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GELÖST

Neue Installation - Vorteile von Software RAID gegenüber Hardware onboard Mogel RAID

Frage Hardware Festplatten, SSD, Raid

Mitglied: 43292

43292 (Level 1)

11.11.2011, aktualisiert 23:21 Uhr, 7675 Aufrufe, 10 Kommentare

Hallo Leute,

ich steh grad auf dem Schlauch und bitte um euren Rat, bzw. Hilfestellung. Ich habe zwei Dell Precision 690 Workstations, die ich beide neu installieren werde. Sie sind gleich, bis auf folgende Unterschiede:

_die schwächere Workstation:_
1x Dual-Core Xeon CPU @ 2.0 GHz (also 2 Threads auf 2.0 GHz)
4 GB ECC DDR2 RAM im Quad-Channel-Mode auf 566 MHz und 5-5-5 (11T)
2 x 1000GB SATA Festplatten (identisch)
1 x 140GB Maxtor SAS Festplatte 10.000rpm
1 x 160 GB Seagate SATA Festplatte 7.2krpm
1 x 160 GB PATA Festplatte am IDE-Bus zusammen mit dem DVD-Rom angeschlossen
  • hier möchte ich Linux Debian Squeeze installieren und die zwei Terrabyte-Platten als Storage mit Rendundanz nutzen. RAID-1 ist Pflicht. Für das OS selbst möchte ich (wenn nix dagegen spricht) die gesamte Maxtor SAS Platte verwenden, da sie den schnellsten Lese- und Schreibzugriff bietet von all den hier aufgeführten Platten. Die 160er GB Seagate SATA Platte und die 160er PATA Platte könnte ich in ein VG reinhauen, anschliessen ein LV bilden und freigeben für irgendwelche unwichtigen temporären Anwendungen (evtl. Cache für Bandlaufsicherungen, oder sonstigen Schrott)

_die stärkere Workstation:_
2x Quad-Core Xeon CPU @3.0 GHz (also 8 Threads auf 3.0 GHz)
16GB ECC DDR2 RAM im Quad-Channel-Mode auf 667MHz und 5-5-5 (11T)
4 x 1000GB SATA Festplatten (identisch)
  • hier soll Win7 64bit Ultimate installiert werden. Diese Workstation wird als Digital Audio Workstation (DAW) verwendet werden. Dabei sind mir schnelle Zugriffszeiten als auch Rendundanz sehr wichtig. Ich würde daher am liebsten RAID-5 einsetzen wollen, aber leider geht das ja nicht mit Win7 wenn ich mich recht erinnere??

Diese Workstations habe einen integrierten Dell 5/i RAID Controller. Jedoch stelle ich mir gerade die Frage, ob es sich hierbei nicht um einen Mogel-RAID-Controller handelt,der die Rechenarbeit der CPU zuschiebt. Der Gedanke kam mir erstens weils nur ein onboard RAID-Controller ist, und zweitens weil er nur RAID-0 und RAID-1 kann.

Was würde passieren wenn ich onboard RAID-1 mit 2 Platten verwende würde und der onboard RAID-Controller verreckt? Ohne exakt den selben onboard RAID-Controller wären meine Daten quasi nicht rekonstruierbar, oder? Das heißt ich könnte die zwei Festpllaten ausbauen und kurz in den anderen Rechner einbauen, um dort über das Hardware onboard Dell SAS 5/i RAID die Festplatten wieder zu syncen und die Daten zu retten?

Also habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich nicht lieber Software-RAID verwenden soll. Es ist ja sowohl in Linux Debian Squeeze möglich, als auch in Win7 Ultimate 64bit. Richtig?

Dabei würde ich gerne wissen wie sich das im Falle eines Software-RAIDs eigentlich verhält mit der Zugriffsmöglichkeit durch die Treiber. Könnte ich z.B. bei der starken Win7-Workstation alle 4 TerrabytePlatten nach der WIn7-Installation in der Datenträgerverwaltung zu RAID-5 zusammenführen? Würde überhaupt das System dann noch booten können? Woher weiß mein BIOS dass es sich bei den vier Platten um ein Software RAID-5 handelt und wo der Bootsektor liegt ? Geht das überhaupt? Oder müsste ich eine Platte explizit für die Win7-Installation verwenden, und die restlichen 3 Platten dann als RAID-5 konfigurieren?

