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Richtfunk hat wer damit mal irgendwelche Erfahrungen gemacht ?

Frage Netzwerke LAN, WAN, Wireless

Mitglied: bo1983

bo1983 (Level 1) - Jetzt verbinden

04.08.2006, aktualisiert 31.10.2007, 9178 Aufrufe, 15 Kommentare

Hallo,


wir sind am Überlegen ob wir bei uns in der Firma ( sehr viele externe standorte) Richtfunk einsetzen. Problem wir haben uns mit allen ITlern und 3. Anbietern unterhalten die wir kennen. Leider hat noch niemand real Erfahrungen gemacht mit Richtfunk. Der Richtfunk anbieter mein natürlich ist alles kein Problem keine ausfälle usw usw aber naja der will das ja auch verkaufen!


Hat wer von euch vielleicht damit Erfahrungen was Sicherheit, Verfügbarkeit, Wettereinflüsse, Stabilität angeht ? Wäre nettt wenn Ihr dazu was posten könntet.



Danke im vorraus

Gruss bo
Mitglied: 6890
04.08.2006 um 15:46 Uhr
hallöle,
meinste mit wlan??

wenn ja bescheid sagen da könnt ich dir mal ne adresse schicken...

Mit freundlichen Grüßen godlike P
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Mitglied: ubuntianer
04.08.2006 um 22:11 Uhr
Um Gebäude innerhalb des Firmenglände zu vernetzen ist es wohl sinnvoll.
Allerdings über weite Strecken gibt es meiner Meinung nach zu viele Störfaktoren
die ich als IT´ler nicht verantworten könnte.
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Mitglied: aqui
05.08.2006 um 18:49 Uhr
Das stimmt nur bedingt. Ein Rat ist abhängig wenn man wüsste was die RiFu Carrier einsetzen oder ob ihr die Systeme selber betreibt. Betriebserfahrungen hängen in großem Maße vom Frequenzband, den verwendeten Antennen, Leistungen und zu überbrückenden Entfernungen ab in dem die RiFu Strecke rennt. Werden mehrere Hops verwendet und und und. Leider gibst du viel zu wenig Details um hier eine präzise Antwort geben zu können....
Bei professionellem Equipment mit Frequenzen in nicht öffentlichen (ISM) Bereichen läuft so etwas generell eigentlich sehr stabil wenn die Umgebungsvoraussetzungen stimmen aber wie gesagt, es fehlen detailiertere Angaben...
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Mitglied: MagicM
05.08.2006 um 19:45 Uhr
Vor einiger Zeit habe ich mich auch mal damit beschäftigt. Die beiden Gebäude stehen ca. 1,5 km von einander entfernt. Mit etwas Mühe und hohen Masten wäre ein Sichtkontakt sogar möglich gewesen. Allerdings: Die "eigenen Bäume", die stören könnten, kann man ja noch entsprechend stutzen - nur wenn die Bäume der anderen Nachbarn die nächsten Jahre wachsen, kann man dort nichts machen. Ggf. gibt man da richtig viel Geld (ich glaube das lag um die 30T€ bei 55mbit zzgl Planung und Installation) aus, und irgendwelche Bäume und Schneestürme machen einem dann ein Strich durch die Rechnung.

PS: So richtig überzeugt war von der Technik keiner. Vermutlich mangels Erfahrung...

Guck mal unter http://www.cbl.de/richtfunk/index.html
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Mitglied: superboh
07.08.2006 um 01:19 Uhr
Hi,

wie weit sind die Standorte denn auseinander? Welche Geschwindigkeit soll erreicht werden?

Ohne Sichtverbindung der Antennen zueinander geht es nicht. Vorsicht vor Bäumen und im Winter vor Eis auf der Antenne. Sowas schwächt die Verbindung (geringere Bandbreite) oder lässt sie ganz abreissen.

Gruß,
Thomas
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Mitglied: bo1983
07.08.2006 um 12:27 Uhr
Hallo schon mal danke für die Antworten.

Das höchste Gebäude hat direkten Sichtkontakt zu allen Standorten die vernetzt werden sollen die Entfernung entspricht im Radius ca +/- 2 KM. Es sollten AirLaser IP100 / Laser-Link 2000 im 2,4GHZ Bereich eingesetzt werden kommt drauf an ob die auch 2,1km noch Richtfunkantennen eingesetzt werden mit 2-36 GHZ überbrücken können. Falls das nicht Funktionieren sollte, würden richtige Mikrowellen Richtfunkantennen verwendet werden die im 3-38 GHZ Bereich zu haben sind.

>PS: So richtig überzeugt war von der Technik keiner. Vermutlich mangels Erfahrung...
>Vorsicht vor Bäumen und im Winter vor Eis auf der Antenne. Sowas schwächt die Verbindung (geringere Bandbreite) oder lässt sie ganz abreissen.

