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Server kaufen - Bekannte Marken vs Noname-Anbieter

Frage Hardware Server-Hardware

Mitglied: mpl1984

mpl1984 (Level 1) - Jetzt verbinden

30.05.2012 um 11:59 Uhr, 6715 Aufrufe, 21 Kommentare

Wir planen den neuen Server zu kaufen. Nach dem uns ein paar Angebote vorgeschlagen wurden, stehen wir kurz vor der Entscheidung. Da der Preis nach wie vor eine große Rolle spielt, haben wir sowohl bekannte Brands als auch "noname" Anbieter angeschaut...

Unter bekannte Brands meine ich Server-Lösungen von HP, Fujitsu, Dell, IBM u.a. Als "noname" Anbieter bezeichne ich kleine Firmen, die die Servers selbst bauen (Coreto, Thomas Krenn, ICO u.a.)

Bauteile. Beide Gruppen von Firmen verwenden gleiche Brand Bauteile von anderen Anbieter (Prozessoren von Intel/AMD, Motherboards von Intel/Supermicro/Tyan, Festplatten von Seagate/HP/WD/Fujisti/Samsung etc.) Am Ende wird es aber grundsätzlich fast gleich aussehen.

Garantie. Bei Großanbieter hat man lukrative 4-Stunden Vor-Ort-Service Garantie. Kleine Anbieter können es nicht bieten und sie haben nur Next-Business-Day-Service. Die Laufzeit beträgt meistens 3-5 Jahre und dann muss Du die Ersatzteile selbst suchen.

Erfahrung. Großanbieter haben typische Maßenfertigung und haben wahrscheinlich schon alle möglichen Probleme bei der Konfigurationen erkannt und beseitigt. Kleinanbieter bauen aber auch mehrere Servers pro Jahr zusammen und haben jahrelange Erfahrung.

Preis. Server von Kleinanbieter kostet weniger.

System Management. Großanbieter verkaufen auch Ihre eigene Überwachungssysteme wie HP iLO, Fujitsu iRMC, Dell DRAC. Kleinanbieter können nur System Management Card von Motherboard Hersteller anbieten.

Jetzt kommt eigentlich meine Frage: warum haben Sie sich für Groß-/Kleinanbieter entschieden? Gibt es noch irgendwelche Vorteile/Nachteile, die ich übersehen habe?

Zuerst war ich davon überzeugt, dass ich einen Server von Großanbieter kaufen werde. Dann wurden die Preise verglichen... und jetzt zweifle ich immer mehr, ob ich nicht doch zu Kleinanbieter wechseln sollte.
Mitglied: Ravers
30.05.2012 um 12:24 Uhr
Hi,

soweit hast du dir ja schon gedanken gemacht. Soweit so gut!

Sicherlich haben die Markenhersteller weit mehr Erfahrung mit Ihren Servern, auch was angeschlossene Geräte (Bandlaufwerk etc.) angeht.
Persönlich würde ich auf Markengeräte setzen, denn im Notfall muß es schnell wieder laufen. Geld spielt dann idR. keine Rolle mehr.

Was sagt die Geschäftsleitung? Mir wurde klar gesagt: das muß schnell wieder laufen (quasi koste es was es wolle). Und da ein Kleinanbieter nicht so schnell sein kann, wie die Großen, ist klar.
Auch die Ersatzteilbesorgung ist viel besser bei den Kleinen. Ist etwas defekt sucht der Anbieter ein Ersatzteil. Ist dies nicht mehr zu bekommen, hast du Pech (ob Garantie oder nicht, LÖaufferei garantiert). Die großen Anbieter legen div. Teile zurück, so dass man auch nach der Garatiezeit (zu überhöhten Preisen) die Teile dennoch bekommt.

Im Endeffekt würde ich die GF entscheiden lassen. Ich nehme an das diese auf die Markenware zurückgreifen (sie kennen ja auch: wer billig kauft, kauft zweimal ;) ). Und bist auf der sicheren Seite.