Hoffe ihr könnt mir etwas unter die Arme greifen, da ich es von Anfang an richtig machen möchte.

Danke an Alle im Voraus.

Einen schönen Abend und ein schönes Wochenende wünsche ich noch.
Mitglied: mrtux
12.11.2011 um 02:39 Uhr
Hi !

[ot]
Ohjee ein DJ - dacht ich mir's doch gleich...Erst deine (aus der Theorie) Benchmark-Frage und jetzt ....
Hast Du eigentlich schon gemerkt, dass Du hier im Administrator Forum bist und nicht bei den PC-Schraubern?

Sei mir nicht böse aber wir Admins bauen beruflich normalerweise heute keine Rechner mehr selbst und befassen uns dadurch auch nicht mit nichtssagenden Benchmarks. Bei unseren Enterprise Servern oder Workstations kommt das rein was ich festlege und da weiss ich dann aus Erfahrung ob der Durchsatz reicht...

Bitte, bitte, bitte, mit Zuckguss und Sahne drüber, stell zumindest solche Benchmark Fragen in Zukunft nur noch montags....Da freut sich unser Nagetier... :-P

[/ot]

Server oder Workstations (und low-entry Ware sowieso) von der Stange haben in der Regel keinen echten (hardware) RAID Controller. Den musst Du extra kaufen oder bei der Bestellung bzw. Zusammenstellung des Servers im Konfigurator des Händlers oder Herstellers dazubuchen. Der kostet normalerweise, je nach Ausstattung, so viel wie ein Low Entry Server schon alleine. Und falls Du doch selbst schraubst, dann kannst Du ja sowieso bestimmen welche Hardware Du einsetzen möchtest.

Natürlich gibt es bei separaten Controllern auch Fake RAIDs, keine Frage...Das kannst Du in vielen Fällen mit einem selbst gebauten, angepassten Kernel unter Linux prüfen aber oftmals kann man das schon am blossen Design des Controller-Boards erkennen.

Die Onboard-RAIDs sind quasi alle Fake RAIDs, bei denen bist Du nie vor Problemen gefeit. Wir verwenden schon seit Jahren nur noch bekanntermassen echte Hardware Controller und kennen solche Probleme (z.B. Platten fliegen ohne erkennbaren Grund aus dem Array) gar nicht, wie sie bei den Fake RAID immer wieder auftreten und für die es hier zu Hauf Hilfeschreie gibt.

Im Bezug auf deine Daten brauchst Du dir keine Gedanken zu machen - ein RAID, ob nun Software, Fake oder echtes Hardware-RAID benötigt immer zusätzlich zum RAID eine (externe) Datensicherung. Wer ein RAID ohne Datensicherung betreibt, hat entweder Sinn und Funktion eines RAIDs nicht verstanden oder keine wichtigen Daten!

Also, wenn Du es richtig machen willst, dann kauft dir für ein paar Euro mehr einen bekanntermassen echten Hardware-RAID Controller (Minimum 3Ware oder Adaptec), dann läuft das, sowohl unter Linux (der Kernel stellt die Treiber selbst bereit) als auch unter Windows, über Jahre hinweg schnell und zuverlässig. Und zur Datensicherung ein NAS oder zumindest eine externe Platte, wenn dir deine Daten lieb sind. Ich mache (wenn ich die Zeit dazu finde) auch Musik (Cubase, FL Studio, Samplitude und EnergyXT) und lasse meine Aufnahmen bestimmt nicht alleine nur auf einem RAID liegen, denn sowas ist grob fahrlässig und noch die netteste Bezeichnung, die mir dazu einfällt. Ansonsten hört sich deine Hardwareausstattung für Audiobearbeitung recht gut an, wie viele Spuren willst Du aufnehmen 128? Ich hoffe Du hast nicht deine gesamte Kohle in die PC Hardware verbraten und für den Sound bleibt nur ein popliger AC97 Onboard Chip übrig, wie ich das schonmal bei einem DJ in meinem Bekanntenkreis erlebt habe. Daher kommen übrigens auch meine (nicht wirklich böse gemeinten) Seitenhiebe gegenüber DJs in Foren.