Genau das ist auch unser Problem wenn wir jetzt darin 1000ende von Euro investieren und wir dann wegen gefrorener Leitungen keine Kontakt bekommen kenne ich mind. 2 die dann Erklärungen abgeben müssen. Leider haben wir bis auf Firmen die es Verkaufen wollen keinen der es real am laufen hat, so zu sagen zum anschauen und anfassen

Mehr Infos konnte ich jetzt nicht zusammen bekommen hoffe mal das das reicht.

Gruss Bo
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Mitglied: aqui
07.08.2006 um 19:46 Uhr
Mmmmhhh...das klingt jetzt aber etwas durcheinander "Air Laser" und "Laser Link" dann 2,4 Ghz. Die laser Komponenten klingen eher nach einer Laser Verbindung die dann natürlich nicht im 2,4 Ghz Bereich arbeitet. Denn Laser ist ja Laserlicht und kein Funk wenn man mal davon absieht das Licht natürlich auch eine elektromagnetische Schwingung ist.
Laser ist immer ein Lotteriespieldenn der ist in höchstem Maße abhängig von der Witterung und sollte eigentlich nur bei Gebäudevernetzung im Nahbereich eingesetzte werden. "km ist da schon recht weit für Laser...eher fragwürdig.
2,4 Ghz ist der ISM Bereich wo sich WLAN, Bluetooth, freies Video und Audio tummeln. Ich denke mal mit guten Richtantennen (Parabol) und dämpfungsarmen Kabel wird man bei Sichtverbindung und 2km sicher eine stabile Strecke hinbekommen. Allerdings ist 2,4 Ghz durch sein Wasserdampfabsobtionsspektrum auch bedingt witterungsabhängig (deshalb ist es auch nutzlos für Satellitenfunk und terrestrischen Richtfunk über große Entfernungen..)
Sicherer wird man da mit höheren Frequenzen im kommerziellen Bereich sein. Ich würde vom Systemhaus einen Demo Link in eine Location aufbauen und ihn für einen Monat testen. So bekommt man wenigstens einen Eindruck über die Verfügbarkeit.
Man kann ja sonst immer noch einen Router mit floating static routes über eine ISDN Wählverbindung als Not Backup schalten
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Mitglied: ubuntianer
07.08.2006 um 22:35 Uhr
wie schon gepostet - ich würd die finger weglassen. ferner kommt es auch darauf an
was ich damit übertragen möchte. sind es wichtige produktionsabläufe die gesichert werden müssen, geht es nur um eine inet verbindung die ich damit vernetzen möchte, etc.

da wäre eine risikoanalyse sinnvoll um erstmal zu prüfen ob die technik ausreicht.
wie wird der aufbau abgesichert wenn störungen im funk auftreten, ob bäume, unwetter,
bauarbeiten die man nicht beeinflussen kann.

und und und...

Gruß
ubuntianer
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Mitglied: superboh
08.08.2006 um 23:28 Uhr
Also "im Radius" ist bei Richtfunk schon mal nicht ... weil Richtfunk heisst ja, dass zwei Antennen aufeinander ausgerichtet werden. Also müssten es für jede Strecke ein Antennen-Paar geben.

Gefrorene Leitungen sind übrigens nicht das Problem, sonderen wenn Feuchtigkeit die Antenne überzieht und diese dann gefriert.

Ich würde mir von der Firma bei der Ihr die Sache in Auftrag geben würdet auf jeden Fall eine Erfolgsgarantie geben lassen. Nach dem Motto: wenn es nicht wie zugesagt funkt(ioniert), wird nachgebessert oder wenn es gar nicht klappt können sie die Sache wieder abmontieren uns es gibt kein Geld.
Weil ein Fachbetrieb wird sich die Gegebenheiten vor Ort ansehen und daraufhin eine Aussage treffen.
Also nicht einfach Geräte kaufen ... weil dann ist man selbst in der Pflicht. Auch die Ausführung machen lassen, als Komplett-Paket.

In meiner früheren Firma hatten wir eine 500m-Richtfunk-Funkstrecke zu einem ausgelagerten Firmenteil ... es gab keine Probleme, ausser dass es halt deutlich langsamer war als eine 100 MBit - Verbindung. Es wurde halt darauf geachtet dass nicht allzuviel Traffic über die Strecke ging (eigener DC für das Teilnetz, Servergespeicherte Profile und Homeverzeichnise der entsprechenden User nicht auf dem Server im Hauptnetz sondern auf dem extra DC, ebenfalls dass der Druckspool nicht drüber läuft ...).

