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Microsoft will von Kunden eine Liste aller verwendeten MS-Softwareprodukte - können die das verlangen?

Frage Sicherheit Rechtliche Fragen

Mitglied: MrBoernie

MrBoernie (Level 1) - Jetzt verbinden

22.07.2009, aktualisiert 10:12 Uhr, 28392 Aufrufe, 21 Kommentare, 1 Danke

Hallo zusammen,

ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen mit ca. 150 Mitarbeitern. Unsere IT-Struktur ist als MS-Domäne, Win-XP-Clients und Microsoft Exchange angelegt. Nun haben wir eine Email von Microsoft bekommen, indem MS von uns verlangt, unsere Lizenzsituation offen zu legen. Hier mal die Email:


Sehr geehrter Herr XXXX,

leider haben Sie uns bisher keine Informationen bezüglich Ihrer Lizenzsituation übermittelt. Deswegen wende ich mich erneut an Sie.

Für Nutzer von Microsoft-Softwareprodukten ist es wichtig, die eigene Lizenzsituation genau zu kennen. Oft wird aber die Komplexität des Lizenzmanagements unterschätzt, was teilweise gravierende Unter- oder Überlizenzierungen zur Folge hat. Damit werden entweder unnötige Kosten verursacht oder geltende Gesetze und Bestimmungen zum Schutz geistigen Eigentums verletzt. Dies zu vermeiden liegt in Ihrer Verantwortung als Lizenznehmer, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Microsoft ist berechtigt, von seinen Kunden zu verlangen, die vertragsgerechte Nutzung aller Microsoft-Produkte intern zu prüfen. Das Ergebnis dieser Prüfung ist in einer schriftlichen Erklärung zu übermitteln, die belegt, dass genügend Lizenzen erworben oder bestellt worden sind, um zu allen bei der Prüfung ermittelten Verwendungen berechtigt zu sein.

Auf dieser Basis erinnern wir Sie noch einmal an unsere Aufforderung zu einer Bestandsaufnahme in Ihrem Haus. Den beigefügten Fragebogen senden Sie uns bitte bis zum 31.07.2009 zurück.

Weitere Information zu Software Asset Management (SAM) und über Microsoft SAM-Partner in Ihre Nähe finden Sie unter www.microsoft.de/sam.

Als Ihre Lizenzberater beantworten wir alle Ihre Lizenzfragen und helfen Ihnen gern mit Tipps zur optimalen Softwareverwaltung.


Da wir rund 100 Client-PCs und ca. 20 Server mit den verschiedensten MS-Produkten haben - natürlich alles rechtmäßig erworben - wäre das ziemlich Zeitaufwendig alles zu erfassen. Nun meine Frage: kann Microsoft das von seinen Kunden tatsächlich verlangen? Wenn ja, mit welchem rechtl. Hintergrund?

Danke schonmal in voraus
Bernhard
Mitglied: Micki
22.07.2009 um 08:11 Uhr
Also von solch einem Vorgehen Microsofts hör ich das erste mal und bezweifle auch erst mal ob das zulässig ist.

Hab Ihr irgend welche Anfragen oder Supportfragen an MS gestellt?
Bitte warten ..
Mitglied: chrisgurg
22.07.2009 um 08:17 Uhr
Moin,


noch nie gehört, dass MS die Kunden nach Lizenzsituation fragt. Hört sich für mich ein bisschen komisch an.


Mit freundlichen Grüßen

Chris
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Mitglied: kleinerbub
22.07.2009 um 08:23 Uhr
Schon ein starkes Stück, wenn diese E-Mail wirklich von Microsoft kommen sollte und kein Spam etc. ist.

Hattet ihr die erste Mail auch erhalten, auf die sie sich beziehen? Wenn nicht, ist ja irgendwas faul.
Was wollen die in dem Fragebogen eigentlich alles wissen?

Kauft ihr eure Software eigentlich direkt bei Micorsoft oder über einen Zwischenhändler? Falls ihr nen Händler habt, fragt mal bei denen nach, ob ihnen irgendwas dergleichen bekannt ist. Dieser Händler sollte ja berechtigt sein MS Produkte zu verkaufen. Dann müsste MS denke ich über den Händler nachfragen.
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Mitglied: acservice
22.07.2009 um 08:30 Uhr
Frage doch einfach direct per Telefon nach.
Es gibt ja auch Tools die dir das auslegen , was installiert ist
Bitte warten ..
Mitglied: cthieme
22.07.2009 um 08:50 Uhr
Hi,

bei uns haben die sich genauso gemeldet. Ebenso hatten die mal Telefonisch bei uns angerufen, da war das Ganze freiwillig. Dazu haben wir damals keine Angaben gemacht.
Jetzt bei dem Schreiben per Mail haben wir auf unseren EDV-Partner verwiesen, bei dem wir unsere Lizenzen kaufen.
Bis jetzt jat sich niemand mehr gemeldet.