Im kleinen Umfeld oder daheim kannst Du problemlos ein Linux Software-RAID verwenden, da die Treiber (Kernel) und die notwendigen Pakete heute bei jeder gängigen Distribution dabei sind. Du könntest auf das Array also von jeder Distribution aus zugreifen. Das ist bei Windows nicht so und das nicht nur weil das Windows-Software-RAID, soweit ich mich noch erinnern kann, ein Produkt ist, welches der Hersteller schon zu Zeiten von NT zugekauft hat.

Übrigens wurde das Thema hier schon zigfach und bis zum endlosen Erbrechen gefragt und durchdiskutiert. Bitte verwende auch die Suchfunktion des Forums, da findest Du für jede der RAID-Ausführungen massig Lesestoff!

mrtux
Bitte warten ..
Mitglied: 43292
12.11.2011 um 10:31 Uhr
Hallo mrtux,

es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, aber ich bin weder DJ noch ist der Rechner für einen DJ-Einsatz geplant. Die Workstation soll von zwei aktiven Musikern mit einem profesionellen RME Audiointerface eingesetzt werden. Ich kenn dein Problem mit DJs nicht, aber ganz offensichtlich hast du wohl eine sehr große Abneigung gegen diese, das ist ja schwer zu überlesen in deinem Aufsatz.

Wenn DU als Admin dich beruflich nicht mit Benchmarks auseinandersetzt sondern brav das Budget deines Arbeitgebers blind verpulverst, dann teu-teu-teu.

Gesucht habe ich in diesem Forum bereits und auch etliches dazu gelesen. Daher habe ich ja auch den Begriff "Mogel-RAID" erstmals zu Gesicht bekommen, was mir auf Anhieb geschmeckt hat

Nichts für ungut, trotzdem danke für deine gutgemeinte Antwort. Vielleicht kann noch jemand auf meine Fragen eingehen, die leider immer noch für mich ungeklärt sind?

Danke Allen und schönes Wochenend.
Bitte warten ..
Mitglied: wiesi200
13.11.2011 um 07:40 Uhr
Zitat von 43292:
Wenn DU als Admin dich beruflich nicht mit Benchmarks auseinandersetzt sondern brav das Budget deines Arbeitgebers blind
verpulverst, dann teu-teu-teu.

Hallo,
Benchmarks sind als Admin meiner Meinung nach absolut unwichtig. Man kriegt oft genaue Anforderungen, da legt man noch Sicherheitsreserven drauf und kauft ne Standard Kiste, denn das wichtigste ist das alles läuft und nicht das man so lange Rumbastelt das man das letzte Prozent raus holt dafür aber 1x die Woche nicht's mehr geht.

Zum Anderen du legst großen Wert auf Leistung willst aber ein Raid 5. So ein kleiner Tipp RAID 5 ist eher Langsam.

Und das mit den Daten Rekonstruieren. RAID ist KEINE Datensicherung. Mach eine Sicherung dann brauchst du dir keine Gedanken dazu machen.
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Mitglied: 43292
13.11.2011 um 10:36 Uhr
Leut darum gehts doch gar nicht. Ich sichere IMMER mit Bandlaufwerk zusätzlich und bewahre die Bänder auch in separaten Räumlichkeiten auf. Mir gehts nur darum, dass ich gerne wissen würde, wie es sich verhält wenn mal der RAID Controller den Geist aufgibt. Welche Möglichkeiten hat man da, wie ist die Vorgehensweise um auf die Daten möglichst schnell wieder zugreifen zu können? Angenommen ich hätte die zweite Workstation nicht, und in der DAW verreckt der onboard Controller. Dann habe ich also nur die Möglichkeit am internen RAID Controller der anderen exakten Workstation auf meine Daten wieder zuzugreifen? Oder kann jeder x-beliebige andere RAID-Controller auch darauf zugreifen?
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Mitglied: wiesi200
13.11.2011 um 11:09 Uhr
Wenn der Controller den Geist aufgibt, dann nimmt man die SICHERUNG die du ja immer machst und spielt sie auf die zweite Workstation zurück. Genau dafür ist die Sicherung da.

Das RAID ist nur dafür da das man einen unterbrechungsfreien Betrieb im Falle eines Festplattendefekt's gewährleisten kann.
Bei Server kann man dann auch 2 RAID-Controller (eftl in einem SAN) Verwenden, bzw. Cluster je nach dem wie teuer ein Ausfall ist.
Dafür ist ein RAID da! Für nicht's anderes.
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Mitglied: mrtux
13.11.2011 um 12:14 Uhr
Hi !