Gruß,
Thomas
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Mitglied: MagicM
09.08.2006 um 17:12 Uhr
@thomas,

welche Erfahrung hattet ihr denn bei schlechter Witterung gemacht? Oder wie sah es überhaupt mit der Zuverlässigkeit aus?

Marco
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Mitglied: bo1983
16.08.2006 um 16:38 Uhr
Hi,

ist mir klar das das mit dem Radius nicht geht und eine PTP Verbindung ist. Die weiteste Verbindung ist 2 km entfernt.


Wir werden das auf jedenfall in einer "Machbarkeitsstudie" prüfen lassen, die fragen hier waren mal vorab ob wer hat und wie es läuft.

Gruss
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Mitglied: superboh
17.08.2006 um 15:31 Uhr
In einem Winter kann ich mich erinnern, dass nachts so gegen 23 Uhr als die Verbindung abgebrochen ist und morgens gegen 8 Uhr war sie dann wieder da. Das war der Nachtfrost damals, da hat sich eine Eisschicht auf der Antenne gebildet gehabt welche morgens dann wieder wegtaute.
Das Jahr darauf haben wir dann eine andere Antenne gehabt, da gab es das Problem dann nicht mehr.
Ansonsten hatten wir weder bei Nebel noch bei Regen Probleme in der Form dass die Verbindung weg gewesen wäre. Ob sie jetzt mal eine Stufe runtergeschaltet hat, das hab ich nie überprüft.

Gruß,
Thomas
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Mitglied: Marco1986
19.01.2007 um 08:57 Uhr
Hallo zusammen,

mich würde auch mal brennend interresieren, welche Faktoren den Richtfunk "wirklich" beeinflussen. Ich habe damals gelernt, dass Regen, oder Schnee den Richtfunk nicht beeinflussen, sondern viel mehr Gewitter zum Verbin-dungsabbruch führen sollen. Wenn es bei uns aber regnet, dann kann es aber auch mal vorkommen, dass die Verbindung nicht mehr steht. Die Richtfunkstre-cke bei uns beträgt ca. 2-3 Kilometer.
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Mitglied: aqui
20.01.2007 um 23:05 Uhr
@Marco1986

Die Frage von dir kann man so nicht beantworten denn das ist in erheblichem Maße abhängig von der Frequenz in dem so eine Strecke betrieben wird. Atmosphärische Störungen wie Blitze kann man wohl im UHF und SHF RiFu oder Sat Bereich ausschliessen (sofern sie nicht direkt in die Antenne gehen...) in der Beziehung stimmt also deine Information nicht ! Regen, Tau, Nebel und Eis aber sehr wohl da 2,4 Ghz wie oben beschrieben im Absoptionsspektrum von Wasserdampf liegt, deshalb sind solche Frequenzen z.B. für den Satellitenfunk unbrauchbar (Wasserdampf in der Atmospäre). 5 Ghz liegt im Absorptionsspektrum von Stickstoff und davon ist auch ja nunmal ein großer Teil in der Atmosphäre, so das diese Frequenzen dafür auch nur bedingt brauchbar sind. Deshalb hat man sie ja für eine öffentliche Benutzung wie z.B. WLAN freigegeben, da sie wirtschaftlich nicht nutzbar sind.
Also ohne Frequenzangabe keine detailierte Antwort....

Das es aber auch im WLAN Bereich durchaus problemlos weiter als 2 km geht (7,5 km) sieht man hier:
http://www.wimo.de/wlancustomer_d.htm
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Mitglied: crefeld
31.10.2007 um 20:40 Uhr
wir sind am Überlegen ob wir bei uns in
der Firma ( sehr viele externe standorte)
Richtfunk einsetzen. Problem wir haben uns
mit allen ITlern und 3. Anbietern unterhalten
die wir kennen. Leider hat noch niemand real
Erfahrungen gemacht mit Richtfunk. Der
Richtfunk anbieter mein natürlich ist
alles kein Problem keine ausfälle usw
usw aber naja der will das ja auch
verkaufen!

Zunächst einmal: Ich bin seit einem halben Jahr bei einer Firma in der Funkplanung, die sich auf sowas als Carrier und ISP spezialisiert haben, komme aber eigentlich mehr aus dem Intranet-Service.

Grundsätzlich muß man wohl unterscheiden zwischen Lösungen, die einer Allgemeinen Frequenzzuteilung unterliegen und speziell lizensierten Richtfunkstrecken. Der Unterschied ist im Kern, dass bei einer Allgemeinen Frequenzzuteilung nie eine Garantie besteht, dass die Frequenz dauerhaft frei bleibt - weil eben jeder funken darf. Bei individuell zugeteilten Frequenzen sorgt dagegen die BNetzA dafür, dass keine Interferenzen mit anderen entstehen. Darüber hinaus gibt es auch noch Unterschiede in der Leistung. Allgemeine Frequenzzuteilungen erlauben selten mehr als 1 W. Bei 2,4 sind es IIRC 200 mW und bei 24 GHz ist es noch weniger.

