nach dem letzten Regenfall).

Gestern dann mal wieder eine DSL Störung. Hierfür kommt dann morgen ein Techniker vorbei, da bei der "Wir-messen-vom-Schreibtisch-die-Leitung"-Methode ein Fehler festgestellt wurde.

Mich ärgert bei der ganzen Sache eigentlich nur, wie bei der Telekom mit den Geschäftskunden umgegangen wird. In besagtem Gewerbegebiet sind im Konjunktur II Paket allesamt auf Glasfaser umgestellt worden. Und es funktioniert trotzdem nicht zuverlässiger als damals.....als alles noch besser war und so.


Just my 2 Cents

Looser
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Mitglied: itebob
14.08.2014 um 14:41 Uhr
Zitat von Looser27:

Wir sind ebenfalls leidgeprüft durch die Telekom.
Erst bekommen sie in einem Gewerbegebiet (!) keinen Anschluß zustande und dann fällt der in 7 Monaten 3 mal komlett
aus. Das letzte Mal ist wohl eine Großstörung gewesen mit über 4500 Anschlüssen (lt. Aussage Telekom).
[...]
In besagtem Gewerbegebiet sind im Konjunktur II Paket allesamt auf Glasfaser umgestellt worden. Und es funktioniert trotzdem nicht
zuverlässiger als damals.....als alles noch besser war und so.

Also wie es die aktuelle Lage hergibt, beste Chancen für junge aufstrebende Startups, die es scheinbar leicht haben werden mit frischen Ideen und attraktiven Produkten im Bereich "Internet-Zugang" beim Wettbewerber die Kunden abzuwerben und den Markt aufzumischen . Chancen für Fördergelder vom Staat für derartige Projekte gibt es auch "in der Koalitionsvereinbarung CDU/CSU und SPD ... ist vor dem Hintergrund der "NSA-Affäre" u.a. festgehalten, dass die Bundesregierung zur Wahrung der "technologischen Souveränität" Deutschlands den Einsatz national entwickelter IT-Sicherheitstechnologien sowie die Verbreitung vertrauenswürdiger Hard- und Software erheblich auszubauen beabsichtigt." - mehr auf blog.sprechrun.de ....
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Mitglied: aqui
15.08.2014 um 10:51 Uhr
Und nun ist das kein Thread mehr für Administrator.de
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Mitglied: Dobby
15.08.2014 um 11:49 Uhr
Zitat von aqui:

Und nun ist das kein Thread mehr für Administrator.de
Warum?
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Mitglied: itebob
16.08.2014 um 12:54 Uhr
Zitat von itebob:

Habe jetzt eine Zwischeninfo von meinem Webhoster bekommen. Ein Auszug aus dieser EMail::

"Sehr geehrter Herr xxxx,


gestern (12.08.2014) kam es von 9:45 Uhr bis 23:28 zu Störungen bei unseren beiden Internet-Anbindungen, ab dem Nachmittag zu
einem kompletten Ausfall. Damit waren alle Dienste nicht erreichbar.
Eine offizielle Erklärung unseres Dienstleisters steht bis jetzt noch aus, informell wurde uns folgendes mitgeteilt:

In einigen großen Netzen weltweit kam es gestern zu Störungen
[...]


Habe gerade entdeckt, dass mein Webhoster die EMail mit den Informationen zu der Störung am 12.08.2014 komplett veröffentlicht hat - Entstörungsmeldung, 13.8.2014.
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Mitglied: aqui
16.08.2014, aktualisiert um 15:04 Uhr
die die weit verbreitete Cisco Hardware einsetzen, um den Datenverkehr in ihrem Netz zu steuern (Routing). Grund war, dass die Globale Routing Tabelle erstmals den Wert von 512.000 Routen überschritten
Das Schicksal werden wohl mehrere teilen....
Ist aber peinlich wenn ein Provider sowas nicht sieht und VORHER reagiert !! Das sah man schon seit Monaten das die auf diesen Wert zusteuert und man reagieren musste. Das ist sicher nicht die T-Com gewesen, denn die wussten das schon lange. Außerdem haben die Juniper Maschinen im Backbone.
Zeigt das der seine Hardware nicht im Griff hat oder ihm die Fachkenntniss fehlt, denn jeder weiss das das die IPv4 Fulltables kurz vor dem 512er Gau stehen.
Natürlich nur wenn man ältliche Cisco HW im Einsatz hat oder die billig irgendwo Second Hand geschossen hat.
Solltest du vielleicht mal über einen Providerwechsel nachdenken...
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Mitglied: itebob
16.08.2014 um 16:15 Uhr
Zitat von aqui:
Solltest du vielleicht mal über einen Providerwechsel nachdenken...

Also ich habe bereits oben erwähnt, dass ich seit über 10 Jahren bei diesem Provider bin und sowas ist noch nie passiert. Kann ich nur gutes berichten - kompetente Hotline, wenn nötig, reichliche Auswahl an OpenSource-Software, die in Eigenregie über Weboberfläche installierbar ist, schneller Webserver. Das Content Management System (CMS) auf dem Webserver hat bessere Reaktionszeiten, als die gleiche Version CMS (Typo3), die ich lokal auf dem PC installiere
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Mitglied: aqui
16.08.2014 um 16:33 Uhr
Na ja wenn er kein eigenes AS hat und kein Full Peering zu seinem Upload Provider macht ist er ja dann auch völlig von seinem Upload Provider abhängig !
Wenn der dann so rumschlampt ist es ja primär nicht seine Schuld. Leidtragende sind dann seine Kunden und er sollte mal über Schadensersatz nachdenken, denn das ist Schlamperei vom Upload Provider.
Wenn er allerdings selber peert und er nicht in das 512k Full Table Problem gerannt ist weil er entsprechende HW hat ist er auch raus und obiges gilt.
Wenn nicht dann muss er sich an die eigene Nase fassen... Dann hat er selber geschlampt !
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Mitglied: itebob
16.08.2014, aktualisiert um 17:07 Uhr
Zitat von bytecamp GmbH:
Betroffen waren Anbieter, die die weit verbreitete Cisco Hardware einsetzen, um den
Datenverkehr in ihrem Netz zu steuern (Routing). Grund war, dass die Globale Routing
Tabelle erstmals den Wert von 512.000 Routen überschritten hat. Dafür stand auf den
Cisco-Routern in der Standardkonfiguration nicht genügend Speicher zur Verfügung.
Gerade eben hat "Deutschlandfunk > Forschung aktuell > Computer und Kommunikation" in Nachrichten die oben beschriebene Erklärung der Störung am 12.08.2014 bestätigt. Deutschlandfunk hat auch gebracht, dass überwiegend Telekom-Kunden betroffen waren.
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Mitglied: aqui
16.08.2014 um 17:49 Uhr
Das ist Unsinn aber von einem Sender wie Deutschlandfunk auch nicht anders zu erwarten. Der deutsche Michel muss es ja verstehen...
Es waren alle betroffen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zu-knapp-konfigurierte-Backbone- ...
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