Zitat von 43292:
geplant. Die Workstation soll von zwei aktiven Musikern mit einem profesionellen RME Audiointerface eingesetzt werden. Ich kenn
dein Problem mit DJs nicht, aber ganz offensichtlich hast du wohl eine sehr große Abneigung gegen diese, das ist ja schwer

Da schätzt Du mich total falsch ein! Grundsätzlich habe ich nix gegen DJs, sofern es nicht um möchtegern DJs geht. Wenn ich sehe, was da manchmal für Blödsinn in den Video-Tutorials verzapft wird, merkt man meist schon an den ersten 2 Minuten, ob es sich um einen kreativen Kopf handelt oder eben um einen möchtegern DJ...Interessant wird es, wenn so ein Piano-Roll-Programmierer versucht musikalische Zusammenhänge zu erklären und dabei ist mir schon so manches Mal das Popkorn im Hals stecken geblieben...Aber Stimmt! Das tut in deinem Thread nix zur Sache...

Wenn DU als Admin dich beruflich nicht mit Benchmarks auseinandersetzt sondern brav das Budget deines Arbeitgebers blind
verpulverst, dann teu-teu-teu.

Naja, solange es mein eigenes Geld ist, welches ich da verpulvere geht es ja noch, denn seit 15 Jahren bin ich mein eigener Arbeitgeber. Die meisten Benchmarks sagen einfach gar nix aus, stimmen oftmals gar nicht und sie Plattform übergreifend einsetzen zu wollen, führt meist zu noch falscheren Erkenntnissen. Wie sagt der Elektroniker? Wer viel misst, misst Mist. Ein Admin, der jeden Tag mit dem Zeug zu tun hat, verlässt sich bei der Suche nach einem Flaschenhals eher auf seine Erfahrung, als auf ein dubioses Benchmarktool, bei dem man "von aussen" nicht sieht was es eigentlich tut und wie es die "Messung" durchführt.

die leider immer noch für mich ungeklärt sind?

Naja wie der Kollege wiesi200 schon schreibt, wenn Du eine Datensicherung hast, brauchst Du dir um die Datensicherheit deines RAIDs keinen grossen Kopf mehr machen. Und wie Du es in einem aktuellen Thread nachlesen kannst, kann ein RAID Controller sehr wohl einen Defekt aufweisen und wie Du weiterhin aus den Ausführungen des Thread-Erstellers und den Antworten der Kollegen, herauslesen kannst, kann das Lesen einer einzelnen Platten an einem anderen Mainboard funktionieren oder eben auch nicht. Und nach meiner Erfahrung eher nicht...

Und genau das wollte ich dir damit sagen, das Einzige was sicher ist und Bestand hat ist eine Datensicherung, daher ist es aus Sicht der Datensicherheit völlig egal welches RAID Du verwendest. Beim Thema Stabilität und Zuverlässigkeit sieht die Sache ganz anders aus und daher verwende ich, auf Grund meiner Erfahrung für professionelle Projekte nur Hardware-RAID-Controller.

Bei uns Admins kommst es in erster Linie auf die Datensicherheit an, danach kommt die Stabilität und Zuverlässigkeit. Dann...Und erst dann, widmen wir uns der Problemlösung, wenn es einen Flaschenhals in einem Storagesystem gibt. Im Regelfall passiert das aber einem erfahrenen Admin gar nicht, da er die Hardware eben schon vorher, Anhand der geforderten Aufgabe und seiner, über Jahre angesammelten Erfahrung, ausgewählt hat. Daher wurdest Du bei deinem Benchmark Thread von mir und vermutlich auch von so manchem Kollegen etwas belächelt. Das war aber nicht böse gemeint, sondern hat damit zu tun, dass ich und auch viele Kollegen hier, den Job schon so lange machen, dass wir an bestimmte Dinge eben anders herangehen und auch anders einschätzen.....