Die Ausführung soll nicht heißen, das die Server der Kleinanbieter besser/schlechter sind als die Markengeräte. Aber die Ersatzteilbesorgung etc. würde mich zum Markengerät tendieren lassen!

greetz
ravers
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Mitglied: mpl1984
30.05.2012 um 12:42 Uhr
Danke für deine Antwort!

Zitat von Ravers:
Was sagt die Geschäftsleitung? Mir wurde klar gesagt: das muß schnell wieder laufen (quasi koste es was es wolle). Und
da ein Kleinanbieter nicht so schnell sein kann, wie die Großen, ist klar.

Mir wurde nur gesagt, dass wir es kaufen müssen, und die Preisvorstellung gesagt Damit soll ich jetzt was anfangen. Wir haben schon die Erfahrung mit Kleinanbieter und es läuft einwandfrei.

Wiederherstellungszeit von System spielt auf jeden Fall eine enorme Rolle. Aber Grundsätzlich sind 4h- und NBD-Service relativ ähnlich. Ein paar Stunden mehr kann man vielleicht noch warten.

Auch die Ersatzteilbesorgung ist viel besser bei den Kleinen. Ist etwas defekt sucht der Anbieter ein Ersatzteil. Ist dies nicht
mehr zu bekommen, hast du Pech (ob Garantie oder nicht, LÖaufferei garantiert). Die großen Anbieter legen div. Teile
zurück, so dass man auch nach der Garatiezeit (zu überhöhten Preisen) die Teile dennoch bekommt.

Ich frage mich auch, wie Kleinanbieter diese Next-Business-Day-Service anbieten können. Wahrscheinlich kaufen sie alle Bauteile von Topanbieter wie Intel. Machen entsprechend den großen Umsatz für sie und sind irgendwelche Platinum-XXL-Käufer o.ä. Und da haben sie auch sowas wie 4H-Service von Intel. So bekommen sie ihre Bauteile innerhalb 4 Stunden und dann am NBD versenden an Endkunde. So bekomme ich meine Bauteile sowieso und nach 3-5 Jahre muss ich schon selbst was aussuchnen.
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Mitglied: Ravers
30.05.2012 um 13:17 Uhr
Schau dir aufjedenfall an, wie der Vertrag aussieht.
Reaktionszeit heißt nicht Wiederherstellungszeit.

Bauteile nach 3-5 Jahren suchen, wird sehr schwierig. Kein Anbieter wird dir idR. das z.B. Mainboard liefern können. Auch ebay o.ä. wirds schwierig sein, da doch recht speziell. IBM und Co. haben div. Teile auf Lager, und da sich dich als Kunden behalten möchten, werden Sie dir auch das Ersatzteil zukommen lassen. Auch wenn die Garantie/ServicePack ausgelaufen ist.

Um wass für ein Server wird es sich handeln. Ist ohne dem noch ein effektives Arbeiten möglich, oder ist`s der "Hauptserver"?

greetz
ravers

P.S.: Habe auch einen NoName-Server hier (rest mittlerweile virtualisiert); der lief bis dato auch ohne Probleme. Ne HDD kann ja immer mal abschmieren. Aber ist lediglich Fileserver, ohne diesen ist bei uns ein arbeiten weiterhin möglich.
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Mitglied: mpl1984
30.05.2012 um 13:36 Uhr
Zitat von Ravers:
Bauteile nach 3-5 Jahren suchen, wird sehr schwierig. Kein Anbieter wird dir idR. das z.B. Mainboard liefern können. Auch
ebay o.ä. wirds schwierig sein, da doch recht speziell. IBM und Co. haben div. Teile auf Lager, und da sich dich als Kunden
behalten möchten, werden Sie dir auch das Ersatzteil zukommen lassen. Auch wenn die Garantie/ServicePack ausgelaufen ist.