Grüße

Carsten
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Mitglied: Antos
22.07.2009 um 09:37 Uhr
Morgen zusammen,

kann ich nur bestätigen. Hatte ich vor ein paar Jahren auch mal.Nachdem ich auf solche E-Mails nicht reagiert hab bekam ich sogar einen persönlichen "Berater" der sich dann telefonisch meldete. So Sprüche wie "Sie haben soundsoviel WinXP-Lizenzen aber nur x Office-Lizenzen, wie kann das sein?" hab ich mir da anhören müssen. Der Burschi war tatsächlich der Meinung dass es auf dem Planeten Erde nur Software von Microsoft gibt. Nach dem Motto mal kann es ja mal probieren. Ist schon der Hammer was Microsoft sich da leistet. Da kauft man teure Lizenzen ein und dann wird man als potenzieller Bandit angesehen. Seitdem steht die Firma bei der Softwareanschaffung gaaanz unten auf meiner Liste. C'est la vie
Mit freundlichen Grüßen
Antos
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Mitglied: empreality
22.07.2009 um 11:03 Uhr
Das Ergebnis dieser Prüfung ist in einer schriftlichen Erklärung zu übermitteln, die belegt, dass genügend Lizenzen erworben oder bestellt worden sind, um zu allen bei der Prüfung ermittelten Verwendungen berechtigt zu sein.

E-Mail zurück "Alles im grünen Bereich", von einer detaillierten Aufstellung schreiben sie ja nix.

Außerdem gilt hier immer noch die Unschuldsvermutung. Sollen sie doch her kommen und sich vor Ort alles anschauen. Wenn sie lieb sind gibts vielleicht auch nen Kaffee.
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Mitglied: Seardan
22.07.2009 um 12:47 Uhr
Hallo,

hört sich für mich nach Callcenter auf Provisionsbasis an. Die wollen wohl ein paar zusätzliche Lizenzen unters Volk bringen.

Andreas
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Mitglied: megacarsIT
25.07.2009 um 03:38 Uhr
Hab ich vor Jahren mal als snail-mail bekommen...


Landete schnell bei mir Papierkorb, schade ums Porto...


Was bildet sich eigentlich BillyBoy und Kompanen ein??
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Mitglied: StefanKittel
27.07.2009 um 01:22 Uhr
Hallo,

verwendet Ihr Open Licence? Oder DSP/SB Versionen.

Bei OL geht Ihr einen Vertrag mit MS ein, der die dazu berechtigt solche Informationen von Euch zu fordern.
"Der Vertragspartner verpflichtet sich MS alle Informationen zur Verfügung zu stellen, damit MS die ordnungsgemäße Verwendung der Lizenzen prüfen kann." (Aus dem Gedächtniss getippt).

Bei DSP oder SB kann Euch MS mal an die Füße fassen.
Ihr habt ja keinen Vertrag mit denen sondern mit dem Händler/Lieferant. Soll sich MS doch an den wenden.

Stefan

PS: kennt Ihr schon SMTPDiagPro? (http://www.smtpdiagpro.de)
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Mitglied: MrBoernie
27.07.2009 um 09:29 Uhr
Hallo,

wir haben weder Open Licence noch DSP/SB Versionen. Unsere XP-Clients sind alle OEM und Serverbetriebssysteme wurden bei unserem Händler gekauft.

Meines Wissens nach hatte die Firma vor meiner Zeit die WinXP- und OfficeXP-Lizenzen mal gemietet aber sich später entschieden, alle XP-Lizenzen nachzukaufen und OfficeXP durch 2003 zu ersetzten. Dies erfolgte dann über unseren Lieferanten, der Vertrag mit Mircosoft wurde nicht mehr verlängert.