mrtux
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Mitglied: 43292
13.11.2011 um 12:31 Uhr
Danke für die ausführliche Erklärung mrtux. Jetzt habe ich auch verstanden, was du mit deiner Aussage zu "Benchmark" meintest. Naja, ich hatte eher nicht an Benchmarks gedacht, sondern mir gings darum, dass die eingesetzte Hardware so laufen soll wie sie es eigentlich tun sollte, also ohne Flaschenhälse. Aber gut, lassen wir mal diese Performancegeschichte außer Acht. Übrigens, den hier muss ich mir merken, hehe "Wer viel misst, misst Mist." Gefällt mir

Zum Thema RAID zurückzukommen habe ich jetzt also deutlich verstanden, dass es ABSOLUT KEINE DATENSICHERHEIT bietet, sondern nur eine Ausfallssicherheit (außer RAID-0 versteht sich) und eben deshalb damit man reibungslos die defekte Platte im Hot-Swap-Verfahren zügig durch eine neue austauscht. Kurz gesagt, verreckt das RAID stehe ich blöd da, denn ich kann auf keine Platte zugreifen, die im RAID (egal welches) im Einsatz war. Richtig?

Ich würde gerne folgendes wissen und hoffe ihr könnt mir diese Frage noch beantworten: angenommen der RAID-Controller von der DAW gibt den Geist auf. Ich schalte an einem Tag x die DAW ein, sie bootet nicht mehr, weil irgendein RAID-Defekt aufgetaucht ist. Kann ich den Rechner ausschalten, die zwei Platten ausbauen und in die andere Workstation einbauen, und von dort dann normal booten ? Würde das gehen? oder würden irgendwelche Prüfsummen nicht stimmen, weil es interne Addressierungen des onboard-Controllers gibt und für Verwirrungen sorgen?
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Mitglied: wiesi200
13.11.2011 um 12:42 Uhr
Zitat von 43292:
Zum Thema RAID zurückzukommen habe ich jetzt also deutlich verstanden, dass es ABSOLUT KEINE DATENSICHERHEIT bietet, sondern
nur eine Ausfallssicherheit (außer RAID-0 versteht sich) und eben deshalb damit man reibungslos die defekte Platte im
Hot-Swap-Verfahren zügig durch eine neue austauscht. Kurz gesagt, verreckt das RAID stehe ich blöd da, denn ich kann auf
keine Platte zugreifen, die im RAID (egal welches) im Einsatz war. Richtig?

Ja, eben das Ununterbrochen weiter gearbeitet werden kann. Denn in Firmen kann man pro Stunde Serverausfall schnell mit mehreren Tausend Euro Verlust rechnen. Für mehr ist das ganze nicht gedacht.

Ich würde gerne folgendes wissen und hoffe ihr könnt mir diese Frage noch beantworten: angenommen der RAID-Controller
von der DAW gibt den Geist auf. Ich schalte an einem Tag x die DAW ein, sie bootet nicht mehr, weil irgendein RAID-Defekt
aufgetaucht ist. Kann ich den Rechner ausschalten, die zwei Platten ausbauen und in die andere Workstation einbauen, und von dort
dann normal booten ? Würde das gehen? oder würden irgendwelche Prüfsummen nicht stimmen, weil es interne
Addressierungen des onboard-Controllers gibt und für Verwirrungen sorgen?

Es kann funktionieren muss aber nicht. Deshalb immer wieder eine vernünftige Datensicherung muss eben sein.
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Mitglied: 43292
13.11.2011 um 13:05 Uhr
Verstehe. Und wie sähe es aus, wenn ich kein Hardware-RAID einsetze, sondern zwei Platten in Win7 Prof. verwende, und diese in der Datenträgerverwaltung zu RAID-0 bilde?

Könnte ich diese zwei Platten jederzeit ausbauen, in einen x-beliebigen anderen Win7-Rechner installieren, von dem neuen Win7-System einlesen und dann weiterhin als RAID-0 weiterbetreiben? Oder gibts auch hier evtl. Probleme? Müssten diese Meta-Infos nicht auf den Platten existieren, so daß Win7 jederzeit von einem anderen System diese Daten wieder ausliest und sein RAID-0 wieder kreiert?