Und wenn noname Server aus Brand Bauteilen zusammengebaut wurde, dann kannst Du es auch selbst nach Server-Garantiezeit finden. Klar finden ich keine Ersatzteile für noname Anbieter aus Taiwan, aber für Intel o.ä. sollte es kein Problem sein (theoretisch

Hier ist nun vielleicht die Frage, welchen Bauteile auch Brand sein müssen und welche vielleicht nicht so Brand sein können... komisch ausgedrückt, aber irgendwie so

Um wass für ein Server wird es sich handeln. Ist ohne dem noch ein effektives Arbeiten möglich, oder ist`s der
"Hauptserver"?

Ja, es handelt sich um Hauptserver. Theoretisch sollte er immer laufen, aber es kommt darauf an ;)
Wenn der Zeitpunkt des Ausfalles sehr ungünstig ist, dann reicht sogar 4H-Service nicht
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Mitglied: Ravers
30.05.2012 um 13:53 Uhr
Der letzte Satz gibt doch die Antwort:
Wenn der Zeitpunkt des Ausfalles sehr ungünstig ist, dann reicht sogar 4H-Service nicht

... hier würd ich sagen: Risikominimierung durch Markenware.

Ob du so ohne Weiteres ein baugleiches Intel-Board was 5 Jahre+ auf dem Buckel hat, findest, auch bei Intel-Boards ... ich vermute NICHT !
Brand-Bauteile (z.B. IntelBoards) hat z.B. IBM reichlich rumliegen. Nur so ohne Konnektion werden Sie dir die garnicht verkaufen (sind ja für Garantiekunden) - oder zu stark erhöhten Preisen.

Wie gesagt: die Server sind weder besser noch schlechter. Ist der Preisunterschied zu immens, das du sagen kannst: Ein Zwei Tage ausfall kostet weniger als der Preisunterschied ist.
Wir haben ca. 150 MA - da würde sich der Preisunterschied sicherlich nicht rechnen.

greetz
ravers
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Mitglied: Ausserwoeger
30.05.2012 um 14:37 Uhr
Nach 5 Jahren Betrieb fällt dir dein Mainboard aus.
Markenanbieter mit Carepack und 4h Service:
Call eröffnet, Techniker mit ware in 4h da austausch erfolgt.

Noname mit 4h Service:
Anruf beim Baumeister des teils:
Ja sorry so ein Mainboard gibt es nicht und ist nicht lagernd. Kosten für einen Neuen Server wären also Mainboard, CPU, Speicher usw. usw.
Systemstartet aufgrund des Massiven Hardwaretausches nicht mehr. Server muss also neu installiert werden da auch kein Image mit Wiederherstellungsfunktion auf jeder Hardware da ist.
Zeit bis der Server wieder Aktiv läuft. ca. 2 Tage wenn du durch arbeitest 24-32h.

So hab ich das erlebt. Nie wieder Noname !!!
Ich setze seit Jahren nur noch Markenhardware ein.

LG
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Mitglied: wiesi200
30.05.2012, aktualisiert um 15:52 Uhr
Hallo

Sorry, aber wenn ich schon Probleme mit 4h Reaktionszeit habe dann mach ich eine VM-HA Lösung und dann ist's mir egal ob der eine Server 4 Stunden steht oder einen Tag. Die Arbeit macht ja ein anderer.

Und nach 5 Jahren ist ein Server eh zum Wegwerfen egal ob NoName oder Markenserver
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Mitglied: Ravers
30.05.2012 um 16:26 Uhr
Auuuuuuuaaaaaaaaaa, was du da schreibst meinst nicht im Ernst oder??

Zunächst: von VM und HA schrieb hier noch keiner was. Und die Kosten sind auch immens. Würdest du VM + HA auf "Billig"-Hardware installieren, die mit Sicherheit nicht VM-Zertifiziert ist??

Die Arbeit macht ein anderer ... und wenn dieser aufgrund der Mehrbelastung auch ausfällt??
Da fällt mir eine kleine Geschichte von vor 2 Jahren ein, die ähnlich war:

Produktivserver im RAID5 - fällt eine Festplatte aus, während der Weihnachtsferien. So habe ich flux ne Neue bestellt, Lieferzeit 2-3 Tage (Wochenende dazwischen). In der Zeit ist die zweite Platte ausgefallen ... und schon war das Drama da.