Laut Überschrift des OP ist 18 GHz eine Überlegung. Ich habe keine Unterlagen da, aber IIRC wird es in diesem Frequenzband keine Zuteilung geben, wenn die Strecke unter 2 km liegt. So ganz grob kann man sagen: Je niedriger die Frequenz, umso höher die minimale Funkfeldlänge.

Bei sehr vielen externen Standorten im Umkreis von 2 km und Sichtkontakt kann man sich als Billiglösung auch auf 5,4 GHz mit 1W einlassen und am Zentralstandort 3..4 Sektorantennen und somit ein P2MP-System einsetzen. Meist funktioniert das zuverlässig und bietet Übertragungsraten von einigen Mbit pro Station mit peaks bis zu ca. 40 Mbps netto. Es empfiehlt sich dabei, ein System einzusetzen, dass QoS im Funkfeld bietet, um die Teilnehmer fair zu bedienen.

Stabiler ist ohne Zweifel P2P und auch da kann man mit UL (unlicensed) - BWA arbeiten. Hier spielen dann Kollisionen mit anderen Sektorteilnehmern keine Rolle und die Feldstärke ist auch höher. Gegen Interferenzen mit anderen Benutzern von 5,4 GHz hilft das allerdings nicht. Teilweise kann man sich dann noch mit Kanalwechsel behelfen und ausserdem hilft einem in Maßen auch noch die dynamische Frequenzauswahl (DFS), aber die kann auch nicht alles erfassen.

2,4 GHz: Vergiß es in ETSI, also auch in Deutschland. Extrem billig, aber leider viel zu geringe Leistung, um stabil zu funktionieren.

Eine Alternative kann 24 GHz sein. Es unterliegt ebenfalls einer allgemeinen Frequenzzuteilung, ist aber sehr wenig verbreitet, was die Störanfälligkeit senkt. Die erlaubte Leistung ist extrem gering. Irgendwo unter -25 dBm. Je nach Spiegelgröße kann man bei Bandbreiten um die 50 Mbps bis zu 2 km überbrücken. Es gibt auch Systeme bis zu 200 Mbps, aber da kommt man selbst mit großen Antennen von über einem Meter kaum über 1 km, eher unter 0,5 km, wenn man ausreichend Reserve für Niederschlag einrechnen will. Allerdings ist das schon wieder "richtiges" Richtfunkequipment und somit teuer. Preise auf alle Fälle über 10.000 EUR pro Link.

Da kann man dann auch gleich auf lizensierte Bänder wechseln. Unter 2 km bietet sich 38 GHz an. AFAIK ist auch 58 GHz in D verfügbar. Hier sind Bandbreiten über 155 Mbps kein Problem, bei 58 GHz geht es bis zu 400 Mbps. Früher gab es nur SDH, mittlerweile ist auch Ethernet verfügbar. Als Quellen fallen mir ad hoc http://www.cbl.de/ (SDH) und http://www.dragonwaveinc.com/ (Ethernet) ein.

Hier kann man bei korrekter Auslegung (bei der einem der Hersteller mit Excel-Sheets oder kostenlosen Planungsservice hilft) problemlos Ausfallzeiten unter 30 min. pro Jahr erreichen. Wenn man ganz sicher gehen will, macht man es wie die Funknetzbetreiber und schaltet die Links in Ringen, um die Verfügbarkeit auch bei einem Linkausfall zu gewährleisten. Die Einstellung dieser Richtfunkgeräte ist regelmäßig trivial. Sie bieten meist ein Webinterface, tw. auch out-of-band-Management und funktionieren ansonsten weitgehend wie ein Switch. Die SDH-Varianten können darüber hinaus meist auch noch E1-Anschlüsse anbieten, um z.B. seine Telefonanlagen zu koppeln.

Aufwendiger ist der Antennenaufbau. Hier werden regelmäßig die meisten Fehler gemacht, weil ungeeignete Standorte gewählt werden. Auch bedeutet die Forderung nach Sichtverbindung, das nicht nur "irgendwas" zu sehen ist, sondern das die sogenannte Fresnelzone frei bleibt. Auf einen sogenannten LOS-Test (line of sight) kann man bei Distanzen unter 2 km verzichten, wenn ansonsten alles wirklich frei ist. Dazu kommen noch die Anforderungen an Statik und Blitzschutz.
Diese drei Punkte kann einem der Hersteller nicht abnehmen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wendet sich an Firmen, die sowas professionell planen und aufbauen. Die Mobiltelefonbetreiber machen das ja auch nicht selber.
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