Ich frage mich eben, wie ich am 'sinnvollsten' meine 4x Terrabyteplatten in der DAW einsetzen könnte. Zusammengefasst, bringt RAID-1 keine Datensicherheit, sondern eine Ausfallssicherheit. RAID-0 bietet gute Performance, dafür ist alles im Eimer wenn eine Platte mal abbricht. Ich versuch das alles unter einen Hut zu bringen, und für mich (bzw. meinen Bekannten, die die DAW einsetzen werden) eine akzeptable Lösung zu finden. Ich habe mir nun folgende Aspekte / Grundzuüge überlegt:

1.) ich vermeide RAID soweit es geht, vor allem RAID-1 Warum? Ganz einfach: weil ich beim Einsatz eines Hardware-RAIDs blöd dastehe, wenn der RAID-Controller mal verreckt und ich trotz exakter RAID-Controller die Daten nicht rekonstruieren könnten. Vor allem RAID-1 will ich in Zukunft vermeiden, weil ich eh nicht auf ultraschnellen (Hotswap) und lückenlosen Weiterbetrieb angewiesen bin. Ausserdem bringt mir RAID-1 auch nichts, wenn mal z.B. versehentlich irgendwas falsch gespeichert oder gelöscht wird, denn das würde dann exakt auch auf dem Mirror auftreten. Auch ein guter Beweis, dass RAID-1 keine Datensicherheit bietet.

2.) RAID-0 würde ich unbedingt einsetzen wollen Warum? ich möchte während dem Soundbearbeiten mindestens eine eigene Partition haben, die auf RAID-0 läuft. Diese soll während der Audiobearbeitung dienen, damit Lese- und Schreibzugriffe während Live-Aufnahmen lückenlos und unproblematisch verlaufen können. Ob ich jetzt für RAID-0 Hard- oder Software einsetze ist ungewiß, deshalb meine Frage ganz oben in diesem Post.

3.) Für Datensicherung könnte ich exakte Abbilder durch Sektor-nach-Sektor-Kopien erstellen zum Beispiel mit Acronis TrueImage Home.

Angenommen ich nehme Platte 1+2 und bilde daraus ein RAID-0 (mal abgesehen ob Hard- oder Softwarebasiert). Dann habe ich 2000 GB Kapazität. Ich könnte darauf WIn7 installieren (C:\ Laufwerk) und dann noch ein logisches Laufwerk D:\ bilden. Auf D:\ würde dann alle Audiobearbeitung ablaufen (Temporäre Files der Programme die auch mal sehr sehr gross werden können, sonstige Zwischenspeicher, etc..) Somit würde die Performance für das OS selbst, als auch für die Audiobearbeitung sehr gut ausfallen.

Platte 3+4 sind ohne RAID tätig, also als JBOD. Die Platte 3 formatiere ich ganz normal mit NTFS und habe quasi ein Laufwerk E:\. Fertige Songs, wichtige Dateien und eigene Dokumente speichere ich alle auf E:\ ab. Bisher ist also E:\ mit den wichtigen Daten, ungesichert.

Nun könnte ich ja mit Acronis TrueImage regelmässig ein volles Image (Full Backup) der Laufwerke C:\ und D:\ erstellen und das speichere ich ebenfalls auf E:\ ab. Das Ganze wird ja nur in einer einzigen Datei gespeichert. Diese grosse Image-Datei liegt also auf Laufwerk E:\ und beinhaltet alle Daten von C:\und D:\. Dem Acronis selbst ist es doch egal, ob C:\ und D:\ auf einem RAID läuft oder nicht, er macht ja nur ein Image-Backup und keine Sektor-nach-Sektor-Spiegelkopie, richtig?
Somit habe ich alle wichtigen Daten auf E:\. Die vierte Festplatte verwende ich dann quasi als 'Hotswap' Backuplatte. Ich schließe sie nur dann am Rechner mit Strom an, wenn ich eine Spiegelung durchführen möchte, damit sie mechanisch nicht abgenutzt wird. Ich nutze also Acronis TrueImage um die Platte 3 (das E:\ Laufwerk) eins-zu-eins auf Platte 4 zu spiegeln.

Die Backup-Platte 4 stöpsel ich anschließend wieder ab und kann sie sogar im Safe oder sonstwo lagern. Die periodische Sicherung auf dieser Platte könnte nach gusto erfolgen.