Ein Server ist nach 5 Jahren zum Wegwerfen?? ... schonmal in der Praxis geschnuppert?? Da sieht das alles anders aus , bei großen Konzernen u.ä. wird`s vielleicht wirklich so gemacht. Aber bei den mittelständischen Betrieben fast nie. Weiterhin gibts den Unterschied zwischen geplanten und ungeplanten Austausch.

Wie auch immer, ich rate zum Markenserver (hier bekommst du halt auch nach der Garantiezeit idR. alle Ersatzteile).

greetz
ravers
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Mitglied: Lochkartenstanzer
30.05.2012, aktualisiert um 17:47 Uhr
Caio,

Meiner Meinung nach nehmen sich die "B-Brands" wie Tarox, B-Com, Thomas-krenn, etc, und die A-Brands wie HP und Lenovo, Dell, nichts.

Bei den A-brands gibt es halt manchmal Spezialhardware, die man woanders nicht bekommt. Da ist dann halt nichts mit preisgünstigem ersatz. bei den B-brands hat man, sofern man drafu achtet Standardhardware, die man mehr oder weniger üeberall nachkaufen kann.

Was man bei den A-Brands hat, ist dan man über den "Aufpreis" quasi eine Versicherung dafür zahlt, daß man bessere SLAs bekommt.

Im Endeffekt kommt es meiner Meinung einfach drauf an, wie Risikofreudig man ist.

Im Edneffekt soltet Ihr einfach die Anfoderugen (SLAs) die Ihr braucht festlegen und anschließend überprüfen, welche Anbieter diese Anfroderugnen erfüllen können. Ich sage den Kunden immer, rechnet aus, was euch ein Tag Ausfall kostet und setzt eure Investition in Relation dazu.

lks

Nachtrag:

Man sollte es vermeiden, vom Schrauber nebenan eine nServer zu kaufen, der aus desktop-Komponenten zusammengeschraubt wurde. Mit denen hat man nichts als Ärger, wenn es um unternehmenskritische Anwendungen geht. Anderseits haben die manchmal auch Ihre berechtigung, wenn es nur um nebensächliche Dienste geht.
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Mitglied: wiesi200
30.05.2012 um 17:55 Uhr
Zitat von Ravers:
Auuuuuuuaaaaaaaaaa, was du da schreibst meinst nicht im Ernst oder??

Eigentlich schon

Zunächst: von VM und HA schrieb hier noch keiner was. Und die Kosten sind auch immens. Würdest du VM + HA auf
"Billig"-Hardware installieren, die mit Sicherheit nicht VM-Zertifiziert ist??

Nur weil's nicht von HP oder Konsorten ist bedeutet das nicht das es keine VM-Zertifizierung gibt. Du kriegst auch entsprechende Server von z.b. Tarox oder Thomas Krenn.

Die Arbeit macht ein anderer ... und wenn dieser aufgrund der Mehrbelastung auch ausfällt??

Ta dann war die Planung Schrott.

Da fällt mir eine kleine Geschichte von vor 2 Jahren ein, die ähnlich war:

Produktivserver im RAID5 - fällt eine Festplatte aus, während der Weihnachtsferien. So habe ich flux ne Neue bestellt,
Lieferzeit 2-3 Tage (Wochenende dazwischen). In der Zeit ist die zweite Platte ausgefallen ... und schon war das Drama da.

Dir können auch innerhalb von 10 min 2 Platten ausfallen. Normal gibt's dafür noch eine HotSpare Platte bei großen Plattenverbunden ein Raid 6 und wenn noch mehr ausfällt kommt man nicht drum Rum die Datensicherung zurück spielen. Da ist's aber egal ob's ein HP Server oder ein Tarox Server ist.