Vielen Dank,
Bernhard
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Mitglied: Mike-M
27.07.2009 um 13:16 Uhr
Hallo Bernhard,

wenn du deine Verträge mit Microsoft durchliest, wirst du feststellen, daß MS durchaus das Recht hat, deine Liezenzierungen nachzufragen. Natürlich haben Sien nicht daß recht bei dir aufzutauchen und eine "Hausdurchsuchung" durchzuführen.

Nach meinen Erfahrungen, fülle das Excel Sheet aus und dann hast du deine Ruhe. Es kommt keiner und kontrolliert nach, was du reingeschrieben hast.


Mike
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Mitglied: maretz
28.07.2009 um 13:11 Uhr
Meine Ansicht dazu: Ich würde die anrufen und schon am Telefon zimlich aggressiv hinterfragen was eine solche Befragung soll und ob die irgendwelche Probleme haben.

Sorry - wenn ich eine Lizenz kaufe dann ist das jawohl genug. Ich hatte gestern nen Anruf von McAfee die dann auch kamen von wegen Lizenzen usw - und ob wir denn genug hätten weil ich nicht alle verlängert habe. Selbst als ich denen sagte das wir das Produkt gewechselt haben und nur auf einigen PCs noch die McAfee nutzen kam das die genauere Begründungen haben wollten. Bei sowas platzt mir dann schnell mal die Halsschlagader -> da ich es einfach nur dreist finde wenn die einen dann ständig nerven! Man stelle sich das mal in anderen Bereichen vor - beim Supermarkt muss ich zukünftig meine Telefonnr rausgeben damit der auch anrufen kann wenn ich da länger nich kaufe...

Sorry - hier muss man imo. ganz hart gegensteuern. Denn ansonsten hat man bald für jedes blöde Programm den Kundenberater am Ohr -> und die Zeit dafür wird in diesem Job wohl kaum einer haben, oder?
Bitte warten ..
Mitglied: Widar2
23.04.2012 um 08:10 Uhr
Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass hole ich den Beitrag wieder nach oben. Ich möchte gerne Fragen wie die Geschichte ausgegangen ist und wie Ihr euch verhalten habt. Wir haben nun auch ein Schreiben von Microsoft mit einer Bitte um SAM Auskunft über alle erworbenen Lizenzen erhalten. Erst mal muss ich sagen, dass man von Microsoft hier im Anschreiben angelogen wird. Wir haben nie ein Schreiben mit der Post erhalten, eben sowenig einen Anruf...

In der Anlage der E-Mail ist ein wahnsinnig umfangreiches Excel Sheet in welches man seine Lizenzen eintragen soll. Wir verwenden fast ausschließlich OEM Lizenzen bis auf den Exchange, den haben wir über Open bezogen weil wir eine Downgrade von 2010 auf 2007 machen wollten. Was soll ich jetzt machen? Alles ausfüllen und meine ganzen Office Keys in das Sheet eintragen? Da bin ich einen halben Tag lang beschäftigt.. Was meint ihr dazu?

vielen Dank

Hier das Schreiben von MS:


Sehr geehrter Herr xxx,

da ich Ihre EDV-Abteilung leider noch nicht erreicht habe, um mit Ihnen über den Brief (Blanko-Kopie nochmal im Anhang) zu sprechen, den Sie von Microsoft erhalten haben sollten, und der Sie über das Software Asset Management (SAM) Programm informiert, sende ich Ihnen diese Email, die den erwähnten Prozess verdeutlicht.


Der Prozess beinhaltet folgende Schritte:

1. Wir bitten Sie, die Deployment Summary Tabelle (Lizenzübersicht) im Anhang auszufüllen und per Email bis zum 08.05.12 an uns zurückzusenden. Sollten Sie diesen Zeitrahmen nicht einhalten können, kontaktieren Sie uns bitte per Email.
2. Sobald wir Ihre Lizenzübersicht erhalten haben, werden wir die genutzte Microsoft-Software mit Ihren erworbenen Lizenzen abgleichen und Ihnen eine Einschätzung Ihrer Lizenzbilanz vorlegen sowie sich daraus möglicherweise ergebende Fragen mit Ihnen klären.
3. Nachdem dieser Schritt durchgeführt wurde, werden wir Ihnen eine abschließende Lizenzbilanz zusenden (Stand zum Zeitpunkt der Überprüfung und basierend auf Ihren Informationen). Diese kann einen Überhang verdeutlichen oder einen Fehlbestand anzeigen, der auszugleichen ist.
4. Mit der abschließenden Lizenzbilanz erhalten Sie auch einen Leitfaden mit Tipps für Ihr Software Asset Management.