Verschiedene Szenarien, was passiert wenn?

a.) Platte 1 oder 2 ist defekt
Folge: das System wird nicht mehr booten können, weil das RAID-0 nicht mehr konstistent wäre und somit C:\ und D:\ fehlen würden.
Vorgehensweise: ich ersetze die defekte Platte erstmal mit einer neuen funktionierenden. Wenn ich das RAID-0 über mein onboard-RAID erstellt hatte, gehe ich in das Hardware-RAID-BIOS Setup-Menü und lösche das vorhande RAID-0 und erstelle ein neues RAID-0, damit ein neues RAID-0 wieder aktiv ist (die alten Daten sind natürlich alle weg).
Hätte ich über Win7 ein softwarebasiertes RAID-0 erstellt, würde dieser Schritt im RAID-Bios-Setup natürlich entfallen. Ich boote als nächstes von der Acronis Rescue-CD und lade von Platte 3 (E:\-Laufwerk) die Imagedatei meines letzten Backups als Restore. Und zwar sag ich Acronis, dass das Restore auf dem neu erstellten RAID-0 Volume erfolgen soll. Acronis restauriert nach seinen in der Image-Datei gespeicherten Infos und wenn alles fertig ist, sollte wieder C:\ und D:\ auf dem neuen RAID-0 vorhanden sein und das System booten. Würde ich das softwarebasierte RAID verwendet haben, dann stünde ich jetzt aber blöd da, denn Acronis sieht ja dann zwei Platten, richtig? Ich könnte das Restore nur auf Platte 1 ausführen (wenns platzlich langt) und dann erstmal wieder booten. Ich hab dann also C:\ und D:\ wieder aktiv, allerdings liegt das physikalisch nur auf Platte 1. Die Frage wäre dann, ob ich mit Win7 anschließend durch das Hinzufügen der Platte2 wieder ein softwarebasiertes RAID-0 gründen könnte. Bisschen verwurstelt das Ganze, oder? Ich denke mit dem Hardware-RAID sieht da wohl einfacher aus wie oben beschrieben, was denkt ihr?

b.) der RAID-Controller gibt den Geist aus
Folge: Platten 1+2 sind quasi nicht mehr ansprechbar, das System wird nicht mehr booten können.
Vorgehensweise: ich ersetze den defekten RAID-Controller, bzw. das Motherboard. Ich lösche das vorhandene RAID-0 und .... (siehe a, derselbe Vorgang)

c.) Platte 3 verreckt.
Folge: meine wichtigen Dateien sind auf Laufwerk E:\ nicht mehr verfügbar.
Vorgehensweise: ich ersetze die defekte Platte mit einer neuen funktionierenden. Ich nutze Acronis Trueimage und führe eine Spiegel-Restore durch, indem ich von meiner Sicherheitsplatte 4 eine eins-zu-eins Kopie auf Platte 3 erstelle. Somit habe ich wieder mein E-Laufwerk und die Sicherheitsplatte 4 kann anschließend wieder aus dem System entfernt werden.

Was haltet ihr davon? Würde das überhaupt funktionieren, oder hab ich irgendwo was übersehen und 'nen Denkfehler eingebaut? Würde die Vorgehensweise zu a.) und b.) überhaupt funktionieren? Dann müsste ich also für diese Vorgehensweise doch lieber Hardware Onboard Mogel-RAID verwenden?

Ich bin auf eure Antworten gespannt.

Danke und schönen Sonntagabend allerseits.
Bitte warten ..
Mitglied: nxclass
13.11.2011 um 22:43 Uhr
Und wie sähe es aus, wenn ich kein Hardware-RAID einsetze, sondern zwei Platten in Win7 Prof. verwende, und diese in der Datenträgerverwaltung zu RAID-0 bilde?
ich hatte mal unter Windows XP 2 Festplatten in dem Soft-Raid konfiguriert - und hatte keine Probleme damit. Auch kommte ich die 2 Festplatten an einem anderen Rechner anschließen und die Partitionen konnten verwendet werden.

In meinem Fall hatte ich nur eine Möglichkeit gesucht billig die Festplattengeschwindigkeit zu erhöhen und war überrascht wie gut das geklappt hat. Ich hatte auch nicht die gesamte Festplatte sondern nur jeweils eine Partition dafür genutzt.

In einer Arbeitsumgebung und speziell wo die Festplatten stark beansprucht werden würde ich aber schon etwas Geld investieren und einen guten Controller kaufen. - ordentlich gekühlt sollte der auch lange genug halten, bis ein neuer Rechner gekauft wird.
EDIT: - dann kommt aber ein Debian drauf und kein Seven
Bitte warten ..
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