Ein Server ist nach 5 Jahren zum Wegwerfen?? ... schonmal in der Praxis geschnuppert??
Da sieht das alles anders aus , bei
großen Konzernen u.ä. wird`s vielleicht wirklich so gemacht. Aber bei
den mittelständischen Betrieben fast nie.
Ich hab jetzt in den Letzten 10 Jahren mit 3 Firmen zu tun gehabt.
1x 15 User
1x 35 User
1x 50 User

Es ist definitiv keine Unternehmenskritische Anwendung auf einem Server älter 5 Jahre gelaufen.

Wie auch immer, ich rate zum Markenserver (hier bekommst du halt auch nach der Garantiezeit idR. alle Ersatzteile).

Hab mal vor Jahren bei Iomega ein NAS gekauft (nicht das Heimzeug). Die wollten mir nach 3 Jahren kein Netzteil mehr geben. Ich musste das Teil wegwerfen. Und natürlich zweck Sonderbauform was die Markenhersteller immer gerne haben hab ich nirgendwo was gekriegt. Ende vom Lied ich musste es Wegwerfen. Bei NoName Hersteller krieg ich das Zeug überall.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
30.05.2012 um 18:08 Uhr
Zitat von Ravers:
Auuuuuuuaaaaaaaaaa, was du da schreibst meinst nicht im Ernst oder??

Zunächst: von VM und HA schrieb hier noch keiner was. Und die Kosten sind auch immens. Würdest du VM + HA auf
"Billig"-Hardware installieren, die mit Sicherheit nicht VM-Zertifiziert ist??

Es gibt sogar Hardware zum selber schrauben, die zertifiziert ist.

Produktivserver im RAID5 - fällt eine Festplatte aus, während der Weihnachtsferien. So habe ich flux ne Neue bestellt,
Lieferzeit 2-3 Tage (Wochenende dazwischen). In der Zeit ist die zweite Platte ausgefallen ... und schon war das Drama da.

Deswegen gibt es hot-spare und Schränke in die man ersatzplatten reinlegen kann. und backups gibt es deswegen auch.


Ein Server ist nach 5 Jahren zum Wegwerfen?? ... schonmal in der Praxis geschnuppert?? Da sieht das alles anders aus , bei
großen Konzernen u.ä. wird`s vielleicht wirklich so gemacht. Aber bei den mittelständischen Betrieben fast nie.

Kommt auf den Chef an. Ich kenne KMUs, die spätestens nach 5 Jahren die Hardware erneuern. udn ich kenne auch Größere Unternehmen, in denen Hardware noch aus dem letzten Jahrtausend Ihr Gnadenbrot verdient.

Weiterhin gibts den Unterschied zwischen geplanten und ungeplanten Austausch.

Wie auch immer, ich rate zum Markenserver (hier bekommst du halt auch nach der Garantiezeit idR. alle Ersatzteile).

Da hab ich auch schon das ein oder andere erlebt.zumidnest ist es manchmal nicht sehr wirtschaftlich, ein Ersatzzeil für ein 10 jahre altes gGerät zu kaufen.


lks
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Mitglied: wiesi200
30.05.2012 um 19:22 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:
Nachtrag:

Man sollte es vermeiden, vom Schrauber nebenan eine nServer zu kaufen, der aus desktop-Komponenten zusammengeschraubt wurde. Mit
denen hat man nichts als Ärger, wenn es um unternehmenskritische Anwendungen geht. Anderseits haben die manchmal auch Ihre
berechtigung, wenn es nur um nebensächliche Dienste geht.

Das auf jeden Fall, in nen Server gehört Serverhardware.
Der Rest macht nur Ärger.
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Mitglied: schattenhacker
30.05.2012 um 22:12 Uhr
Also ich würde so einen Aldi Rechner nehmen, der ist prima für multimedia und div. software gibt es auch dabei. Der Kumpel von meinem Nachbarn hat auch einen und der ist noch ok weil er ihn eh nie einschaltet.
Wenn was kaputt ist, wissen die schon nach 3 tagen nicht, dass die das mal verkauft haben, dann hat man wenigstens keine Illussionen, etwas schnell wieder reparieren zu können.
Ausserdem gehen Server ja nur in den Ferien kaputt, so dass immer viel Zeit ist zu Basteln.