Um den Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten, empfehlen wir Folgendes:
1. Sie können mit Ihrem IT-Partner zusammenarbeiten oder einen zertifizierten SAM-Partner beauftragen, der Sie unterstützen oder sogar den ganzen Prozess für Sie durchführen wird.
2. Wir empfehlen Ihnen, von Ihrem/n IT-Partner/n eine Liste der Microsoft-Lizenzen anzufordern, die Sie als OEM (vorinstalliert in Hardware) oder FPP (Einzelhandelspaket) erworben haben. Ziel ist, sicherzustellen, dass wir Ihre gesamte Lizenzbilanz beurteilen. Lizenzen, die durch Volumenlizenz-Programme (z.B. Open, Select, Enterprise) erworben wurden, sind im Microsoft-Datensystem (VLSC) bereits vorhanden.
3. Falls Sie Volumenlizenzen unter einem anderen Unternehmensnamen erworben haben oder andere Organisationen übernommen wurden, die in der Vergangenheit selber Lizenzen gekauft haben, bitten wir Sie, uns diese Information zur Verfügung zu stellen.

Der Anhang zu dieser Email enthält:
• Eine Kopie des Briefes, den Ihre Organisation ursprünglich von Microsoft erhalten hat;
• Ein Dokument, dass häufig gestellte Fragen (FAQ) beantwortet;
• Eine Excel-Tabelle zur Bestandserfassung (Deployment Summary)

Wir bieten Ihnen in diesem Prozess die folgenden Services:
• Zusammenfassung Ihrer gesamten Lizenzdaten in einem präzisen Bericht
• Unterstützung beim Software Asset Management, um ungenutzte Lizenzen und Überhänge zu vermeiden und die Risiken für Non-Compliance zu verringern.


Bitte melden Sie sich, wenn Unsicherheiten über die angeforderte Information bestehen oder Sie Fragen zum SAM- Prozess haben. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Bitte warten ..
Mitglied: MrBoernie
23.04.2012 um 11:07 Uhr
Hallo,

also wir haben damals nicht darauf reagiert und seitdem nichts mehr von MS gehört...

Gruß
Bernhard
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Mitglied: rainerb
15.12.2012, aktualisiert um 09:42 Uhr
Hallo zusammen,

bei uns ist es genau das gleiche wie bei Widar2. Alles OEM- oder FPP-Lizenzen bis auf Exchange 2010, der läuft über Volumenlizenz.

Jetzt möchte Microsoft folgendes wissen
1. die Anzahl aller genutzten Server, Clients, Scanner, Drucker, Smartphones, Apple-Rechner, Linux-Rechner usw.
2. die Anzahl der verwendeten Lizenzen nach Produkt aufgeschlüsselt (also z.B. wieviele Windows 7 Home Premium, Windows XP Small Business usw.)
3. 5 OEM/FPP Lizenzkeys jeder genutzten Software
4. unseren internen Prozess zur Sicherstellung ausreichender Lizenzen (dieser Abschnitt ist anscheinend freiwillig)

Microsoft gibt laut einem beigelegten PDF an, dass sie das dürfen aufgrund einer Bestimmung im Volumenlizenzvertrag:
Nachprüfung der Vertragserfüllung. Während der Laufzeit dieses Vertrages zuzüglich eines Zeitraums bis zu einem Jahr nach Ablauf der Autorisierungsnummer muss der Kunde alle üblichen und geeigneten Aufzeichnungen bezüglich der von dem Kunden genutzten Produkte führen. Zu jeder Zeit bis zu einem Jahr nach dem Ablauf der Autorisierungsnummer ist Microsoft berechtigt, vom Kunden zu verlangen, eine interne Prüfung aller in der gesamten Organisation des Kunden verwendeten Microsoft-Produkte durchzuführen, bei der die Anzahl der verwendeten Produkte mit der Anzahl der im Namen des Kunden ausgegebene gültigen Lizenzen verglichen wird. Der Kunde verpflichtet sich, nach einer Prüfung Microsoft eine schriftliche Erklärung, die von seinem bevollmächtigen Vertreter unterzeichnet wurde, zu übermitteln, in der entweder festgestellt wird, dass (1) der Kunde ausreichend Lizenzen hat, die die gesamte bei der Prüfung offengelegte Verwendung gestatten, oder (2) der Kunde ausreichend Lizenzen bestellt hat, um die gesamte bei der Prüfung offengelegte Verwendung zu gestatten. Durch die Forderung einer Prüfung verzichtet Microsoft nicht auf ihre Reche, diesen Vertrag durchzusetzen oder das geistige Eigentum von Microsoft durch andere gesetzlich zulässige Mittel zu schützen.

Ich habe keine Bedenken dass wir unterlizenziert sind, aber ich habe keine Lust den Aufwand zu betreiben und Lizenzen und vor allem Geräte zu zählen, die für die Lizenzierung des Exchange-Servers unerheblich sind. Wir haben nach User und nicht nach Devices lizenziert. Wir haben viele Geräte mit aufgeklebten OEM-Lizenzen (Windows 2000, Windows XP Pro, Windows Vista Business, Windows 7 Home Premium, Windows 7 Pro), wo genau das entsprechende MS-Produkt installiert ist ==> ich muss jedes Gerät anschauen welche Lizenz draufklebt, nur damit ich bei Geräten und der entsprechenden Lizenz die Zahl um eins erhöhen kann.

Wenn die Bestimmung von oben wirklich so in unserem Volumenlizenzvertrag steht, dann habe ich sie so nicht verstanden und ich sehe die Regelung nicht als eindeutig an.

„eine interne Prüfung aller in der gesamten Organisation des Kunden verwendeten Microsoft-Produkte durchzuführen“ verstehe ich so, dass alle im Volumenlizenzvertrag enthaltenen Lizenzen überprüft werden dürfen. Der Punkt heißt ja „Nachprüfung der Vertragserfüllung“. Die Überprüfung von Lizenzen die nicht im Vertrag enthalten sind, hat meiner Meinung nach nichts mit einer Nachprüfung der Vertragserfüllung des Volumenlizenzvertrags zu tun.

Insofern ist diese Klausel
1. überraschend
2. mehrdeutig

Dazu sagt § 305c BGB:
(1) Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die nach den Umständen, insbesondere nach dem äußeren Erscheinungsbild des Vertrags, so ungewöhnlich sind, dass der Vertragspartner des Verwenders mit ihnen nicht zu rechnen braucht, werden nicht Vertragsbestandteil.
(2) Zweifel bei der Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen gehen zu Lasten des Verwenders.

Nach meiner Meinung ist ein Volumenlizenzvertrag kein Individualvertrag sondern immer gleich aufgebaut und damit gelten die Bestimmungen für AGBs.

Falls dem so ist, ergeben sich daraus für mich zwei Möglichkeiten:
1. Microsoft verzichtet auf die Erhebung aller Daten, die nichts mit dem Volumenlizenzvertrag zu tun haben
2. Ich will mein Geld zurück! Dann kaufe ich normale Lizenzen aus dem Einzelhandel

Egal ob Microsoft das Recht dazu hat (was ich bezweifle) oder nicht: den zusätzlichen Bürokratieaufwand bezahlt mir keiner und unter Generalverdacht lasse ich mich auch nicht stellen. Deshalb hab ich bei dieser Microsoft-Anfrage sofort Blutdruck und bin geneigt in Zukunft auf freie Software (Linux) auszuweichen wo nur immer möglich auch wenn da die TCO vielleicht sogar geringfügig steigt.
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Mitglied: Widar2
15.12.2012 um 09:47 Uhr
Hi, also es ist wirklich ein großer Aufwand bis man die Aufstellung komplett hat. Ich habe auch lang hin und her überlegt was ich machen soll. Laut meiner Info hat MS nur das Recht dazu wenn man Volumenlizenzen hat. Keine Ahnung warum die jetzt auf die kleinen losgehen und dort abkassieren möchten. Habe das Excel Sheet dann doch noch ausgefüllt und an den Saftladen geschickt. Für mich steht fest: Dadurch kaufe ich nur noch OEM wenn möglich mit neuen Rechnern und nicht die teureren Open...!

Gruß Widar
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Mitglied: rainerb
15.12.2012, aktualisiert um 12:48 Uhr
Hi,

dieses Recht stelle ich aber mal in Frage. Nur weil es in dem Volumenlizenzvertrag steht, muss es nicht gültig sein. In meiner Rechtsauffassung ist die Klausel unwirksam (§ 305c BGB).