Also im Ernst: Übertrage das mal auf ein Auto: Klar kann man mit einem gebrauchten Smart duch die Sahara fahren, aber so ein guter Landrover wäre evtl. die bessere Idee?
Kaufen Eure Chefs die Maßanzüge im 3-Tage Markt?
Es ist hier schon so alles gesagt, mich wundert immer, dass man, bei aller Sparsamkeit, überhaupt dran denkt, sich so einen Server zu basteln. Wenn es hinterher Probleme mit Ersatzteilen oder Service gibt, bist Du der Dumme.
Ich habe das oft erlebt und vor allem bei Leuten, wo so dicke Autos vor der Tür stehen, da kostet der Ledersitz schon mehr als ein Server.

Also: Risiko minimieren, nimm nen Dell oder ´nen HP, so schlimm ist der Unterschied auch nicht, wenn man mal die Laufzeit und Mitarbeiteranzahl betrachtet.
Also 5 Jahre, sagen wir 300 Arbeitstage, mal 5 = äähh 1500 Tage, bei 100 MA.
Die brauchen mehr Radiergummis oder Klopapier in der Zeit.

Gruß Jo
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Mitglied: wiesi200
31.05.2012 um 07:00 Uhr
Sorry hier geht's doch nicht drumm ob man einen HP/DELL Server oder nen PC aus nem Ramschmarkt kauft.

Es geht darum ob A-Brand Hersteller oder B-Brand Hersteller.
Ich tendiere zu B-Brand weil mir einfach das Branding (künstiliche Kastrieren) der Komponenten von HP und Konsorten auf den Zeiger geht. Wenn du mal was brauchst, vor allem bei so Zeug wie Netzteilen musst du zu denen gehen. Bei B-Brand geh ich hin wo's mir Spaß macht und krieg das Zeug was ich brauche.
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Mitglied: goscho
31.05.2012 um 08:58 Uhr
Morgen
Zitat von wiesi200:
Es geht darum ob A-Brand Hersteller oder B-Brand Hersteller.
Ich tendiere zu B-Brand weil mir einfach das Branding (künstiliche Kastrieren) der Komponenten von HP und Konsorten auf den
Zeiger geht. Wenn du mal was brauchst, vor allem bei so Zeug wie Netzteilen musst du zu denen gehen. Bei B-Brand geh ich hin
wo's mir Spaß macht und krieg das Zeug was ich brauche.
Ich habe früher fast ausschließlich Server von MAXDATA verkauft, sollte hier auch als B-Brand eingestuft werden können.
Seit 2006 verkaufe ich ausschließlich Server von HP oder FSC/Fujitsu.
Unabhängig von der Garantie (auch bei Maxdata gab es 4h 24*7 und das für 4 oder 5 Jahre) muss ich einfach sagen, das ich viel weniger Supportfälle mit den Marken-Server habe als vorher mit denen von Maxdata.
Vielleicht ja auch ein Grund, warum die Pleite gegangen sind.

BTW: Ich betreue fast nur KMU. Dort ist die Laufzeit typischer Serverhardware zumeist länger als 5 Jahre, auch wenn das nicht in meinem Interesse liegt.
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Mitglied: mpl1984
31.05.2012 um 10:10 Uhr
Zitat von goscho:
BTW: Ich betreue fast nur KMU. Dort ist die Laufzeit typischer Serverhardware zumeist länger als 5 Jahre, auch wenn das nicht
in meinem Interesse liegt.

Bei uns ist es genauso ;) Unser alter Server von B-Anbieter ist 4 Jahre alt und läuft einwandfrei weiter. Anderer ist selbst gebautes Zeug ca. 7 Jahre alt.