Sollte die Klausel trotzdem wirksam sein, dann halte ich das Geschäftsgebahren von Microsoft für bedenklich. Ich habe das Gefühl, dass mir hier im Volumenlizenzvertrag etwas untergeschoben wurde, was mir bei Abschluss des Vertrags nicht klar war.

Wäre mir der zusätzliche Bürokratieaufwand bewusst gewesen, hätte ich keine Volumenlizenzen gekauft.

Wenn ich von Microsoft Hilfe haben will bei der Lizenzierung, dann sollte ich das freiwillig machen können. Mich aber zu zwingen, alle iPhones zu zählen ist eine Frechheit.

Und Volumenlizenzen sind für mich auch gestorben.
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Mitglied: explode
03.06.2013 um 12:42 Uhr
Hallo zusammen,

habe gerade ähnlichen Fall bei einem Kunden.

Die Lizenzen sind entweder alle OEM oder FPP, das Einzige was im Volumenlizenz-Vertrag geregelt ist, sind Exchange-CAL's und Project.

Diese Verträge sind bereits 2011, und der letzte am 30.06.2012 abgelaufen.

Habe gelesen, dass Microsoft bis zu einem Jahr nach Ablauf des Vertrags diese Aufstellung anfordern kann.

Wenn wir jetzt mit den Angaben bis nach 30.06. warten würden, hätte dann MS überhaupt noch Anspruch drauf ? Oder bedeutet es, dass Microsoft das Unternehmen innerhalb bis 1 Jahr nach Ablauf angeschrieben haben muss, um eine Aufstellung fordern zu können?

Geht Eure Erfahrung dahin, dass man einfach antworten, und sich die ganze Arbeit machen sollte ? Oder sollte ich in diesem Fall erst mal bis nach Ende Juni abwarten ?

Danke für die Antworten !!
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Mitglied: robinhood7125
12.06.2013 um 18:17 Uhr
Also ich denke es ist relativ egal ob Microsoft das "Recht" hat die Informationen einzufordern oder es eine freiwillige Aufstellung ist. (Deployment Summary)
Sollte Microsoft einen Verdacht haben, wird erst mal mit der abgeschwächten Form (Deployment Summary) gearbeitet.
Wird diese nicht beantwortet oder entstehen dadurch mehrere Fragen könnte es sein das eine detaillierte Lizenzaufstellung angefordert wird bzw ein angekündigtes Audit durchgeführt wird.
Das läuft dann u. U. nicht mehr so nett ab, da hier tatsächlich die Firma unter Generalverdacht gestellt wird.
Der von Microsoft beauftragte SAM Partner meldet ALLE Lizenzverstöße.
...und die gibt es in JEDER Firma.
...zu allem Überfluss darf man den SAM Partner auch noch selbst zahlen.

Eine Lizenzaufstellung umfasst ALLE installierten Lizenzen. Eine Prüfung beschränkt sich nicht auf die vertraglich geregelten Lizenzen.
Dazu kommen Zugriffslizenzen an die man meistens gar nicht denkt. z.b. Scan to Mail an einem Multifunktionsgerät.
Wird die Mail über eine Microsoft Maschine geleitet können CAL´s notwendig werden
oder externe VPN Zugriffe auf Microsoft Produkte (Outlook, Excel usw)=CAL notwendig.

Empfehlung: Alle Angaben machen evtl Terminaufschub verhandeln. Die Situation wird durch hinauszögern nicht besser, da für eine mögliche detaillierte Lizenzprüfung der "Aufforderungstag" für´s Deployment Summary gilt.
Alle danach noch schnell gekauften Lizenzen sind dann ungültig, da Microsoft dann Vorsatz unterstellt. !

Bevor hier einer auf die Idee kommt, dass ich damit mein Geld verdiene ! NEIN ich durfte so eine Prüfung mitmachen. ...hat natürlich alles gepasst
Bitte warten ..
Mitglied: Softskill
13.10.2014 um 23:11 Uhr
Es gibt da eine Firma USC aus München http://www.u-s-c.de die bieten eine von Microsoft unabhängige SAM Prüfung. Die melden Fehler bei der Lizenzierung nicht sofort und man hat die Möglichkeit Lizenzen noch zu kaufen etc.. in deren Blog findet man noch viele Infos zu Lizenzkontrollen durch Microsoft und BSA oder KPMG. http://www.blog.u-s-c.de
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