Aber jetzt möchten wir gerne auf eine Outsourcing Firma umsteigen, die unsere 2 Server in 1 "virtualisieren" möchten. Leider ist unser alter für die Virtualisierung nicht geeignet, deshalb müssen wir jetzt einen neuen kaufen. Aber die Preise...

Mehr zu unserem "Thema" hier: http://www.administrator.de/forum/a-185552.html
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Mitglied: Lochkartenstanzer
31.05.2012, aktualisiert um 10:25 Uhr
Maxdata hatte mal ordentliche hardware. Bloß irgendwann haben die angefangen Murks zu verbauen und Ihre Preise trotzdem hoch gehalten. Dann kam der Absturz.

lks

PS: Ich habe auch lange Jahre Maxdata verkauft, bin dann aber umgestiegen. Momentan verkaufe ich Tarox, B-Com (Supermicro), HP, IBM und Acer, je nach Kundenpräferenz und Projekt. Bis auf Acer geben die sich nichts. 24x7 und 4h Reaktiosnzeit bieten alle. Acer war hatte auch mal gute Hardware zu güntigeren Preisen, hat aber in letzter Zeit nachgelassen.

lks

Nachtrag: Diesen Jahr habe ich einen Maxdata-Server abgelöst, den ich dem Kunden vor 10 Jahren verkauft hatte. Der war mit normalem 24x7-Betrieb nicht kaputtzukriegen.
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Mitglied: mpl1984
31.05.2012 um 10:26 Uhr
Zitat von schattenhacker:
Es ist hier schon so alles gesagt, mich wundert immer, dass man, bei aller Sparsamkeit, überhaupt dran denkt, sich so einen
Server zu basteln. Wenn es hinterher Probleme mit Ersatzteilen oder Service gibt, bist Du der Dumme.

Es ist klar, aber in kleinen Firmen ist der Spielraum nicht so groß. Die einfachste Variante wäre ohne zu zögern A-Brand Hersteller auszuwählen. Aber B-Hersteller stellt das gleiche her, die Bauteile sind meistens gleich.

B-Hersteller sind auch nicht dumm und nehmen die Bauteile von Topmarken, so dass sie zumindest ihre Next-Businnes-Day-Service anbieten möchten.

Dann vergleichst Du alles: da weniger RAM, 1 Prozessor weniger, Festplatte langsamer und kostet ein paar Hundert mehr... Vielleicht dann doch lieber B-Anbieter? ;) Oder auch nicht

Ich habe das oft erlebt und vor allem bei Leuten, wo so dicke Autos vor der Tür stehen, da kostet der Ledersitz schon mehr
als ein Server.

Also: Risiko minimieren, nimm nen Dell oder ´nen HP, so schlimm ist der Unterschied auch nicht, wenn man mal die Laufzeit
und Mitarbeiteranzahl betrachtet.
Also 5 Jahre, sagen wir 300 Arbeitstage, mal 5 = äähh 1500 Tage, bei 100 MA.
Die brauchen mehr Radiergummis oder Klopapier in der Zeit.

Und wenn deutlich weniger als 100 MA, quasi kleines Familienunternehmen und übliche 250 Tagen
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Mitglied: Ravers
31.05.2012 um 11:02 Uhr
Hi,

also ich betreue einige kleine Unternehmen nebenbei (Arzt, Steuer-und Anwaltskanzleien und Pyhsiotherapeuten). Hier bekomme ich des öfteren sogar die Nachfrage nach gebrauchten Servern, die ich Produktiv nehmen soll.

Zum Thema Plattenausfall: Habe das Netzwerk/Server so übernommen. In dem besagten Server waren alle Einschübe voll mit den (damals) größten Platten (kein HotSpare). Und Platten sollte ich lt GF nicht zurücklegen, nach dem Motto: für alle Server ne Platte zurücklegen, für den Fall wenn; ist zu teuer. Bestell dann eine, wenn`s soweit ist, ist ja schnell da.

Hatten hier auch nur Maxdata-Server, die mich eher positiv überrascht haben in Sachen zuverlässigkeit. Haben danach SAP bekommen, und dafür durfte ich dann hier die ersten IBM`s einführen. Hier sah man nach dem Aufschrauben schon große Unterschiede. Ob Lüfter oder nur die Bleche, Austauschbarkeit von Komponenten etc. war um einiges besser als Maxdata, wenn auch teurer (bei der Anschaffung).
Hatten zunächst auch einige Probleme mit den IBM`s, aber hier zeigte sich der Service. Und der immer sehr schnell reagiert. War auch kein Problem, ein komplett neuen Server als Austauschgerät zu bekommen.
Auch wenn die Probleme sicherlich nicht schön waren, aber das kann mit jeder Hardware passieren. So kann man den Service halt auch mal prüfen, und der war 1a, ob Schnelligkeit oder Kompetenz der MA.

Als ich in dem Unternehmen hier anfing war exact ein Server unter 5 Jahre alt, der Rest (9) hatte zum großen Teil mehr als das doppelte auf dem Buckel. (2005 noch in einer NT4-Umgebung). Einem Unternehmen, welchen es seit Jahren sehr sehr gut geht. Exchange auf ein Pentium-Prozessor mit 512MB RAM etc. etc.! Sowas bekomme ich recht oft zu sehen bei KMU`s.

Aber noch kurz zum leidigen Thema Geld: Sparen wollen wir alle, auch der Chef. Als ich in dem Beruf anfing, wurde mir schnell beigebracht, das man nicht auf`s Geld achten soll, sondern auf die (vermeintliche) Ausfallsicherheit. Denn ein Ausfalltag kann heftig ins Geld gehen (damals ein Krankenhaus mit 1000 MA). Mein jetztiger Chef hat dies mittlerweile auch eingesehen.
Und da rechnet sich keinerlei "ich-hab-am-Server-was-einsparen-können". Wenn das Unternehmen steht, redet nämlich kein Chef davon: Naja, dafür hast du ja n günstigen Server gefunden. Nein, er wird meckern, warum die Hardware ausgefallen ist und warum es so lange dauert, ihn wieder in Betrieb zu nehmen. Von den paar €uronen bei der Serveranschaffung redet keiner mehr.
Sicherlich muß man sich ein Unternehmen genau anschauen, aber am Server zu sparen, wovon alle MA abhängig sind, halte ich für über. Wie oben erwähnt, die Ledersitze des Cheffs kosten mehr!

Ich persönlich empfehle halt nur nach ca. 10 Jahren Serveradministration (vorher 10 Jahre ca. Softwarewartung und -betreuung) A-Brands.
... aber macht doch was ihr wollt Jeder muß so seine Erfahrungen sammeln.

greetz
ravers
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Mitglied: Looser27
31.05.2012 um 11:13 Uhr
Das mit den kleinen Firmen kann man so nicht sagen. Ich arbeite auch in ner kleinen Firma (15MA)....die Frage ist eher worauf Wert gelegt wird.

Bei uns war oberste Priorität die Stabilität und Lauffähigkeit des Systems ("Der Betrieb muß laufen."). Somit habe ich damals bei DELL bestellt und würde es jederzeit wieder tun.

Der Support von DELL hat in der Vergangenheit immer reibungslos funktioniert (Laptop Mainboard defekt, Serverplatte defekt).

Natürlich kosten Serviceverträge Geld....und das muß man halt bereit sein auszugeben. Denn im Idealfall wird der Service nie in Anspruch genommen.

Just my 2 Cents.
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Mitglied: wiesi200
31.05.2012 um 12:30 Uhr
Ich hab Jahrelang Maxdata gekauft und hatte nie Support Anfragen
Bei der Pleite hab ich mal einen HP Server gekauft, das Teil läuft auch; die Lieferung war aber ein riesiges Chaos.

Jetzt bin ich bei Tarox und auch sehr zufrieden.
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